Geert Wilders im Interview mit Bruce Bawer
GW: Soll ich direkt in die Kamera schauen oder Sie ansehen?
BB: Wenn Sie bitte direkt in die Kamera schauen wollen…
BB: Mein Name ist Bruce Bawer und ich berichte direkt aus Den Haag, am Freitag den 5. Februar 2010 mit Geert Wilders. Er ist Mitglied des Unterhauses des holländischen Parlaments und der Vorsitzende der Freiheitspartei, einer der größten Parteien dieses Landes. Und er ist der wahrscheinlich populärste Politiker des Landes im Moment. Zur Zeit ist er auch in einem Prozess angeklagt und ich denke, einige werden es wissen für die anderen: können Sie bitte kurz darstellen warum Sie angeklagt wurden?
GW: Zunächst erlauben Sie mir bitte zu sagen, dass ich mich sehr geehrt fühle, dass ich heute von Ihnen interviewt werde. Viele Menschen in Holland kennen Bruce Bawer und die Bücher, die sie geschrieben haben, und dass sie sagten dass man nicht aufgeben darf … ich freue mich sehr, dass Sie heute da sind. Unglücklicherweise passierte vor 2 Jahren etwas, und zwar haben sich viele Leute wegen meines Films Fitna und meiner Bemerkungen über die islamische Ideologie bei der Polizei beschwert. Der Staatsanwalt in den Niederlande sagte, dass er mich nicht anklagen werde, da das Gesagte nicht gegen die Gesetze der Niederlande verstoßen würde, aber in den Niederlanden gibt es eine Bestimmung im Gesetz, die in anderen westlichen Staaten unbekannt ist, nämlich dass Menschen, die mit dieser Entscheidung nicht übereinstimmen, ein höheres Gericht anrufen können, und unglücklicherweise hat das Gericht in Amsterdam dieses Urteil aufgehoben und entschied mich anzuklagen. Jetzt klagen sie mich also an wegen Hassrede (Volksverhetzung), Beleidigung einer Gruppe, Diskriminierung von Muslimen und nicht-westlichen Einwanderern, sowie von Marokkanern – also diese 5 Anklagepunkte werden gegen mich vorgebracht
BB: Warum ist das passiert? Warum, denken Sie, wurde diese erste Entscheidung aufgehoben ?
GW: Ich kann wirklich nicht in die Köpfe der Richter dieses höheren Gerichts hineinsehen, aber es kam völlig unerwartet, sowohl für mich als auch für den Staatsanwalt, der mich anklagen wollte. Ich denke es ist ein Zeichen der political correctness, dass man zwar eine Menge über das Christentum oder über andere Religionen sagen kann, aber – versuchen Sie einmal sich kritisch zu äußern gegenüber der Islamisierung, oder gefährdeten Werten, gegenüber der Freiheit im Islam oder was in unseren freien Gesellschaften passiert. Wenn Sie das tun, bekommen Sie eine Menge Ärger und ich glaube, dass die politische Elite von heute nicht sehr erfolgreich darin ist, meine Partei auf politischem Wege zu besiegen, also schauen sie nach anderen Wegen, und obwohl die Richter in den Niederlanden unabhängig sein sollten, so sind sie doch mit dem Virus der political correctness infiziert und versuchen jeden mundtot zu machen der sich gegen den kulturellen Relativismus ausspricht und insbesondere gegen diejenigen, die sich kritisch gegenüber dem Islam äußern. Wobei ich ein Sonderfall bin: nicht nur kritisch gegenüber dem Islam, sondern der Grund, warum ich den Islam kritisiere ist, weil ich glaube, dass es um unsere Freiheit geht und um unsere Werte und das ist der Grund warum ich kämpfe. Sehen Sie: je populärer ich werde in der Bevölkerung desto mehr Menschen wollen mich zum Schweigen bringen.
BB: Für diejenigen, die sich mit dem Justizsystem in den Niederlanden nicht so gut auskennen: Wie lange wird der Prozess gehen, was erwartet man, wie lange es dauern wird?
GW: Es kann viele Jahre lang dauern. Erstens, wenn sie mögliche Berufungen betrachten – und ich erwarte, ob ich verurteilt werde oder nicht, dass es Revisionen geben wird im Laufe der Zeit und eine der Parteien das nächst höhere oder vielleicht das höchste Gericht anrufen wird eventuell sogar den Europäischen Gerichtshof – dann kann es Jahre dauern. Aber jetzt sind wir ganz am Anfang und es hat schon zwei Sitzungen gegeben, zwei öffentliche Sitzungen, und die waren nicht sehr zufrieden stellend verlaufen. Denn ich habe vor einigen Wochen dem Gericht gesagt, wie ich mich verteidigen werde, nicht nur hinsichtlich der Redefreiheit, sondern auch hinsichtlich des wahren Inhalts des Korans und des Islams, und ich sollte in der Lage dazu sein mich zu verteidigen. Ich benannte also 18 Sachverständige auf dem Gebiet der Redefreiheit, aber auch Leute die besonders erfahren sind, national und international auf dem Gebiet des Islams und des Korans, aber unglücklicherweise, es ist wirklich lächerlich und ich kann auch nicht erklären warum, entschied das Gericht, dass von meiner Nachfrage nach 18 Sachverständigen sie nur 3 anhören werden. Sie haben 15 von ihnen einfach ausgeschlossen ohne Angabe von Gründen. Der Hauptteil meiner Verteidigung bestand darin, der Öffentlichkeit durch diese 18 Zeugen zu zeigen, dass das was ich sage wirklich die Wahrheit ist. Mir sind alleine 3 Zeugen geblieben, diese 3 werden auch nur hinter verschlossenen Türen (nicht öffentlich) befragt werden. Ich fühle mich wie in einem Gericht in einem totalitären Staat, wo ich mich nicht verteidigen darf, so wie ich es sollte, mit so vielen Gutachtern wie ich will, und diese 3 die akzeptiert wurden, werden auch nur hinter verschlossenen Türen angehört werden, ohne die Öffentlichkeit, – das ist das, was das Gericht entschieden hat, vor einigen Tagen, und das ist ein Rückschlag für mich und mein Verteidigungsteam.
BB: Wird das allgemein so gehandhabt in diesem Land, wenn jemand in einem Prozess versucht sich zu verteidigen? Dass Zeugen nicht zugelassen werden in so hoher Anzahl?
GW: Nein – das ist eine sehr gute Frage Bruce. Weil in normalen Prozessen manchmal ein Krimineller, der einen Mord begangen hat oder Ähnliches, 15 oder 20 Gutachter haben darf in den Niederlanden. Es gab auch sehr kleine Prozesse in denen 5-6 Zeugen erlaubt waren. Also selbst wenn sie sich die heutige Presse anschauen, auch die Menschen, die mit mir gar nicht einer Meinung sind, wir Professoren oder Juristen, sie sagen, es sei doch eine unübliche und unverständliche Entscheidung des Gerichts, mir diese Gutachter nicht zu genehmigen, sondern nur diese 3 und diese dann auch nur hinter verschlossenen Türen anzuhören. Es ist unüblich in Holland, und es ist ein Zeichen dafür, wie ich es schon oft gesagt habe, dass dies ein politischer Prozess ist, kein normaler Prozess. Es ist ein politischer Prozess – ich habe gedacht, dass es das seit Jahrhunderten nicht mehr geben würde, aber unglücklicherweise passiert es gerade wieder.
BB: Ich glaube in der heutigen Ausgabe des ‚Volkskrant’ ist ein kleiner Artikel in dem gesagt wird, dass 6 Experten einen Brief an das Gericht geschrieben haben, die ihre Sichtweise gegenüber Scharia und Islamisierung anfechten. Haben Sie diesen Artikel gelesen? Was sagen Sie dazu?
GW: Also, wie ich bereits sagte, gibt es eine Menge Widerstand gegenüber dem was ich sage. Ich denke, ich repräsentiere eine große Partei in Holland und viele Menschen mögen mich. Es gibt nur schwarz oder weiß. Es gibt auch Menschen die meine Courage hassen, also diese Professoren, die anderer Meinung sind als ich. Sie geben nun dem Gericht Briefe und Analysen, die besagen, dass meine Meinung falsch ist. Sie machen es öffentlich und deshalb ist es so wichtig, dass man mir erlaubt meine eigenen Gutachter als Zeugen zu haben, die nicht nur aus den Niederlanden stammen, sondern auch aus dem Ausland. Die auch den Koran studiert haben und Bescheid wissen darüber, die also die andere Seite der Münze aufzeigen können, meine Seite, von der ich glaube, dass sie die Wahrheit ist. Sie dürfen vor Gericht nicht erscheinen und die Gegenpartei geht in die Öffentlichkeit und alle Zeitungen in den Niederlanden veröffentlich diese Position auch – das ist nicht richtig. Das ist in der öffentlichen Arena kein faires Spiel.
BB: Wie ernst ist so etwas, der Brief dieser Experten, wie ernst wird das vom Gericht genommen?
GW: Ich weiß es noch nicht. Sie sagten sie werden jetzt jeden Monat einen Brief an das Gericht schreiben in dem sie erklären, dass das was ich sage falsch ist und dass meine Verteidiger Unrecht haben. Ich weiß nicht wie ernst das Gericht das nimmt, zurückblickend muss ich sagen, dass das Gericht nicht so sehr daran interessiert ist was ich zu sagen habe, oder die Menschen die mich verteidigen, sondern was die andere Seite zu sagen hat. Also ich fürchte, es könnte ernst werden und wir werden hart daran arbeiten mit nur 3 Gutachtern der Verteidigung, und damit dass wir nur hinter verschlossenen Türen sprechen dürfen.
BB: Darf ich ihnen eine persönliche Frage stellen: was hat Sie dazu gebracht, das zu tun was Sie gerade tun? Es gibt einflussreiche Personen in der Politik, in der Wirtschaft, in den Medien – sie alle haben sich dazu entschlossen diesen Kampf nicht zu kämpfen. Welche Erziehung haben Sie genossen, welche Werte und Erfahrungen haben Sie gemacht, dass sie sich dazu entschlossen haben vorzutreten, sich dafür einzusetzen und zu kämpfen?
GW: Als Teenager habe ich einige Jahre in Israel gelebt, bevor ich nach Holland zurückkehrte, um meinen Wehrdienst anzutreten, der damals Pflicht war. Danach habe ich studiert und habe an Gesellschaften des Nahen Ostens gesehen, was der Islam bewirken kann, und zwar insbesondere in islamisch dominierten Kulturen. Diese sind sehr verschieden, ich war einige Male im Iran, in Syrien, Ägypten und in einigen Staaten im Nahen Osten und ich weiß, dass sie nicht alle gleich sind. Sie sind alle sehr verschieden, aber sie haben einen gemeinsamen, dominierenden Faktor, und das ist die islamische Kultur und wie sie mit Menschen umgehen, die Kuffar sind, also Nicht-Muslime und wie sie mit der Freiheit umgehen, oder mit Homosexuellen oder mit Frauen und Journalisten und Dissidenten und mit allen anderen. Und ich habe den totalitären Teil der gesamten Region kennen gelernt, als ich aufwuchs und noch ein Teenager war, und später in meinen 20er und 30er Jahren als ich sah, wie wir diese Probleme nach hier importierten, hier nach Europa und in unsere Länder, die von genau diesen Immigranten aus diesen Ländern überflutet wurden, aus dem Maghreb und dem Nahen Osten. Dass wir eine Ideologie importieren, die sie sich nicht in unsere Gesellschaften assimilieren und integrieren will, sondern die dominieren will, keinen Respekt zeigt, wenn nicht sogar hasserfüllt ist. Natürlich meine ich nicht alle Menschen, sondern die Ideologie, alles wofür wir stehen Freiheit, Gleichheit, und unsere Werte – ich will keine monokulturelle Gesellschaft, aber ich glaube, dass unsere eigene Kultur die dominierende sein sollte und nicht die islamische Kultur. Als ich dann Parlamentarier wurde, reiste ich und beobachtete diese Dinge und ich dachte, es muss sich etwas ändern. Ich erinnere mich, als ich im holländischen Parlament im Jahre 1999, ich war gerade ins Parlament gewählt worden für die Partei, die ich aber später verlassen habe, eine Resolution einreichte. Das war zwei Jahre vor 9/11und ich sagte, der Islam ist eine Bedrohung und die Regierung sollte dies ernst nehmen und sich gut informieren und Maßnahmen ergreifen gegen die Immigration. Jeder hat mich damals komisch angeguckt, so unter dem Motto: mein Gott worüber spricht der eigentlich? Das ist ein Verrückter, ein Narr, was tut er? Und später haben wir uns natürlich darüber unterhalten, was in Europa passiert ist, in Madrid, 9/11 natürlich in New York, und auch hier in Europa, die Attentate in Madrid und London, in den Niederlanden als Theo van Gogh ermordet, abgeschlachtet wurde. Und wir sahen wie sich die Gesellschaft wandelte und ich dachte: ,Ich muss etwas tun, ich habe die Pflicht [unsere Werte] zu verteidigen und etwas zu sagen.’ Ich denke dass die freien Menschen die Pflicht haben, nicht nur das Recht sondern die Pflicht, sich dafür einzusetzen und etwas zu sagen ,wenn sie sehen, dass ihre Freiheit und die ihrer Kinder bedroht wird. Ich glaube, dass unsere Freiheit in Gefahr ist, also gibt es für mich keine Alternative als sie zu verteidigen. Aber natürlich wusste ich damals noch nicht, dass ich damit soviel Ärger bekommen würde. Trotzdem ich habe es noch keine Sekunde bedauert, und ich bin immer noch sehr zuversichtlich, dass ich weitermachen werde, was auch immer das Gericht entscheidet oder was mit mir passieren mag.
BB: Wenn Sie die Zeitungen lesen in den Niederlanden, wird es doch sehr deutlich, dass sie nicht sehr viele Freunde haben bei den Medien. Was glauben Sie, wie viele Menschen dieses Landes hinter Ihnen stehen?
GW: Wie ich bereits sagte, eine wachsende Menge an Menschen. Es gibt einen großen Unterschied in den Niederlanden zwischen der politischen Führung und der vox populi, der Stimme des Volkes. Und wenn es Wahlen geben würde in Holland, nach fast allen Umfragen, die vor einem halben bis einem Jahr gemacht wurden, hätten wir um die 25 – 30 Sitze der 150 Sitze im Unterhaus, was bedeutet, dass das etwa 15-20 % der Stimmen wären. Also wir sind schon populär, nicht die Mehrheit des Volkes, aber in drei Jahren sind wir von 9 Sitzen im Parlament auf etwa 25-30 Sitze angewachsen. Wir haben unsere Popularität bis heute verdreifacht und das liegt nicht nur daran, was meine Partei, die Freiheitspartei sagt, sondern auch weil die Menschen verärgert sind über die führenden, regierenden Politiker in Holland. Sie ignorieren immer noch die Probleme, sie fühlen sich nicht verantwortlich, sprechen immer noch von den guten Seiten des Islam. Ich glaube, dass eine wachsende Menge von Menschen uns unterstützt, aber je mehr wir an Popularität hinzu gewinnen desto mehr werden gleichzeitig unsere Feinde böse werden. Das befürchte ich.
BB: Hier in Europa haben wir einige große, terroristische Attentate miterlebt, wie in London und Madrid. Wir haben Debatten über die Scharia in GB und Debatten in Frankreich über die Burka verfolgt, Aufstände in den Vorstädten in Frankreich, Aufstände in Dänemark usw. Aber es scheint so zu sein, dass die Niederlande zum Zentrum dieser Kontroverse, dieses Konflikts geworden sind. Wir haben den Mord an Pim Fortuyn erlebt, den Mord an Theo van Gogh, wir haben die quälende Jagd auf Ayaan Hirsi Ali miterlebt und nun – Sie. Was ist mit den Niederlanden los? Was ist so besonders an diesem Land, dass hier ein Epizentrum entstand?
GW: Wissen Sie, wir in Holland haben in der Vergangenheit viel Applaus bekommen, die Regierung hat Applaus bekommen, von Deutschland, von Belgien weil wir solch eine konsensartige Gesellschaft haben , die, nach Meinung von einigen, eine Menge Vorteile hätte – aber einer der großen Nachteile ist, wenn sie ein Gesetz in Holland verabschieden wollen, dann dauert dies Jahre, nicht nur wegen des gesetzgebenden Verfahrens, sondern es ist eine Frage unserer Ansichten und unserer Geschichte, dass jeder mit jedem übereinkommen möchte. Wir haben ein Mehrparteiensystem, ganz abgesehen von Parlament und Gesellschaft – und jeder möchte ein Stück vom Kuchen abhaben und muss zustimmen. Und vergessen Sie nicht, die linken Parteien, die regiert haben und auch heute noch regieren, fast die ganze Zeit über seit dem 2. WK. Diese Parteien haben die multikulturelle Gesellschaft erfunden, sie sind die Väter aller Probleme, die wir heute haben und sie sind nicht scharf darauf zuzugeben, dass sie sich geirrt haben. Sie sind politisch auch sehr stark abhängig von den Wählerstimmen der Immigranten in den Niederlanden. Also die Kombination aus allen diesen Faktoren und die Idee des kulturellen Relativismus, die Idee dass alle Kulturen gleichwertig seien ist ein großes falsches Konzept, das sehr vorherrschend wurde und es ist sehr schwierig das alles zu ändern. Ich hoffe dass diese schrecklichen Dinge, die Sie erwähnt haben, also auch die Morde in den Niederlanden und wie Hirsi Ali behandelt wurde, dass sich das ändern wird. Es hat sich schon einiges verändert bei vielen Menschen, aber nicht bei der politischen Elite. Es gibt auch viele andere Länder – schauen Sie sich das Vereinigte Königreich an, schauen Sie sich Deutschland, Frankreich an, schauen Sie sich Dänemark an, überall haben Sie Probleme und sie haben auch keine Lösungen dafür. Wir sind beinahe so gelähmt, dass wir nicht mehr handeln können, weil die Regierenden dieses Schema des Multikulturalismus erfunden und alle diese Menschen zum Immigrieren in die Niederlande eingeladen haben. Nun sind sie bei allen Wahlen abhängig von den Stimmen dieser Menschen, und das lähmt uns. Ich denke, dass die Mehrheit der Menschen es satt hat, und das ist einer der Gründe, warum meine Partei heute so erfolgreich ist, und das ist das Besondere an den Niederlanden: wir sind und ich glaube das ist unser Nachteil, begründet auf Konsens. Wir sind jedem gegenüber tolerant, sogar gegenüber den Intoleranten und ich finde wir sollten aufhören tolerant zu sein gegenüber den Intoleranten und wir sollten stattdessen damit anfangen tolerant zu den Toleranten zu sein. Aber unglücklicher weise ist es nicht so, die Regierung handelt nicht so.
BB: Apropos – ich habe etwas sehr extremes gelesen, gestern bei den Meinungsumfragen und zwar in der ‚Volkskrant’ von jemandem, ich denke es war ein Professor. Sein Hauptargument war, dass Geert Wilders zwar versucht über die Wahrheit im Islam zu sprechen, aber unser gesamtes, holländisches Gesellschaftssystem basiere auf der Idee, dass wir seit Jahrhunderten nicht die Ideen von Religionen in Frage stellen dürfen. Es war ein bemerkenswertes Argument, absolut atemberaubend zu lesen, und das in einer Zeitung des 21. Jahrhunderts in der westlichen Welt. Ich denke, das war eine speziell niederländische Argumentation, also ich verstehe sehr gut worüber Sie gerade sprechen. Was würden Sie Menschen sagen, in anderen Ländern, in anderen europäischen Ländern, in Amerika in Kanada in anderen Demokratien auf dieser Welt, was würden Sie sagen, was dieser Prozess hier in den Niederlanden diese Menschen angehen würde?
GW: Ja es geht sie etwas an. Wie ich immer sage: schauen sie sich die Berichterstattung an im Fernsehen oder wo sonst berichtet wird. Es geht hier nicht um mich. In diesem Prozess geht es um die Redefreiheit, es geht darum ob wir eine Ideologie akzeptieren, voller Hass, die gegen alles steht, was für uns wichtig ist. Wenn sie sich die Gesetze anschauen: Freiheit gilt für die gesamte Gesellschaft, für uns alle heute in den Niederlanden. Ich bin ein Parlamentsabgeordneter, aber es geht um jeden anderen in jedem anderen Land in Zukunft, der angeklagt wird, weil er die Wahrheit gesagt hat, indem er seine Redefreiheit genutzt hat. Der für die Freiheit in seinem Lande kämpft. Und wenn ich in den Niederlanden verurteilt würde, dann glaube ich fest daran, dass die Freiheit, die wir in unserer Gesellschaft haben, zurückgeworfen wird, mindestens um ein Jahrhundert. Wenn nicht sogar um zwei Jahrhunderte und wenn dies mir passieren sollte, dann kann es jedem passieren, wegen der Multikulturalisten, der kulturellen Relativisten. Für die Menschen gilt: die islamische Ideologie wird einen enormen Einfluss bekommen, wenn sie jemanden zum Schweigen bringen kann, in diesem Fall einen demokratisch gewählten Politiker, der dann nicht mehr in der Lage ist, eine Ideologie zu kritisieren. Ich wünschte es gäbe hier etwas wie den amerikanischen ersten Verfassungszusatz, aber ich glaube, dass es auch langsam in den Vereinigten Staaten anfängt. Ich würde zu Leuten in Europa aber auch zu Amerikanern und Menschen in Kanada sagen: glauben Sie nicht, es könnte Ihnen nicht passieren. Glauben Sie nicht, dass die Freiheit ewigen Bestand hätte für Sie. An meinem ersten Verhandlungstag habe ich an Thomas Jefferson erinnert, den ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten, der einst sagte, dass der Preis der Freiheit ewige Wachsamkeit bedeute. Daran sollten wir uns immer erinnern. Wenn wir nicht bereit sind für unsere Freiheit zu kämpfen und sie zu verteidigen. Noch mal: es ist nicht nur unser Recht, sondern unsere Pflicht für die Freiheit zu kämpfen, und wenn wir den Islam nicht als das betrachten wollen, was er wirklich ist, wenn er sich erst etabliert hat, dann haben wir eine unfreie Gesellschaft. Dann werden sich unsere Länder verändern, wir werden alles verlieren für das wir und unsere Väter und Großväter jemals gekämpft haben. Für Europa ist es sehr wichtig, aber auch für die Vereinigten Staaten ist es wichtig, nicht den europäischen Alliierten zu verlieren. Nicht zuzusehen, dass Europa, wie einige Leute bereits festgestellt haben, zu einer Art Vogelkäfig oder wie Eurabia wird mit total verschiedenen Werten. Das was in Europa passiert kann auch in den Vereinigten Staaten passieren, obwohl die Menschen in den USA ihren ersten Verfassungszusatz haben, alles kann geändert werden. Mein Kampf ist nicht mein persönlicher Kampf, sondern es ist ein Kampf für jeden freien Mann und jede freie Frau auf dieser Welt, die ihre eigenen Werte behalten möchten, Redefreiheit, das Recht der freien Meinungsäußerung und Gleichheit für die nachfolgenden Jahrhunderte.
BB: Vielen Dank Geert Wilders, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben für ihre Worte und für ihre Aufmerksamkeit.
Mehr Rede – Mehr Freiheit
Übersetzung: Gates of Vienna LIZ für BPE/PAX Europa
Vorwort von Baron Bodissey
Unser österreichischer Korrespondent AMT, den die jüngsten Ereignisse, die Klagen gegen Geert Wilders und Elisabeth Sabaditsch-Wolff sehr bewegt haben, hat einen Aufsatz über den desolaten Zustand der Meinungsfreiheit in Europa geschrieben.
„ Du bist anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen.“ – Voltaire Read more
Geert Wilders vor Gericht
Der Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit
Geert Wilders ist der Führer der PVV (Freiheitspartei) der Niederlande.
Am 2. Januar 2010, begann sein Prozess in Amsterdam, angeklagt wegen Beleidigung von Muslimen und Anstiftung zum Hass. Dies waren seine Worte bei Prozessbeginn:
00:00
Die Dschihad Dekade kommt.
8. Januar 2010 von Liz
Kategorien: HINTERGRUND, POLITIK, SHORTCUT
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Wenn wir zurückblicken auf das vergangene Jahrzehnt in Amerika, fragt man sich, wie wir in ein post-amerikanisches Jahrzehnt eintreten konnten. Warum ist das alles so falsch gelaufen, so schnell … ….so schlimm?
Das Jahr 2000 begann mit einer List der Demokraten über eine “gestohlene Wahl”, unter erpresserischer Beteiligung von ACORN – aber zum Glück war sie letztendlich doch nicht gestohlen. Bush nahm die Zügel in die Hand, und der Höhepunkt aller islamischen Angriffe auf die USA, und das Versprechen einer islamischen Fatwa gegen den Westen während der Clinton-Administration, kam über New York und Washington.
| Die zweite Fatwa wurde ursprünglich am 23. Februar 1998 veröffentlicht, die Erklärung des heiligen Krieges, oder Dschihad, gegen den Westen und Israel. Unterschrieben von Osama bin Laden, dem Kopf von al-Qaida, Ayman al-Zawahiri, Leiter der Dschihad-Gruppe in Ägypten, und mehreren anderen islamistischen Terrorgruppen. |
Und während die Bush-Doktrin der richtige Ansatz war (Sie sind jetzt entweder unserer Meinung oder nicht), suchten sich nach 911 die gut gekleideten Islamisten wie Grover Norquist ihren Platz im Weißen Haus, um die beste Strategie zur Bekämpfung des islamischen Dschihad zu sabotieren. Alle Fantasien von einer unterdrückten Religion und dem Unsinn einer “Religion des Friedens” waren offenkundig unwahr. Es verwirrte die Menschen, und auch diejenigen, deren Aufgabe es war, den Feind zu bekämpfen wussten nicht, dass ihr Mitarbeiter ein Islamist war, der die Sache mit der islamischen Überlegenheit weiter vorantrieb.
Im Februar 09 fragte ich Douglas Feith in einem Blogger-Interview “Inwieweit beeinflussen die islamischen Lehren des Dschihad und die Verpflichtung der Ungläubigen sich der Herrschaft des islamischen Rechts zu unterwerfen Ihre Kalkulationen für den Irak, und denken Sie, dass die Verfolgung von Christen etwas mit dieser Doktrin zu tun hat? “
Douglas Feith antwortete:
| “Die Dschihad-Ideologie war natürlich ein wichtiges Thema bei unserer Analyse einer Strategie für den Kampf gegen den Terrorismus. Und eines der Dinge, in denen das Pentagon die Führung übernahm, war eine spezielle Aufmerksamkeit auf die ideologische Komponente des Krieges gegen den Terror, und eines der Dinge, die ich in diesem Buch behandele (es ist eine sehr traurige Geschichte) war, wie Rumsfeld und General Myers und andere im Pentagon, die immer und immer wieder, von Anfang an, gleich nach 9 / 11 die Bedeutung ideologischer Anstrengungen betont haben, strategische PR-Maßnahmen und eine allgemeine Strategie zur Bekämpfung der ideologischen Unterstützung des Terrorismus. Und während der Rest der Regierung nicht so sehr viel in diesem Bereich unternahm, haben wir in meinem Büro, im Politik Büro das Pentagon, das Office of Strategic Influence [Büro für strategische Einflussnahme] gegründet, um in diesem Bereich tätig zu werden. Und die Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit im Pentagon und andere Menschen rund um die US-Regierung waren sehr unglücklich über die Schaffung dieses Büros, ein Teil davon war wegen eines angeblichen Heimvorteils und einiges aus anderen Gründen, aber eine der Folgen davon war, dass jemand Informationen zugespielt hat — gut, also nicht zugespielt, nein – nein, jemand gelogen hat – gegenüber der New York Times und einen Bericht abgab, der besagte, dass dieses Office of Strategic Influence die Absicht habe, ausländischen Journalisten gegenüber zu lügen. Und auf der Titelseite der New York Times erschien eine Geschichte, die das aussagte. Das verursachte große Verwicklungen, in deren Folge dieses Büro geschlossen wurde.
Ich glaube nicht, dass sich die US-Regierung bis heute von diesem Fiasko erholt hat, denn jedes Mal, wenn jemand vorgeschlagen hatte, ein Büro zu schaffen, um sich wirklich mit der Dschihad-Ideologie in einer systematischen und strategischen Art und Weise im Pentagon auseinanderzusetzen, sagen die Leute, ach, nein, wir wollen nicht noch ein weiteres Office of Strategic Influence Problem haben. Und das bedeutete, dass das Pentagon es nicht mehr tun konnte, obwohl das Pentagon der Ort war, an dem immer wieder auf die Bedeutung des ideologischen Kampfes hingewiesen wurde. Das Auswärtige Amt, das eigentlich der logische Ort dafür war, aus seinen eigenen institutionellen und kulturellen Gründen, war nicht geneigt, die Schlacht auf diese Art und Weise zu kämpfen, und sie neigten dazu zu denken, dass alles, was wir bräuchten eine öffentliche Diplomatie-Kampagne war. |
Und die tapferen Männer und Frauen, die die Dschihad-Ideologie ausgewertet und aufgedeckt haben in diesen angesprochenen Geschäftsstellen, wurden an den Rand gedrängt, entlassen und sogar gefeuert. Wer kann sich noch an den Fall des Counterjihad Experten Steve Coughlin erinnern, der der kenntnisreichste Spezialist des Pentagons für islamisches Recht und Dschihad Terrorismus war? Das Pentagon beendete die Karriere seines wirksamsten Analytikers, der versuchte, das Militär in einen ideologischen Krieg gegen den Dschihad zu führen, auf Geheiß eines muslimischen Adjudanten, Hesham Islam, aus dem Büro des stellvertretenden Verteidigungsministers Gordon England. Dr. Andrew Bostom schrieb, dass es “natürlich keine Hinweise darauf gibt, dass Herr Islam, ganz anders als Herr Coughlin, über kein spezifisches Know-how verfügte, sowohl was die Theorie als auch die historisch gewachsenen Gepflogenheiten des Dschihad angeht; ja, Gordon Englands ägyptischer Muslimhelfer ist bekannt für seine Fähigkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit – eine Art Englisch sprechender muslimischer Dragoman der globalen islamischen Umma.” Bostom schrieb dies in Übereinstimmung mit dem stellvertretenden Minister England,
| Hesham [Islam] hilft mir, die verschiedene menschlichen Perspektiven zu verstehen und wie sie die Dinge sehen. Er hat einen kulturellen Hintergrund, der sehr hilfreich ist, aber er arbeitet auch sehr hart daran, ein besseres Verständnis von den Menschen zu erhalten und wie sie denken. |
Couglins Entlassung war “pathognomonisch für die geistige und moralische Verrottung, die unsere Anstrengungen zur Bekämpfung der globalen Dschihad plagt”.
Und so tropf, tropf, tropfte der Dschihad in den letzten zehn Jahren immer weiter fort, weil wir immer gelähmter, impotenter und betrogen wurden. Die linke islamische Allianz, eine tödliche Ehe zwischen der Demokratischen Partei und ihre Propagandadienstmägden in den Mainstream-Medien, die damit beschäftigt waren, täglich auf Bush und seine Regierung einzuschlagen.
Das Entfernen von Saddam Hussein war gut. Punkt. Kein Weg führte daran vorbei, das ist die reine Wahrheit. Aber warum hier aufhören? Das Entfernen auch von Mahmoud Ahmadinejad wäre sogar noch besser. Aber Bush verlor seine Mehrheit im Jahr 2006. Das unerbittliche Attackieren von linker Seite, Israels halbherzige Leistung in dem Krieg gegen die Hisbollah im Sommer ‘06, und der Verlust des Abgeordnetenhauses und des Senats im November, das alles hat zur Schlappe beigetragen.
Aber was wirklich zum Sturz von Bushs Regierung führte war, dass seine Prämisse falsch war. Er wollte ebenso wie Condi und Powell und die sanfte diplomatische Gesellschaft glauben, dass der Islam mit dem Westen verhandeln würde. Der Islam lässt sich nicht verhandeln. Er ist der Auftrag. Immer noch setzt der Westen sein Streben nach dem Unmöglichen fort, trotz großer Gefahr. Dies ist eine Denkweise des abendländischen Geistes. Diese Leute denken, dass es undenkbar ist, dass das Reden nicht alles und jedes lösen kann. Dieser Krieg ist kein dauerhafter Bestandteil der menschlichen Gegebenheiten. Aber es gibt ihn. Krieg ist genauso viel menschengemacht wie Sex, essen, Kunst, Liebe, all das.
Und Kriege müssen bekämpft werden. Sie werden nicht verschwinden, aber wir.
Natürlich wissen wir das. Aber auf der linken Seite, dämonisieren unsere hausgemachten Feinde jeden Krieg, in dem sich Amerika entscheidet zu kämpfen. Die ungeheuerlichen, schrecklichen Verbrechen von Mao, Stalin, Bin Laden, Che, Pol Pot, Ahmadinejad, et al, die so abscheulich sind, so gewaltig, sind in deren schrecklichen Gedanken nur eine historische Fußnote. Sie werden zu kulturellen Symbolen für den “radical chic”. Kaltblütige Monster haben sich unseres Landes bemächtigt.
Und die Linke war so erfolgreich beim Eindringen in unsere Regierung, Schulen, Institutionen, acht Jahre nach dem abscheulichen Angriff auf amerikanischem Boden, wählten wir ein Symbol unseres Todfeindes. Einen kenianischen, indonesischen, Dritt-Weltler Boulevardier, mit so viel Verständnis für die amerikanische Erfahrung wie jeder andere beliebige Ausländer. Nennen Sie mich nicht einen Rassisten, weil ich ihn nach dem benenne, was er ist – mich interessiert nicht seine Hautfarbe, sondern es geht um den Inhalt seines Charakters. Der sechziger Jahre Dreck fliegt nicht mehr. Sein Mangel an Erfahrung in allen relevanten Bereichen der Amtszeit des Präsidenten ist einfach atemberaubend. Und seine Verbeugung vor dem Islam und unseren Feinde weltweit, ist katastrophal. 2009 war ein Alptraum.
Bushs Prämisse war falsch, aber Bush war ein Patriot. Bush hat Amerika geliebt und er hat Amerika geschützt, auch wenn er sich geweigert hat, den Feind zu sehen, wer und was er war. Es war kein Zufall, dass Amerika 8 Jahre lang nach 9/11 sicher war. Acht Jahre der Sicherheit brechen jetzt unter einem islamischen Präsidenten zusammen. Die Dschihad-Angriffe auf die USA im Jahr 2009 waren atemberaubend. Und es hat gerade erst begonnen.
Das Militär hat seine größten Verluste erlitten, Monat für Monat unter Obamas Regierung. Die CIA erlitten horrende Verluste in Afghanistan. Red State berichtet “Die CIA-Agenten, die im Hintergrund arbeiten und die Truppen auf dem Feld reden über Barack Obama in privaten Momenten mit Hohn und Spott. Er ist ein Witz für sie. Der frühere CIA Agent Wayne Simmons sagte, die “catch and release” [fangen und wieder freilassen] Politik der Regierung hat die Moral der CIA auf ein Niveau reduziert, das er als ‚erbärmlich, niedrig, schrecklich’ beschreibt.”
Die Demontage der Bush-Schutz gegen den Dschihad und der Beginn der Angriffe auf Amerikaner, Blogger, Tee Partygänger, Bürgermeister, Patrioten, Tierärzte ist unverständlich – und wenn ich es nicht selbst erlebte, würde ich es nicht für möglich halten.
Ich bete, dass Amerika das Linke Jahrzehnt untersucht und Bilanz zieht. Es war das Appeasement der Linken, das die Grundlagen des Landes zerstört hat. Wir müssen sie wieder aufbauen. Der Fortschritt des Islam wäre niemals möglich gewesen, wäre nie geschehen, ohne unsere Kapitulation an die Linke. Der wirkliche Krieg geht gegen die Linke / Islamische Allianz.
Dies wird ein Jahr des Kampfes.
Übersetzung: LIZ/die-gruene-pest.com
Original: http://atlasshrugs2000.typepad.com/a…ad-decade.html
Euro-mediterrane Partnerschaft (EUROMED): 50 Millionen Muslime mehr in Europa
Geschrieben von paulipoldie am 6. Januar 2010
| … erreichen letztendlich die vier Grundfreiheiten der EU: Freizügigkeit von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Menschen (mehr hier) |
Letzte Woche schrieb ich eine Kolumne in den Zeitungen The Washington Times, The American Thinker und Newsmax über die Euro-mediterrane Partnerschaft (es war eher ein Selbstmordpakt).

50 Millionen Arbeiter mit ihren Familien. Im Jahr 2050 wird die islamische Bevölkerung einen Anteil von 25-30% der Bevölkerung Europas haben. Es werden wahrscheinlich mehr als 100 Millionen Muslime in Europa sein.
Diese „gemeinschaftlichen Vereinbarungen” analysieren, wie die EU und die Länder, die an der EUROMED beteiligt sind, abgrenzen, was genau die konkreten Beziehungen sind. Dieser Link zu Wikipedia erklärt, was “Assoziierungsabkommen” sind: tatsächlich sind es individualisierte sich “ändernde Kurse”, die zwischen der Euro Union und den Ländern ausgehandelt werden.
Hier ist eine sehr gute Übersicht der EU Dokumente, etwas zum Verdauen.
Das US-muslimische Dialog Dokument, der Bauplan für die Obama Administration und gleichzeitig eine Charta für unseren Dhimmi-Status, sind Parallelen zu diesen Plänen. Es sind die gleichen “Interkulturalisierungs” Pläne, die in der EUROMED Partnerschaft diskutiert und empfohlen werden. (Mehr zu dem Engagement der US-Muslime hier und hier.)
Werfen wir zum Beispiel einen Blick auf das Assoziierungsabkommen mit Ägypten. Es ist die Rede von den gleichen Dingen, wie “Kursänderung”. Links in Hülle und Fülle, außer dass sie alle ausgesetzt wurden, und man jetzt zu einer neuen Seite der Europäischen Union weitergeleitet wird, auf der man dort nichts finden kann. Sie haben alles damit im Zusammenhang stehende versteckt. Ich bin überrascht. Diese Seite gibt es noch, deshalb habe ich Screenshots angefertigt, solange es sie noch gibt:
| Assoziationsabkommen mit Ägypten [..] - Ausbildung von Personen, im kulturellen Bereich. Förderung der kulturellen Zusammenarbeit in kommerziellen Bereichen wie Natur, Produktion, Investitionen und Marketing, Ausbildung und Austausch von Informationen. Es wird angestrebt eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der audiovisuellen Medien, sowie die Zusammenarbeit in Bereichen wie Koproduktion und Ausbildung zu fördern. Die Union sucht nach Möglichkeiten zur Förderung ägyptischer Beteiligungen an Initiativen der Gemeinschaft auf diesem Sektor. Siehe Artikel 71. |
Das “Assoziierungsabkommen” mit Ägypten, Jordanien, usw. – das ist die Stelle an der man Butter zum Fisch geben muss, wo herausgearbeitet werden muss, wie die Abkommen über Kultur, Einwanderung, Austausch von Führungskräften mit Inhalt gefüllt werden …
| Assoziierungsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mittelmeer-Partnerländern Der bilaterale Weg des Barcelona-Prozesses sieht einen bilateralen Abschnitt vor, der durch eine Reihe von bilateralen Assoziierungsabkommen geregelt wird. Es gibt einige gemeinsame Aspekte bei ihnen allen: den politischen Dialog, die Achtung der Menschenrechte und der Demokratie, die Einrichtung WTO-konformer Freihandelszonen nach einer Übergangszeit von bis zu 12 Jahren, Bestimmungen über geistiges Eigentum, Dienstleistungen, öffentliches Beschaffungswesen, die Wettbewerbsregeln, staatliche Beihilfen und Monopole, wirtschaftliche Zusammenarbeit, Zusammenarbeit im Bereich der sozialen Angelegenheiten und Migration und kulturelle Zusammenarbeit. Um in Kraft treten zu können, muss das Abkommen durch die Europäische Gemeinschaft ratifiziert werden, sowie von den Parlamenten der EU-Mitgliedstaaten und den Partnerländern. Dieses Verfahren ist lang. Das Abkommen sieht eine Verringerung der benutzerdefinierten Rechte für industrielle und landwirtschaftliche Erzeugnisse vor. |
Eine neue EUROMED Universität wurde am 9. Juni 2008 in Slowenien gegründet. Mit Sitz in Piran an der Adria, wird die Universität zunächst durch das Zentrum für EUROMED-Studien entwickelt werden. (mehr hier)
| Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind eingeladen, Partnerinstitutionen zu werden [sic]. Bisher haben aus Großbritannien, die Universitäten von Westminster, Cambridge und Bristol Interesse bekundet. |
Interkulturalisierung unter Universitäten und Hochschulen. Institutioneller Faschismus und historischer Revisionismus. Bildung und Geschichte durch ein islamisches Prisma betrachtet.
Wenn man auf die EMUNI (Europa-Mittelmeer-Universität) Seite geht, bekommt man einen klaren Hinweis darauf, was sie tun wollen. Im Vordergrund und im Zentrum befindet sich die zur Organization of Islamic Conference (OIC) gehörende Allianz der Zivilisationen:
| EMUNI in Ägypten mit der Regierungsdelegation Kairo, Ägypten, 15 bis 16 Dezember. EMUNI Vertreter waren Teil der begleitenden Delegation des Ministerpräsidenten der Republik Slowenien, bei seinem offiziellen Besuch in der Arabischen Republik Ägypten. Im Rahmen des Besuchs unterzeichneten Prof. Dr. Joseph Mifsud und Botschafter Mohamed Rifaah (stellvertretender Außenminister, Leiter des Instituts für Diplomatische Studien) ein Memorandum zum gegenseitigen Verständnis. Mehr … Regionales Treffen der Allianz der Kulturen |
| Sarajevo, Bosnien und Herzegowina. Die erste Allianz der Kulturen, die Süd -Ost-Europa-Konferenz, fand in Sarajevo statt. Sie wurde auch von Prof. Dr. Joseph Mifsud besucht, der Diskussionsteilnehmer auf einer Tagung zum interkulturellen Dialog war, und die von Hans D’Orville, dem stellvertretenden Generaldirektor der UNESCO eröffnet wurde. Mehr ... |
Bat Ye’or sagte das folgende über die Allianz der Kulturen in einer Rede auf der Counter Jihad Konferenz in Brüssel im Jahr 2007: Die Allianz der Kulturen, die geschaffen wurde, um gegen den “Kampf der Kulturen“ anzugehen, der der Jihad ist, hat mehr Druck erzeugt. Am 13. November 2006 hat die Führungsgruppe Gruppe der Allianz der Kulturen seinen Bericht veröffentlicht, die die Anträge der OIC auf ihrem Mekka-Gipfel im Jahr 2005 aufzählt, nach der Karikaturen-Affäre. Zuerst übernimmt man die islamische Vorstellung von Geschichte und Politik, indem man behauptet, dass zwischen den drei monotheistischen Religionen bis ins 19. Jahrhundert alles in Ordnung gewesen sei, bis das Übel des europäischen Kolonialismus und des Zionismus diese Harmonie zerstört habe. Dann wird bestätigt, dass der israelisch-palästinensische Konflikt die Hauptquelle des christlich-muslimischen Antagonismus sei, und nicht der Jihadkrieg und die Ideologie, die anderen das Existenzrecht abspricht. Es wird verkündet, dass dieser Konflikt “die größte Bedrohung für die internationale Stabilität bleibt” und man formuliert Empfehlungen, die wiederum ein Echo der OIC-Zugriffe widerspiegeln. Solche Ansichten reflektieren Hitlers Anschuldigungen, die Juden hätten den Zweiten Weltkrieg geschürt oder die “Protokolle der Weisen von Zion”, die in der Charta der Hamas gelobt wird, dem palästinensischen Zweig der Muslimbruderschaft, die das Existenzrecht Israels leugnet.
Warum sollte Europa solch eine diabolische und verheerende Einwanderungsbombe zünden? Und genau das ist es. Geert Wilders sagte in einer Rede an der Columbia University im Oktober 2009:
| Machen Sie keinen Fehler: Der Islam hat immer versucht, Europa zu erobern. Spanien fiel im 8. Jahrhundert. Konstantinopel fiel im 15. Jahrhundert. Wien und Polen wurden bedroht, und jetzt, im 21. Jahrhundert, wird der Islam es erneut versuchen. Dieses Mal nicht mit militärischen Armeen, sondern durch Migration und Demografie.
Zum ersten Mal in der Weltgeschichte gibt es Dutzende Millionen von Muslimen, die außerhalb der Dar al-Islam, der islamischen Welt leben. Europa hat nun mehr als 50 Millionen Muslime. Es wird erwartet, dass ein Fünftel der Bevölkerung der Europäischen Union innerhalb von 40 Jahren muslimisch sein wird. Im Jahr 1974 nahm niemand den algerischen Präsidenten Boumedienne allzu ernst, als er vor der UN-Generalversammlung sagte: “Eines Tages werden Millionen von Menschen die südliche Hemisphäre des Planeten verlassen, um in den Norden aufzubrechen. Aber nicht als Freunde. Denn sie brechen auf um zu erobern, und sie werden es erobern durch die Anzahl ihrer Kinder. Wir werden siegen durch den fruchtbaren Leib unserer Frauen “. Ende des Zitats. Und der libysche Diktator Gaddafi sagte: “Es gibt Dutzende Millionen von Muslimen auf dem europäischen Kontinent und ihre Zahl nimmt zu. Dies ist der klare Hinweis, dass der europäische Kontinent zum Islam konvertieren wird. Europa wird eines Tages ein muslimischer Kontinent sein“.Ende des Zitats. In der Tat sagt Gaddafi hier die Wahrheit, durch das islamische Konzept der Migration – namens Al Hijra – ist Europa im Begriff zu Eurabia zu werden. |
Der letzte Nagel in den Deckel des Sarges, die Vorgaben aus der Euro-Kommission an die Untergebenen im Europäischen Parlament …
KOMMISSION DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN Brüssel, 10.6.2009
MITTEILUNG DER KOMMISSION AN DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT UND DEN RAT
| Ein Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts, der dem Bürger dienen soll.
Insbesondere gibt es Regeln, die legale Einwanderung fairer und leichter verständlich zu machen, wir haben uns auf eine gemeinsame Agenda verständigt, es wurden Maßnahmen zur Erleichterung der Integration in die europäischen Gesellschaften vereinbart, sowie stärkere Maßnahmen gegen illegale Einwanderung und Menschenhandel ergriffen. Es wurden auch Partnerschaften mit Nicht-EU-Ländern eingerichtet, so dass Fragen im Zusammenhang mit Migration in abgestimmter Form verwaltet werden können. Seite 2-3 Im Jahr 2006 gab es 18,5 Millionen Nicht-EU-Staatsangehörige in der Union, was etwa 3,8% der Gesamtbevölkerung entspricht. Man erwartet, dass der Migrationsdruck in Zukunft weiter wachsen wird. Dies ist auf das Bevölkerungswachstum und die Armut in vielen der Herkunftsländer und auf die Alterung der Bevölkerung in Europa zurückzuführen: Zwischen 2008 und 2060 wird die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter voraussichtlich um 15% oder über 50 Millionen betragen. |
Warum? Warum führen dies zu sozialen Belastungen, wird die Gemeinschaft solch unvermeidlicher Gewalt ausgesetzt? John Jay glaubt:
| Dies geschieht, weil die Linke es mit Absicht tut, um genau das zu erreichen, Gewalt und Umbruch. So benutzen sie den Islam als Sturmtruppe, um Angriffe der Bevölkerung gegen die Politik der Europäischen Gemeinschaft niederzuschlagen, um Nationalisten zu töten oder zu verjagen, und zwar so, dass die Europäische Gemeinschaft dann einschreiten und sich über eine Bevölkerung erheben kann, die keine andere Einrichtung mehr hat, die etwas für sie tun wird.
Sie werden dann “loyal” sein gegenüber ihrem “Beschützer”, der Europäischen Gemeinschaft, und keine Bindung mehr an die Nationalstaaten haben. Nun, so lief das Spiel für Tito, und so lief es für Stalin, eine zeitlang, nicht wahr? So haben Sie noch nicht darüber nachgedacht, nicht wahr? |
Die Quelle sagt:
| Dieser LINK besteht aus einer ganzen Reihe von Forschungs-Materialien, die ich gelesen und gesammelt habe, um die wesentlichen Teile des Aufsatzes zu schreiben. Er enthält Texte aus und einen Link zum Pariser Übereinkommen der Europäischen Einheit, die eine Politik der Einwanderung ankündigt, um den erwarteten inländischen Arbeitskräftemangel auszugleichen, und er enthält Text und einen Link auf insgesamt 355 Seiten eines pdf-Dokuments von EUROMED (Teil der EU), ein “Assoziierungsabkommen” mit Europa, wobei in den Kapiteln 64-67 die Funktionsweise eines solchen Einwanderungsübereinkommens beschrieben wird, und es enthält einen Text aus und einen Link zu einem Nov. / Dez. Kommuniqué des Präsidenten einer Kommission der Europäischen Union des EU Parlaments, mit einer Schätzung, dass der Mangel an Arbeitskräften, durch diese Einwanderung ersetzt werden soll, so dass man 50 Millionen Arbeitnehmer in Europa vom Jahr 2060 an ersetzen muss. |
UPDATE:
Der Atlas Leser anti-jihadist fand diese Geschichte: Sahara Sonne soll helfen “Energie an Europa zu liefern”. Er meinte, „Eine neuere Entwicklung, nach der 15% der Elektrizität in Europa aus konzentrierten Solarkraftwerken in Nordafrika kommen soll. Dieser Vertrag hat einen Wert von 400 Milliarden Dollar! Wenn der Plan realisiert wird, könnte die Zukunft Oberst Ghadaffis daraus bestehen, die Elektrizitätsversorgung Europas – und der Wirtschaft – zu kontrollieren, durch einen Klick mit einem Schalter? 15% der Elektrizität, die in einem einzigen Moment verloren geht, könnten Stromausfälle und Chaos in einem extremen Ausmaß als Ergebnis zur Folge haben …
Und welcher politische Karrierist der Zukunft könnte bereit sein, ein solches Szenario zu vermeiden?” EUROMED.
Gaddafi versucht EUROMED zu verzögern. Er lehnte eine Beteiligung von Israel ab – vielleicht haben sie ihn freigekauft?

AIM – Typologie der Islamgegner
12. Dezember 2009 von David Frankfurter
Kategorien: HINTERGRUND, NEWS, SERIEN, TITEL
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Islamgegner sind für die Medien und die Wissenschaft ein unbekanntes Phänomen. Dumm nur, dass diese fremdenfeindlichen Rassisten – so nannten sie die Medien vor der Minarettabstimmung – plötzlich über Nacht die Mehrheit stellten. Doch nur die wenigstens Islamgegner sind auch tatsächlich “Gegner des Islams”. Die Medien tappen noch vollkommen im Dunkeln über die Gruppen und Motivationen, die der Initiative zustimmten. Auch die Universitäten hatten in ihrem linken Biotop nichts davon gemerkt. Sie verfassten lieber nutzlose Nationalfondstudien über Rechtsextremismus und Frauendiskriminierung.
Winkelried gibt Ihnen eine Übersicht über die Gruppen die für ein Minarettverbot stimmten …
Bizarre Kameraden
2. Dezember 2009 von David Frankfurter
Kategorien: AUSLAND, NEWS, TITEL
Front National, Freiheitliche, Nazis, Ewiggestrige, Regionalisten, Ultranationalisten, aber auch unverdächtige Demokraten jubelten, als das Ergebnis der Minarett-Initiative bekannt wurde. “Der Islam in Europa habe sein Waterloo erlebt.” War das die Message?
“Ich wollte der Politik mitteilen, dass ich genug von deren Einwanderungspolitik habe”, sagt Peter Tschirner. Doch nun ist er frustriert. Als er am Morgen nach der Abstimmung aufstand, war er plötzlich ein Bannerträger des Abendlandes. “Da hat wieder mal keiner etwas begriffen”, meint er konsterniert.
Muslime in der Schweiz rufen zum Boykott auf
30. November 2009 von Gastbeitrag
Kategorien: NEWS, SATIRE, TITEL
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Ali M* hat die Nase gestrichen voll. Seit acht Jahren lebt er in der Schweiz und leistet einen massiven Beitrag zur Wirtschaft. Er lebt von der Sozialhilfe und sichert so mit seiner Familie mindestens zwei Arbeitsplätze beim Staat. Doch das Verbot für Minarette kann er so nicht hinnehmen. “Wir müssen ein klares Zeichen setzen”.
Isviçre Müslüman boykot Read more
Gelesene Schizophrenie
30. November 2009 von Kulturbereicherer
Kategorien: NEWS, POLITIK, TITEL
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Linke sind Hellseher. Während die SVP Klötze staunte, als das Minaretteverbot angenommen wurde, haben es alle anderen schon gewusst. Eigenartig ist nur, dass Die Linken dann doch erst nach Bekanntwerden des Resultats anfingen, aus Protest Minarette auf dem Helvetiaplatz in Zürich zu errichten. Sie hätten es schon einen Tag früher tun können. Read more
“Achtung, Weltuntergang voraus!”
Die ganze Welt schaut auf uns – sagen die Medien. Die Annahme der Initiative wird einen grossen Schaden für die Schweiz bedeuten – sagen die Medien. Die Initiative wird so oder so nicht angenommen – sagte Longchamp.
Tja, der Leser mag sich selbst ein Bild über die Medien und ihre linken Experten machen. Sie haben lobbyiert gegen das Minarett-Verbot, für Jositsch, usw. Und es ging schief, oder wie man in der Schweiz sagt “total in die Hosen!”
Das sind die Schlussfolgerungen aus dem Abstimmungsresultat: Read more
AIM – Die Wurzeln einer Bewegung
27. November 2009 von David Frankfurter
Kategorien: HINTERGRUND, NEWS, SERIEN, TITEL
Woher kommt die plötzliche Anti-Islam-Bewegung? Im ersten Teil haben wir beschrieben, wie eine Bewegung entsteht. Das die AIM eine ist, steht ausser Zweifel. Für den Mainstream ist sie bloss eine weitere Anti-Einwanderungs-Bewegung, die irgendwann “vergeht”. Doch die AIM unterscheidet sich deutlich.
Westliche Linke und der Iran
25.11.2009. Ist sich die westliche Linke eigentlich ihrer Mitverantwortung am klerikalfaschistischen Regime im Iran bewusst?
Der Deutschland-Besuch des Schahs und die Erschießung Benno Ohnesorgs am 2. Juni 1967 werden heute als Auftakt für die Studentenproteste gesehen. Es ist tatsächlich ein Wendepunkt in der Geschichte, mit abstumpfender Wirkung und später verheerenden Folgen für den Iran. Der Protest richtete sich in erster Linie gegen einen “Diktator” namens Schah Mohammad Reza Pahlawi. Seither ist er in Deutschland “persona non grata”, ein Symbol des Grauens, ein Monstrum.
Dieser historische Wendepunkt im Jahr 1967 wäre ohne eine enge Kollaboration der internationalen Studentengruppen, insbesondere dem Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS), mit der am besten organisierten iranischen Oppositionsgruppe, der CISNU (Conferation of Iranian Student National Union), nie zustande gekommen. Sie alle identifizierten sich mit damals aktuellen Revolutionen in Algerien, Vietnam, China, Kuba et cetera… Eine Faszination, die die Masse der Intellektuellen in aller Welt in ihren Bann zog. Eine hochpolitische, emotionalisierte Zeitspanne, verbunden mit Paradoxien, Verschwörungen und Hass auf den Kapitalismus.
Die CISNU wurde zur wichtigsten radikalen Opposition gegen das Schah-Regime. Sie schaffte es, ab dem Gründungsjahr 1960 bis zur iranischen Revolution 1979, alle Pazifisten, Demokraten und Kommunisten der Welt zu mobilisieren und mit ihrem Kampf zu solidarisieren. Trotz aller Unterschiede in den Kampfmethoden der zur CISNU gehörenden Gruppen gegen den Schah (Vereinigung der kämpfenden Geistlichkeit, Nationale Front, Tudeh-Partei, zersplitterte radikal-marxistische Organisationen und die militanten Volksmodjahedin) waren sich alle in einem Punkt einig: im Glauben, dass es, solange der Schah als westlicher Verbündeter an der Macht ist, keine Freiheit gibt.
Was nicht vorlag, war ein klares politisches Programm für die Zukunft des Iran. Das Fehlen einer politischen Alternative und einer demokratischen charismatischen Persönlichkeit zur richtigen Zeit und am richtigen Ort brachte diese Gruppen mit Hilfe der westlichen Sympathisanten dazu, Chomeini als Führer der Revolution zu protegieren und die orientierungslose Masse hinter sich zu bringen. Die Achse von Geistlichkeit und Linken konnte nur entstehen durch die Definition gemeinsamer Feinde – Kapitalisten, Juden und Zionisten. Dies alles trug dazu bei, den Schah zu Gunsten des Gründers des modernen Terrorismus auszutauschen. So flog Ajatollah Chomeini, der “heilige Mann”, die “Gandhi-Figur”, “fast so schnell wie der Schall zurück ins Mittelalter”. Er und seine Gefolgschaft öffneten die Tore zu einer Horrorzeit nicht nur für das iranische Volk, sondern für die ganze Welt – vom Nahen Osten über Europa bis Amerika.
Wo ist denn die Freiheit geblieben?
Die Bilanz von Chomeinis heiligem Flug ist heute die Existenz des weltweiten Islamismus und Terrorismus, die drohende Atommacht des Iran und die Destabilisierung des Nahen Ostens. Für den Iran selbst ist es noch schlimmer: Er wurde zu einem Gottesstaat, einem Volksgefängnis im 21. Jahrhundert. Seitdem garantiert die Verfassung den Machthabern ihre unwiderrufliche Herrschaft. Sie wird mit religiösen Gesetzen (der Scharia), der absoluten Herrschaft der Obersten Rechtsgelehrten (Welaiat-e Faghih) und dem Koran begründet.
Das bedeutet dreißig Jahre ununterbrochene Demütigung, Unterdrückung, Repression, Folter, Steinigung, Peitschenhiebe, Massenhinrichtungen, Erhängen von Homosexuellen und “unkeuschen” Mädchen, Amputation von Gliedmaßen, Ausstechen der Augen, Geschlechter-Apartheid, Zwangsverschleierung, Viel- und Zeitehe, Armut, Prostitution, Kinderarbeit, kulturelle Dekadenz, den Wirtschaftsruin und vieles mehr. Ironischerweise wurden während dieser dreißig Jahre auch viele aus der Gefolgschaft der ersten Stunde hingerichtet, sitzen in den Gefängnissen oder sind ins Exil geflüchtet.
Seit 1979 nennen die Mullahs ihr System “Islamische Republik Iran”. Es ist ein irreführendes Begriffsgebilde, das weder mit dem “Iran” noch mit einer “Republik” und keineswegs mit dem “Islam” gleichzusetzen ist. Es ist ein Gottesstaat unter der Wahnideologie des Chomeinismus mit faschistischen Zügen. Deshalb sind alle Wahlen fundamental undemokratisch. Alle vorsortierten Präsidentschaftskandidaten haben im wesentlichen etwa die gleichen Programme. Es ist das Programm der absoluten Herrschaft der Obersten Rechtsgelehrten (Welaiat-e Faghih). Sie sind Zöglinge von Chomeini, haben die Diktatur der islamischen Herrschaft von der ersten Stunde an mit aufgebaut und sind ihr treu geblieben, sonst wären sie nicht vom Wächterrat bestätigt worden. Sie alle haben Blut an den Händen.
Diese barbarischen Schandtaten werden seit 1979 von westlichen Appeasementpolitikern wohl bewusst und gewollt übersehen. Eine Schweige-Epidemie aus Angst vor Konsequenzen, vor der eigenen historischen Verantwortung, oder aus Profilopportunismus! Viele Anführer der damaligen Proteste sind nun entweder politische Würdenträger, die staatsmännisch mit den größten Verbrechern der iranischen Geschichte kooperieren und Realpolitik betreiben, oder “Iranexperten”, die in der bundesrepublikanischen Medienlandschaft die Gruselbilder aus dem Iran retuschieren….
Wer war doch der Bösewicht?
Die fehlende demokratische Basis des Schah-Systems zwang die Opposition in den Untergrund, was dazu führte, dass keine offene und vernünftige politische Debatte und Auseinandersetzung in der Gesellschaft möglich war. Das Regime baute seinen Nachrichtendienst SAVAK aus, der seine Aufgabe nicht im Schutz und in der Bewahrung der demokratischen Grundprinzipien sah, sondern ein Kontrollapparat war, der in die Offensive ging und all seine verirrten Kinder als Feinde ansah. Ein Grund, warum das Volk für uneingeschränkte persönliche Freiheit, Meinungsfreiheit und Freiheit der Presse aufstand und auf den Straßen protestierte. Wenn man aber die heutige politische Lage mit der vor der islamischen Revolution vergleicht, stellt man substanzielle Unterschiede fest.
Die Macht des Schahs bestand nicht darin, den Nahen Osten zu destabilisieren. Er war keiner, der den Staat Israel ständig bedrohte und den Holocaust leugnete. Im Gegenteil: Er war der erste in der Region, der den Staat Israel offiziell anerkannte. Er war keiner, der weltweit Terroristen und islamische Fanatiker unterstützte. Er war keiner, der westliche Staaten hassen konnte, sondern gute Beziehungen mit ihnen pflegte. Er mobilisierte keine Massendemonstrationen, um “Tod dem Staat Israel”, “Tod den USA” oder “Tod dem Rest der Welt” zu rufen oder westliche Flaggen zu verbrennen. Er war keiner, der als “muslimischer Führer” Fatwa und Todesurteile gegen Kritiker seines Glaubens aussprach. Er bedrohte keine westlichen Schriftsteller, Künstler oder Journalisten. Er verordnete keinen Bombenanschlag im Namen des Islam.
Vor der islamischen Revolution litten die Menschen nicht unter einer derart perversen Barbarei wie heute. Frauen genossen, zumindest laut Gesetz, individuelle Rechte und waren dem Tugendterror der Scharia nicht ausgesetzt. Andersgläubige wie Juden, Bahais, Zoroastrier oder Sunniten standen nicht unter staatlicher Repression. So verdorben wie unter dem Mullah-Regime war der Iran nicht. Und jetzt versinkt das Land in den Abgrund, und die westlichen Politiker werben dennoch für, einen “Dialog der Kulturen” auf “Augenhöhe” mit den Fanatikern in Teheran.
Wäre es nicht doch besser gewesen, man hätte den berühmten “Wandel durch Annäherung” mit dem Schah versucht statt mit Chomeini und seinen Schlachtenbummlern? Hätte man sich damals darum bemüht, wären wir dann da, wo wir uns heute befinden? In einem brutalen System, in dem eine Zeitbombe tickt? Wenn wir nicht allmählich wach werden, zieht es uns alle in die Senkgrube der Geschichte.
Die USA, die Europäer, die 68er-Generation von CISNU und SDS sowie ihre vergreisten Überreste von den Linken bis zu den Grünen haben öfter unüberwindbare Fehler begangen: Der allerschlimmste war im Jahr 1979. Den nächsten fatalen Fehler machen sie seit den Wahlen im Juni dieses Jahres, indem sie beharrlich an Scheinreformern festhalten, aber diesmal das Bild mit eintöniger grüner Farbe kolorieren.
Wann lernen sie aus der Geschichte? Wenn sie ihrer eigenen, hart erkämpften Errungenschaften von Freiheit, Demokratie und Säkularismus überdrüssig sind, sollen sie mindestens aufhören – im Interesse der Zukunft Irans – mit Misstätern in Teheran zu kooperieren. Ihre oft gut gemeinten Wohltaten haben bis zum heutigen Datum mehr Unheil angerichtet, als sie wahrnehmen wollen.
Quelle: www.perlentaucher.de
AIM – Der Beginn einer neuen Bewegung
22. November 2009 von David Frankfurter
Kategorien: HINTERGRUND, NEWS, SERIEN, TITEL
Soziologen haben herausgefunden, wie eine politische Bewegung entsteht. Dazu müssen 4 Elemente zusammentreffen. Erstes Element ist eine herannahende Katastrophe. Das zweite Element sind Ereignisse, die sich auf dieses Szenario zubewegen. Das dritte Element ist ein politischer Mainstream, der diese Entwicklung bewusst unterdrückt. Und zuletzt muss die Bewegung selbst eine Lösung für das Problem anbieten.
Treffen diese vier Elemente zusammen, liegt ein „political movement“ vor, der nicht mehr reversibel ist. Wir werden soeben Zeuge einer solchen Entwicklung.
Zu den Voraussetzungen … Read more
Die Legende des Mittelalters – von Fjordman
von Fjordman
Das Buch, dass mich zu diesem Text inspiriert hat ist, The Legend of the Middle Ages: Philosophical Explorations of Medieval Christianity, Judaism, and Islamvon Rémi Brague, einem Professor für Französisch und Spezialisten für mittelalterliche, religiöse Philosophie. Er ist auch der Autor des schönen Buchs Eccentric Culture: A Theory of Western Civilization, über das ich zuvor ein umfangreiches, schriftliches Essay verfasst habe. Es gibt bis zu einem gewissen Grad thematische Überschneidungen dieses Textes mit einem Teil des Materials aus meinem Buch Defeating Eurabia. Ich werde es ergänzen mit einigen Zitaten aus zwei guten
Online-Interviews mit Herrn Brague.

In Folge dessen waren die Übersetzer des Griechischen und anderer nicht-muslimischer wissenschaftlicher Arbeiten ins Arabische nie Muslime. Sie waren Christen der drei vorherrschenden östlichen Konfessionen, sowie einige Juden und Sabäer. Die Kultursprache für diese Christen war das Syrische (Syrisch-Aramäisch oder Ost-Aramäisch) und ihre liturgische Sprache war Griechisch. Die Übersetzer kannten bereits die Sprachen, die zu übersetzen waren. Wir haben Beispiele für Übersetzer, die nach Griechenland gereist waren, um ihre Fähigkeiten zu perfektionieren, aber sie waren Christen, für die Griechisch bereits mindestens eine liturgische Sprache war. Dazu schreibt Rémi Brague in The Legend of the Middle Ages, Seite 164:
„Es gab auch keine Muslime unter den Übersetzern des neunten Jahrhunderts. Fast alle waren Christen verschiedener östlicher Konfessionen: Jakobiten, Melchiten, und vor allem, Nestorianer (obwohl ich mir nicht sicher bin, warum die letzteren überwogen). Einige andere waren Sabier, eine etwas bizarre religiöse Gemeinschaft mit einer interessanten Geschichte, deren Eliten vielleicht die letzten Erben der heidnischen Philosophen der Schule von Athen waren. Kein Muslim lernte Griechisch oder noch viel weniger, Syrisch.. Kultivierte Christen waren oft zweisprachig, sogar dreisprachig: sie verwendeten Arabisch für das tägliche Leben, Syrisch für die Liturgie und Griechisch für kulturelle Zwecke. Die Übersetzer, die halfen das griechische Erbe an die Araber weiterzugeben, waren Handwerker, die für private Förderer gearbeitet haben, ohne offizielle Unterstützung. Man hört oft Erzählungen von dem „Haus der Weisheit” (bait al-hikmah), einer Art Forschungseinrichtung, subventioniert von den Kalifen, das auf die Herstellung arabischer Übersetzungen von griechischen Werken spezialisiert war. Das ist eine reine Legende. Je weiter wir in der Zeit zurückgehen, desto weniger bringen die Chronisten die Tätigkeit des Übersetzens in Verbindung mit dem ‚Haus’. Als Institution war es vor allem ein Propagandabüro, das für die mu `tazilitische Lehre arbeitete, die von den Kalifen unterstützt wurde.“
Die in Bagdad zentrierte Abbasiden Dynastie, die die in Damaskus beheimatete Umayyaden Dynastie nach 750 n. Chr. ersetzte, stand der vorislamischen persischen Kultur näher und wurde beeinflusst durch die sassanidisch zoroastrische Praxis der Übersetzung von Werken und der Schaffung von Bibliotheken. Sogar Dimitri Gutas gesteht dies in seinem pro-islamischen Buch Greek Thought, Arab Culture ein. Es gab noch eine große Zahl von Zoroastrikern, Christen und Juden und sie hatten einen unverhältnismäßig hohen Anteil am Know-how im medizinischen Bereich. Nach Meinung des Autors Thomas T. Allsen, war die mittelöstliche Medizin in der Mongolei, das von China regiert wurde, „fast immer“ in den Händen der nestorianischen Christen.
Ein prominenter Übersetzer war der christliche Gelehrte Hunayn ibn Ishaq (808-873), der lateinisch Johannitius hieß. Er war ein nestorianischer (assyrischer) Christ, der Griechisch in den griechischen Ländern studiert hatte, vermutlich im Byzantinischen Reich, und der sich schließlich in Bagdad niederließ.. Er, sein Sohn und sein Neffe übersetzten ins Arabische, manchmal über das Syrische, Galens medizinische Abhandlungen sowie die hippokratischen Werke und Texte von Aristoteles, Platon und andere. Seine eigenen Werke umfassen die Zehn Abhandlungen über das Auge, die eine weitgehend Galenische Theorie des Sehens übertrugen.
Thabit ibn Qurra (ca. 836-901) war ein Mitglied der sabianischen Sekte der Sternenanbeter, die vieles von der griechischen Kultur übernommen hatten. Seine Muttersprache war Syrisch aber er sprach auch sehr gut Griechisch und Arabisch. Er arbeitete jahrelang in Bagdad, wo er einflussreiche arabische Übersetzungen herstellte oder frühere Übersetzungen überarbeitete, wie den Almagest von Ptolemäus und Werke von Archimedes und Apollonius. Später entwickelten sich Arabische Versionen aus seiner Version der Elemente des Euklid. Auch er war ursprünglich ein Mathematiker, der zur Geometrie beigetragen hatte und zur Theorie der Zahlen.
Aramäisch ist eine semitische Sprache und verwandt mit dem Hebräischen und Arabischen. Es war einst die Lingua franca in einem Großteil des Nahen Ostens, nachdem die alten Perser es zur Herrschaftssprache gemacht hatten. Es wurde durch das Griechische ergänzt, nach der Eroberung dieser Region durch Alexander den Großen. Ein junger Jude, der wie Jesus von Nazareth im römischen regierten Palästina aufgewachsen war, würde wahrscheinlich einiges Hebräisch gekonnt haben, das noch immer die religiöse Sprache war, aber nicht mehr die gesprochene Sprache der Juden. Er würde wahrscheinlich das Aramäische benutzt haben für Predigten, obwohl es möglich ist, dass er auch etwas Griechisch konnte.
Das Syrische oder Syro-Aramäische wich langsam dem Arabischen nach der arabischen Eroberung dieser Region, aber als der Koran geschrieben wurde, existierte das Arabische noch nicht als Schriftsprache. Der Autor Ibn Warraq schätzt, dass bis zu 20% des Korans selbst gebildeten Arabern unverständlich sei, weil Teile davon ursprünglich in einer anderen, verwandten Sprache geschrieben waren, bevor Mohammed geboren wurde, das heißt, wenn es Mohammed, so wie er uns beschrieben wird, überhaupt je gegeben hat.
Der Autor, der das wichtigste Werk zu diesem Thema geschrieben hat, ist ein deutscher Professor für semitische Sprachen, der wegen möglicher Drohungen unter dem Pseudonym Christoph Luxenberg schreibt. Seiner Meinung nach, werden einige obskure Stellen der Kapitel oder Suren des Korans in der Regel der mekkanischen Periode zugeschrieben, die auch sehr tolerant sind im Gegensatz zu denjenigen, die angeblich aus Medina stammen, die viel härtere und gewalttätigere Kapitel haben, und nicht „islamisch” seien, sondern auf der Grundlage christlicher Lieder in syrischer Sprache basieren, biblische Texte, die für den liturgischen Gebrauch angepasst wurden:
„Von seiner Herkunft her, ist der Koran ein syro-aramäisches liturgisches Buch mit Hymnen und Auszügen aus Schriften, die im heiligen christlichen Gottesdienst hätten benutzt werden können … Seine soziopolitischen Bereiche, die sich nicht speziell auf den ursprünglichen Koran bezogen, wurden später in Medina hinzugefügt. In seinen Anfängen war der Koran nicht als Grundlage einer neuen Religion gedacht. Er setzte den Glauben an die Schrift voraus, und funktionierte damit nur als Einfall in die arabische Gesellschaft.“
Während viele philosophische und wissenschaftliche Arbeiten (aber kaum eine literarische oder historische) ins Arabische übersetzt wurden, haben die Muslime die Originale nicht aufbewahrt, da sie diese nun als überflüssig ansahen. Das machte das Phänomen der „Renaissancen” unmöglich – das heißt, eine Rückkehr zu den ursprünglichen Texten, um sie neu zu interpretieren und zu studieren mit frischem und unvoreingenommenem Blick. Muslime selbst haben so gut wie nie Griechisch gelernt. Hier noch einmal ein Zitat aus The Legend of the Middle Ages, Seite 168:
“Wer Griechisch konnte, war zweisprachig erzogen worden, weil sie Söhne eines arabischen Vaters und einer griechischen Mutter waren. Kein Muslim scheint jemals eine Fremdsprache aus theoretischen Gründen gelernt zu haben, zum Beispiel aus wirtschaftlichen Gründen. Die einzige Ausnahme ist vielleicht Farabi. Einer seiner Biographen erzählt, dass er jahrelang in ‚Griechenland’ gewesen sein soll, um dort zu studieren. Diese Information ist umso interessanter, weil das Wort, das verwendet wird, nicht ‚Rum’ ist, die Bezeichnung für Konstantinopel, sondern “Yunan”, das nur Griechenland bedeuten kann. Man könnte sich fragen, wohin, in welches Zentrum der Lehre, in Griechenland in jener Zeit ein Student aus der muslimischen Welt möglicherweise gegangen sein könnte. Farabi scheint keinen Beweis für eine sehr tiefe Kenntnis der griechischen Sprache gezeigt zu haben. Er hat zwar ein paar Worte dieser Sprache zitiert. Aber die etymologischen Erklärungen, die er einigen Titeln der platonischen Dialoge gibt, sind reine Phantasie. Die einzige wirkliche Ausnahme ist Biruni. Aber er ist eine Ausnahme, der die Regel bestätigt: die Sprache, die er lernte, war nicht Griechisch, sondern Sanskrit. Biruni hatte die Sprache gelernt bis zu dem Punkt, von dem aus er aus dem Arabischen übersetzen konnte. “
Die islamische Zivilisation, in scharfem Gegensatz zur Europäischen, benutzte nie ihr Wissen über das Fremde als ein Instrument, das es erlauben würde, durch Vergleich und Distanzierung in der Beziehung zu sich selbst, sich selbst zu verstehen, indem man sich seines nicht offensichtlichen Charakters seiner kulturellen Praktiken bewusst wird. Eine sehr seltene Ausnahme von dieser Regel war im elften Jahrhundert der persische Universalgelehrte al-Biruni. Wie Brague in seinem Buch Eccentric Culture Seite 112-113 feststellt:
„Es kann sein, dass die Geographen ein Loblied auf Indien und China gesungen haben, um eine dezente Kritik an der islamischen Kultur ihrer Zeit zu üben, die oft in letzter Instanz durch eine Bestätigung der religiösen Überlegenheit der letzteren kompensiert wurde. Die Beispiele, die man von einer solchen Vision, ‚gespiegelt’ in einem Spiegel finden konnte, sind außergewöhnlich und stammen von den Rändern oder von ketzerischen Denkern. Der Kontakt zu den brahmanischen hinduistischen Denkern, deren Religion sehr gut ohne Prophezeiungen auskommt (die die islamische Religion im Gegensatz dazu als notwendig erklärt, für das Glück der Menschen und für eine gute gesellschaftliche Ordnung), stellte ein Problem für die muslimischen Denker dar; der reale oder fiktive Dialog mit den Brahmanen war dazu in der Lage als Maske zu dienen, für eine Kritik an der islamischen Religion von einem freien Denker wie Ibn al-Rawandi. Die unbestreitbar einzige Ausnahme ist ohne Zweifel die erstaunliche Arbeit von Al-Biruni über Indien. Dieser Universalgelehrte (973-1048), Astronom, Geograph, Historiker, Mineraloge, Pharmakologe usw., hatte sich die Mühe gemacht, genügend Sanskrit zu lernen, um in beiden Richtungen zwischen dieser Sprache und Arabisch hin und her übersetzen zu können (auch für ihn eine angelernte Sprache) . Er präsentierte ein Tableau der hinduistischen Gesellschaft und Überzeugungen in perfekter Unparteilichkeit.“
Griechische Übersetzungen beeinflussten die Gelehrten des Nahen Ostens in hohem Maße. Al-Kindi (gest. ca. AD 873), gemeinhin als “Philosoph der Araber” bekannt, lebte in Bagdad und stand mehreren abbasidischen Kalifen sehr nahe. Al-Kindi schrieb bedeutende Arbeiten über die Optik und bemerkenswerte mathematische Beiträge zur Kryptographie. Al-Farabi (ca. 875-950), “vielleicht der größte” der muslimischen Philosophen, nach Brague, kam von Zentralasien aus nach Bagdad und betonte die menschliche Vernunft und war ursprünglicher als viele seiner Nachfolger. Der Schriftsteller De Lacy O’Leary
schrieb in seinem Werk How Greek Science Passed to the Arabs: „Es ist bezeichnend, dass fast alle großen Wissenschaftler und Philosophen der Araber als Aristoteliker eingestuft wurden, die auf ihre geistige Herkunft von al-Kindi und al-Farabi zurückgeführt werden können.” Der Versuch, den Islam mit der griechischen Philosophie in Einklang zu bringen dauerte mehrere Jahrhunderte lang und war letztlich aufgrund des religiösen Widerstandes erfolglos . Sind Sie ein Autor? Lernen Sie Author Central kennen. Aus verschiedenen Gründen, wurden al-Kindi und al-Farabi nicht oft ins Lateinische übersetzt.
Rémi Brague stellt fest, dass „in der oft romantisierten Stadt Córdoba, in die die Familie des jüdischen Philosophen Maimonides verbannt war, auch Averroes verbannt wurde, und viele Christen den Märtyrertod erlitten.“ Ibn Ruschd oder Averroes (1126-1198) wurde in Cordoba, Spanien (Andalusien) geboren. Er befand sich mit seiner freisinnigen Denkart in Schwierigkeiten und wird heute häufig als ein Leuchtfeuer der “Toleranz” gefeiert, doch er war auch ein orthodoxer Jurist der Scharia und arbeitete als islamischer Richter in Sevilla. Er billigte ohne zu zögern, die Tötung von Ketzern in einem Werk, das ganz philosophischer Natur war. Dennoch erinnert man sich an ihn wegen seiner Versuche, die aristotelische Philosophie und den Islam in Einklang zu bringen. Er hatte einen großen Einfluss auf die lateinischen Wissenschaftler, wurde in der islamischen Welt, in der die Philosophie immer mehr den Rückzug antrat, aber praktisch vergessen. Der sehr einflussreiche al-Ghazali argumentierte, dass ein großer Teil der griechischen Philosophie ein Affront gegen den Islam wäre. Praktisch alle Freidenker innerhalb der islamischen Welt standen im Widerspruch zur islamischen Orthodoxie und wurden häufig deswegen schikaniert.
Die europäischen Christen eroberten Toledo in Spanien und Sizilien von den Muslimen in den Jahren 1085 und 1091 dementsprechend wieder zurück. Der große italienische (lombardische) Übersetzer Gerhard von Cremona (ca. 1114-1187) war der bei weitem produktivste Übersetzer aus dem Arabischen ins Lateinische von wissenschaftlichen und naturphilosophischen Werken. Er lebte jahrelang in Toledo, wurde unterstützt von einem Team aus lokalen jüdischen Dolmetschern und lateinischen Schreibern. David C. Lindberg argumentiert, dass Alhazens Buch vom Sehen das wahrscheinlich im späten zwölften Jahrhundert von Gerard oder jemandem aus seiner Schule übersetzt wurde, es wurde im dreizehnten Jahrhundert in Europa bekannt. Viele Werke wurden ursprünglich aus dem Arabischen von Gerard und seinen Mitarbeitern übersetzt, unter ihnen Ptolemäus große astronomische Arbeit, den Almagest, der später direkt von byzantinischen Handschriften aus dem Griechischen ins Lateinische übersetzt wurde. Offenbar musste Alhazens Arbeit aus dem Arabischen übersetzt werden, da es zunächst in dieser Sprache geschrieben worden war.
Das Grundprinzip des Astrolabiums, einem funktionierenden Modell des Himmels, war eine Entdeckung der alten Griechen. Stereografische Projektion, ein Weg unter mehreren eine Kugel auf eine flache Oberfläche zu kartographieren, wurde wohl dem großen mathematischen Astronomen Hipparchos im zweiten Jahrhundert v. Chr. zugeschrieben und war sicher im Gebrauch im ersten Jahrhundert v. Chr., als Vitruv, der römische Schriftsteller über Architektur und Ingenieurwesen, es erwähnte. Die erste Abhandlung über ein Astrolabium im modernen Sinn wurde wahrscheinlich von Theon von Alexandria geschrieben (ca. AD 335-405). Er war ein Lehrer der Mathematik und schrieb Kommentare zu den Werken des Ptolemäus, einschließlich des Almagest, und schrieb eine einflussreiche Ausgabe mit zusätzlichen Kommentaren zu Euklids Elemente. Der Schriftsteller James E. Morrison ist der Autor des Buches The Astrolabe Morrison schreibt :
„Die ältesten Astrolabien die in Europa verwendet wurden, waren aus dem muslimischen Spanien importiert worden, mit eingravierten lateinischen Wörtern neben dem ursprünglichen Arabisch. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der europäische Gebrauch der arabischen Bezeichnungen der Sterne beeinflusst wurde, von diesen eingeführten Astrolabien. Bis zum Ende des 12. Jahrhunderts gab es mindestens ein halbes Dutzend kompetenter Abhandlungen über Astrolabien in Latein, und nur ein Jahrhundert später gab es Hunderte. Europäische Hersteller erweiterten die Plattengravuren um astrologische Informationen hinzuzufügen und passten die Zeitmessung den verschiedenen Variationen aus dieser Zeit an. Merkmale, die sich auf islamische Gebete bezogen, wurden nicht auf europäischen Instrumenten verwendet. Das Astrolabium war in Europa im späten Mittelalter und während der Renaissance weit verbreitet …. Die Fertigung der Astrolabien war in Augsburg und Nürnberg in Deutschland im fünfzehnten Jahrhundert und in einigen Produktionsstätten in Frankreich konzentriert. Im sechzehnten Jahrhundert kamen die besten Instrumente aus Leuven in Belgien. Bis zur Mitte des siebzehnten Jahrhunderts wurden Astrolabien in ganz Europa hergestellt.“
Die älteste noch erhaltene, mäßig anspruchsvolle wissenschaftliche Arbeit in englischer Sprache ist eine Abhandlung über das Astrolabium, die der englische Dichter und Philosoph Geoffrey Chaucer (ca. 1343-1400) für seinen Sohn geschrieben hat. Seine Die Canterbury-Erzählungen sind gespickt mit astronomischen Bezügen. Man sollte vielleicht anzumerken, dass das Astrolabium, obwohl es ein sehr beliebtes Gerät war, kein Präzisionsinstrument war, auch nicht nach mittelalterlichen Normen. Seine Popularität verdankt es der Tatsache, dass ungefähre Lösungen für astronomische Probleme, schon mit einem Blick auf das Instrument gefunden werden konnten. Die Erfindung der Pendeluhr und spezialisierterer und nützlicherer wissenschaftlicher Geräte, wie das Teleskop aus dem siebzehnten Jahrhundert, traten an die Stelle des Astrolabiums, gemessen an seiner Bedeutung.
Dennoch hat seine mittelalterliche Wiedereinführung über die islamische Welt ein paar Spuren hinterlassen. Nicht wenige Sterne tragen Namen, die in modernen europäischen Sprachen benutzt werden, zum Beispiel Aldebaran oder Algol, lassen sich auf das Arabische oder arabisierte Versionen von älteren griechischen Namen zurückführen. Heutige Astronomen identifizieren Sterne oft mit Hilfe der Bayer-Bezeichnungen, die der deutsche Astronom Johann Bayer (1572-16259) in seinem Himmelsatlas Uranometria von 1603 eingeführt hat. In diesem System wird jeder Stern von einem griechischen Buchstaben und dem lateinischen Namen der Konstellation, in der er entdeckt wurde, benannt. Es ist wahr, dass es Übersetzungen aus dem Arabischen gab, und dass diese einen gewissen Einfluss in Europa hatten, so dass man Spuren in Sternennamen und Beschriftungen einiger mathematischer und chemischer Begriffe finden kann. Doch heutzutage wird viel zu viel Wert auf die Übersetzungen selbst gelegt und zu wenig darauf, wie das Wissen das in diesen Texten enthalten war, tatsächlich genutzt wird. Nach der Übersetzungsbewegung ist es frappierend zu beobachten, wie schnell die Europäer die wissenschaftlichen Leistungen, die im mittelalterlichen Nahen Osten erreicht wurden, weit übertrafen, und zwar weitgehend mit dem gleichen Material.
Außerdem ist es einfach nicht wahr, dass diese Übersetzungen das klassische Erbe „retteten“. Dieses überlebte weitgehend intakt unter den byzantinischen, orthodoxen Christen. Als die westlichen, lateinischen Christen das griechisch-römische Erbe wiederherstellen wollten, übersetzten sie auch Griechische historische Werke und Literatur, neben der Philosophie, Medizin und Astronomie und kopierten Werke der römischen Schriftsteller und Dichter in lateinischer Sprache, die von den Muslimen völlig ignoriert worden waren.
Es ist leicht nachzuverfolgen, wie arabische Übersetzungen von griechischen Texten aus byzantinischen Handschriften, die fast immer von nicht-Muslimen gemacht wurden, ihren Weg vom islamischen Osten bis nach Sizilien und Süditalien oder auf die iberische Halbinsel im islamischen Westen machten, wo einige von ihnen von Juden und Christen ins Lateinische übersetzt wurden, zum Beispiel in der mehrsprachigen Stadt Toledo in Spanien. Es ist wahr, dass einige antike griechische Texte, im Westen über das Arabische wieder eingeführt wurden, manchmal auf dem Weg über das Syrische oder Hebräische, aber diese basierten in der Regel am Ende auf byzantinischen Originalen. Diese permanente Wiederherstellung des griechisch-römischen Lernens und der Literatur wurde durchgeführt als eine direkte Übertragung von den griechischen, orthodoxen Christen zu den westlichen, lateinischen Christen.
Der berühmteste Übersetzer aus dem Griechischen ins Lateinische war der flämische Gelehrte Wilhelm von Moerbeke (ca. 1215-ca. 1286), ein Zeitgenosse des führenden deutschen Gelehrten Albertus Magnus. Er sprach Griechisch fließend und machte sehr genaue Übersetzungen von byzantinischen Originalen, die heute immer noch hoch im Kurs stehen, und verbesserte frühere Übersetzungen von den Werken des Aristoteles und vielen von Archimedes, Heron von Alexandria und anderen. Wie sein italienischer Freund der große Theologe der Heilige Thomas von Aquin (ca. 1225-1274), war Wilhelm von Moerbeke ein Mönch des Dominikaner-Ordens und hatte persönliche Kontakte auf höchster Ebene des Vatikans, darunter mit mehreren Päpsten.
Teils Dank der Bemühungen Wilhelm von Moerbekes, hatten Westeuropäer in den 70er Jahren des 13. Jahrhunderts Zugang zu griechischen Werken, die niemals ins Arabische übersetzt worden waren, zum Beispiel die Politik des Aristoteles. Davon profitierten Thomas von Aquin und seine große theologische Arbeit die Summa Theologica. Der in Spanien geborene jüdische Rabbiner und Philosophe Moses Maimonides (1135-1204), berühmt für sein Der Führer der Unschlüssigen, versuchte die aristotelische Philosophie mit der biblischen Schrift in Einklang zu bringen. Thomas von Aquin war sich seiner Arbeit sehr wohl bewusst, so wie die muslimischen aristotelischen Kommentatoren wie Avicenna und Averroes, aber er beurteilte Averroes und seiner Verwendung des Aristoteles kritisch.
Die Zahlen in der Renaissance hatten in Italien und Westeuropa einen kompletteren Körper des griechischen Denkens, als es einer der großen muslimischen Philosophen je hatte. Die Übersetzungsbewegung, die im späten elften Jahrhundert begann, setzte sich auch in der Renaissance fort und in gipfelte in seiner endgültigen und wohl wichtigste Phase in der zweiten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts und am Anfang des sechzehnten mit der Einführung des Buchdrucks fort. Diese Erfindung erhöhte die Auflagen der Bücher gewaltig, wie auch die Genauigkeit ihrer Kopien.
Es war eine große Stunde des historischen Glücks, dass der Buchdruck in Europa in genau der gleichen Zeit eingeführt wurde, als das letzte Überbleibsel des römischen Reiches den muslimischen Türken zufiel. Die Texte, die in Konstantinopel tausend Jahre lang erhalten wurden, konnten nun endgültig gerettet werden. Elizabeth L. Eisenstein sagt in ihrem monumentalen Werk The Printing Press as an Agent of Change:
“Die klassischen Editionen, Wörterbücher, Grammatiken und Nachschlagwerke, die von Druckereien erstellt wurden, machten eine beispiellose Beherrschung des alexandrinischen Lernens möglich, während gleichzeitig die Grundlage für eine neue Art permanenter griechischer Auferstehung im Westen erreicht wurde. … Wir neigen heute dazu, es als selbstverständlich zu betrachten, dass das Studium des Griechischen weiter florierte, auch nachdem die wichtigsten griechischen Handschriftenzentren in fremde Hände geraten waren und wir somit nicht zu schätzen wissen, wie bemerkenswert es war herauszufinden, dass Homer und Platon nicht wieder begraben wurden, sondern, im Gegenteil, für immer ausgegraben wurden. Sicherlich wären osmanische Fortschritte vor dem Aufkommen des Buchdrucks katastrophal gewesen. Texte und Wissenschaftler, die in den umliegenden Regionen verstreut gewesen waren, hätten das Studium des Griechischen verlängert, aber nur temporär. ”
Muslime und Christen behandelten die griechische Philosophie auf eine sehr unterschiedliche Weise, teils weil Judentum, Islam und Christentum in einer sehr unterschiedlichen Weise monotheistisch sind. Brague weist darauf hin, dass es grundlegende Unterschiede zwischen ihnen gibt. Es ist ein Missverständnis, dass es “drei Religionen des Buches” gibt, weil der Sinn des Buches in jeder Religion sehr unterschiedlich ist.
Nach Rémi Brague, „ist im Judentum der Tenakh eine schriftliche Geschichte des Bundes zwischen Gott und den Menschen in Israel, fast eine Art Vertrag. Im Christentum ist das Neue Testament die Geschichte einer Person, Jesus, das fleischgewordene Wort Gottes. Im Islam wurde der Koran “erschaffen” und er stieg aus dem Himmel herab in perfekter Form. Nur im Islam wurde das Buch selbst von Gott offenbart. Im Judentum wird Gott durch die Geschichte des jüdischen Volkes offenbart. Im Christentum wird Gott als die Liebe in der Person Jesu offenbart. Judentum und Christentum sind gar keine Religionen des Buches, sondern Religionen mit einem Buch. Der dritte Irrtum ist, von den “drei abrahamitischen Religionen” zu sprechen. Die Christen beziehen sich in der Regel auf Abraham als eine Person, die diese drei Religionen verbindet, und die von ihnen geteilt werden. Im Judentum ist er der ‚Gründervater’.Aber im Koran steht geschrieben: ‚Abraham war weder Jude noch Christ.’ …. Nach dem Islam, erhielten die ersten Propheten die gleiche Offenbarung wie Mohammed, aber die Botschaft wurde in der Folge vergessen (III, 67). Oder sie wurde manipuliert, mit böser Absicht. So sind nach dem Koran, die Thora und das Evangelium Fälschungen. “[/I]
In der islamischen Welt, blieb Falsafa eine private Angelegenheit, eine inoffizielle Sache für Einzelpersonen in ziemlich beschränkter Anzahl. Die Philosophie war in der islamischen Welt immer marginal gewesen und war dort nie institutionalisiert worden, wie es in den europäischen mittelalterlichen Universitäten der Fall gewesen war.
Nach Rémi Brague, ist die Theologie als solche eine christliche Spezialität. Er behauptet sogar, ” ‘Theologie’ als eine rationale Auseinandersetzung mit dem Göttlichen (nach Anselms Programm) gibt es nur im Christentum.”
Bei Brague heißt es: “Die großen Philosophen des Islam waren Amateure und sie verfolgten die Philosophie in ihrer Freizeit: Farabi war Musiker, Avicenna Arzt und Wesir, Averroes Richter. Avicenna philosophierte in der Nacht, umgeben von seinen Jüngern, nach einem normalen Werktag. Und er verweigerte auch kein Glas Wein, um sich ein bisschen zu beleben und sich auf den Beinen zu halten. Ähnlich war es bei den Juden, Maimonides war Arzt und ein rabbinischer Ricter, Gersonides war Astronom (und Astrologe), und so weiter. Die großen jüdischen oder muslimischen Philosophen erreichten die gleichen Gipfel wie die großen christlichen Scholastiker, aber sie wurden isoliert und hatten wenig Einfluss auf die Gesellschaft. Im mittelalterlichen Europa wurde die Philosophie an einer Universität gelehrt und es war ein lebenslanges Streben … Man kann ein perfekter kompetenter Rabbi oder Imam sein, ohne jemals Philosophie studiert zu haben.. Im Gegensatz dazu ist ein philosophischer Hintergrund ein notwendiger Teil der Grundausstattung von christlichen Theologen. Es war sogar obligatorisch, seit dem Laterankonzil von 1215. “
Nachfrage geht in der Regel dem Vorhandensein eines Produkts auf dem Markt voraus und es ist die Nahcfrage, die erklärt werden muss. Brague stellt fest, dass Übersetzungen gemacht werden, weil jemand der Auffassung ist, dass ein bestimmter Text Informationen enthält, die die Menschen brauchen. Die wirkliche geistige Revolution in Europa begann, lange vor der Welle von Übersetzungen in Toledo und anderswo. Dies wurde von dem US amerikanischen Juristen Harold J. Berman in seinem wichtigen Buch aus dem Jahr1983 Law and Revolution nachgewiesen. Die Bemühungen der katholischen Kirche ein neues Gesetzessystem zu erschaffen, benötigte raffinierte Werkzeuge, was bedeutete, dass der Westen Aristoteles und die anderen griechischen Arbeiten über die Logik und Philosophie aussuchten. Die „päpstliche Revolution“ ab dem elften Jahrhundert war ein Versuch, die alten griechischen Methoden der Logik anzuwenden, auf die Reste des römischen Rechts, die bis in die Spätantike und die Reformen des aktiven oströmischen Kaisers Justinian dem Großen zurückgehen. Justinians Überarbeitung des bestehenden römischen Rechts Corpus Juris Civilis, wurde in den 30er Jahren des 6. Jahrhunderts n. Chr. in Lateinisch zusammengestellt und beeinflusste später das mittelalterliche Kirchenrecht. Indem sie das römische Recht und die griechische Logik nutzten, schufen mittelalterliche westliche Wissenschaftler durch ihre intellektuellen Anstrengungen eine neue Synthese, die es vorher in der Antike nicht gegeben hatte. Herausragend unter ihnen war im zwölften Jahrhundert der italienische Jurist Gratian, ein Mönch, der in Bologna lehrte. Sein großes Werk, das gemeinhin als das Dekretum bekannt wurde, erschien um 1140 als eine Synthese des Kirchenrechts. Harold J. Berman schreibt in seinem Buch Recht und Revolution. Die Bildung der westlichen Rechtstradition. Seite 225-226:
“Alle Menschen in der westlichen Christenheit lebten unter den beiden Rechtssystemen, dem kanonischen Recht und einem oder mehreren säkularen Rechtsordnungen. Der Pluralismus der Rechtsordnungen innerhalb eines gemeinsamen Rechtsrahmens war ein wesentliches Element der Struktur des einzelnen Systems. Da keines der nebeneinander existierenden Rechtssysteme einen Alleinvertretungsanspruch für sich geltend machte oder omnikompetent sein wollte, musste jedes von ihnen verfassungsmäßige Normen für das Auffinden und die Begrenzung von Souveränität entwickeln, für die Zuteilung von staatlichen Befugnissen innerhalb dieser Souveränität, und für die Bestimmung der grundlegenden Rechte und Pflichten der Mitglieder …. Wie die Entwicklung des englischen königlichen Gesetzes zur gleichen Zeit, systematisierte das kanonische Recht eher mehr auf der Grundlage des Verfahrens als auf materiellen Regelungen. Doch nach Gratian war das kanonische Recht, anders als das englische königliche Gesetz auch eine Universitätsdisziplin; die Professoren haben die Regeln und Grundsätze und Theorien der Fälle in die Klassenräume gebracht und sie sammelten, analysierten und harmonisierten sie in ihren Abhandlungen.“
Mit dem Pontifikat des dynamischen und selbstbewussten Gregor VII. (1073-1085), trat die römisch-katholische Kirche in den Investiturstreit ein, einem langwierigen und weitgehend erfolgreichen Konflikt mit den europäischen Monarchen über die Kontrolle von Ernennungen, Investituren der kirchlichen Beamten. Edward Grant, erklärt dies in seinem Buch God and Reason in the Middle Ages, Seite 23-24:
„Gregor VII. begann einen Prozess, der im Jahr 1122 im Wormser Konkordat gipfelte (während der Herrschaft des französischen Papstes Calixtus II [1119-1124]), wobei der Heilige Römische Kaiser vereinbarte, die geistliche Investitur aufzugeben und freie kirchliche Wahlen zuzulassen. Der Prozess, der durch den Investiturstreit manifestiert wurde, bekam den passenden Namen päpstliche Revolution. Seine unmittelbarste Folge war, dass sie die Geistlichen von der Herrschaft der weltlichen Behörden befreit wurden: den Kaisern, Königen und Feudalherren. Mit der Kontrolle über seinen eigenen Klerus, wurde das Papsttum zu einem fantastischen, zentralisierten, bürokratischen Kraftpaket, einer Institution, in der die Alphabetisierung, ein hervorragendes Instrument im Mittelalter, konzentriert war. Die päpstliche Revolution hatte große politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Folgen. Im Hinblick auf die kulturellen und geistigen Folgen kann es “als treibende Kraft bei der Schaffung der ersten europäischen Universitäten angesehen werden, bei der Entstehung der Theologie und der Rechtswissenschaft und Philosophie als systematische Disziplinen, bei der Schaffung von neuen literarischen und künstlerischen Stilen, und bei der Entwicklung eines neuen Bewusstseins. “… das Papsttum wurde stärker und gewaltiger. Es erreichte den Höhepunkt seiner Macht mehr als ein Jahrhundert später in dem Pontifikat von Innozenz III (1198-1216), der vielleicht mächtigste aller mittelalterlichen Päpste.“
Die Macht der säkularen Staaten wuchs auch, aber die Trennung zwischen Kirche und Staat dauerte an, weil die päpstliche Revolution eine faktische Parität zwischen ihnen festgeschrieben hatte. Es war die interne Dynamik Europas während des Hochmittelalters, die die Renaissance des klassischen Lernens vorantrieb. Aus The Legend of the Middle Ages von Rémi Brague, Seite 180:
“Der europäischen geistigen Renaissance gingen die Übersetzungen aus dem Arabischen voraus. Letztere waren nicht die Ursache, sondern die Auswirkung jener Renaissance. Wie alle historischen Ereignisse gab es wirtschaftliche Aspekte (Länder, die erst kürzlich kultiviert worden waren, neue landwirtschaftliche Techniken) und soziale Aspekte (der Aufstieg von freien Städten). Auf dem Niveau des intellektuellen Lebens kann man es als aus einer Bewegung die im elften Jahrhundert entstand, verstehen, wahrscheinlich beginnend mit der Gregorianischen Reform der Kirche . …, Dieser Konflikt bezeugt, dass es zu einer Umorientierung des Christentums kam, hin zu einer Transformation der weltlichen Welt, die bis zu diesem Zeitpunkt mehr oder weniger mit ihren eigenen Instrumenten arbeitete, und einer Kirche, die in einer apocalyptischen Einstellung Zuflucht nahm, die besagte, dass die Welt im Begriff sei zu enden und es daher wenig Bedürfnis gäbe, sie umzugestalten. Die Anstrengung der Kirche, eine autonome Einheit zu werden, indem man ein Gesetz errichtet, das exklusiv sein würde – Kirchenrecht -, weckte ein intensives Bedürfnis nach intellektuellen Werkzeugen. Raffiniertere Konzepte wurden verlangt, als diejenigen, die zurzeit verfügbar waren. Folglich gab es eine Nachfrage nach den logischen Arbeiten von Aristoteles, die aus dem Griechischen ins Lateinische übersetzt worden waren, entweder vom Arabischen oder direkt vom Griechen aus, und so wurde das Aristotelische Erbe wurde wieder erlangt.”
Rémi Brague ist ein sehr fähiger Gelehrter und ich kann seine Arbeiten denjenigen empfehlen, die ein ernsthaftes Interesse am Studium dieser Themen haben. Ich werde schließen, indem ich einige andere Bücher hinzufüge, die man darüber hinaus lesen könnte. Über den Islam empfehle ich im Wesentlichen alles was von Robert Spencer geschrieben wurde. Die Bücher von Bat Ye’or sind Grundlagen und wichtig. Das Buch The Legacy of Jihad
von Andrew Bostom, ist für alle diejenigen dringend erforderlich, die sich für den Islam interessieren. Es ist das beste und das kompletteste Buch, das zurzeit zu diesem Thema in Englisch, vielleicht sogar in jeder anderen Sprache verfügbar ist. Die Bücher von Ibn Warraq sind ausgezeichnet, beginnend mit Defending the West . Understanding Muhammad von dem iranischen Ex-Moslem Ali Sina ist des Lesens wert, genauso wie Defeating Jihad von Serge Trifkovic und A God who hates von Wafa Sultan. Für europäische Leser könnte ich mein eigenes Buch Defeating Eurabia hinzufügen, dessen Erscheinen Eurabia bis heute vereitelt hat. Das Buch von Paul Belien über die EU, A Thrown in Brussels
ist auch sehr zu empfehlen.
Bei Büchern über die Geschichte der Wissenschaft empfehle ich alles, was Edward Grant geschrieben hat. The Beginnings of Western Science
von David C. Lindberg, ist, obwohl ein bisschen mehr politisch korrekt ist, gut, wenn es um die Wissenschaft in der islamischen Welt geht. The Rise of Early Modern Science: Islam, China and the West von Toby E. Huff werde ich auch sehr empfehlen. Huffs Arbeiten sind stets sorgfältig erforscht und sollten als erforderliche Lektüre für diejenigen betrachtet werden, die sich für dieses Thema interessieren. Diese Bücher sind für ein gebildetes Durchschnittspublikum leicht zu lesen.
Bücher, die ausgezeichnet, noch spezialisierter und ein bisschen schwieriger sind, sind von Victor J. Katz The history of mathematics und The History and Practice of Ancient Astronomy von James Evans, über die Geschichte der vorteleskopischen Astronomie bis hin zu und einschließlich von Kepler, zu empfehlen. Das Buch von Evans ist ein äußerst gut erforschtes Werk und fast zu stark auf die europäische und mittelöstliche Astronomie konzentriert, aber es enthält eigentlich nichts von der chinesischen oder Mayaastronomie. Für eine globalere Perspektive empfiehlt sich Cosmos: An Illustrated History of Astronomy and Cosmology von John North, das gut und nicht zu schwierig zu lesen ist.
Übersetzung:LIZ/die-gruene-pest.com
Originaltext: http://www.brusselsjournal.com/node/4173
http://www.mapsofwar.com/ind/imperial-history.html
http://www.mapsofwar.com/ind/history-of-religion.html
“Islamophobie zulassen”
Der Professor für Arabistik und Islamwissenschaft Tilman Nagel erklärt im Interview mit der “Presse”, warum Mohammed wirklich gelebt hat und das Verbot von “Islamophobie” die Menschenrechte pervertiert.
„Die Presse“: Die westlichen Islam-Debatten kreisen immer wieder um zwei Begriffe: Friedfertigkeit und Toleranz. Besteht die Möglichkeit, den Islam als friedfertige Religion zu interpretieren?
Tilman Nagel: Auf Gewaltfreiheit ist der Islam nicht ausgerichtet, der Koran empfiehlt den Einsatz von gewalttätigen Mitteln in bestimmten Situationen. Die Standardabschwächung dieses Vorwurfs ist heute, dass der Islam immer nur Verteidigungskriege geführt habe, auch bei der Ausdehnung bis nach Andalusien, weil die Aufforderung, das Christentum anzunehmen, einen Affront gegen Allah darstelle. Als außerhalb des Islams Stehender kann man das natürlich nicht annehmen.
Wie kommt es zur Unterteilung der Welt in Gläubige und das „Haus des Krieges“?
Nagel: Das ist noch keine koranische Unterscheidung, sondern wächst erst an der Wende zum achten Jahrhundert heran, als schon große Teile erobert sind. Da versucht man, die Eroberung auch mit juristisch relevanten Begriffen zu fassen. So kommt man zu dieser Unterscheidung, weil man sagt, im Haus des Krieges können die Riten nicht unter einer islamischen Obrigkeit vollzogen werden – was bedeutet das in Bezug auf das Jenseitsheil? Ohnehin besteht in den populären Verlautbarungen über den Islam große Unsicherheit darüber, welche Begriffe aus der frühen Zeit stammen, und was sich erst danach entwickelt hat, auch Muslime selbst wissen in der Regel nicht Bescheid. Manche elementare Dinge finden sich nur im Hadith – zum Beispiel, dass der Glaube im Wesentlichen durch die fünf Säulen (i.e. Glaubensbekenntnis, Gebet, Almosensteuer, Fasten und Pilgerfahrt, Anm. d. Red.) definiert wird. Im Koran wird der Glaube ganz anders definiert, als kämpferische Gläubigkeit.
Praktisch alle muslimischen Gelehrten lehnen eine historisch-kritische Auslegung des Islams ab. Kann der Islam trotzdem in eine säkulare Gesellschaft integriert werden?
Nagel: Ich glaube, eine säkulare Gesellschaft hat als wesentliches Element die Historisierung der Religionen. Es kann keine Säkularität geben in einer Gesellschaft, in der ein Teil sagt, wir beharren darauf, dass unsere universale Wahrheit überall gelten muss. Das ist ein Widerspruch in sich.
Ist Toleranz, die ja ein Begriff der westlichen Aufklärung ist, mit dem Islam vereinbar?
Nagel: Toleranz hat im Islam keine Basis. Was immer heute als Toleranz angeführt wird, etwa, dass man die Andersgläubigen, sofern sie sich zu einer Buchreligion bekennen, leben lässt, ist keine Toleranz. Denn diese der islamischen Herrschaft Unterstehenden sind in vielerlei Hinsicht gegenüber den Muslimen von minderem Recht. Sie haben zum Beispiel kein Recht, eine Waffe zu tragen – im Dialog mit den Andersgläubigen wird dann gesagt, sie brauchen keinen Kriegsdienst zu leisten…
Lieber als Toleranz scheint Muslimen in Diskussionen ohnehin das Wort „Respekt“ zu sein – wobei viele diesen Respekt gegenüber der eigenen Religion in Europa vermissen.
Nagel: Ich kann Menschen respektieren – aber hier wird die Respektierung eines religiös begründeten Gedankengebäudes gefordert, das selbst massiv den Anspruch auf universale Geltung erhebt. Ein weiterer Begriff in diesem Zusammenhang ist die „Islamophobie“. Der europäische Menschenrechtsbeirat hat sie schon als verwerflich gebrandmarkt, und der UN-Menschenrechtsbeirat greift das zum Teil auf. Ich halte das für falsch – die Menschenrechte beziehen sich auf den Menschen, nicht auf das, was er glaubt. Islamophobie muss erlaubt sein, man kann nicht eine Meinung oder Glaubenshaltung unter Schutz stellen. Das ist eine bedenkliche Umdefinierung der Menschenrechte.
Die Rolle des Islams in Europa hat sich, seit Sie zu studieren begonnen haben, sehr verändert. Inwieweit hat die westliche Islamwissenschaft auf die politischen Entwicklungen reagiert?
Nagel: Als ich anfing zu studieren, war das ein mediävistisch ausgerichtetes Fach. Heute haben wir mehr akademische Stellen, vor allem aber eine fast vollkommene Verlagerung des Schwerpunktes auf das 20.Jahrhundert. Für eine Kultur wie die islamische, die sich in ihren Äußerungen immer wieder auf die Vergangenheit bezieht oder sich aus ihr rechtfertigt, ist das eine Fehlentwicklung. Die Islamwissenschaft in Deutschland ist vielfach nur noch eine auf die arabische Welt oder die Türkei bezogene Politologie.
Manche Wissenschaftler in Europa bezweifeln, dass Mohammed wirklich gelebt hat, Sie sind überzeugt, dass er existiert hat – warum?
Nagel: Zum einen, weil der Koran, wenn man ihn genau liest, die religiöse innere Entwicklung einer Figur sehr stimmig darstellt. Wenn man eine religiöse Stiftungsurkunde erfinden will, würde man etwas nehmen, das keine inneren Widersprüche hat. Außerdem sind die Argumente für die Nichtexistenz Mohammeds meines Erachtens nicht stichhaltig. Beispielsweise wird gesagt, da müsste man materielle Belege aus seiner Zeit haben – ja das haben wir für Platon auch nicht!
Welche deutsche Koran-Übersetzung würden Sie unseren Lesern empfehlen?
Nagel: Von den Hadithen gibt es keine guten Übersetzungen. Was den Koran angeht – die weitverbreitete Übersetzung von Rudi Paret würde ich nicht nehmen, sie ist für Menschen, die Arabisch können. Wer den Koran einfach lesen will, nimmt am besten die uralte Übersetzung von Henning, die bei Reclam erschienen ist. Bei den neuen muss man aufpassen, da werden zum Teil Dinge hineingelegt, die nicht drinstehen. Ich habe einmal eine saudiarabische Übersetzung ins Englische gelesen, und bei einer Sure, in der die Frauen aufgefordert werden, sich züchtig zu kleiden, standen lange Anmerkungen darüber, was das genau bedeutet.
Gibt es etwas, was Ihnen am Koran besonders sympathisch ist?
Nagel: Ich muss gestehen, ich habe nie darüber nachgedacht, was mir am Koran gefallen könnte. Was ich sympathisch finde – wenn man von der Theorie weggeht, der Koran sei Gotteswort –, ist die zum Teil erstaunliche Offenheit, in der Mohammed sich und seine Interessen darstellt und sich damit selbst entblößt.
Zur Person
■Tilman Nagel ist emeritierter Professor für Arabistik und Islamwissenschaft an der Universität in Göttingen und gilt als einer der besten deutschsprachigen Kenner der arabischen Schriften. 2008 erschien seine als „Jahrhundertwerk“ gerühmte Mohammed-Biografie „Mohammed. Leben und Legende“. Vergangene Woche referierte er in Wien beim Symposion „Biographie und Religion“, veranstaltet vom „Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie“. [Mirjam Reither]
Über den Islam und die Kreuzzüge
16. November 2009 von Liz
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Die aventinischen Thermen von Zürich
16. November 2009 von Kulturbereicherer
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Auf dem Aventin – dem siebten Hügel von Rom – errichtete 213 n.Chr. der Kaiser Marcus Aurelius Severus Antoninus, heute als Caracalla bekannt, die aventinischen Thermen. Viel hat der Kaiser nicht geleistet, ausser ein paar verlorene Kriege und ausserordentliche Grausamkeit gegen seine Gegner, erinnert man sich in Rom nur wegen seiner öffentlichen Thermen an ihn. Diese waren so teuer, dass der Staat fast daran bankrott ging.
Eigentlich sollte man daraus lernen, doch natürlich nicht das linke Zürich. Mitten in der Stadt hat es ein 1941 gebautes und ausgezeichnet funktionierendes Hallenbad, das Hallenbad City. Es hat ein 50m Becken und ist bestens aufgelastet … Read more
Juden- und Christenmord frei Haus
12. November 2009 von Campusblog
Kategorien: AUSLAND, NEWS, TITEL
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Campusblog. Seit 1998 dokumentiert und erforscht das MEMRI (the middle east media research institute) die Medienwelt des Nahen Ostens. Immer wieder erschreckt dabei, dass die Hetze gegen Minderheiten, insbesondere gegen Juden und Christen, in dieser Region keine Randerscheinung ist, sondern Teil des Mainstreams. Dass diese Hetze nicht ohne Folgen bleibt, zeigt die Verfolgung von religiösen Minderheiten in allen islamischen Ländern der Region: Chrislichen Kopten in Ägypten, Armeniern in der Türkei, Bahai im Iran und andere. Die Folge ist ein Massenexodus dieser Minderheiten. Lebten im Jahr 1948 noch 75‘000 Juden in Ägypten, sind es im Jahr 2001 noch gut einhundert. Konsequenz der agressiven Vertreibungspolitik von Seiten des ägyptyschen Staates und Angriffen aus islamischen Kreisen. Read more
Biedermann und Brandstifter
11. November 2009 von Herakleitos
Kategorien: NEWS, PEOPLE, TITEL
Hisham Maizar, Arzt im Kanton Thurgau, ist der Präsident der Dachorganisation der islamischen Organisationen in der Schweiz. Er lässt sich gerne in Podien zur Minarettverbots-Initiative einladen. Und argumentiert dort wortreich, wie sich doch nahezu alle Muslime in der Schweiz den Regeln des hiesigen Rechtsstaats vorbehaltlos unterwerfen würden, wie selbstverständlich es also auch für Muslime sei, alle in der Bundesverfassung festgehaltenen Grundlagen ohne Wenn und Aber nicht nur zu respektieren, vielmehr auch zu leben. Ganz Biedermann. Read more
Der Stachel
9. November 2009 von Herakleitos
Kategorien: NEWS, POLITIK, TITEL
Der Ausdruck Minarett rührt begrifflich vom arabischen Wort «manara» her, und bedeutet übersetzt «Leuchtturm». Ursprünglich dienten Minarette als von Fackeln erhellte militärische Wachtürme, im Laufe der islamischen Eroberung auch als Siegessäulen. Keine Schriften des Islam, weder der Koran noch die heiligen Schriften Hadith erwähnen oder verlangen, ein Minarett. Read more


