Erziehung durch Vorbild
Juli 12, 2008 by Gastbeitrag
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«Zehn Massnahmen zum Besseren» habe ich meine Forderungen zur Schul- und Bildungspolitik betitelt. Ich unterlasse bewusst das Wort «Reformen». Reformen, wie sie momentan verstanden werden, hat die Schule genug zu erdulden.
Ich möchte meinen «Massnahmen» jedoch noch eine Bemerkung voranstellen. Es wird niemals eine perfekte Schule für alle Beteiligten geben. Das ist eine träumerische, letztlich fatale Vorstellung. Zum Lehrerdasein wie auch zum Schülerdasein gehören Lasten, die man schlicht zu tragen hat.
Massnahme 1: Konservative Wende vollziehen
Wir brauchen eine konservative Wende: in der Gesellschaft, in der Familie, in der Erziehung, in der Schule. Eine Reform im besten Sinne des Wortes. Denn reformieren heisst, wieder in die ursprüngliche, naturgemässe Form bringen. Das heisst eben nicht Auflösung. Reform heisst Besinnung auf das Gute, Wahre, Beständige.
Der ehemalige Internatsleiter Bernhard Bueb schrieb in seinem Bestseller Lob der Disziplin: «Der Bildungsnotstand […] ist die Folge eines Erziehungsnotstandes.» Und Mut zur Erziehung heisse vor allem Mut zur Disziplin. Dem Kind etwas abverlangen. Nicht alle Hindernisse aus dem Weg räumen. Das Kind soll auch das Gefühl des Scheiterns ertragen können. Denn das Leben ist nicht nur eine Rolltreppe aufwärts.
Massnahme 2: Raus mit den 68ern
Wer Platz schaffen will für den Wert, muss zuerst den Unwert beseitigen (Karl Kraus). Das heisst konkret: Aufräumen mit den 68ern und ihrer Ideologie, denn diese hat komplett versagt. Ich nenne nur ein paar Stichworte: Wohlfühlpädagogik, Leistungsfeindlichkeit, antiautoritäre Erziehung, Schule nach dem Lustprinzip.
Massnahme 3: Erziehung durch Vorbild
Also: Raus mit den 68ern. Das heisst aber nicht: Rein mit den Rohrstockpädagogen. Die Schule braucht keine Schläger. Das Gegenrezept zur 68er Nicht-Erziehung ist die Erziehung durch Vorbild. Es geht nur über das direkte Vorleben. Das ist furchtbar anstrengend, ich weiss. Aber wer Pünktlichkeit, Disziplin, Leistungsbereitschaft einfordert, muss dies als Lehrperson selber einlösen.
«Erziehung durch Vorbild» habe ich Massnahme 3 genannt.
Wir kennen das ständige Gejammer von Schulexponenten und Bildungspolitikern, dass die Eltern ihre Erziehungsaufgaben nicht mehr oder nur noch bruchstückhaft wahrnehmen. Dass immer mehr Erziehungsaufgaben von den Eltern an die Schule abdelegiert werden. So ist es. Man kann diese Entwicklung beklagen, aber sie ist eine Tatsache. Und Tatsachen sollte man sich besser stellen. Sie kommen als Lehrer nicht darum herum, die Kinder zu erziehen. Das ist eine Last, die man zu tragen hat. Wer sie nicht tragen will, hat den Beruf verfehlt.
Massnahme 4: Es geht nicht ohne Strafen
Man kann noch so schöne Erziehungsziele formulieren, die Realität zeigt: Kinder brechen Regeln und Vereinbarungen, sie missachten Schulordnungen und Anweisungen. Was dann? Meine Erfahrung zeigt, es geht nicht ohne Strafen. Sie sind ein notwendiges und nützliches Erziehungsmittel.
Massnahme 5: Weniger Psychologen und Therapeuten
Ich erinnere mich an meinen ersten Tag im Kinderhort. Dieser Tag dauerte keine halbe Stunde. Ich weinte und schrie wie am Spiess. Ich wollte alles – nur nicht hier bleiben. Ich wollte keine «Fremdbetreuung». Ich wollte zu Hause sein. Meine Mutter gab schliesslich entnervt nach, sperrte mich in mein Zimmer und schloss die Vorhänge. Höchststrafe – ich war glücklich.
Heute würde man so ein Kind wie mich «abklären», wie es so schön hässlich heisst. Ich käme in die Therapiemühle. «Offenbar weist das Kind eine soziale Phobie auf.» Ich halte diese anhaltende Psychologisierung für ein ganz schwerwiegendes Grundübel. In der Justiz wird jeder Täter mit Verständnis überhäuft, in der Arbeitswelt werden haufenweise IV-Rentner kreiert, in der Volksschule des Kantons Zürich fliessen bereits rund ein Drittel der Gelder in «sonderpädagogische Massnahmen». Unsere Gesellschaft wird krank geschrieben, krank therapiert, krank psychologisiert. Doch wo die Erziehung versagt hat, hat die Erziehung versagt. Und nichts anderes! Mehr Klartext statt psychologischen Geschwafels.
Massnahme 6: Besinnung auf die Kernaufgaben
Jedes erfolgreiche Unternehmen weiss: Man muss sich auf die eigenen Stärken konzentrieren. In der Schule heisst das, Fokussierung auf die Kernaufgaben. Rechnen. Schreiben. Lesen.
Die Primarschulen werden vollgestopft mit allerlei Firlefanz. Jetzt sind es bereits zwei obligatorische Fremdsprachen: Englisch ab der dritten, Französisch ab der fünften Klasse. Mit welchem Erfolg? Entscheidend ist, dass die Kinder eine Sprache so gut wie möglich beherrschen. Davon ausgehend lassen sich dann auch Zweit- und Drittsprachen erlernen. Selbst an meiner Mittelschule ist es gang und gäbe, dass ich Studierende bekomme, die dreissig, vierzig Fehler bei Aufsätzen produzieren.
Massnahme 7: Mehr Klartext – weniger Kuschelwuschel
Kennen Sie Noëmi Nadelmann? Kennen Sie Dieter Bohlen? Eine überflüssige Frage, ich weiss. Sie kennen ihn. Als Sänger, der nicht singen kann. Und als Juror der Sendung «Deutschland sucht den Superstar.»
Noëmi Nadelmann kann singen. Sie ist ausgebildete Sopranistin. Und sie war auch Mitglied einer Jury, nämlich im schweizerischen Pendant zu «Deutschland sucht den Superstar». Sie lobte durchwegs und vergab fast immer Höchstnoten. Sie ist das, was man etwas abfällig eine «Kuschelpädagogin» nennt.
Zusammengefasst kann man sagen: Nadelmann ist eine exzellente Musikerin, aber sie taugt nicht als Jurorin. Bohlen kann nicht singen, aber er ist ein fabelhafter Entertainer. Er hat massgeblich zum Dauererfolg von «Deutschland sucht den Superstar» beigetragen. Warum? Weil er ein Anti-Kuschler ist. Weil er «klartextet».
Ein paar Beispiele gefällig?
«Das Ding hier heisst nicht: ‹Deutschland sucht Naturkatastrophen›.»
«Also, wenn Du bei mir im Keller singen würdest, kämen die Kartoffeln freiwillig geschält nach oben.»
«Für mich hast Du gerade zum zweiten Mal die Titanic versenkt.»
Ich plädiere nicht für mehr Dieter Bohlen in den Schulzimmern. Aber wir haben definitiv zu viele Kuschelpädagogen. Die Jungen brauchen klare Ansagen. Wir können nicht so tun, als ob alles gut und toll und super wäre. Wer so wertet, entwertet das Gute – und hilft auch dem Schlechteren nicht, sich zu verbessern.
Massnahme 8: Separierung von Problemkindern
Es gibt auch Jugendliche, denen nicht beizukommen ist. Die eine ganze Schule tyrannisieren können. Die zur öffentlichen Gefahr werden.
Es ist modisch, bei Tätern oder schwierigen Kindern immer nach Gründen für ihr Verhalten zu suchen, um Verständnis zu schaffen (siehe Massnahme 5). Aber ich habe null Verständnis für Gewalt oder sexuelle Übergriffe oder ähnliches. Wer in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen ist, hat doch deswegen keinen Freipass, sich rücksichtslos gegenüber seinen Mitmenschen aufzuführen. Wir haben einen gewaltigen Therapiestaat für Problemfälle eingerichtet – aber die schwachen, wehrlosen, stillen Kinder, die eigentlichen Opfer, gehen dabei oft vergessen. Ein einziger Problemjugendlicher kann eine Spur der Verwüstung und Verängstigung anrichten und Dutzende Opfer produzieren. Dass solche Typen in den Schulen gelassen werden und weiter wüten können, ist verantwortungslos gegenüber den vielen anderen Kindern.
Massnahme 9: Das Positive sehen
Ich unterrichte an einer Mittelschule und ich habe grosse Freude an dieser Arbeit. Und das liegt ganz eindeutig an den Schülerinnen und Schülern. Bei allen Problemen: Es gibt viele tolle, charmante, intelligente, wache, lustige, interessierte Jugendliche – an die sollten wir gelegentlich auch mal denken.
Ich habe Ihnen gesagt, Erziehung geht nicht ohne Strafen. Aber auch nicht ohne Humor und ohne Freundlichkeit.
Massnahme 10
Nur nicht zu viele Massnahmen ergreifen… aber diese mit aller Kraft durchsetzen.
Peter Keller
Der Autor ist Mittelschullehrer am Kollegium St. Fidelis in Stans. Beim abgedruckten Text handelt es sich um die gekürzte Fassung eines Referats, das Peter Keller am 23. Mai 2008 anlässlich einer «Juventus-Tagung» im Unternehmerforum Lilienberg bei Ermatingen TG gehalten hat.
Manna für die Soziindustrie
Mai 15, 2008 by Gastbeitrag
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Im letzten Jahr hat das Parlament für Bildung, Forschung und Innovation (BFI) für die Jahre 2008 bis 2011 Gelder in der Höhe von über 20 Milliarden Franken gesprochen. Würde man die EU-Forschungsprogramme noch hinzuzählen, so betrügen die gesprochenen Mittel mehr als 21.2 Milliarden Franken. Diese riesigen Milliardenbeträge für den Bildungsbereich waren das Resultat eines über rund zwei Jahre andauernden parlamentarischen Feilschens, welches viel weniger mit rationalen Argumenten als vielmehr mit einem Bildungspopulismus zu tun hatte.
Da in der Öffentlichkeit noch immer die einfache Gleichung „Mehr Geld für Bildung = gut“ vorherrscht, ist es auch den heute noch so ineffizient wirtschaftenden Bildungsinstitutionen gelungen, zusätzliche Mittel in der Höhe von drei oder noch mehr Prozent vom Parlament locker zu machen. Während die SVP ein jährliches Wachstum von 4.5 Prozent als vollkommen ausreichend erachtete, überboten sich die anderen Parteien in einem regelrechten Prozent-Basar, welcher bei den Freisinnigen und der CVP in acht, bei den Sozialdemokraten in zehn und bei den Grünen sogar in zwölf Prozent jährliches Mittelwachstum mündete.
Nach der Bewilligung der Bildungsmittel beschränkt sich die Parlamentsmehrheit darauf, sich für diesen Bewilligungsakt zu rühmen und gegenseitig auf die Schultern zu klopfen. Was aber mit den horrenden Bildungsmitteln geschieht, ist der Parlamentsmehrheit Wurst! Dies führt dazu, dass die Bildungsmittel in ineffizienten Strukturen versickern, ohne das die Bildungsqualität auch nur um ein Jota gesteigert würde.
Die Strukturen im Bildungsbereich müssen bereinigt werden
Genauso wie im Parlament Einigkeit darüber bestand, dass Bildung, Forschung und Innovation zu den Prioritäten der Schweiz gehören und damit auch mehr Mittel erhalten sollen (auch wenn wie oben beschrieben über die konkrete Höhe unterschiedliche Ansichten vorherrschten), machte das Parlament bei der Beratung der BFI-Botschaft unmissverständlich klar, dass mehr Wettbewerb unter den Universitäten und Fachhochschulen und die Stärkung der Forschungsförderungsagenturen des Bundes (Schweizerischer Nationalfonds (SNF) und Kommission für Technologie und Innovation (KTI)) sinnvoll ist. Gleichzeitig sei aber auch die Straffung der Strukturen, die bessere Kooperation und Nutzung von Synergien unter den Beteiligten, dringend notwendig und umzusetzen.
Die Forderung der Strukturbereinigung im Bildungsbereich zwischen Bund und Kantonen sowie auf Bundesebene ist nicht neu. So waren sich etwa im August 2006 die damaligen Bundesratsparteien an den Von-Wattenwyl-Gesprächen einig, mit der Effizienzsteigerung auf Bundesebene zu beginnen und forderten den Bundesrat auf, alle Bundesämter die mit BFI zu tun haben (SBF und BBT) zusammenzuführen. Diese überparteiliche Einigkeit darüber, auf die Effizienz im Bildungsbereich zu steigern, Doppelspurigkeiten auszumerzen und damit gegenüber den Kantonen und anderen Akteuren der Bildungslandschaft Schweiz kohärenter aufzutreten, kann einfach verstanden werden, wenn man versucht das Organigramm der Bildungsverwaltung und ihrem Umfeld aufzuzeichnen. Selbst Personen, welche jahrzehntelang im Bildungsbereich gearbeitet haben, können die Bildungsstrukturen auf Bundesebene nicht auf Anhieb aus dem Kopf aufzeichnen. Sie sind schlicht zu kompliziert.
Zahlreiche Institutionen, welche viel Geld erhalten und dasselbe tun wie andere auch, haben keinen klaren Auftrag, es gibt Kompetenzgerangel, endlose Redundanzen, viele Doppelspurigkeiten sowie einen Machtkampf des Departements des Innern (EDI) und des Volkswirtschaftsdepartements (EVD) über die Vorherrschaft im Bildungsbereich.
Kantone, Universitäten, Fachhochschulen, Berufsbildungsorganisationen, Forschungsprojektpartner des SNF und KTI, die Unternehmer und vor allem aber die Studierenden selber sind die Leid tragenden dieser Politik. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass die Steuerzahler diese Ineffizienzen seit Jahren, trotz knappen öffentlichen Mitteln, berappen müssen und im Glauben gelassen werden, die Mittel würden effizient genutzt. Aber eben, noch herrscht der Grundsatz vor, wonach Bildung als solche „gut“ ist, je mehr sie kostet.
Bundesamt baut Ineffizienzen aus – das Parlament weiss von nichts
Wenn sich das Parlament darauf beschränkt, mehr Mittel zu sprechen, es aber keine klaren Vorgaben gibt, erstaunt es wenig, dass die Verwaltung mit dem zusätzlichen Geldsegen neue Stellen schafft und die Bürokratie aufbläst. Beispiel dafür ist das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT), welches seit dem 1. März 2008 eine neue Abteilung „Internationale Beziehungen“ im Organigramm führt. Mehr als 20 Mitarbeiter sollen künftig in dieser Abteilung wirken (und die bewilligten zusätzlichen Bildungsmittel in zusätzlichen Reisen verpuffen).
Nicht nur die Tatsache, dass eine grosse Abteilung ohne Notwendigkeit aufgebaut wird, erstaunt – auch der Zeitpunkt. Denn die Schaffung des neuen Beamtenheeres erfolgte während der Vernehmlassung zur Teilrevision des Forschungsgesetzes, welche von allen Seiten heftig kritisiert wurde. Der Grund für die Kritik lag darin, dass das BBT beabsichtigte, die Förderagentur für Innovation (KTI) in die Verwaltung zu integrieren, um an die dort vorhandenen Mittel zu kommen. Statt angewandter Forschung, welche auf die Bedürfnisse der Wirtschaft ausgerichtet ist (immerhin sind hierfür die KTI-Gelder gemäss Gesetz bestimmt!), sollen Sozial- und Gesundheitsberufe „gefördert“ und internationale Reisetätigkeiten bezahlt werden.
Statt mühsam in den Parlamentskommissionen vorzusprechen, schafft die Führungsriege im BBT lieber ein Fait accompli, welches für die nächsten Jahre Besitzstände schafft, die danach gewahrt werden müssen und das vom Parlament angestrebte Ziel – den Zusammenschluss der Bildungsinstitutionen auf Bundesebene – für längere Zeit in weite Ferne rücken lässt.
Rechenschaft gegenüber dem Parlament ist zwingend
Als Mitglied der zuständigen Kommissionen für Wissenschaft, Bildung und Kultur sowie für Finanzen des Nationalrates kommt man sich ziemlich verschaukelt vor, wenn man von solchen verwaltungsinternen Machenschaften erfährt, die dem Willen des Parlaments zuwider laufen. Das Vorgehen der Verwaltung ist aus der Sicht des Parlamentes völlig unverständlich. Denn das Parlament verlangte dringend eine Reduktion der Komplexität und eine Entwicklung hin zu einer Vereinfachung der Bundesstrukturen. Nimmt man als Beispiel ein Projekt im Rahmen von Eureka, so ergibt sich für den Projektnehmer (Industrie- und Hochschulpartner) eine Verdoppelung der Schnittstellen auf Bundesebene.
Zuständig für die internationalen Beziehungen ist das Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF). Dieses unterhält auch das weltumspannende Netzwerk der Wissenschaftsattachés und eine Abteilung für Raumfahrt. Dass das BBT genau in der Einarbeitungsphase des neuen Staatssekretärs für Bildung und Forschung eine Konkurrenzabteilung zum SBF aufbaut, ist dringend erklärungsbedürftig. Auch wenn die Errichtung eines Bildungsdepartementes auf Bundesstufe noch nicht umsetzbar scheint, so ist der überparteiliche Konsens und Wille des Parlamentes doch unmissverständlich und verlangt nach Vereinfachung der Strukturen, Zusammenlegung von redundanten Tätigkeitsgebieten und nicht eine Verkomplizierung. Diesem Willen stellt sich das BBT mit der Schaffung einer neuen Abteilung nun diametral entgegen.
Die Bildungsmittel versickern in ineffizienten Strukturen.
Das Beispiel BBT zeigt eine typische „lose or lose“ Situation: die hart erkämpften BFI-Mittel versickern in den Strukturen der Bundesbürokratie und die Schnittstellen für externe Ansprechpartner (etwa Unternehmen, welche mit den Bildungsinstitutionen zusammen arbeiten) werden multipliziert. Dies ist genau das Gegenteil von dem, was das Volkswirtschaftsdepartement mit der administrativen Entlastung der KMU immer wieder verkündet! Wie sollen KMU ermuntert werden in die Forschung zu investieren, wenn sie bereits am administrativen Dschungel auf Bundesebene scheitern?
Verwaltungsinternes Machtgehabe schadet Studierenden
Es gibt nur Wenige, die in diesem gewieften Machtkampf profitieren. Wer sicher nicht profitiert, ist die „gesellschaftliche und soziale Entwicklung sowie die wirtschaftliche Prosperität der Schweiz“ – ein Grundsatz, welcher im Gesetz festgeschrieben ist. Als Volksvertreter habe ich den Auftrag, dafür zu sorgen, dass die investierten Bildungsmittel möglichst effizient genutzt werden. Die Studierenden sollen profitieren und nicht die wuchernde Bildungsbürokratie.
Ich werde daher in den Kommissionen Rechenschaft über die oben beschriebenen Vorgänge verlangen und rege an, dass sich auch die zuständige Subkommission der Geschäftsprüfungskommission mit dieser Angelegenheit auseinander setzt. Es darf nicht sein, dass die Verwaltung den Parlamentswillen missachtet und jegliche Kritik ignoriert. Ein umgehendes Handeln drängt sich auf. Dies bin ich den Steuerzahlern und den Studierendenschuldig.



