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	<title>WINKELRIED.INFO &#187; HINTERGRUND</title>
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	<description>Das konservative Newsportal der Schweiz</description>
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		<title>Die Dschihad Dekade kommt.</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 07:22:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Liz</dc:creator>
				<category><![CDATA[HINTERGRUND]]></category>
		<category><![CDATA[POLITIK]]></category>
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		<category><![CDATA[Dschihad]]></category>
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		<description><![CDATA[  Die Dschihad Dekade kommt
Wenn wir zur&#252;ckblicken auf das vergangene Jahrzehnt in Amerika, fragt man sich, wie wir in ein post-amerikanisches Jahrzehnt eintreten konnten. Warum ist das alles so falsch gelaufen, so schnell &#8230; &#8230;.so schlimm?
Das Jahr 2000 begann mit einer List der Demokraten &#252;ber eine &#8220;gestohlene Wahl&#8221;, unter erpresserischer Beteiligung von ACORN &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right;margin:0px 0px 0px 0px;"><a href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.winkelried.info/2010/01/08/die-dschihad-dekade-kommet/&title= Die Dschihad Dekade kommt. &srcTitle=WINKELRIED.INFO&srcURL=http://www.winkelried.info"target="_blank" rel=""><img border="0" src="http://www.winkelried.info/wp-content/plugins/wp-google-buzz/icon/12.png" style="opacity:1;filter:alpha(opacity=100)" onmouseover="this.style.opacity=0.8;this.filters.alpha.opacity=70" onmouseout="this.style.opacity=1;this.filters.alpha.opacity=100"/> </a></div><p><strong> <a href="http://atlasshrugs2000.typepad.com/atlas_shrugs/2010/01/entering-the-jihad-decade.html#comments" target="_blank">Die Dschihad Dekade kommt</a></strong></p>
<p>Wenn wir zur&#252;ckblicken auf das vergangene Jahrzehnt in Amerika, fragt man sich, wie wir in ein post-amerikanisches Jahrzehnt eintreten konnten. Warum ist das alles so falsch gelaufen, so schnell &#8230; &#8230;.so schlimm?</p>
<p>Das Jahr 2000 begann mit einer List der Demokraten &#252;ber eine &#8220;gestohlene Wahl&#8221;, unter erpresserischer Beteiligung von ACORN &#8211; aber zum Gl&#252;ck war sie letztendlich doch nicht gestohlen. Bush nahm die Z&#252;gel in die Hand, und der <a href="http://www.freerepublic.com/focus/f-news/1087538/posts" target="_blank">H&#246;hepunkt aller islamischen Angriffe</a> auf die USA, und <a href="http://www.pbs.org/newshour/terrorism/international/fatwa_1998.html" target="_blank">das Versprechen einer islamischen Fatwa</a> gegen den Westen w&#228;hrend der  Clinton-Administration, kam &#252;ber New York und Washington.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.stefan-herre.de/mohammed1.JPG" alt="" width="398" height="305" /></p>
<div>
<div>Zitat:</div>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="6" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td>Die zweite Fatwa wurde urspr&#252;nglich am 23. Februar 1998 ver&#246;ffentlicht, die Erkl&#228;rung des heiligen Krieges, oder Dschihad, gegen den Westen und Israel. Unterschrieben von Osama bin Laden, dem Kopf von al-Qaida, Ayman al-Zawahiri, Leiter der Dschihad-Gruppe in &#196;gypten, und mehreren anderen islamistischen Terrorgruppen.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<p>Und w&#228;hrend die Bush-Doktrin der richtige Ansatz war (Sie sind jetzt entweder unserer Meinung oder nicht), suchten sich nach 911 die gut gekleideten Islamisten wie Grover Norquist ihren Platz im Wei&#223;en Haus, um die beste Strategie zur Bek&#228;mpfung des islamischen Dschihad zu sabotieren. Alle Fantasien von einer unterdr&#252;ckten Religion und dem Unsinn einer &#8220;Religion des Friedens&#8221; waren offenkundig unwahr. Es verwirrte die Menschen, und auch diejenigen, deren Aufgabe es war, den Feind zu bek&#228;mpfen wussten nicht, dass ihr Mitarbeiter ein Islamist war, der die Sache mit der islamischen &#220;berlegenheit weiter vorantrieb.</p>
<p>Im Februar 09 fragte ich Douglas Feith in einem Blogger-Interview <em>&#8220;Inwieweit beeinflussen die islamischen Lehren des Dschihad und die Verpflichtung der Ungl&#228;ubigen sich der Herrschaft des islamischen Rechts zu unterwerfen Ihre Kalkulationen f&#252;r den Irak, und denken Sie, dass die Verfolgung von Christen etwas mit dieser Doktrin zu tun hat? &#8220;</em></p>
<p>Douglas Feith <a href="http://atlasshrugs2000.typepad.com/atlas_shrugs/2009/02/douglas-feith-a-blogger-interview-on-iraq-and-jihadist-ideology.html" target="_blank">antwortete:</a></p>
<div>
<div>Zitat:</div>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="6" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td>&#8220;Die Dschihad-Ideologie war nat&#252;rlich ein wichtiges Thema bei unserer Analyse einer Strategie f&#252;r den Kampf gegen den Terrorismus. Und eines der Dinge, in denen das Pentagon die F&#252;hrung &#252;bernahm, war eine spezielle Aufmerksamkeit auf die ideologische Komponente des Krieges gegen den Terror, und eines der Dinge, die ich in diesem Buch behandele (es ist eine sehr traurige Geschichte) war, wie Rumsfeld und General Myers und andere im Pentagon, die immer und immer wieder, von Anfang an, gleich nach 9 / 11 die Bedeutung ideologischer Anstrengungen betont haben, strategische PR-Ma&#223;nahmen und eine allgemeine Strategie zur Bek&#228;mpfung der ideologischen Unterst&#252;tzung des Terrorismus. Und w&#228;hrend der Rest der Regierung nicht so sehr viel in diesem Bereich unternahm, haben wir in meinem B&#252;ro, im Politik B&#252;ro das Pentagon, das Office of Strategic Influence [B&#252;ro f&#252;r strategische Einflussnahme] gegr&#252;ndet, um in diesem Bereich t&#228;tig zu werden. Und die Mitarbeiter der &#214;ffentlichkeitsarbeit im Pentagon und andere Menschen rund um die US-Regierung waren sehr ungl&#252;cklich &#252;ber die Schaffung dieses B&#252;ros, ein Teil davon war wegen eines angeblichen Heimvorteils und einiges aus anderen Gr&#252;nden, aber eine der Folgen davon war, dass jemand Informationen zugespielt hat &#8212; gut, also nicht zugespielt, nein &#8211; nein, jemand gelogen hat &#8211; gegen&#252;ber der New York Times und einen Bericht abgab, der besagte, dass dieses Office of Strategic Influence die Absicht habe, ausl&#228;ndischen Journalisten gegen&#252;ber zu l&#252;gen. Und auf der Titelseite der New York Times erschien eine Geschichte, die das aussagte. Das verursachte gro&#223;e Verwicklungen, in deren Folge dieses B&#252;ro geschlossen wurde.</p>
<p>Ich glaube nicht, dass sich die US-Regierung bis heute von diesem Fiasko erholt hat, denn jedes Mal, wenn jemand vorgeschlagen hatte, ein B&#252;ro zu schaffen, um sich wirklich mit der Dschihad-Ideologie in einer systematischen und strategischen Art und Weise im Pentagon auseinanderzusetzen, sagen die Leute, ach, nein, wir wollen nicht noch ein weiteres Office of Strategic Influence Problem haben. Und das bedeutete, dass das Pentagon es nicht mehr tun konnte, obwohl das Pentagon der Ort war, an dem immer wieder auf die Bedeutung des ideologischen Kampfes hingewiesen wurde. Das Ausw&#228;rtige Amt, das eigentlich der logische Ort daf&#252;r war, aus seinen eigenen institutionellen und kulturellen Gr&#252;nden, war nicht geneigt, die Schlacht auf diese Art und Weise zu k&#228;mpfen, und sie neigten dazu zu denken, dass alles, was wir br&#228;uchten eine &#246;ffentliche Diplomatie-Kampagne war.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<p>Und die tapferen M&#228;nner und Frauen, die die Dschihad-Ideologie ausgewertet und aufgedeckt haben in diesen angesprochenen Gesch&#228;ftsstellen, wurden an den Rand gedr&#228;ngt, entlassen und sogar gefeuert. Wer kann sich noch an den Fall des Counterjihad Experten Steve Coughlin erinnern, der der kenntnisreichste Spezialist des Pentagons f&#252;r islamisches Recht und Dschihad Terrorismus war? Das Pentagon beendete die Karriere seines wirksamsten Analytikers, der versuchte, das Milit&#228;r in einen ideologischen Krieg gegen den Dschihad zu f&#252;hren, auf Gehei&#223; eines muslimischen Adjudanten, Hesham Islam, aus dem B&#252;ro des stellvertretenden Verteidigungsministers Gordon England. Dr. Andrew Bostom <a href="http://atlasshrugs2000.typepad.com/atlas_shrugs/2008/01/bostom-on-penta.html" target="_blank">schrieb</a>, dass es &#8220;nat&#252;rlich keine Hinweise darauf gibt, dass Herr Islam, ganz anders als Herr Coughlin, &#252;ber kein spezifisches Know-how verf&#252;gte, sowohl was die Theorie als auch die historisch gewachsenen Gepflogenheiten des Dschihad angeht; ja, Gordon Englands &#228;gyptischer Muslimhelfer ist bekannt f&#252;r seine F&#228;higkeiten in der &#214;ffentlichkeitsarbeit &#8211; eine Art Englisch sprechender muslimischer Dragoman der globalen islamischen Umma.&#8221; Bostom schrieb dies in &#220;bereinstimmung mit dem stellvertretenden Minister England,</p>
<div>
<div>Zitat:</div>
<table border="0" cellspacing="0" cellpadding="6" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td>Hesham [Islam] hilft mir, die verschiedene menschlichen Perspektiven zu verstehen und wie sie die Dinge sehen. Er hat einen kulturellen Hintergrund, der sehr hilfreich ist, aber er arbeitet auch sehr hart daran, ein besseres Verst&#228;ndnis von den Menschen zu erhalten und wie sie denken.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</div>
<p>Couglins Entlassung war &#8220;pathognomonisch f&#252;r die geistige und moralische Verrottung, die unsere Anstrengungen zur Bek&#228;mpfung der globalen Dschihad plagt&#8221;.</p>
<p>Und so tropf, tropf, tropfte der Dschihad in den letzten zehn Jahren immer weiter fort, weil wir immer gel&#228;hmter, impotenter und betrogen wurden. Die linke islamische Allianz, eine t&#246;dliche Ehe zwischen der Demokratischen Partei und ihre Propagandadienstm&#228;gden in den Mainstream-Medien, die damit besch&#228;ftigt waren, t&#228;glich auf Bush und seine Regierung einzuschlagen.</p>
<p>Das Entfernen von Saddam Hussein war gut. Punkt. Kein Weg f&#252;hrte daran vorbei, das ist die reine Wahrheit. Aber warum hier aufh&#246;ren? Das Entfernen auch von Mahmoud Ahmadinejad w&#228;re sogar noch besser. Aber Bush verlor seine Mehrheit im Jahr 2006. Das unerbittliche Attackieren von linker Seite, Israels halbherzige Leistung in dem Krieg gegen die Hisbollah im Sommer &#8216;06, und der Verlust des Abgeordnetenhauses und des Senats im November, das alles hat zur Schlappe beigetragen.</p>
<p>Aber was wirklich zum Sturz von Bushs Regierung f&#252;hrte war, dass seine Pr&#228;misse falsch war. Er wollte ebenso wie Condi und Powell und die sanfte diplomatische Gesellschaft glauben, dass der Islam mit dem Westen verhandeln w&#252;rde. Der Islam l&#228;sst sich nicht verhandeln. Er ist der Auftrag. Immer noch setzt der Westen sein Streben nach dem Unm&#246;glichen fort, trotz gro&#223;er Gefahr. Dies ist eine Denkweise des abendl&#228;ndischen Geistes. Diese Leute denken, dass es undenkbar ist, dass das Reden nicht alles und jedes l&#246;sen kann. Dieser Krieg ist kein dauerhafter Bestandteil der menschlichen Gegebenheiten. Aber es gibt ihn. Krieg ist genauso viel menschengemacht wie Sex, essen, Kunst, Liebe, all das.</p>
<p><em>Und Kriege m&#252;ssen bek&#228;mpft werden. Sie werden nicht verschwinden, aber wir.</em></p>
<p>Nat&#252;rlich wissen wir das. Aber auf der linken Seite, d&#228;monisieren unsere hausgemachten Feinde jeden Krieg, in dem sich Amerika entscheidet zu k&#228;mpfen. Die ungeheuerlichen, schrecklichen Verbrechen von Mao, Stalin, Bin Laden, Che, Pol Pot, Ahmadinejad, et al, die so abscheulich sind, so gewaltig, sind in deren schrecklichen Gedanken nur eine historische Fu&#223;note. Sie werden zu kulturellen Symbolen f&#252;r den &#8220;radical chic&#8221;. Kaltbl&#252;tige Monster haben sich unseres Landes bem&#228;chtigt.</p>
<p>Und die Linke war so erfolgreich beim Eindringen in unsere Regierung, Schulen, Institutionen, acht Jahre nach dem abscheulichen Angriff auf amerikanischem Boden, w&#228;hlten wir ein Symbol unseres Todfeindes. Einen kenianischen, indonesischen, Dritt-Weltler Boulevardier, mit so viel Verst&#228;ndnis f&#252;r die amerikanische Erfahrung wie jeder andere beliebige Ausl&#228;nder. Nennen Sie mich nicht einen Rassisten, weil ich ihn nach dem benenne, was er ist – mich interessiert nicht seine Hautfarbe, sondern es geht um den Inhalt seines Charakters. Der sechziger Jahre Dreck fliegt nicht mehr. Sein Mangel an Erfahrung in allen relevanten Bereichen der Amtszeit des Pr&#228;sidenten ist einfach atemberaubend. Und seine Verbeugung vor dem Islam und unseren Feinde weltweit, ist katastrophal. <a href="http://atlasshrugs2000.typepad.com/atlas_shrugs/2009/12/perception-meet-reality.html" target="_blank">2009 war ein Alptraum</a>.</p>
<p>Bushs Pr&#228;misse war falsch, aber Bush war ein Patriot. Bush hat Amerika geliebt und er hat Amerika gesch&#252;tzt, auch wenn er sich geweigert hat, den Feind zu sehen, wer und was er war. Es war kein Zufall, dass Amerika 8 Jahre lang nach 9/11 sicher war. Acht Jahre der Sicherheit brechen jetzt unter einem islamischen Pr&#228;sidenten zusammen. <a href="http://atlasshrugs2000.typepad.com/atlas_shrugs/2009/12/war-on-america-2009-jihad-in-review.html" target="_blank">Die Dschihad-Angriffe auf die USA im Jahr 2009 waren atemberaubend.</a> Und es hat gerade erst begonnen.</p>
<p>Das Milit&#228;r hat seine gr&#246;&#223;ten Verluste erlitten, Monat f&#252;r Monat unter Obamas Regierung. <a href="http://atlasshrugs2000.typepad.com/atlas_shrugs/2009/12/jihadi-homicide-bomber-kills-8-americans-in-afghanistan.html" target="_blank">Die CIA erlitten horrende Verluste</a> in Afghanistan. <a href="http://www.redstate.com/erick/2010/01/01/something-wicked-this-way-comes/" target="_blank">Red State berichtet</a> &#8220;Die CIA-Agenten, die im Hintergrund arbeiten und die Truppen auf dem Feld reden &#252;ber Barack Obama in privaten Momenten mit Hohn und Spott. Er ist ein Witz f&#252;r sie. Der fr&#252;here CIA Agent Wayne Simmons sagte, die &#8220;catch and release&#8221; [fangen und wieder freilassen] Politik der Regierung hat die Moral der CIA auf ein Niveau reduziert, das er als ‚erb&#228;rmlich, niedrig, schrecklich’ beschreibt.&#8221;</p>
<p>Die Demontage der Bush-Schutz gegen den Dschihad und der Beginn der Angriffe auf Amerikaner, Blogger, Tee Partyg&#228;nger, B&#252;rgermeister, Patrioten, Tier&#228;rzte ist unverst&#228;ndlich &#8211; und wenn ich es nicht selbst erlebte, w&#252;rde ich es nicht f&#252;r m&#246;glich halten.</p>
<p>Ich bete, dass Amerika das Linke Jahrzehnt untersucht und Bilanz zieht. Es war das Appeasement der Linken, das die Grundlagen des Landes zerst&#246;rt hat. Wir m&#252;ssen sie wieder aufbauen. Der Fortschritt des Islam w&#228;re niemals m&#246;glich gewesen, w&#228;re nie geschehen, ohne unsere Kapitulation an die Linke. Der wirkliche Krieg geht gegen die Linke / Islamische Allianz.</p>
<p>Dies wird ein Jahr des Kampfes.</p>
<p><span style="color: #003300"><strong><em><a href="http://">&#220;bersetzung: LIZ/die-gruene-pest.com</a></em></strong></span></p>
<p><em><a href="http://"></a><br />
Original: <a href="http://atlasshrugs2000.typepad.com/atlas_shrugs/2010/01/entering-the-jihad-decade.html" target="_blank">http://atlasshrugs2000.typepad.com/a&#8230;ad-decade.html</a></em></p>
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		<title>ARG &#8211; Von Verschw&#246;rungstheoretikern und Holocaustleugnern</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 19:42:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>McCarthy</dc:creator>
				<category><![CDATA[HINTERGRUND]]></category>
		<category><![CDATA[NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[SERIEN]]></category>
		<category><![CDATA[TITEL]]></category>
		<category><![CDATA[ARG]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[ In einigen L&#228;ndern, auch in der Schweiz, geh&#246;rt das Leugnen des Holocaust zum Rassismustatbestand. Die Juristen fragen sich, ob man &#252;berhaupt ausd&#252;cklich ein Verbot ben&#246;tigte. Viele sind der Ansicht, dass die Antidiskriminierungsgesetze ausreichend gewesen w&#228;ren. Diese L&#246;sung h&#228;tte viel weniger Schaden angerichtet.
Personen, die Fakten in Frage stellen oder relativieren wird und muss es in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right;margin:0px 0px 0px 0px;"><a href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.winkelried.info/2009/12/21/arg-von-verschwoerungstheoretiker-und-holocausleugner/&title=ARG - Von Verschwörungstheoretikern und Holocaustleugnern&srcTitle=WINKELRIED.INFO&srcURL=http://www.winkelried.info"target="_blank" rel=""><img border="0" src="http://www.winkelried.info/wp-content/plugins/wp-google-buzz/icon/12.png" style="opacity:1;filter:alpha(opacity=100)" onmouseover="this.style.opacity=0.8;this.filters.alpha.opacity=70" onmouseout="this.style.opacity=1;this.filters.alpha.opacity=100"/> </a></div><p>In einigen L&#228;ndern, auch in der Schweiz, geh&#246;rt das Leugnen des Holocaust zum Rassismustatbestand. Die Juristen fragen sich, ob man &#252;berhaupt ausd&#252;cklich ein Verbot ben&#246;tigte. Viele sind der Ansicht, dass die Antidiskriminierungsgesetze ausreichend gewesen w&#228;ren. Diese L&#246;sung h&#228;tte viel weniger Schaden angerichtet.<span id="more-17919"></span></p>
<p>Personen, die Fakten in Frage stellen oder relativieren wird und muss es in unserer Gesellschaft immer gegeben. Das ist das Prinzip der Aufkl&#228;rung und die Grundlage der Forschung schlechthin. Dabei muss man auch in Kauf nehmen, das Tatsachen in Frage gestellt werden, die allgemein als wahr anerkannt sind.</p>
<p>Es gibt sogar eine ganze Industrie, die &#8211; sei es aus Lust an der Sache, sei es aus k&#252;nstlerischen Motiven, sei es aus &#220;berzeugung &#8211; solche Fakten in Frage stellt. In den USA hat sich eine richtige Verschw&#246;rungsindustrie entwickelt. Dan Brown verdient Millionen mit dem Schreiben solcher B&#252;cher (Das Symbol, Illuminati), andere zweifeln die Echtheit der Mondlandung an, usw. Sogar Wissenschaftler machen fleissig mit und feilen kr&#228;ftig am Weltuntergang durch Klimaerw&#228;rmung.</p>
<p>Und wiederum andere, leugnen oder relativieren den Holocaust.</p>
<p><strong>Die amtliche Wahrheit</strong></p>
<p>Mag man &#252;ber die einen Lachen, &#252;ber die anderen den Kopfsch&#252;tteln, schlagen einem die letzten auf den Magen. Bis Ende der 80ziger Jahre handelte es sich um einzelne Spinner, die niemand erst nahm. Und das h&#228;tte auch so bleiben k&#246;nnen, wenn nicht pl&#246;tzlich das Leugnen des Holocaust verboten wurde. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde in westlichen Demokratien eine &#8220;amtliche Wahrheit&#8221; geschaffen.</p>
<p>War es urspr&#252;nglich die Absicht des Gesetzes, die Kritiker mundtot zu machen, geschah das, was man gemeinhin als &#8220;Red Bull&#8221;-Effekt kennt. Dank g&#252;nstiger Fotokopien und heute des Internets verbreitete sich &#252;berall, &#8220;die verbotene Wahrheit&#8221;. Mittlerweile &#228;ussern je nach Land und Umfrage bis zu 20% der Bev&#246;lkerung zweifel, ob das wirklich die ganze Wahrheit ans Licht gekommen ist.</p>
<p>In den arabischen L&#228;ndern h&#228;lt man den Holocaust so oder so f&#252;r eine Propagandal&#252;ge. Staatschefs stellen ihn offen in Frage und werden dann sogar noch mit einem B&#252;ckling von unserem Bundespr&#228;sidenten Merz empfangen.</p>
<p><strong>F&#252;r die Forschung tabu</strong></p>
<p>Gleichzeitig wurde die Forschung rund um den Holocaust faktisch eingestellt. Seit ein vollkommen unpolitischer Chemiestudent verurteilt wurde, weil seine Berechnung ergaben, dass das Dritte Reich nicht &#252;ber gen&#252;gend Blaus&#228;ure verf&#252;gte, um hinreichend Zyklon B herzustellen, will sich keiner mehr die Finger verbrennen. Tats&#228;chlich wurden auch wesentlich mehr Menschen erschossen als vergast, was den Holocaust auch nicht besser macht. Dummerweise w&#228;re genau jetzt eine intensive Forschung wichtig, denn seit die Wissenschaft das Feld ger&#228;umt hat, haben die Holocaustleugner erst recht freie Hand.</p>
<p>Ein gutes Beispiel ist die Berichterstattung im <em>Spiegel</em> &#252;ber die deutsche Geschichte. Zum Thema Holocaust werden nur noch Einzelschicksale dargestellt. An die Frage, wo, wie und wie viel Menschen in Auschwitz umkamen, wagt man sich nicht mehr heran.</p>
<p><strong>Shoa oder Genozid?</strong></p>
<p>Die Schweiz hat zudem einen weiteren Tabubruch begannen. Ist im Gesetz ausdr&#252;cklich nur die Leugnung des Holocaust (Shoa) verboten, erweiterten die Richter in Lausanne die Definition einfach ohne viel Nachdenken auch auf den V&#246;lkermord (Genozid). Dabei klassifiziert Israel &#8211; die berechtigte Gralsh&#252;terin des Begriffs &#8211; dieses Ereignis nicht als Holocaust (Shoa), sondern als V&#246;lkermord (Genozid).</p>
<p>Der Unterschied mag belanglos erscheinen, ja vielleicht sogar haarspalterisch, doch dahinter steckt mehr. V&#246;lkermord umfasst unbestrittene Ereignisse wie die Vertreibung und Ermordung der Arm&#228;nier, der Tutsi (Ruanda) oder der Herreros (Namibia). Doch er geht viel weiter: selbst das Wegnehmen der Kinder einer ethnischen Gruppe ist V&#246;lkermord, auch wenn dort ev. kein einziger &#8220;Mord&#8221; geschehen ist. Genau genommen hat Pro Juventute einen V&#246;lkermord an den Jenischen begannen. Wer das in Frage stellt, k&#246;nnte nach dem ARG in der Schweiz verurteilt werden, selbst dann, wenn kein einziger Mord bekannt ist.</p>
<p><strong>Invasion oder Einwanderung?</strong></p>
<p>Und ist man schon einmal hier angelangt, ist es nicht mehr weit, dass auch die Leugnung anderer Ereignisse in der Geschichte unter Strafe gestellt werden. Linke Kreise in Spanien versuchen beispielsweise, dass die Invasion der Halbinsel durch die Musulmanen im Jahr 711 nicht mehr als solche bezeichnet werden darf, sondern als Migrationsprozess zu gelten habe. Man mag im ersten Moment dar&#252;ber lachen, doch die Chancen sind gar nicht so schlecht. Die Araber waren erstens schon vor 711 gelegentlich zum Kulturaustausch (Razzien) auf der Halbinsel und zweitens wurden sie von westgotischen Adligen als Gastarbeiter (S&#246;ldner) ins Land geholt.</p>
<p>Ob die S&#252;damerikaner gegen&#252;ber den Spanier auch soviel Verst&#228;ndnis zeigen, ist ungewiss.</p>
<p><strong>Holocaustleugnung als Straftatbestand</strong></p>
<p>Entgegen der weit verbreiteten Meinung, kennen nur ganz wenige Staaten ein solches Gesetz. In Israel ist die Leugnung des Holocaustes verst&#228;ndlicherweise verboten. Das erste Land in Europa, welches ihn unter Strafe stellte, war 1971 Spanien und das noch w&#228;hrend der Franco-Diktatur. &#196;hnliche Gesetze kennen auch Belgien, Frankreich, Portugal, Tschechien und einige Kleinstaaten. In Polen beispielsweise ist die Leugnung des Mordes an Polen verboten. In Tschechien werden ausdr&#252;cklich auch kommunistische Verbrechen im Gesetz erw&#228;hnt.</p>
<p>Gem&#228;ss der internationalen Budapester Konvention f&#252;r die Meinungsfreiheit (2001) darf die Leugnung des Holocausts via Internet nicht bestraft werden. Die USA haben durchgesetzt, dass es sich dabei um eine Einschr&#228;nkung der Meinungsfreiheit handle.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Das Verbot der Holocaustleugnung hat gar nichts bewirkt. Im Gegenteil, es hat diesen uns&#228;glichen Ideen neuen Auftrieb gegeben. Wir sind es den Opfer schuldig, dass sich die Gesellschaft als Ganzes diesen Vorstellungen entgegenstellt. Das Gesetz geh&#246;rt abgeschafft.</p>
<hr />
<ul>
<li>Teil 1: <a href="http://www.winkelried.info/2009/12/19/arg-wie-alles-begann/">ARG &#8211; Wie alles begann</a></li>
<li>Teil 2: <a href="http://www.winkelried.info/2009/12/21/arg-jedem-land-seine-passende-variante/">ARG &#8211; Jedem Land seine Variante</a></li>
<li>Teil 3: <a href="http://www.winkelried.info/2009/12/21/arg-von-verschwoerungstheoretiker-und-holocausleugner/">Von Verschw&#246;rungstheoretiker und Holocaustleugner</a></li>
<li>Teil 4: Es braucht einen neuen Radikalenerlass</li>
</ul>
<hr />
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		<title>ARG &#8211; Jedem Land seine passende Variante</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 09:25:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[ Antidiskriminierungsgesetze dienen in erster Linie der Diskriminierung des politischen Gegners und wirken sich sehr positiv auf die Reisem&#246;glichkeiten der Beamten aus (siehe Teil 1). Ausl&#228;ndergewalt, Sozialmissbrauch und Integrationsprobleme, die eigentlichen Kernprobleme der europ&#228;ischen Kulturen, werden mit ihm verschwiegen und damit nicht gel&#246;st. 
Antirassismusgesetze sind gef&#228;hrlich: f&#252;r alle!
Antidiskriminierungsgesetze gibt es viele in der Welt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right;margin:0px 0px 0px 0px;"><a href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.winkelried.info/2009/12/21/arg-jedem-land-seine-passende-variante/&title=ARG - Jedem Land seine passende Variante&srcTitle=WINKELRIED.INFO&srcURL=http://www.winkelried.info"target="_blank" rel=""><img border="0" src="http://www.winkelried.info/wp-content/plugins/wp-google-buzz/icon/12.png" style="opacity:1;filter:alpha(opacity=100)" onmouseover="this.style.opacity=0.8;this.filters.alpha.opacity=70" onmouseout="this.style.opacity=1;this.filters.alpha.opacity=100"/> </a></div><p>Antidiskriminierungsgesetze dienen in erster Linie der Diskriminierung des politischen Gegners und wirken sich sehr positiv auf die Reisem&#246;glichkeiten der Beamten aus (<a href="http://www.winkelried.info/2009/12/19/arg-wie-alles-begann/"><em>siehe Teil 1</em></a>). Ausl&#228;ndergewalt, Sozialmissbrauch und Integrationsprobleme, die eigentlichen Kernprobleme der europ&#228;ischen Kulturen, werden mit ihm verschwiegen und damit nicht gel&#246;st. <span id="more-17886"></span></p>
<p><strong>Antirassismusgesetze sind gef&#228;hrlich: f&#252;r alle!</strong></p>
<p>Antidiskriminierungsgesetze gibt es viele in der Welt und nicht alle sind a priori schlecht. Sie sch&#252;tzen bestimmte Gruppen vor Benachteiligungen, wie z.B. die Homosexuellen, die Fahrenden oder garantieren die Rechte von Ureinwohner oder anderen ethischen Minderheiten. Auch wenn das in einzelnen F&#228;llen zu Bevorteilungen kommt, so sind die Gesetze f&#252;r die meisten Gesellschaften tragbar.</p>
<p>Das Antirassismusgesetz bewirkt aber etwas ganz anders:</p>
<blockquote><p>es kriminalisiert die Mehrheit auf Kosten der Minderheit.</p></blockquote>
<p>Einen Schutz f&#252;r die Minderheit ist es deshalb noch lange nicht, im Gegenteil: Defizite werden damit einfach &#8220;aus rassistischen Gr&#252;nden&#8221; unter den Teppich gekehrt. Der gewaltt&#228;tige Albano liest in seiner Jobabsage lediglich, er sei &#252;berqualifiziert. Geholfen ist ihm damit nicht.</p>
<p><strong>ARG ist nicht gleich ARG: Verbindlichkeit</strong></p>
<p>Wie im Teil 1 bereits erw&#228;hnt, basieren die Antirassismusgesetze grunds&#228;tzlich auf der UN-Menschenrechtskonvention. Sie ist von 170 Staaten ratifiziert worden, ist aber nichts mehr als ein St&#252;ck Papier. Nur wenn ein Staat selbst eine Untersuchung beantragt und diese auch bezahlt, wird die UNO aktiv. Auch inhaltlich hat sie wenig mit dem Gesetz gegen die Rassendiskrimierung zu tun, so wie wir es in der Schweiz kennen.</p>
<p>Zus&#228;tzlich hat Europa noch eine Europ&#228;ische Menschenrechtskonvention (EMRK), die in Bezug auf die Rassendiskriminierung wesentlich weiter geht als die UN-Konvention. Sie ist allerdings kein zwingendes Recht, sondern nur eine Empfehlung. Es ist jedem Staat &#252;berlassen, die EMRK in das nationale Rechtssystem zu &#252;bernehmen, und/oder dessen Urteile dem nationalen Recht gleichzustellen. Die Schweiz hat hier einmal mehr die &#8220;Maximalvariante&#8221; gew&#228;hlt. Die meisten L&#228;nder Europas, gehen viel weniger weit. Beispiel Kruzifixstreit in Italien: Italien muss diesen Entscheid nicht umsetzen.</p>
<p>Wer glaubt, alle westlichen L&#228;nder h&#228;tten Antirassismusgesetze, irrt: die wenigstens L&#228;nder haben ein solches Gesetz und selbst wenn sie eines haben, unterscheidet es sich wesentlich von der Schweizer Variante. Ein vergleichbares, oder sogar noch weitergehendes Gesetz als die Schweiz hat nur Deutschland, was aufgrund der Geschichte verst&#228;ndlich ist. &#214;sterreich hat ein &#228;hnliche Gesetz, dort ist jedoch umstritten, ob die Entschiede der EMRK auch national verbindlich sind. Frankreich hat eine eigene  Variante, welche bis jetzt vor allem die Tiersch&#252;tzer zu sp&#252;ren bekamen (Brigit Bardot). Ansonsten haben nur L&#228;nder wie Andorra, Luxemburg und Liechtenstein solche Gesetze erlassen, L&#228;nder also, wo es keine Minderheiten zu sch&#252;tzen gibt &#8211; wahrscheinlich eher eine PR-Entscheidung.</p>
<p>Das heisst aber nicht, dass Rassismusvorf&#228;lle nicht bestraft werden, sogar in L&#228;ndern, die kein Antirassismusgesetz kennen. Die oft geh&#246;rte Meinung, in den USA herrsche unumschr&#228;nkte Meinungsfreiheit, ist falsch. Zwar darf man dort sehr wohl Meinungen &#228;ussern wie &#8220;Moslems sind gewaltt&#228;tig&#8221;, wer aber zu Straftaten aufruft (&#8220;Moslems sollen aus dem Land gepr&#252;gelt werden&#8221;), hat auch dort wenig zu lachen.</p>
<p><strong>ARG ist nicht gleich ARG: Rechtsinhalt und -anwendung</strong></p>
<p>Auch unterscheiden sich die Inhalte der Gesetze wesentlich. Wenn ein englischer Prinz mit einer Hackenkreuzbinde an eine Party geht, dann l&#246;st das nur einen Skandal in Deutschland aus, wo das Zur-Schau-Stellen von Nazi-Emblemen verboten ist. In der Schweiz wurde ein entsprechender Vorstoss abgelehnt.</p>
<p>Auch der Begriff der Minderheiten ist stark national gepr&#228;gt. In England sind damit vor allem die Iren gemeint. In der Schweiz, Deutschland und Frankreich profitieren die Moslems davon, nicht aber die B&#252;ndner. Die Linken arbeiten intensiv daran, dass der Minderheitenschutz auf ganz andere Gruppen ausgedehnt wird. So sollen sich auch Schwule drauf berufen k&#246;nnen. Entsprechende Kampagnen sind in den Medien bereits im Gang.</p>
<p>In Osteuropa sind die Gesetze gegen Rassendiskriminierung politisch ausgewogener. W&#228;hrend in der Schweiz nur rechte Kritik verboten ist, ist dort ausdr&#252;cklich auch linke Diskriminierung untersagt. Die &#196;usserungen von Gregor Kreis im Club (die SVP sei rassistisch) h&#228;tte ihm dort glatt eine Rassismusklage eingebracht.</p>
<p>Eklatant ist der Unterschied auch in Bezug auf Holocaustleugnung, dazu mehr im dritten Teil.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Die Schweiz hat zusammen mit Deutschland das restriktivste Rassismusgesetz in Europa, ohne das weder die Vergangenheit noch der Rechtsalltag dieses notwendig erscheinen lassen. Es dient ausschliesslich der Diskrimierung der politischen Rechte und dem Verschweigen des echten Gewaltproblems in unserer Gesellschaft: der Ausl&#228;ndergewalt.</p>
<hr />
<div>Teil 1: <a href="http://www.winkelried.info/2009/12/19/arg-wie-alles-begann/">ARG &#8211; Wie alles begann</a></div>
<div>Teil 2: <a href="http://www.winkelried.info/2009/12/21/arg-jedem-land-seine-passende-variante/">ARG &#8211; Jedem Land seine Variante</a></div>
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		<title>ARG &#8211; Wie alles begann</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 19:40:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>McCarthy</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Das Gesetz gegen die Rassendiskriminierung (ARG) dient der Diskriminierung der politischen Rechten. Doch das war nicht immer so. Alles begann viel mond&#228;ner: die Bundesbeamten leiden notorisch unter Fernweh. Jedes neue Abkommen, jede neue Konvention, bietet die M&#246;glichkeit f&#252;r neue Reisen.
Sie f&#252;hlen sich in dieser Hinsicht besonders diskriminiert. Blocher hatte ihnen 1992 ihre Reisepl&#228;ne in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right;margin:0px 0px 0px 0px;"><a href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.winkelried.info/2009/12/19/arg-wie-alles-begann/&title=ARG - Wie alles begann&srcTitle=WINKELRIED.INFO&srcURL=http://www.winkelried.info"target="_blank" rel=""><img border="0" src="http://www.winkelried.info/wp-content/plugins/wp-google-buzz/icon/12.png" style="opacity:1;filter:alpha(opacity=100)" onmouseover="this.style.opacity=0.8;this.filters.alpha.opacity=70" onmouseout="this.style.opacity=1;this.filters.alpha.opacity=100"/> </a></div><p>Das <a href="http://www.winkelried.info/2009/12/19/volksverhetzung/">Gesetz gegen die Rassendiskriminierung (ARG)</a> dient der Diskriminierung der politischen Rechten. Doch das war nicht immer so. Alles begann viel mond&#228;ner: die Bundesbeamten leiden notorisch unter Fernweh. Jedes neue Abkommen, jede neue Konvention, bietet die M&#246;glichkeit f&#252;r neue Reisen.</p>
<p>Sie f&#252;hlen sich in dieser Hinsicht besonders diskriminiert. Blocher hatte ihnen 1992 ihre Reisepl&#228;ne in den EWG/EU zunichte gemacht. Aber auch <a href="http://www.ohchr.org/EN/Pages/WelcomePage.aspx">UN-Rassendiskriminierungskonvention</a> bot ein ganz passables Reiseangebot zu Gutmenschtagungen und Konferenzen. Die unn&#246;tige Kriminalisierung des eigenen Volkes nahmen sie dabei wohlwollend in Kauf.<span id="more-17851"></span></p>
<p>Am 25. September 1994 wurde <a href="http://www.winkelried.info/2009/12/19/volksverhetzung/">das Gesetz</a> angenommen: Knapp 53% Ja, etwas &#252;ber 47% Nein. Es ist seit dem 1. Januar 1995 in Kraft. Strafbar im Sinne der Antirassismus-Norm (Artikel 261 bis des Strafgesetz- buches) sind grunds&#228;tzlich nur rassistische &#196;usserungen und Verhaltensweisen, die «&#246;ffentlich» erfolgen. Laut dem aktuellen Grundsatzentscheid gelten solche Aktivit&#228;ten neu als &#246;ffentlich, wenn sie ausserhalb eines engeren privaten Rahmens (8 Personen) stattfinden. Als privat w&#252;rden dabei &#196;usserungen gelten, «die im Familien- oder Freundeskreis oder sonst in einem durch pers&#246;nliche Beziehungen oder besonderes Vertrauen gepr&#228;gten Umfeld» gemacht werden.</p>
<p>Kritiker behaupten, das seither die Meinungsfreiheit in der Schweiz abgeschafft, oder zumindest stark eingeschr&#228;nkt sei. Sie vergessen dabei, dass schon vorher der Jugendschutz, die Sittlichkeit und die Ehrverletzung der Meinungsfreiheit Grenzen setzte.</p>
<p><strong>Beitritt zur Rassendiskriminierungskonvention</strong></p>
<p>Einen besonderen Anlass f&#252;r das Gesetz gab es nicht. Rassistische Gewalt war nie ein wirkliches Problem. Die Einf&#252;hrung des Gesetzes wurde allein mit dem Vollzug der  <a href="http://www.ohchr.org/EN/Pages/WelcomePage.aspx">UN-Rassendiskriminierungskonvention</a> begr&#252;ndet. Bekannterweise bietet jedes neue Abkommen die M&#246;glichkeit intensiver Reiset&#228;tigkeit zum Wohle und auf Kosten der Schweiz, selbst wenn es um ein Abkommen zum Schutz der Blauwale in den heimischen Gew&#228;ssern geht.</p>
<p>Die UN-Konvention verbietet die Diskriminierung nach Rasse, Hautfarbe, Abstammung, nationaler und ethischer Herkunft. Dieses Abkommen verbietet aber <em><span style="text-decoration: underline;">nicht</span></em> die Diskriminierung nach Sprache, Religion, politische und sonstige Anschauung, oder Geburt. Gleichwohl hat sich die Vorsitzende Navanethem Pillay  nach der Minarett-Abstimmung<a href="http://www.blick.ch/news/schweiz/politik/minarett-verbot-klar-diskriminierend-134705"> sehr besorgt &#252;ber die Einhaltung der Menschenrechte </a>in der Schweiz gezeigt.</p>
<p>Ratifiziert wurde die UN-Konvention bisher von 170 Staaten.  Die UNCHR wacht streng &#252;ber die Einhaltung der Gesetze, wie man auf deren Webseite nachlesen kann. Die Staaten k&#246;nnen sich auf eigene Kosten begutachten lassen.</p>
<p>Die Schweiz hat einen besonders hohen Bedarf: mindestens einmal im Jahr l&#228;sst sie eine handverlesene Schar von Beamten aus anderen L&#228;ndern einfliegen, um sich begutachten zu lassen. In ihrem letzten Bericht &#8211; so erfahren wir aus den Medien &#8211; hat die UN vor allem die Frauenrechte in der Schweiz kritisiert (Quelle Bericht 2009):</p>
<blockquote><p>&#8220;Frauen werden nach wie vor auf breiter Front diskriminiert, leiden unter Gewalt und haben nicht die gleichen Bildungschancen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Konkret hatte die Delegation w&#228;hrend ihres zweiw&#246;chigen Aufenthaltes die M&#246;glichkeit, sich Ende August intensiv mit der Diskriminierung der &#8220;cabaret dancer&#8221; (Zitat) auseinanderzusetzen. Dieses Detail hatten die Medien allerdings vergessen.</p>
<p>Absolut unbedenklich ist die Situation in Zimbabwe oder Lybien. Zumindest liegen keine entsprechenden Berichte aus diesem L&#228;ndern vor. Wahrscheinlich handelt es sich bei den Reisewarnungen des EDAs um diffuse &#196;ngste unzufriedener Chefbeamten, zumindest wenn es nach den Berichten der UN-Menschenrechtskommision geht.</p>
<p><strong>Die Geburtsstunde der Volksverhetzung</strong></p>
<p>Die Geschichte der Antirassismusgesetzgebung begann in Deutschland Ende der 50ziger Jahre. Damals hatte ein der Studienrat Ludwig Zind nichts besseres zu tun, als Juden zu beschimpfen, was &#8220;Der Spiegel&#8221; an die &#214;ffentlichkeit brachte. Diese Berichte und weitere Vorf&#228;lle f&#252;hrten dann im deutschen Bundestag zu einem Gesetzesrevision des <a href="http://bundesrecht.juris.de/stgb/BJNR001270871BJNE028206377.html">Artikel </a><span style="font-family: sans-serif;"><a href="http://bundesrecht.juris.de/stgb/BJNR001270871BJNE028206377.html">§ 130 StGB</a>, der &#8220;Aufstachelung zum Rassenhass&#8221; unter Strafe stellte.</span></p>
<p>Die SPD bek&#228;mpft dieses Gesetz mit der Begr&#252;ndung, es handle sich um ein neues &#8220;Judenstern&#8221;-Gesetz, weil es nur die Juden betrifft. Sie setzte durch, dass diese Formulierung durch &#8220;Angriff auf die Menschenw&#252;rde anderer&#8221; ersetzt wurde. Damit waren nicht nur Juden oder Schwarze gesch&#252;tzt, sondern auch Ausl&#228;nder, usw. Der Unterschied hatte in den 60ziger Jahre keine Bedeutung, er sollte erst mit Beginn der Masseneinwanderung bedeutsam werden.</p>
<div>
<p>1994 wurde das Gesetz mit dem Tatbestand der Holocaust-Leugnung erg&#228;nzt. Dazu mehr im 2. Teil.</p>
<p><strong>Die Vorgeschichte des § 130 StGB</strong><br />
§ 130 StGB war nicht neu. Es stammte aus der Weimarer Republik und stellte den &#8220;Aufruf zum Klassenkampf&#8221; unter Strafe.</p>
</div>
<hr />
<ul>
<li>Teil 1: <a href="http://www.winkelried.info/2009/12/19/arg-wie-alles-begann/">ARG &#8211; Wie alles begann</a></li>
<li>Teil 2: <a href="http://www.winkelried.info/2009/12/21/arg-jedem-land-seine-passende-variante/">ARG &#8211; Jedem Land seine Variante</a></li>
<li>Teil 3: Von Verschw&#246;rungstheoretiker und Holocaustleugnern</li>
<li>Teil 4: Es braucht einen neuen Radikalenerlass</li>
</ul>
<hr />
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		<title>Die Geschichte der europ&#228;ischen Musik, Teil 4</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 14:57:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Liz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ Die Geschichte der europ&#228;ischen Musik, Teil 4
Von Fjordman
Nachdem die Mongolen im 13. Jahrhundert die Stadt Kiew zerst&#246;rt hatten, vergr&#246;&#223;erte das Gro&#223;herzogtum Litauen sein Staatsgebiet um die Teile des ehemaligen Kiewer Rus. Im Jahr 1385 ging es eine dynastische Verbindung mit dem K&#246;nigreich Polen ein, die im Jahr 1569 vertieft und zum polnisch-litauischen Commonwealth wurde. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:right;margin:0px 0px 0px 0px;"><a href="http://www.google.com/reader/link?url=http://www.winkelried.info/2009/12/18/die-geschichte-der-europaeischen-musik-teil-4/&title=Die Geschichte der europäischen Musik, Teil 4&srcTitle=WINKELRIED.INFO&srcURL=http://www.winkelried.info"target="_blank" rel=""><img border="0" src="http://www.winkelried.info/wp-content/plugins/wp-google-buzz/icon/12.png" style="opacity:1;filter:alpha(opacity=100)" onmouseover="this.style.opacity=0.8;this.filters.alpha.opacity=70" onmouseout="this.style.opacity=1;this.filters.alpha.opacity=100"/> </a></div><div><strong><span style="font-size: medium">Die Geschichte der europ&#228;ischen Musik, Teil 4</span></strong><br />
<strong>Von Fjordman</strong></p>
<p>Nachdem die Mongolen im 13. Jahrhundert die Stadt Kiew zerst&#246;rt hatten, vergr&#246;&#223;erte das Gro&#223;herzogtum Litauen sein Staatsgebiet um die Teile des ehemaligen Kiewer Rus. Im Jahr 1385 ging es eine dynastische Verbindung mit dem K&#246;nigreich Polen ein, die im Jahr 1569 vertieft und zum polnisch-litauischen Commonwealth wurde. Die aufstrebenden russischen Staaten, jetzt auf Moskau statt auf Kiew konzentriert, mussten sich nun mit einem polnischen Rivalen in den slawischen L&#228;ndern auseinandersetzen. Der westw&#228;rts gerichtete Druck von Russland wurde nach 1613 unter der neuen Romanow-Dynastie erneuert. Nicholas Ostler erkl&#228;rt in seinem Werk <em>Empires of the Word: A Language History of the World</em>.</p>
<p>„Im Jahre 1795, errang Russland die Kontrolle &#252;ber den gesamten Osten von Polen bis zu den Fl&#252;ssen Neman und Dnjester, eine Situation, die erhalten blieb, bis zur Neuaufteilung Europas nach dem Ersten Weltkrieg im Jahr 1918. Sprachlich zeigte diese Kontrolle nur wenig Wirkung: Obwohl die polnische Sprache sehr eng mit dem Russischen verwandt ist, so ist sie ihm doch weniger nahe als das Ukrainische und Wei&#223;russische; vor allem war die politische und religi&#246;se Geschichte Polens (als katholische Nation) ziemlich ausgepr&#228;gt, und in der Tat, ihr Bildungs- und allgemeiner Lebensstandard lag weit &#252;ber dem der Russen. Wir beginnen mit Zar Alexander I., unter dem das Land eine separate Verfassung erhalten hatte &#8211; der Zar fand es jedoch schwer, diese Bedingungen sp&#228;ter zu respektieren; vor allem nach 1863-4 (als Polen rebellierte), versuchte man eine „Russifizierung&#8221;. Neben anderen Ma&#223;nahmen, wurde Russisch zur Sprache f&#252;r die Amtsgesch&#228;fte; und nicht nur die Universit&#228;t Warschau, sondern alle polnischen Schulen waren verpflichtet, ausschlie&#223;lich in Russisch zu unterrichten. Dies erwies sich als nicht praktikabel, und das Polnische &#252;berlebte. Im Gegensatz dazu wurde, etwa zur gleichen Zeit, im Jahre 1863, ein ukrainisches Sprachgesetz eingef&#252;hrt, das weitaus sch&#228;rfer war, und die Ver&#246;ffentlichung von allen B&#252;chern in ukrainisch untersagte, darunter Folklore, Poesie und Fiktion, fortgesetzt im Jahre 1867 &#8230;. Das war effektiver. &#8221;</p>
<p>Die Ukrainer wurden ermutigt, sich selbst als „kleine Russen&#8221; zu betrachten. Allerdings gab es eine ukrainisch-sprechende Enklave unter &#246;sterreichisch-ungarischer Herrschaft, wo sich die Lehre der Sprache weiter entfaltete und zur Grundlage f&#252;r die sp&#228;tere ukrainische Nation wurde. Diese Ukrainer wurden bekannt unter dem Namen Ruthenen. Unter russischer Herrschaft &#252;berlebte der polnische nat&#252;rliche Charakter weiter. Adam Mickiewicz (1798-1855) war der gr&#246;&#223;te polnische Dichter der Romantik.</p>
<p><a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/114362/Frederic-Chopin" target="_blank">Frédéric Chopin</a> (1810-1849) war der Komponist der Romantik, der am ehesten mit dem Klavier in Verbindung gebracht wurde, und mit seiner Klaviermusik gewann er gro&#223;e Popularit&#228;t. Er wurde in Polen in der N&#228;he von Warschau geboren, als Sohn eines franz&#246;sischen Vaters und einer polnischen Mutter. Nach dem Studium am Warschauer Konservatorium, trat er in Wien auf und ging auf Tourneen in Deutschland und Italien. Als er im Ausland war, h&#246;rte er von dem gescheiterten polnischen Aufstand gegen die russische Herrschaft und beschloss, sich in Paris niederzulassen, wo er Verbindungen zu anderen Komponisten, darunter Franz Liszt, Hector Berlioz, und kurz, auch Felix Mendelssohn Bartholdy hatte. Seine polnischen Wurzeln waren auch im Exil immer noch stark, und polnische, nationale Themen beeinflussten seine Musik. Er wurde zum beliebtesten Klavierlehrer f&#252;r verm&#246;gende Studenten. Die Seltenheit seiner &#246;ffentlichen Auftritte als Pianist (es waren nur etwa 30 im Laufe seines Lebens) erh&#246;hten seinen Charme und erlaubten ihm, sehr hohe Geb&#252;hren f&#252;r den Unterricht zu erheben. Bereits geschw&#228;cht, ging er auf eine Tournee durch England und Schottland und machte seinen letzten &#246;ffentlichen Auftritt auf einer Konzertb&#252;hne in London im Jahr 1848. Er starb im Jahre 1849 an Tuberkulose in Paris, Frankreich.</p>
<p>Laut Peter Watson, „erfand Chopin eine neue Art des Klavierspiels, diese eine, wie wir sie heute kennen. Er hatte einige Reflexe in seinen Fingern, die ihn von anderen Spielern, zu diesem Zeitpunkt zumindest, unterschieden, und das erm&#246;glichte es ihm, Klaviermusik zu entwickeln, die sowohl experimentell als auch verfeinerter war. ‚Kanonen begraben unter Blumen‚ , wie Schumann es einmal beschrieben hat. (Ein Gef&#252;hl, das nicht zur&#252;ckgegeben wurde). Chopin f&#252;hrte neue Ideen ein bez&#252;glich des Pedals, dem Fingersatz und dem Rhythmus, die sich als &#228;u&#223;erst einflussreich erwiesen. (Er bevorzugte die englischen Broadwood Klaviere, die etwas weniger weit fortgeschritten waren, als einige der verf&#252;gbaren.) Seine Werke besa&#223;en eine Feinheit und doch die lebendigen Farben der impressionistischen Gem&#228;lde, und so wie jeder einen Renoir von einem Degas unterscheiden kann, so kann auch jedermann einen Chopin erkennen, wenn er ihn h&#246;rt &#8230;. man kann das Klavier nicht v&#246;llig verstehen ohne Chopin. Oder ohne Liszt. Wie Chopin, war er ein brillanter Techniker (er gab seine erste Solovorstellung mit zehn), und wie Beethoven (dessen Broadwood er erwarb) und Berlioz, hatte er Charisma. Sein gutes Aussehen, war Teil seines Charismas, Liszt erfand ein bravour&#246;ses Klavierspiel. &#8221;</p>
<p>Der ungarische Komponist und Pianist <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/343394/Franz-Liszt" target="_blank">Franz Liszt</a> (1811-1886) war der gr&#246;&#223;te Klaviervirtuose seiner Zeit. Im Alter von nur neun Jahren, absolvierte er seinen ersten &#246;ffentlichen Auftritt als Pianist in einem Konzert, in einer Stadt die jetzt Bratislava hei&#223;t und in der Slowakei liegt, und er zog mit seiner Familie im Alter von zw&#246;lf Jahren nach Paris. Dort lernte er viele ber&#252;hmte Schriftsteller und K&#252;nstler kennen, darunter den Schriftsteller Victor Hugo. Im Jahre 1830 traf er zum ersten Mal Hector Berlioz, und im Jahre 1831 h&#246;rte er zum ersten Mal Niccolò Paganini spielen. Zu dieser Zeit traf er Frédéric Chopin. Liszt war der erste Pianist, der komplette Solo Liederabende gab, und zwischen 1839 und 1847 gab er mehr als tausend Solo Konzerte und war auf Europatournee von Portugal und Irland im Westen bis nach Rum&#228;nien und Russland im Osten. Er wurde zuweilen mit einer Hysterie empfangen, die manchmal mit derjenigen von Rock- und Popstars an der Wende des einundzwanzigsten Jahrhunderts konkurrieren konnte, und die Frauen liebten ihn.</p>
<p>Seine Wurzeln zeigen sich in seinen Werken, die inspiriert sind von ungarischen und Roma-Melodien. Liszt hatte einen enormen Einfluss auf die Musik, indem er neue Techniken f&#252;r die Klaviermusik entwickelte und durch die Einf&#252;hrung seiner Innovationen als Dirigent. Er verlie&#223; die Konzertb&#252;hne im Jahr 1848, setzte aber seine Lehrt&#228;tigkeit fort, und half j&#252;ngeren Komponisten wie Edvard Grieg und Claude Debussy. Als Komponist erweiterte er die harmonische Sprache und erfand die symphonische Dichtung. Er unterst&#252;tzte eine neue Musik, indem er die Auff&#252;hrungen bedeutender Werke dirigierte, darunter die Urauff&#252;hrung von Richard Wagners <em>Lohengrin</em> in Weimar am 28. August 1850, dem Geburtstag von Johann Wolfgang von Goethe.</p>
<p>Die deutsche Komponist der Romantik und Musikkritiker <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/528446/Robert-Alexander-Schumann" target="_blank">Robert Schumann</a> (1810-1856) lernte Klavier im Alter von sieben Jahren, und bald begann er zu komponieren, vor allem Lieder und Klavierst&#252;cke, aber auch Symphonien und verschiedene Werke f&#252;r Orchester. Er war musikalisch beeinflusst von Franz Schubert und war verheiratet mit Clara Schumann (1819-1896), einer der f&#252;hrenden Pianistinnen ihrer Tage und einer angesehenen Komponistin und selber Lehrerin. Viele von Schumanns bekanntesten Klavierst&#252;cken hat er f&#252;r seine Frau geschrieben. Leider gab es h&#228;ufiger Depressionen in seiner Familie. Robert Schumann hatte Phasen seltsamen Verhaltens, Suizidversuche und wurde auf Antrag, in der N&#228;he von Bonn, in eine Anstalt eingewiesen, wo er im Jahre 1856 starb. Schumann schrieb die B&#252;hnenmusik zu dem dramatischen Gedicht <em>Manfred</em> von dem englischen Schriftsteller Lord Byron im Jahr 1848/49. Einer seiner gr&#246;&#223;ten Erfolge in der dramatischen Musik waren die <em>Szenen aus Goethes Faust</em>.</p>
<p><a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/374785/Felix-Mendelssohn" target="_blank">Felix Mendelssohn</a> (1809-1847) war ein fr&#252;her Komponist der Romantik, Pianist und Dirigent. Er war ein gl&#252;hender deutscher Patriot, stammte aus einer wohlhabenden Bankiersfamilie und war der Enkel von Moses Mendelssohn (1729-1786), der zur Haskalah, der j&#252;dischen Aufkl&#228;rung, beigetragen hatte. Moses Mendelssohn verschrieb sich der Aufkl&#228;rung und strebte eine Wiederbelebung des j&#252;dischen religi&#246;sen Denkens an. Wie die meisten Juden in Mitteleuropa, sprach er Jiddisch, eine Mischung aus Deutsch, Polnisch und Hebr&#228;isch, aber er beherrschte auch Deutsch und brachte sich selbst Franz&#246;sisch, Englisch, Latein und Griechisch bei, und er studierte Mathematik und Philosophie. Er war davon &#252;berzeugt, dass die modernen Ideen der Aufkl&#228;rung nicht unbedingt im Gegensatz zu j&#252;dischem Denken stehen m&#252;ssten. Entsprechend der deutschen Tradition, war er weniger kritisch gegen&#252;ber der Religion, als es die franz&#246;sische Aufkl&#228;rung oft war.</p>
<p>Obwohl die Juden langsam gesetzliche Rechte erhielten, als Nebenwirkung der Franz&#246;sischen Revolution, hatte Felix Mendelssohns Vater seine Kinder christlich getauft und gro&#223;gezogen. Felix begann im Alter von elf Jahren ernsthaft zu komponieren. Mit siebzehn komponierte er die magische Ouvert&#252;re zu Shakespeares <em>Mittsommernachtstraum</em>. Er vermischte die Einfl&#252;sse von Bach, H&#228;ndel, Mozart und Beethoven mit den wichtigsten Aspekten der Romantik, einer Bewegung, die Gef&#252;hle und Phantasie betonte, zum Teil als Reaktion auf die Betonung von Vernunft und Logik w&#228;hrend der Aufkl&#228;rung. Zu seinen Werken geh&#246;ren die <em>Italienische Symphonie</em>, die Oratorien <em>Paulus</em> und <em>Elias</em>, ein Konzert f&#252;r Violine und Orchester, sowie zahlreiche Kammermusikwerke. Er war ein ausgezeichneter Pianist, ebenso wie einer der gr&#246;&#223;ten Dirigenten seiner Zeit, ein hervorragender Organist und Violinist, und er war auch sehr belesen in der Poesie und der Philosophie.</p>
<p>Der deutsche Komponist und Dirigent <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/77209/Johannes-Brahms" target="_blank">Johannes Brahms</a> (1833-1897) wurde in Hamburg geboren, verbrachte aber den Gro&#223;teil seines beruflichen Lebens in Wien. Als Sohn eines Kontrabassspielers, zeigte er fr&#252;h viel versprechende Ans&#228;tze als Pianist, und er lernte schon als Kind Klavier, Cello und Horn. Durch den Unterricht in Musiktheorie entwickelte er eine Liebe zur Musik von Bach, Haydn, Mozart und Beethoven. Er verdiente Geld, indem er popul&#228;re Musik in Restaurants und Tavernen spielte, und er hatte auch Sinn f&#252;r Volksmusik. Im Jahr 1853 traf er Robert Schumann und seine Frau Clara, die zu seinen st&#228;rksten Bef&#252;rwortern wurden. Nach Robert Schumanns Selbstmordversuch und seiner endg&#252;ltigen psychischen Erkrankung, trug Brahms dazu bei, die Familie zu versorgen, w&#228;hrend Clara zu ihrem fr&#252;heren Leben als K&#252;nstlerin zur&#252;ckkehrte. Er schrieb Symphonien, Kammermusik, Klavier- und Chorkompositionen und mehr als 200 Lieder und der Verkauf seiner Musik an Verleger erm&#246;glichte ihm ein Leben als Pianist.</p>
<p>Johannes Brahms&#8217; ber&#252;hmtestes Chorwerk, <em>Ein deutsches Requiem</em>, basierte auf biblischen Texten, und wurde zum ersten Mal in Bremen am Karfreitag des Jahres 1868 aufgef&#252;hrt, dies sicherte Bahms seinen guten europ&#228;ischen Ruf. Seine letzte <em>Symphonie Nr. 4 in e-Moll</em> (1884/85), k&#246;nnte auch von den griechischen Trag&#246;dien von Sophokles inspiriert worden sein, die er in dieser Zeit gelesen hatte. In seinen letzten beiden Jahrzehnten reiste er viel als Dirigent, und f&#252;hrte vor allem seine eigenen Werke auf. Er wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof in der N&#228;he von Beethoven und Franz Schubert begraben.</p>
<p>Beethoven hatte das Orchester bereits vergr&#246;&#223;ert. Berlioz vergr&#246;&#223;erte es noch mehr. Der franz&#246;sische Komponist der Romantik <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/62247/Hector-Berlioz" target="_blank">Hector Berlioz</a> (1803-1869) folgte Beethovens Vorgaben in seiner F&#252;nften und Sechsten Sinfonie und „formte seine Symphonien um eine Reihe von Emotionen herum, die eine Geschichte erz&#228;hlen.&#8221; Er hat mehr als ein Dutzend Werke hervor gebracht, die den Status von Musikklassikern haben, unter ihnen seine <em>Symphonie Fantastique</em> (1830) und die Chorsymphonie <em>Roméo et Juliette</em> (1839), und er schrieb eine &#8220;Bibel&#8221; f&#252;r die Orchestrierung im neunzehnten Jahrhundert. Er spielte Fl&#246;te und Gitarre, hat aber nie gelernt, wie man Klavier spielt. Er war einer der literarischsten Komponisten; das epische Gedicht <em>Die Aeneis</em> von dem klassischen r&#246;mischen Dichter Vergil inspirierte seine Oper <em>Les Troyens (Die Trojaner)</em>. Er  wurde auch von vielen Werken Shakespeares inspiriert, von Goethe f&#252;r <em>La Damnation de Faust (Fausts Verdammung)</em> und er komponierte die Ouvert&#252;re zu <em>Rob Roy</em> nach den Schriften des schottischen Autors Walter Scott. Nach 1835 begann er zu dirigieren und wurde bald einer der ersten, die eine Karriere als Orchesterdirigent machten, er ging auf Tournee durch ganz Europa, sowohl mit seinen eigenen Arbeiten, als auch mit der Musik von anderen Komponisten.</p>
<p>Der Italiener <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/510222/Gioachino-Rossini" target="_blank">Gioachino Rossini</a> (1792-1868) komponierte einige der beliebtesten Opern, die &#252;berhaupt je geschrieben wurden, unter ihnen <em>Der Barbier von Sevilla, Cinderella</em> und <em>Wilhelm Tell</em>. Letztere basierte auf der Grundlage einer Legende (?) des Schweizer Helden William oder Wilhelm Tell vom Anfang des vierzehnten Jahrhunderts, dessen Leben den Kampf f&#252;r die Freiheit symbolisierte. Die Opern von <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/482661/Giacomo-Puccini" target="_blank">Giacomo Puccini</a> (1858-1924), einschlie&#223;lich <em>La Bohème‚Tosca</em> und <em>Madame Butterfly</em>, sind nach wie vor die am h&#228;ufigsten gespielten St&#252;cke eines Standardrepertoires.</p>
<p>Allerdings war der gr&#246;&#223;te italienische Komponist der Oper im neunzehnten Jahrhundert  <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/625922/Giuseppe-Verdi" target="_blank">Giuseppe Verdi</a> (1813-1901), Sohn eines Gastwirtes aus Nord-Italien, der schon als Kind Musik studierte. Verdi schrieb die Opern <em>Rigoletto</em> (1851), <em>La Traviata</em> (1853), <em>Don Carlos</em> (1867), <em>Otello</em> (1887) und <em>Falstaff</em> (1893) und schrieb auch f&#252;r die Opernh&#228;user in Mailand, Venedig, Rom, Triest, Neapel, Florenz, London und Paris. Er bevorzugte Geschichten, die bereits erfolgreich aufgef&#252;hrte Dramen waren, indem er sich auf St&#252;cke von Autoren wie Shakespeare, Friedrich Schiller und Victor Hugo bezog. Verdis Oper <em>Aïda</em> wurde zum ersten Mal in &#196;gypten, in Kairo im Jahr 1871 uraufgef&#252;hrt, zwei Jahre nach der Er&#246;ffnung des Suez Kanals, der das Mittelmeer und Europa mit dem Indischen Ozean verbindet.</p>
<p>Einer der &#252;berragenden Gestalten der Kultur des neunzehnten Jahrhunderts war <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/633925/Richard-Wagner" target="_blank">Richard Wagner </a>(1813-1883). Der in Leipzig geborene Wagner hatte enormen Einfluss auf alle K&#252;nste, vor allem glaubte er an einen Zusammenhang zwischen den K&#252;nsten. Er brachte die deutsche romantische Oper zu neuer H&#246;he und erstellte etwas, das er als ein neues Genre bezeichnete, das <em>Musik Drama</em>. In seinen sp&#228;teren Werken entwickelte er eine reiche Sprache, die Einfluss auf die Komponisten nahm, um die Tonart zu mildern oder sogar aufzugeben. Wagner war sehr einflussreich mit seiner Betonung der Musik als einem Diener des Dramas. Im Alter von f&#252;nfzehn Jahren, besuchte er eine Auff&#252;hrung von Beethovens Neunter Symphonie, die eine tief greifende Wirkung auf ihn hatte. Einige seiner &#228;lteren Schwestern wurde Operns&#228;ngerinnen oder Schauspielerinnen. Wagner las die St&#252;cke von Shakespeare, Goethe und Schiller und studierte Musik in Dresden und Leipzig. Auf der Flucht vor seinen Gl&#228;ubigern, verbrachte er die Jahre 1839-42 in Paris, mit wenig Erfolg. In den fr&#252;hen Jahren um 1840 komponierte er seine Oper <em>Der fliegende Holl&#228;nder</em>. Nach <em>Tannh&#228;user</em> aus dem Jahre 1845, basierend auf germanischen Legenden, war seine Popularit&#228;t sichergestellt. Doch als er die Aufst&#228;nde von 1848-49 unterst&#252;tzte, musste er aus Deutschland fliehen, weil ein Haftbefehl zu seiner Festnahme auf ihn ausgestellt worden war.</p>
<p>W&#228;hrend der n&#228;chsten zehn Jahre lebte er vor allem in der Schweiz, in Z&#252;rich, wo er komponierte, dirigierte und schriftliche Abhandlungen verfasste. Seine Entdeckung der Philosophie von Arthur Schopenhauer, beeinflusste sein Schreiben von <em>Tristan und Isolde</em>, das er zwischen 1857 und 1859 in Venedig, Italien und in Luzern, Schweiz komponierte. Die Premiere war im Jahre 1865. Nachdem er bereits die Siegfried Legende und die nordischen Mythen studiert hatte, begann Wagner mit der Komposition eines massiven Zyklusses von vier Musikdramen, <em>Der Ring des Nibelungen</em>, deren Fertigstellung mehr als eine Generation in Anspruch nahm. Die vier Opern, die den Ring Zyklus bilden sind <em>Das Rheingold, Die Walk&#252;re, Siegfried</em> und schlie&#223;lich <em>Siegfrieds Tod</em>, das sp&#228;ter <em>Die G&#246;tterd&#228;mmerung</em> genannt wurde.<em> Die G&#246;tterd&#228;mmerung</em>, inspiriert von <em>Ragnar&#246;k</em>, beschreibt das Ende der Welt, wie wir es aus der nordischen Mythologie kennen, und hatte Premiere im Bayreuther Festspielhaus in Bayern, in Deutschland im Jahr 1876.</p>
<p>Nach dem Wissenschaftler Deryck V. Cooke, entwickelte Richard Wagner „solch eine breite Palette von expressiver Breite, dass er dadurch in der Lage war, jedes seiner Werke in einer einzigartigen emotionalen Welt leben zu lassen und damit erhob er den melodischen und harmonischen Stil deutscher Musik zu dem, was viele als die h&#246;chste emotionale und sinnliche Intensit&#228;t bezeichnen. Ein Gro&#223;teil der sp&#228;teren Geschichte der Musik stammt von ihm ab, und zwar entweder durch die Erweiterung seiner Entdeckungen oder als Reaktion gegen sie. &#8221;</p>
<p>Wagner Status als einer der gr&#246;&#223;ten Komponisten aller Zeiten ist unbestritten, aber sein Ruf wurde etwas in den Schmutz gezogen durch sein anti-semitisches Traktat <em>Das Judenthum in der Musik</em>, ver&#246;ffentlicht unter einem Pseudonym im Jahr 1850, und unter Wagners eigenen Namen im Jahr 1869. In diesem Aufsatz trug er wohl zu einer anti-semitischen Str&#246;mung in der deutschen Kultur bei, die sich ein paar Generationen sp&#228;ter als gef&#228;hrlich herausstellen sollte.</p>
<p>Obwohl die Franzosen, Italiener und andere einen gro&#223;en Einfluss auf die Entwicklung der europ&#228;ischen Musik hatten, haben die deutschsprachigen Regionen eine unverh&#228;ltnism&#228;&#223;ig hohe Anzahl gro&#223;er Namen in der europ&#228;ischen Musiktradition hervor gebracht. Die Beitr&#228;ge der iberischen Halbinsel, wie auch aus den ehemaligen spanischen und portugiesischen Kolonien in Lateinamerika, sind meiner Meinung nach am st&#228;rksten in der Literatur vertreten. Luís Vaz de Camões (ca. 1524-1580), oder Camoens in Englisch, war einer der gr&#246;&#223;ten Dichter Portugals. Lope de Vega (1562-1635) war ein barocker Dramatiker und Dichter, dessen Ruf in der spanischsprachigen Welt nur noch von Cervantes &#252;bertroffen wird. Pedro Calderón de la Barca y Henao (1600-1681) ist ein weiterer prominenter Dramatiker des Goldenen Spanischen Zeitalters. <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/200829/Manuel-de-Falla" target="_blank">Manuel de Falla</a> (1876-1946) war der wichtigste spanische Komponist des fr&#252;hen zwanzigsten Jahrhunderts, aber im Allgemeinen, hatte Spanien nicht so viele Musiker von gleicher Ber&#252;hmtheit wie Velázquez oder Picasso in der Malerei.</p>
<p>Das Barock erreichte seinen H&#246;hepunkt in Nordeuropa mit dem unglaublich produktiven fl&#228;mischen Maler Pieter Paul Rubens (1577-1640). Ein klassisch ausgebildeter humanistischer Gelehrter, der in seiner Heimat Flandern, sowie in Italien studiert hatte, er entwickelte einen reichen, sinnlichen und bunten Stil, der in der damaligen Zeit sehr gut aufgenommen wurde. Er war ein gl&#228;ubiger Katholik und malte viele religi&#246;se Bilder zus&#228;tzlich zu seinen fleischlichen, sinnlichen Akten, Wassernymphen und Engeln. In der Tat, Rubens war so erfolgreich, dass er ein gro&#223;es Atelier in der Stadt Antwerpen hatte, mit vielen engagierten Mitarbeitern, die ihm bei der Herstellung seiner Bilder halfen. Die Niederl&#228;nder und auch die Flamen haben nicht so prominente Vertreter mit gro&#223;en Namen in der Musik, wie in der Kunst.</p>
<p>Es gibt Ausnahmen, darunter den belgisch-franz&#246;sischen Romantiker und Komponisten, Organisten und Musiklehrer <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/216892/Cesar-Franck" target="_blank">César Franck</a> (1822-1890), der in Belgien, in L&#252;ttich geboren wurde, aber sp&#228;ter nach Paris ging, um am Konservatorium zu studeren, und der im Jahr 1871 zum Professor f&#252;r das Orgelspiel ernannt wurde. Dennoch, wenn man die wirklich beeindruckende Zahl gro&#223;er Maler in den Niederlanden bedenkt, von Jan van Eyck &#252;ber Rembrandt zu Vincent van Gogh, dann reichen ihre musikalischen Beitr&#228;ge nicht an diese heran. Es scheint, als ob die gro&#223;en Komponisten in den evangelischen Regionen Europas, wie zum Beispiel JS Bach, vor allem in den lutherischen Gebieten aufbl&#252;hten, und nicht in den calvinistischen.</p>
<p>Gro&#223;britannien konnte solch gro&#223;e literarische Pers&#246;nlichkeiten hervorbringen, wie Jonathan Swift (1667-1745), den anglo-irischen Satiriker und Dichter, den man vor allem wegen seines Romans ‚Gullivers Reisen’ in Erinnerung hat, oder Charles Dickens (1812-1870), dessen Romane und Erz&#228;hlungen zu den beliebtesten des viktorianischen Zeitalters geh&#246;rten, oder die englischen Romanautorinnen Jane Austen (1775-1817) und Virginia Woolf (1882-1941). Doch <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/184539/Sir-Edward-Elgar" target="_blank">Edward Elgar</a> (1857-1934) war der erste englische Komponist in mehr als zwei Jahrhunderten, der auf breite internationale Anerkennung traf. Ihm folgte sein Landsmann <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/80416/Benjamin-Britten" target="_blank">Benjamin Britten</a> (1913-1976), aber im Vergleich zu Dickens haben sie nicht ganz die gleiche Bedeutung. <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/254169/George-Frideric-Handel" target="_blank">Georg Friederich H&#228;ndel</a> lebte einen gro&#223;en Teil seines erwachsenen Lebens in Gro&#223;britannien, und einige seiner Meisterwerke wurden dort komponiert, aber auch er war urspr&#252;nglich geboren und aufgewachsen in Deutschland. W&#228;hrend die englischsprachige Welt vor dem zwanzigsten Jahrhundert nicht so viel Musik auf h&#246;chstem Niveau erschuf, brachte sie aber brillante Autoren und Dichter hervor, die gro&#223;artige Musik inspirierten, allen voran William Shakespeare.</p>
<p>Der Gelehrter Stanley Wells sagt in seinem Buch <em>Shakespeare: For all Time</em>, der englische Dramatiker Christopher Marlowe (1564-1593) wurde im selben Jahr geboren wie Shakespeare, reifte aber schneller als Schriftsteller. W&#228;re Shakespeare auch im Alter von nur neunundzwanzig Jahren gestorben, w&#228;re Marlowe wahrscheinlich als der gr&#246;&#223;ere Schriftsteller der beiden in Erinnerung geblieben. Shakespeares Ruf wuchs rasch in dem Jahrzehnt ab 1590. In seiner eigenen Zeit waren seine Gedichte weit popul&#228;rer und wurden sehr viel mehr gelesen, als es heute der Fall ist, denn man erinnert sich an ihn in erster Linie als einen gro&#223;en Dramatiker. Seine Vielfalt, sein Talent Komik und Tragik zu vermischen, und seine Beherrschung der v&#246;llig verschiedenen literarischen Genres, war eine seiner gr&#246;&#223;ten St&#228;rken als Schriftsteller.</p>
<p><a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/528336/Franz-Schubert" target="_blank">Franz Schubert</a> und der russische Komponist <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/585008/Pyotr-Ilyich-Tchaikovsky" target="_blank">Pjotr Tschaikowski</a> (1840-1893) sind nur zwei der gro&#223;en <a href="http://people.brandeis.edu/%7Eteuber/shakespearebio.html" target="_blank">K&#252;nstler</a>, die uns Lieder, Tondichtungen, Ballette, symphonische Partituren oder andere Kompositionen schenkten, die auf einigen von Shakespeares Werken begr&#252;ndet waren, und K&#252;nstler von der Statur eines William Blake, JMW Turner und Dante Gabriel Rossetti haben sich von seinen Figuren inspirieren lassen. Voltaire lebte in England zwischen 1726 und 1729 und lernte die englische Literatur kennen. Er sch&#228;tze zwar Shakespeares Talent kritisierte aber einige Aspekte seiner Dramen, zum Beispiel <em>Hamlet</em>. Goethe bewunderte Shakespeare, und bezog von ihm Inspirationen w&#228;hrend seines ganzen Lebens. Der Schriftsteller und Dichter Victor Hugo (1802-1885), am bekanntesten au&#223;erhalb seiner Heimat Frankreich mit seinem Roman <em>Les Misérables</em>, liebte seine Werken mehr als Voltaire.</p>
<p>Hector Berlioz komponierte mehr gro&#223;artige Musik, die von Shakespeare inspiriert war, als jede andere Person, mehr noch als Giuseppe Verdi, der selbst mehrere Werke schrieb, die von dem englischen Dramatiker inspiriert waren, darunter die Oper <em>Macbeth</em>.Der franz&#246;sische K&#252;nstler der Romantik, Eugène Delacroix (1798-1863), liebte <em>Hamlet</em> und stellte Lithographien her, mit denen er den Text illustrierte wie auch Goethes <em>Faust</em>. Im Jahr 1847 half Delacroix auch mit Entw&#252;rfen von Kost&#252;men f&#252;r den franz&#246;sischen Schriftsteller Alexandre Dumas (1802-1870) und seiner Version des <em>Hamlet</em>, die Delacroix aber ablehnte. Dumas wurde vor allem bekannt wegen seiner Romane <em>Der Graf von Monte Cristo</em> und <em>Die drei Musketiere</em>.</p>
<p>Der russische Dichter Alexander Puschkin (1799-1837), der Kurzgeschichten Schreiber Anton Tschechow (1860-1904), sowie Fjodor Dostojewskij (1821-1881) waren gro&#223;e Bewunderer von Shakespeare, aber Leo Tolstoi (1828-1910) war sehr kritisch gegen&#252;ber seinen St&#252;cken eingestellt, insbesondere gegen&#252;ber <em>K&#246;nig Lear</em>. Der russisch-sowjetische Komponist und Dirigent <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/478552/Sergey-Prokofiev" target="_blank">Sergej Prokofjew</a> (1891-1953) schrieb das Ballett <em>Romeo und Julia</em>, heute eines der beliebtesten Ballette auf einer Grundlage von Shakespeares Werken. Es wurde zum ersten Mal in Br&#252;nn, Tschechoslowakei, uraufgef&#252;hrt im Jahr 1938 und wurde aufgrund der kommunistischen Zensur bis 1950 nicht in Moskau aufgef&#252;hrt. Der amerikanische Komponist <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/62641/Leonard-Bernstein" target="_blank">Leonard Bernstein</a> (1918-1990), geboren in den Vereinigten Staaten als Sohn einer russisch-j&#252;dischen Familie, schrieb die Musik zu dem Musical <em>West Side Story</em>, die in New York in dem Jahrzehnt um 1950 spielte und noch einmal locker auf die Vorlage von <em>Romeo und Julia</em> zur&#252;ckgriff.</p>
<p>Viele K&#252;nstler des neunzehnten Jahrhunderts, vor allem diejenigen, die nicht in einem unabh&#228;ngigen Staat lebten, waren inspiriert von nationalistischen Traditionen. Der norwegische Komponist und Pianist <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/246022/Edvard-Grieg" target="_blank">Edvard Grieg</a> (1843-1907), geboren in der Stadt Bergen, schrieb Lieder, kurze Klavierst&#252;cke und Orchester-Suiten, die die modalen Melodien und Harmonien, sowie die Tanzrhythmen seiner Heimat Norwegen beinhalteten. Der alles durchdringende Einfluss seiner Musik basiert auf norwegischen Volksliedern und T&#228;nzen. Nicht alle seine Musikst&#252;cke waren nationalistisch; sein Konzert f&#252;r Klavier und Orchester in a-Moll blieb nach wie vor sein beliebtestes. Ein ethnischer Charakter zeigt sich am deutlichsten in seinen Liedern, die auf norwegischen Texten basieren, vor allem an seiner hervorragenden <em>Peer-Gynt-Suite</em> (1875), die geschrieben wurde, um ein St&#252;ck des bekannten norwegischen Dramatikers Henrik Ibsen (1828-1906) zu untermalen. Es ist eine erfolgreiche Symbiose zwischen Musik und Text, <em>Peer Gynt</em> ist ein reiches Drama in gereimten Couplets und Ibsens letztes St&#252;ck in  Versen.</p>
<p>Henrik Ibsen wird auch in Erinnerung gehalten wegen seiner Dramen, wie  zum Besipiel  <em>Der Menschenfeind</em>, <em>Geister</em> und <em>Das Puppenhaus</em>. Er war ein Mann mit radikalen Ideen, der die viktorianische Familienstruktur hinterfragte und er war einer der Meister des realistischen Dramas und des modernen Theaters, zusammen mit seinem schwedischen Kollegen und prominenten Zeitgenossen August Strindberg (1849-1912). Aus Schweden kamen auch mehrere Schriftstellerinnen, zum Beispiel Selma Lagerl&#246;f (1858-1940) mit ihrem <em>Die wunderbaren Abenteuer des Nils</em>, und Astrid Lindgren (1907-2002), die einflussreiche Schriftstellerin von Kinderb&#252;chern wie <em>Pippi Langstrumpf</em>, beide geh&#246;rten zu den herausragenden Namen des zwanzigsten Jahrhunderts.</p>
<p>In D&#228;nemark gilt der Geiger und Dirigent <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/414599/Carl-Nielsen" target="_blank">Carl Nielsen</a> (1865-1931) als der wichtigste Komponist, aber literarische Pers&#246;nlichkeiten wie der Philosoph, Theologe und Kulturkritiker Søren Kierkegaard (1813-1855) und vor allem der d&#228;nische Autor Hans Christian oder HC Andersen (1805-1875) sind im Ausland ber&#252;hmter. Andersens &#252;beraus popul&#228;re M&#228;rchen, einschlie&#223;lich der <em>Der standhafte Zinnsoldat, Die kleine Meerjungfrau, Das h&#228;ssliche Entlein</em> und vor allem <em>Des Kaisers neue Kleider</em>, wurden in Dutzende  Sprachen auf der ganzen Welt &#252;bersetzt.</p>
<p>B&#246;hmen war seit Jahrhunderten ein Teil des &#246;sterreichischen Reiches gewesen und war damit, im Gegensatz zu Russland, ein Teil des Mainstreams der europ&#228;ischen Musik. Opern wurden schon seit l&#228;ngerer Zeit in der Hauptstadt Prag aufgef&#252;hrt, aber auf Italienisch oder Deutsch, die die offiziellen Amtssprachen in der Oper waren. Im neunzehnten Jahrhundert gab es eine zunehmende Konzentration auf die tschechischen Traditionen. Der Komponist <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/549565/Bedrich-Smetana" target="_blank">Bedřich Smetana</a> (1824-1884), Sohn eines b&#246;hmischen Bierbrauers, schrieb die komische Oper <em>Die verkaufte Braut</em>, die zum ersten Mal in Prag im Jahr 1866 aufgef&#252;hrt wurde und seine internationale Reputation bedeutete. Er w&#228;hlte tschechische Themen, und die Szenerie und Kost&#252;me bezogen sich auf nationale Traditionen. Er war beeinflusst von Franz Liszt, und schuf einen tschechischen nationalen Stil mit Folkelementen und beliebten Tanzrhythmen, wie der Polka.</p>
<p>Smetana lebte mehrere Jahre lang in Schweden, in G&#246;teborg, als Dirigent der Philharmonischen Gesellschaft, aber im Jahre 1861 ging er wieder nach Prag zur&#252;ck. Seine sechs sinfonischen Dichtungen sind alle mit dem Titel <em>Má vlast (Mein Land</em>, aus dem Jahrzehnt nach 1870) benannt. Von diesen, ist das bekannteste au&#223;erhalb der Tschechischen Republik  <em>Die Moldau</em>. Er wurde taub im Jahr 1874, aber wie Beethoven komponierte er weiter. Smetana folgte <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/174804/Antonin-Dvorak" target="_blank">Antonín Dvořák</a> (1841-1904), dessen Opern auf der Grundlage des tschechischen Dorflebens basierte, lokale M&#228;rchen und slawischen Geschichte. Diese Musiktradition mit einer nationalen Variante wurde von dem tschechischen Komponisten <a href="http://www.britannica.com/EBchecked/topic/300276/Leos-Janacek" target="_blank">Leoš Janá&#196;ek</a> (1854-1928) fortgef&#252;hrt. Der tschechische Journalist und Dichter Jan Neruda (1834-1891) war einer der bemerkenswerten Autoren dieser Zeit.</p>
<p><a href="http://www.fyodordostoevsky.com/biography.php" target="_blank">Fjodor Dostojewski</a> war ein russischer belletristischer Autor, Essayist und Philosoph und einer der m&#228;chtigen Figuren der Weltliteratur. Er wuchs in einer b&#252;rgerlichen Familie in Moskau auf und entwickelte eine gro&#223;e Liebe zum Lesen, vor allem die Werke des ukrainischen Schriftstellers Nikolai Gogol (1809-1852) und des franz&#246;sischen Schriftstellers und Dramatikers Honoré de Balzac (1799-1850). Auf Dr&#228;ngen seines Vaters absolvierte Dostojewski eine Ausbildung zum Ingenieur in St. Petersburg. W&#228;hrend er in der Schule war, wurde sein Vater von seinen eigenen Leibeigenen ermordet. Im Jahre 1848 trat er einer Gruppe von Intellektuellen bei, die sich trafen, um &#252;ber literarische und politische Fragen zu disutieren. Diese Gruppen waren illegal in jener Zeit, und sie wurden <a href="http://people.brandeis.edu/%7Eteuber/dostoevskybio.html" target="_blank">verhaftet</a> und wegen Staatsgef&#228;hrdung angeklagt. „Dostojewski und mehrere seiner Mitsreiter wurden eingesperrt und zum Tode verurteilt. Gerade als sie dem Exekutionskommando gegen&#252;ber standen, kam ein kaiserlicher Bote mit der Ank&#252;ndigung, dass der Zar die Todesurteile umgewandelt hatte, in Zwangsarbeit in Sibirien. Diese Szene hat den Schriftsteller f&#252;r den Rest seines Lebens heimgesucht. &#8221;</p>
<p>Im Gef&#228;ngnis unterzog sich der Schriftsteller einer tiefen philosophischen und spirituellen Transformation und studierte intensiv das <em>Neue Testament</em>, das einzige Buch, das die Gefangenen lesen durften. Seine Erfahrungen dort, und unter der armen Bev&#246;lkerung in den St&#228;dten von Russland, beeinflussten sein sp&#228;teres literarisches Werk sehr stark und erm&#246;glichten es ihm, tiefe philosophische und psychologische Erkenntnisse zu gewinnen. Er musste den Tod seiner Frau und seines Bruders durchstehen, und eine ihn finanziell verheerende Sucht nach Gl&#252;cksspielen. Nach seiner Haftentlassung im Jahr 1858 verbrachte Dostojewski mehrere erfolgreiche Jahre im Ausland, und es begann eine produktive Zeit, in der er einige seiner gr&#246;&#223;ten Romane erschuf, unter ihnen <em>Schuld und S&#252;hne</em> (1866) und <em>Der Idiot</em> (1868). <em>Der Idiot</em> war beeinflusst von Hans Holbeins Gem&#228;lde <em>Der tote Christus im Grab</em> und von Dostojewskis pers&#246;nlichem Widerstand gegen die wachsenden nicht-religi&#246;sen Gef&#252;hle seiner Zeit. Sein letztes Werk war die epische Familientrag&#246;die <em>Die Br&#252;der Karamasov</em>, die im 1880 fertig gestellt wurde. Der Schriftsteller starb ein paar Monate sp&#228;ter in seinem Haus in St. Petersburg. Zu seiner Beerdigung kamen Tausende von B&#252;rgern.</p>
<p>Der russische Autor, der Dostojewski in seiner literarischen Bedeutung am n&#228;chsten kommt, ist Leo Tolstoi. Sein Roman <em>Krieg und Frieden</em> aus dem Jahr 1869 ist eines seiner Meisterwerke, zusammen mit <em>Anna Karenina</em> aus dem Jahr 1878, erh&#228;lt es allgemein den gr&#246;&#223;ten Beifall als einer der weltweit gr&#246;&#223;ten Romane. Tolstois zentrale Botschaft ist die Betonung von menschlicher Liebe und Vertrauen, aber in einem realistischen Rahmen. Im Realismus der europ&#228;ischen Literatur war der Franzose Émile Zola (1840-1902) federf&#252;hrend, wie auch andere in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts. Realistische Autoren wie Balzac und Zola sind der Ansicht, dass Literatur das Leben genau so zeigen sollte, wie es ist, genau so wie objektive Wissenschaftler dies tun.</p>
<p>Nach <em>A History of Western Society</em>, siebte Auflage, kombiniert „der gr&#246;&#223;te russische Realist, Graf Leo Tolstoi (1828-1910), den Realismus in den Beschreibungen und Charakterentwicklungen mit einem atypischen Moralisieren, das seine sp&#228;teren Arbeiten dominierte. Tolstois gr&#246;&#223;tes Werk ist <em>Krieg und Frieden</em> (1864-1869), ein monumentaler Roman vor dem historischen Hintergrund der napoleonischen Invasion von Russland im Jahr 1812. Tolstoi erforschte intensiv das Leben einer Vielzahl von unvergesslichen Figuren, wie dem ungl&#252;ckseligen F&#252;rsten Andrei, dem sich sch&#252;chtern herantastenden Pierre und der bezaubernden, vern&#252;nftigen Natasha. Tolstoi entwickelte unter gro&#223;en Schmerzen seine fatalistische Theorie der Geschichte, die den freien Willen als eine Illusion ansieht, und auch die Errungenschaften der gr&#246;&#223;ten F&#252;hrer, nur als die Kanalisierung von historischen Notwendigkeiten betrachtet. &#8221;</p>
<p>Sergej Prokofjew komponierte eine Oper auf der Grundlage von Tolstois <em>Krieg und Frieden</em>, und eine andere Oper, die auf der Grundlage des gro&#223;en Romans <em>Der Spieler</em> basierte, den Fjodor Dostojewski angeblich in so wenigen Wochen fertiggestellt hatte, dass er davon seine eigenen erheblichen Spielschulden bezahlen konnte.</p>
<p><em>&#220;bersetzung: <a href="http://die-gruene-pest.com/showthread.php?t=26342">LIZ/die-gruene-pest.com</a><br />
Originaltitel: A History of European Music, Part 4</em><br />
<a href="http://www.brusselsjournal.com/node/4017" target="_blank">http://www.brusselsjournal.com/node/4017</a></div>
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