Die Schweiz aus konservativer Sicht  
Echelon scheint wieder Arbeit zu haben.
7. Februar 2010 von Redaktion

Unser letzter Artikel hat zu vielen Reaktionen – positiven wie negativen – geführt. Wir wollen Ihnen kurz einige kompetente Meinungen nicht vorenthalten:

Namen werden auf separater Liste geführt …

Ein Leser hielt fest, das die Inhaber von Nummernkonten bei der Bank auf einer separaten Liste von Hand “auf Papier” geführt werden. Das war früher auch tatsächlich einmal so gewesen. Früher lauteten die Bankkonten einfach auf den Namen des Inhabers. Die Schweiz sah aber ausdrücklich auch eine andere Variante vor. Das Bankbüchlein wurde nicht dem Namen des Inhabers bezeichnet , sondern mit einer Nummer.  Das berühmte Nummernkonto war geboren. Der Name des Inhabers wurde auf einer separaten Liste – meistens vom Bankdirektor persönlich – geführt.

Doch das ist Nostalgie. Erstens werden heute alle Kontendaten elektronisch geführt und dort ist  der Name des Inhabers ebenfalls abgelegt. Eine separate Führung gibt es bei den Banken schon längst nicht mehr.

Anders ist es auch nicht zu erklären, dass die CD’s mit den Kontendaten auch die Namen der Inhaber enthielten. Wären die Konten wirklich anonym geführt gewesen, hatte man sie ja niemanden zuordnen können.

Doch selbst dann ist es noch kein Ding der Unmöglichkeit. Der Banker, der seinen Kunden besucht, hat wahrscheinlich die Adresse und die Kontonummer auf seinem PC und auf seinem Blackberry. Und die Dinger sind sehr löcherig.

Hardware-Backdoors existieren nicht …

Ein Informatiker behauptete, dass zwar sehr wohl Software-Backdoors (Programme, Betriebssysteme, Firmware) existieren, Hardware Backdoors aber nicht. Mein lieber Jolli! Dir würde ich nicht einmal meinen Toaster anvertrauen! Hardware Backdoors existieren sehr wohl, zum Teil sind sie bewusst eingebaut, zum Teil sind sie auf Fehler zurückzuführen. Für den Angreifer ist das aber egal, er kann sie für seine Zwecke ausnützen und im Gegensatz zur Software, kann man das Problem letztlich nur beheben, indem mal die Hardware ersetzt (die wahrscheinlich genauso löcherig ist, wie die bisherige). Anders formuliert: es gibt keine Abwehr!

Gerade jüngst gab es einen Streit zwischen Google und der chinesischen Regierung. Was war geschehen? Weil die Chinesen weltweit die Gmail-Konten ausspionierten und nicht nur die im eigenen Land, beschloss Google, das Software-Backdoor der chinesischen Regierung zu schliessen. Die Schlitzaugen reagierten entsprechend ungehalten.

Eine primitive Form von Backdoor lieferte Intel einmal selbst. Man konnte den Prozessor mit der Division durch Null zum Absturz bringen. Damit kann man zwar noch keine Daten abzügeln, doch beim folgende Neustart, kann man eine Software dazwischenschalten, die dem Angreifer “die freie Sicht auf’s Mittelmeer” gewährt.

Jeder Computer (genau genommen jeder Schaltkreis) hat – bewusst oder unbewusst – eine ganze Sammlung von Backdoors schon bei der Geburt dabei. Wenn es einer darauf anlegt, vor allem ein “echter” Geheimdienst (und nicht eine eidg. Geheimdienstspielgruppe), knackt er das Ding.

http://theinvisiblethings.blogspot.com/2009/03/trusting-hardware.html

Verschlüsselung kann nicht geknackt werden …

Die Verschlüsselungssoftware ist aber nicht von den Amerikanern, sondern von den Schweizern entwickelt worden (Crypto AG), teilte uns ein Leser mit.

Folgendes überhört? Mit Stolz vermeldete seinerzeit Radio DRS, die Firma Crypto hätte eine Grossauftrag aus den USA bekommen. Wir gratulieren ebenfalls! Damit haben die Amis den Code!

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