Die Schweiz aus konservativer Sicht  
Querbeet
Die 7 Zwerge machen sich grad aus dem Staub. Für Verantwortung stehen sie jedenfalls nicht. Wenigstens die Leuthard hat schon mal den Regenmantel an.
1. Januar 2010 von Kulturbereicherer

1. Der Bundesrat
Wer hofft, dass die Serien von Peinlichkeiten aus dem letzten Jahr nicht mehr zu überbieten sind, irrt. Dieses Jahr kommen auf die sieben Zwerge noch viel schwierigere Aufgaben zu. Letztes Jahr war der Staatssekel noch prall gefüllt, dieses Jahr brechen die Steuereinnahmen weg und der Bundesrat sollte  sparen. Er wird es natürlich nicht tun und sich munter verschulden, mit dem Hinweis, die anderen Ländern sei noch viel schlimmer dran.

Vor allem aber wird er von seinen eigenen Propaganda eingeholt: die IV ist nicht saniert, die ALV braucht noch viel mehr Geld, die AHV ebenfalls, die Personenfreizügigkeit ist eine Katastrophe. Natürlich wird das Schweizer Staatsfernsehen ihm seine Lügen nicht vorhalten, aber das Volk ist doch weniger blöd, als die Regierenden glauben.

2. Die innere Sicherheit

Symbolisch ist das Bild des Polizisten eines Sondereinsatzkommandos, der nach einem Banküberfall die Filiale absichert. Das Volk hätte es eigentlich lieber gesehen, dass die Filiale erst gar nicht überfallen worden wäre. Wie auch immer: das Gewaltproblem kriegt die Regierung nicht in den Griff. Mittelinks wird dafür 2011 die Quittung kriegen. Da nützt auch das Fälschen der Statistiken nichts mehr.

3. Afghanistan
Der Westen ist an dem Punkt angelangt, an dem die Russen vor 20 Jahren waren. Man hockt in einer unbezahlbaren Sackgasse und kann nicht mehr ohne Gesichtsverlust abziehen. Der Krieg verschlingt Milliarden (pro Tag!) und fordert einen unnötigen Blutzoll. Symbolisch ist, dass die Amerikaner nun mit den Russen ins All fliegen müssen, weil sie nicht genügend Mittel hatten, um schnell genug den Nachfolger des Space Shuttles zu entwickeln.

4. Umweltschutz
Der Oekologismus hat in Kopenhagen endlich sein Waterloo erlitten. Am Ende stand er da als ein Lügengebäude, dass vor allem dazu dient, die Sozialindustrie zu finanzieren. Auch wenn nun die Gutmenschen in den Medien überall bekräftigen dürfen, der Weltuntergang komme bestimmt, nimmt man das nicht mehr ernst.

5. Die Poltik des knappen Geldes
Die Milliarden zur Rettung der Wirtschaft waren zwar notwendig, doch müssen diese nun langsam wieder aus der Wirtschaft abgezogen werden. Knappes Geld lässt aber die Zinsen steigen und das wirkt wie das Anziehen der Handbremse. Die Zeche wird das Volk in den nächsten Jahren langsam abstottern müssen. Der Preis ist höhere Arbeitslosigkeit, Mieten und Preise.

6. Die Staatsverschuldung
Die Regierungen in ganz Europa sind massiv überschuldet. Da nützt ein Hinweis auf Griechenland nicht viel, auch die anderen sind nicht weit davon entfernt. Neue Steuereinnahmen sind kaum noch dem Bürger abzuknöpfen. Also sind Verteilungskämpfe die Folge: weniger Renten, weniger Stellen in der Soziindustrie, weniger Sozialleistungen usw. Alle hoffen nur noch auf einen Wirtschaftsaufschwung.

7. Ausbildung hat seinen Preis
“Ausbildung ist der Rohstoff der Schweiz”. Mit dieser Platitüde wird ein vollkommen überteuertes Bildungssystem finanziert, das nicht im Ansatz das Wert ist, für was es gehalten wird. Die Schüler können heute schlechter rechnen als noch vor 80 Jahren. Der Forschungsplatz Schweiz funktioniert nach dem Real Madrid-Prinzip: man kauft Koryphäen zu. In der Schule lernen die Schüler heute eine Vielzahl von Fremdsprachen, können aber faktisch nicht mal mehr eine richtig. Während unsere Medien sich um das Image der Schweiz im Ausland Sorgen machen, ignorieren sie die Preformance der linken Bildungspolitik vollkommen.

8. Die SBB
Wie kein anderes Land leistet sich die Schweiz ein Schienennetz, in dem die Löhne der Manager schneller steigen, als die Pünktlichkeit fällt. Auch leben die Schweizer in der Illusion, Europa transportiere wegen uns die Waren auf der Schiene. Wahrscheinlich sind die Pressemeldungen schon in Arbeit, wo uns der Bundesrat mitteilt, die Erwartungen an die europäischen Partner hätten sich nicht erfüllt, weswegen wir 50 Mrd. in den Sand gesetzt hätten.

9. Soziale Netzwerke
oder die Wiederentdeckung des realen Kontakts. Facebook (und Co.?) erweisen sich zwar als nützlich, um Bekannte zu finden. Sie verleiten aber auch zum Zeitvertrödeln. Den wirklichen Höhepunkt hat Web 3.0 damit überschritten.

10. E-Reader
Wenn schon kommt er frühstens im 2011. Ein Buchersatz ist der E-Reader so oder so nicht. Die Zeitungsverlage jubeln die Geräte deshalb hoch, weil sie auf das Mikrobilling hoffen. In der Schweiz könnte das ziemlich nach hinten losgehen. Wenn schon Mikrobilling, dann abonniert der Leser lieber direkt Spiegel online, als drei Tage später die schlechte Abschrift im Tagi zu lesen. Von lokalen Nachrichten können die Zeitungen auch nicht leben, da sie es sich zur Pflicht gemacht haben, Verbrechen wenn immer möglich nicht zu publizieren oder die Herkunft der Täter nicht zu nennen. Von “Nichtleistungen” können auch sie nicht leben.

Einen haben wir noch …

Dieses Gadget ist zwar per se der ultimative Traum, doch da es keinen Schwanz hat, besteht die Gefahr, es beim Start zu überziehen. Zudem ist es wegen seiner hohen Kabine stark seitenwindanfällig. Anders ausgedrückt: Fliegen kann das Ding nur ein Zirkusartist.

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