4. Dezember 2009 von David Frankfurter
Winkelried scheint wieder mal zu überraschen. Während die Linken ihre Schmach mit Drohungen und Beleidigungen verarbeiten, jubeln auf der anderen Seite die deutschen Antiislamisten mit unverhohlener Schadenfreude und erniedrigen die Verlierer mit Pöbeleien.
Und wehe, jemand stimmt diesen “menschenrechtsorientierten” und “unzweideutigen deutschen Demokraten” nicht zu. Besuch bei einer Sekte …
Winkelried schrieb dazu:
Auf dem deutschen Blog PI, der grössten Anti-Islam-Hetzschleuder Europas, kommt man aus dem Jubeln gar nicht heraus. Sie erklären sich plötzlich alle zu Schweizer, auch wenn sie noch nie in ihrem Leben eine einzige Stimme für eine Volksinitiative gesammelt haben. Noch unheimlicher wird es in den Kommentaren: diese strotzen nur so vor Koranzitaten. Am liebsten, so hat man den Eindruck, würden sie gleich einen neuen Kreuzzug ausrufen.
PI legt dann sogar noch einen nach und erklärt sich grad noch selbst zum Sieger der Abstimmung. Peter Steinen, Mitinitiant der Volksinitiative, meint dazu:
“Wenn die Medien diesen Blog thematisiert hätten, hätten wir die Abstimmung bestimmt verloren. Wir hatten riesiges Glück, das die Journalisten geschlafen haben. Doch ein zweites Mal machen die uns diesen Gefallen nicht.”
Es dauerte natürlich nicht lange und es folgten – wie immer anonym – wichtigtuerische E-Mails, Demütigungen usw. Das übliche Programm. Mit etwas mehr “Stil” dreschte folgender Beitrag von “Manfreds politische Korrektheiten” auf Winkelried ein. Wir geben ihn in voller Länge wieder und nehmen danach Stellung:
Man sollte sich ja daran gewöhnt haben, dass die Reihen der Islamkritiker ungefähr so geschlossen sind wie das Hosentürchen von Bill Clinton, und an sich würde mich das auch nicht stören: Meinungsvielfalt ist ja nichts Schlechtes, wenn sie denn als legitim akzeptiert wird. Leider ist das oft genug nicht der Fall, und leider gibt es in der Szene allzu viele Leute, die glauben, sich selbst und ihren eigenen Anliegen eine möglicherweise fehlende gesellschaftliche Akzeptanz dadurch verschaffen zu müssen, dass sie sich von allem distanzieren, was als irgendwie “rechts” gilt. Was ich davon halte, habe ich schon in einigen Artikeln (z.B. “Linker McCarthyismus“, “Liberale und solche, die sich bloß so nennen“, “An alle, die erwägen, die ‘Piraten’ zu wählen“) dargelegt.
Es ist auffallend und wurde vor einigen Tagen hier schon diskutiert, dass etliche Medien, die lange Zeit als konservativ galten, ideologisch zu jener Sorte Liberalismus umschwenken, der mit Toleranz nichts schon deshalb nichts zu tun hat, weil er sich als Weltbeglückungsprojekt versteht. Ich nenne dieses Phänomen “LGF-Syndrom”, weil der ehemals islamkritische amerikanische Blog “Little Green Footballs” damit den Anfang gemacht hat. Das vollentwickelte LGF-Syndrom ist dann zu diagnostizieren, wenn der Betroffene den manischen Drang hat, konservative Islamkritiker als Rechtsradikale zu verleumden.
Nun hat sich auch der Schweizer Blog Winkelried.info in jene traurige Phalanx eingereiht, die aus linken und liberalen Hexenjägern einerseits, aus vor ihnen zitternden Hosenscheißern andererseits besteht, und sich anlässlich der Schweizer Minarettentscheidung unter dem Titel “Bizarre Kameraden” jeden Beifall von rechts, speziell aber von “dem deutschen Blog PI, der grössten Anti-Islam-Hetzschleuder Europas” verbeten. Bizarre Kameraden, in der Tat.
Offenbar haben die Betreiber die Kommentarfunktion nach wenigen Kommentaren gesperrt (warum wohl?), was ich allerdings erst bemerkte, als ich meinen bereits fertigen Kommentar einstellen wollte. Daher gibt es diesen Kommentar jetzt hier statt bei Winkelried:
“Man wundert sich ja schon, dass ausgerechnet ein Blog wie Winkelried (der selber keine herumliegende Bananenschale unerwähnt lassen kann, sofern ein Immigrant sie weggeworfen hat), meint, PI als „größte Anti-Islam-Hetzschleuder“ denunzieren zu müssen. Legt man eure Definition zugrunde, so gibt es jedenfalls noch mehr solcher Schleudern in der deutschen Blogosphäre, nicht nur PI. Zum Beispiel meinen eigenen Blog, korrektheiten.com. Nehmt diesen Blog bitte von eurer Blogroll, damit ihr euch nicht mit mir kompromittiert – und ich mich nicht mit euch:
Ich lege nämlich größten Wert darauf, nur in Blogs empfohlen zu werden, die von intelligenten und anständigen Menschen betrieben werden, und ich habe nicht den Eindruck, dass Winkelried.info noch in diese Kategorie gehört: PI mit seiner unzweideutig demokratischen, menschenrechtsorientierten Agenda in die „undemokratische Ecke“ einzuordnen zeugt bestenfalls von einem Mangel an politischem Urteilsvermögen. Nun, das würde ich euch noch verzeihen.
Ich würde euch sogar verzeihen, dass ihr offenbar zu jener Sorte von Einfaltspinseln gehört, die glauben, es gebe einen „Islam per se“, der mit dem Verhalten seiner Anhänger nichts zu tun habe, und gegen den man deshalb „nichts hat“.
Nicht verzeihen kann ich euch aber, dass ihr euch – offenbar aus bleicher Furcht vor der poststalinistischen Denunziationsmaschinerie eines politisch korrekten Medienmainstreams – an der paranoiden Hexenjagd „gegen Rechts“ (einschließlich der ideologisch motivierten Umdeutung zentraler politischer Begriffe, wie etwa „Demokratie“ oder eben “Rechts”) beteiligt. Das ist Appeasement im verächtlichen Sinne des Wortes: Das Krokodil des linken McCarthyismus füttern in der Hoffnung, als Letzter gefressen zu werden.
Und noch etwas: Euer Autor nennt sich „David Frankfurter“. Ich gehe davon aus, dass er nicht wirklich so heißt, sondern sich bloß als Netzpseudonym den Namen des Attentäters ausgeliehen hat, der Anfang 1936 den Schweizer Naziführer Wilhelm Gustloff ermordete. Die Wahl eines solchen Pseudonyms bedeutet nicht mehr und nicht weniger als die programmatische Billigung von Selbstjustiz als Mittel der politischen Auseinandersetzung, speziell wenn es um den “Kampf gegen Rechts” geht. Ihr entschuldigt schon, aber ich muss es ablehnen, mich von solchen Leuten über Demokratie belehren zu lassen.”
Direkte Demokratie ist nicht für alle
Als Erstes müssen wir diesem Freund Gustloffs aus dem hohen Norden kurz die Grundregel der direkten Demokratie erklären:
Der Sieger hat sich nach der Abstimmung zurückzuhalten, den Erfolg nur sachlich zu kommentieren und den Besiegten nicht zu demütigen. Direkte Demokratie ist kein Vernichtungskrieg. Auch ein Sieg heisst lediglich, dass man etwas mehr als die Hälfte errungen hat. Das der Besiegte dann zuerst einmal seinem Frust Luft macht, ist verständlich. Es liegt an ihm selbst, daraus die richtigen Schlussfolgerung zu ziehen und erhobenen Hauptes sich mit der neuen Realität abzufinden.
Aber das scheint der “unzweideutig demokratische” Teutone Manfred nicht zu begreifen. Er macht halt das was er am besten kann: Plattitüden schütteln und andere persönlich beleidigen (pöbeln). Er legt nämlich “grössten Wert darauf, dass er nur von Blogs empfohlen wird, die von intelligenten und anständigen Menschen betrieben werden.” So wie seiner zum Beispiel. Gott sei dank, darf der nur alle 4 Jahre an die Urne!
“PI ist antifaschistisch”
Aber jedem Musulmane wird mit einem Koranzitat – dass er wahrscheinlich nicht einmal selbst kennt – unterstellt, er sei ein potentieller Terrorist. Genauso intelligent ist es, jedem Autofahrer die Unfallstatistik unter die Nase zu halten und ihn als potentiellen Mörder zu bezeichnen. Oder jedem Deutschen ein Zitat aus “Mein Kampf” vorzulegen und ihm vorzuwerfen, er sei ein Nazi.
Und was bieten denn die “menschenrechtsorientierten”, antifaschistischen Antiislamisten für eine Problemlösung an? Ausgrenzung, Rückschaffung, Internierung, Vernichtung? Entweder bekennen sich diese inversen Gutmenschen irgendwann zu dieser Variante oder sie geben ehrlich zu, dass sie gar keine Lösung haben. Zur Auswahl stehen dann die Titel “antifaschistischer Faschist” oder “Unheilprophet ohne Perspektive”. Welcher darf’s denn sein?
Auf den Gedanken, dass die Musulmanen nur die Symptome linker Politik sind, kann man so einem Sektierer wohl kaum klar machen. Aber dennoch: PI ist nicht faschistisch. Faschisten wollten die Juden vernichten. Das will PI nicht.
“Wir, die Nazigekeulten”
Und natürlich, jeder der sich getraut – und sei es auch nur andeutungsweise – in Frage zu stellen, dass die deutschen Antiislamisten nicht im Besitz der absoluten Wahrheit sind, ist ein Apostat. “Brüder und Schwestern steht zusammen: die Nazikeule wird geschwungen! Denn vereint im Glauben sind wir stark.”
Bei den Zeugen Jevohas gibt es wenigstens zur Belohnung einen Trip im Raumschiff. Bei den deutschen Antiislamisten Zahngold, menschenrechtsorientiert.
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