Die Schweiz aus konservativer Sicht  
İsviçre Müslüman boykot

30. November 2009 von Gastbeitrag

Ali M* hat die Nase gestrichen voll. Seit acht Jahren lebt er in der Schweiz und leistet einen massiven Beitrag zur Wirtschaft. Er lebt von der Sozialhilfe und sichert so mit seiner Familie mindestens zwei Arbeitsplätze beim Staat. Doch das Verbot für Minarette kann er so nicht hinnehmen. “Wir müssen ein klares Zeichen setzen”.

Isviçre Müslüman boykot

Ali hat die Gruppe “Isviçre Müslüman boykot” gegründet. Sie wollen sich zusammen mit anderen Muslimen beim Sozialamt abmelden und einer ordentlichen Arbeit nachgehen. “Das wird den Schweizer Staat in seinen Grundfesten erschüttern”, ist Ali überzeugt, denn die Bevölkerung hätte keine Ahnung, wie viele Arbeitsplätze die Muslime in der Schweiz schaffen.

Besonders auf die Sozialdemokraten ist er gar nicht gut zu sprechen: “Sie sind schuld an der Misere, sie haben nichts gegen die Initiative unternommen”. Nicht einmal beim Plakate herunterreissen hätten sie ihm diesmal helfen wollen. “Ich musste alles selber machen.”

Sozialdemokraten weisen Vorwürfe zurück

“Die Vorwürfen von Ali sind haltlos”, entgegnete Gallade, Fraktionssprecher der SP, auf Anfrage. “Wir mussten die Leute zum Stellen der GSOA Plakate einsetzen und hatten so nicht genügend Aktivisten, um Ali zu helfen.” Ali meinte, die Linken seinen nur zu faul gewesen. Es hätte doch jeder gewusst, dass die Waffenexportinitiative keine Chance hatte. “In den Zeitungen stand das Gegenteil”, konterte Gallade.

Martin Waser von der städtischen Sozialfürsorge der Stadt Zürich bedauert hingegen den Entschluss von Ali sehr. Wenn sein Beispiel Schule mache, seinen in Schweiz Tausende von Arbeitsplätze gefährdet. “Das ist gerade in der Wirtschaftskrise ein falsches Zeichen”, gab Waser zu bedenken, “schliesslich wisse jeder, welch wichtiger Wirtschaftsfaktor die Sozialwerke in der Schweiz seien.” Er hoffe, Ali überdenke seinen Entscheid nochmals.

Ali bleibt hart

Doch Ali denkt nicht daran. Er plant sogar noch weitere Aktionen. Bereits verhandelt er mit musliminschen Organisationen, um den Boykott auch auf die Invalidenversicherung ausdehnen. Einen Namen haben die Initianten schon gefunden: “Yalanci özürlü Outing” (Scheininvaliden-Outing).

* Name der Redaktion bekannt

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(Mit freundlicher Genehmigung vom Tagesanzeiger)


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