Die Schweiz aus konservativer Sicht  
Achtung Satire

28. November 2009 von Kulturbereicherer

Sonntag, 27. November 2011 – Nationalratswahlen

Die SVP erreicht 33%, doch die anderen Bürgerlichen brechen ein. Die Situation ist präker. Christoph Blocher brütet die ganze Nacht über den Resultaten und sieht nur noch einen Ausweg: die Regierung muss gestürzt werden!

Er entwickelt einen Plan, wie er in kürzester Zeit das Land in die Knie zwingen kann …

Samstag, 3. Dezember  2011 – 14:00 Uhr

Das letzte Teleblocher erscheint. Christoph in Kampfmontur verabschiedet sich von seinen Zuschauern und verspricht, entweder das Land zu befreien oder unterzugehen. Zu  diesem Zeitpunkt befindet er sich schon mit 20 Getreuen im Untergrund. Sie nennen sich nun Tupaneros. Was nun folgt, hat er von den Taliban gelernt.

Bern reagiert – zuerst einmal nicht.

An der darauffolgenden Sitzung ermahnt der abtretende Bundesrat Leuenberger, das er das ganze schon etwas komisch fände und das man Militäruniformen verbieten sollte.

Dienstag, 13. Dezember 2011 – 09:30 Uhr

Jositsch wird wie erwartet zum Bundesrat gewählt und übernimmt das EJPD.  Als man ihn beiläufig fragt, was seine Antwort auf die Aktion Blochers sei, meint er, dass sich die Verkehrspolizei um ihn kümmern werde.

Donnerstag, 16. Dezember 2011 –

04:07 Uhr

Jositsch wird von einem Weibel geweckt und sofort ins Bundeshaus gefahren. Auf Youtube ist eine Video aufgetaucht. Es ist von Tina Turner – sie bettelt um ihr leben und verlangt von der Regierung, die sofortige Kündigung der bilateralen Verträge und die Ausschaffung sämtlicher sozialabhängigen Ausländer. Komme die Regierung nicht innert 30 Tagen der Forderung nach, werde sie sterben.

08:30 Uhr

Pressekonferenz: Jositsch informiert die Presse und erklärt, die Schweiz werde sich nicht erpressen lassen und man werde die Entführer bald schnappen. Er habe volles Vertrauen in die Polizei. Immer mehr Presse kommt in die Schweiz und berichtet über die Entführung. Erste Länder raten vor Reisen ab.

Dienstag, 3. Januar 2012

Immer noch keine Spur von den Entführer und ihren Geiseln.

18:00 Uhr – zwei SP-Nationalräte und ein SP-Ständerat sind plötzlich verschwunden. Am nächsten Tag findet man die Leiche einer Nationalrätin. In ihrer Tasche findet man ein Schreiben, dass sofort sämtliche Fahnungsaktionen eingestellt werden müssen, sonst gäbe es noch mehr Leichen.

Mittwoch, 4. Januar 2012

Sämtliches Polizeipersonal muss nun Nationalräte, Ständeräte, Regierungsräte und höhere Beamten bewacht. Die Fahndung wird praktisch eingestellt.

Donnerstag, 5. Januar 2012 - 08:30 Uhr

Ein kurz zuvor entführter Tanklastzug in Würenlos wird vor dem Ausgang des Gubristtunels quergestellt und angezündet. Es gibt mehrere Dutzend Tote und Hunderte von Verletzten. Das Gesundheitswesen kollabiert.

Dienstag, 10. Januar 2012 – 07:30 Uhr

Ein Zug wird bei hoher Geschwindigkeit mit einem Bremsschuh kurz vor einer Tunneleinfahrt zum Entgleisen gebracht. Es gibt über hundert Tote, darunter viele Nationalräte.

Die Verkehrsachsen der Schweiz sind jetzt praktisch lahmgelegt.

Mittwoch, 11. Januar 2012 – 12:15 Uhr

Die Armee wird zur Sicherung der Verkehrswege aufgeboten und mit scharfer Munition ausgerüstet.

Donnerstag, 20 Januar 2012 – 23:00 Uhr

Ein Versorgungseinheit wird überfallen und muss sämtliche Munition in ihrem Besitz aushändigen. Die Tupaneros erbeuten mehrere 10000 Schuss Munition, Gewehre, Panzerfäuste und Rakrohre.

Die 12000 Mann der Armee obliegt nun die Sicherung des schweizerischen Verkehrsnetz. Das entspricht etwa 1 Mann pro km.

Mittwoch,26. Januar 2012 – 04:00 Uhr

Eine Patrouille der Armee wir angegriffen, alle 4 Soldaten sterben. Die Moral der Truppe ist auf dem Tiefpunkt. Sie muss Militärdienst leisten für die Annäherung an die EU und damit den Ausländer weiterhin Sozialleistungen beziehen können. Sie sympathisiert offen mit den Tupaneros.

Der Schaden für die Schweiz ist enorm. Allein die Bewachung der Anlagen kostet Milliarden. Der Tourismus bricht ein. Die Umsätze der Firmen gegen dramatisch zurück. Zudem bilden sie Rückstellungen für Sicherheitsausgaben, die vorher nicht nötig waren. Die Steuereinnahmen des Staates brechen faktisch weg.

Mittwoch, 8. Februar 2012 – 13:00 Uhr

Der CEO der Schweizer Rück wird bei der Fahrt zum Flughafen erschossen. Die Polizei findet ein Bekennerschreiben, das CEOs und deren Familien zu primären Zielen erklärt. Die Familien werden darauf innert Tagen aus der Schweiz ausgeflogen. Die CEO’s, die verbleiben, bewegen sich nur noch in gepanzerten Fahrzeugen.

Mittwoch, 7. März 2012 – 13:00 Uhr

Der Bundesrat gibt bekannt, dass das Beitrittsgesuch zur EU zurückgezogen wird und per sofort die Anspruchsberichtigung für Ausländer auf Sozialhilfe und Arbeitslosengeld aufgehoben ist. Die Tupaneros erhalten Straffreiheit, wenn sie innert einer Woche die Waffen niederlegen.

Die Schweiz wird sich aber nie mehr erholen. Der Lebensstandard sinkt, die Städte verwahrlosen.


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Guerilla in der Schweiz

Blochers will eine neue Armee. Wie die Taliban soll unsere Armee das Land verteidigen – das Gelände sei ähnlich. Ja – aber nur das Gelände. Afghanistan ist ein Gebirgsgebiet so gross wie Frankreich (siehe Bild unten). Nach einem Angriff, kann sich eine Gruppe so weit zurückziehen, dass sie nicht mehr verfolgt werden kann. Die Infanterie wird sich kaum weiter als 20 km vom Stützpunkt entfernen, ein Kampfhelikopter fliegt ungern weiter als 150 km. Dahinter wird die Suche zu aufwändig – der Kämpfer ist sicher. Dumm nur: die Alpen sind zwischen 50 und 100 km breit: eher eine Mausefalle.

Und was soll der Schweizer verteidigen? Seine Unabhängigkeit? Etwa 30% der Bevölkerung sieht das Heil in der EU. Müsste man die zuerst liquidieren? Swiss-Taliban, the most evel rebel group of the world? Na ja  … Und wer soll es verteidigen? Gut genährte Bürolisten, die zweimal die Woche im Fitness-Studio fitten?

Blochers Idee funktioniert. Nur nicht da, wo sie sollte …

… und nicht gegen einen Eindringling von aussen, sondern gegen die eigene Regierung im Mittelland.

Es gibt kein Land, das verletzlicher ist als die Schweiz. Überall hat es Prominente, die unser Image innert Stunden als sicheres Land zerstören könnten, wenn sie auf  Youtube einen Gastauftritt hätten. Man braucht keine 10min zu fahren, wenn man einen Milliardär zwecks Lösegelderpressung entführen will. Die internationalen Firmen sind wegen dem Finanzplatz hier angesiedelt und nicht wegen den Rohstoffen. Sie könnten ihr Geschäft auch anderswo erledigen, vor allem dann, wenn die Familie der CEOs einer ständigen Gefahr ausgesetzt ist.

Es reichen 10, zu allem entschlossene, Männer (nicht einzelne Spinner!), 10 weitere als Backup und eine minimalen Support der Bevölkerung – der bereits vorhanden wäre -, um die Schweiz an den Rand des Kollapses zu bringen. Es ist wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit, bis so eine Gruppe auftaucht.

P.S.: Tina Turner geht es noch gut. Wir gratulieren ihr zum Geburtstag.

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