Die Schweiz aus konservativer Sicht  
Teil 1

22. November 2009 von David Frankfurter

Soziologen haben herausgefunden, wie eine politische Bewegung entsteht. Dazu müssen 4 Elemente zusammentreffen. Erstes Element ist eine herannahende Katastrophe. Das zweite Element sind Ereignisse, die sich auf dieses Szenario zubewegen. Das dritte Element ist ein politischer Mainstream, der diese Entwicklung bewusst unterdrückt. Und zuletzt muss die Bewegung selbst eine Lösung für das Problem anbieten.

Treffen diese vier Elemente zusammen, liegt ein „political movement“  vor, der nicht mehr reversibel ist. Wir werden soeben Zeuge einer solchen Entwicklung.

Zu den Voraussetzungen …

Nicht jede Apokalyse ist geeignet

Als erste Voraussetzung braucht es ein Schreckensszenario. Aus der Religion sind sie als Apokalypsen bekannt. Doch es müssen keine Weltuntergänge sein, sondern Katastrophen, die abgewendet werden können.

Wäre der Untergang sicher, z.B. ein Meteoriteneinschlag, hätte das politisch keine Wirkung. Warum soll man kämpfen, wenn das Schicksal so oder so nicht mehr abwendbar ist? Auch muss die Katastrophe alle treffen und nicht nur die „Bösen“. Wenn man sich durch Wohlverhalten ihr entziehen kann, ist die Solidarität schnell vorbei.

Klassische Katastrophenlieferanten sind die Grünen.

Das Wichtigste sind Fakten und Ereignisse …

Es müssen zudem Ereignisse vorhanden sein, so die Wissenschaftler weiter, die unweigerlich auf diese Katastrophe zusteuern. Sie müssen von der Bevölkerung wahrgenommen werden und müssen sich im Lauf der Zeit verstärken.

Wer also nur ein paar grüne Männchen (Illuminati, o.ä.) zu bieten hat, wird wohl politisch kaum etwas erreichen und bringt es bestenfalls zum Sektenguru. Etwas seriöser machen es die Grünen. Sie entwerfen Apokalypsen, die erst eintreffen, wenn alle tot sind. Die Wissenschaftler, staatliche Angestellte, liefern gegen Forschungsetats dennoch “Beweise”. Wenn sich das Ganze nach ein paar Jahren als Blödsinn entpuppt, ist sicherlich schon die nächste Apokalypse erfunden.

Erfolgreich war hingegen die Anti-AKW-Bewegung. Jahrelang war die Angst vor Atombomben geschürt worden, um die Bevölkerung gegen den Iwan zu einigen. Als dann auch noch Kühltürme vor der Nase der verängstigten Leute in die Höhe wuchsen, ging der Protest wie von alleine los.

… die sich verstärken

Die Fakten müssen sich zudem schnell verstärken. Bleiben sie konstant oder verändern sie sich nur langsam, gewöhnt sich der Mensch an sie und lernt mit ihnen umzugehen. Die Politiker kennen das und wenden in solchen Fällen die Salamitaktik an. Ein klassisches Beispiel ist die EU-Politik des Bundesrates.

Wenn der Staat selbst schwarzmalt

Doch eine mögliche Katastrophe und Ereignisse, die sich in ihre Richtung entwickeln, sind noch kein Auslöser für eine neue politische Bewegung. Der Staat selbst wendet diese Taktik laufend an, in dem er zuerst den Teufel an die Wand malt, diesen mit mehr oder weniger wahren Tatsachen unterlegt und dann die Lösung in Form einer Steuererhöhung anbietet  (CO2-Abgabe, Schweinegrippe, Sanierung der IV, etc.). Die Soziologen konkretisieren:

Eine politische Bewegung entsteht erst, wenn eine Entwicklung gegen die bestehenden Interessen des Staates (oder wichtiger Interessengruppen) läuft.

Der Umweltschutz beispielsweise wurde lange als störend empfunden, weil er die wirtschaftlichen Interessen der Industrie gefährdete. Die Bevölkerung wollte nicht den Wohlstand riskieren und nahm anfänglich diesen Nachteil billigend in Kauf. Es dauerte 10 Jahre, bis das änderte und er ernst genommen wurde.

Der moslemische Einwanderung

Eine Entwicklung vereinigt alle Elemente perfekt in sich: die muslimische Einwanderung.

Als wilde Horden aus dem Osten sind den Europäern die apokalyptischen Einfälle der Hunnen, Mongolen, Araber, Türken und Sowjets genetisch fest verankert. Die Einwanderung über das Asylstatut und Familiennachzug ist zwar nicht so schockierend, doch fordert sie täglich ihren Blutzoll auf unseren Strassen. Und der wird immer schlimmer.

Jeder gesunde Körper würde sich wehren und die Entwicklung bekämpfen, doch diese Mechanismen wurden bewusst deaktiviert. Dadurch, dass die Einwanderung nur allmählich kam, und die Wirtschaft sich positiv entwickelte, bildete sich rund um diese eine eigene Industrie.

Der Staat ist gezwungen, nicht die Einwanderung zu bekämpfen, sondern gerade jene, die die Einwanderung bekämpfen.

Die ganzen Antirassismus-Kampagnen sind ein praktisches Beispiel dafür.

Gleichgesinnte sind noch keine Aktivisten

Jetzt  ist die Mischung perfekt, damit eine “movement” in ein “political movement” mutiert.

Die amerikanische Wissenschaftler sehen diesen Punkt erreicht,wenn eine Gruppe Gleichgesinnter zu einer identitätsstiftenden Gruppe mutiert.

Die Gruppe hat nun eigene moralische Werte und Interessen, die ihr eine Identität gibt, sie gegen aussen immunisiert und solidarisiert. Die Masse gerät nun in Bewegung.

Der Anti-Islamic-Movement  (AIM)*)

Wir werden zur Zeit Zeuge einer solchen Metamorphose. Die Anti-Islam-Bewegung mutiert immer rascher zu einer eigentlichen politischen Bewegung. Sie ist keine Strohfeuer mehr, sondern in ganz Europa unverkennbar. Sie hat auch schon längst ihre embryonale Phase hinter sich.

Die Bekämpfung

Das die Anti-Islam-Bewegung plötzlich so intensiv in Erscheinung tritt und das in ganz Europa, haben die Staaten sich selbst zuzuschreiben. Sie haben sie jahrelange bekämpft und so den “Caldera-Effekt” noch angeheizt. Soziologen sprechen von diesem Phänomen, wenn eine gesellschaftliche Entwicklung unterdrückt wird. Wenn der Druck von unten anhält, muss der Staat immer mehr Gegendruck erzeugen. Das funktionierte im Falle der AIM folgendermassen:

  1. Zuerst wird die ganze Gruppe stigmatisiert: Nazis, Ewiggestrige, usw. Man wirft ihnen vor, die Entwicklung nicht oder falsch zu verstehen.
  2. Funktioniert das nicht, werden die Exponenten medial exekutiert: Falschparken, unkorrekte Steuererklärung, aus dem Zusammenhang gerissene Zitate, die Journalisten haben freie Hand.
  3. Die Justiz und die Verwaltung beginnt mit der Drangsalierung. Die Mitglieder stehen plötzlich unter nachrichtendienstlicher Beobachtung. Das ist ein sicheres Zeichen, dass der Staat die Bewegung als potentiell gefährlich betrachtet.
  4. Auf der nächsten Eskalations-Stufe werden die Fakten unterdrückt. Die Nationalität der Täter darf nun nicht mehr ohne weiteres erwähnt werden. Auf dieser Stufe hat der Staat bereits kapituliert und weiss, dass er nichts mehr gegen die Ursachen unternehmen kann.
  5. Nun wird die gesamte Kritik der Einwanderung faktisch unter Strafe gestellt. Dazu dient das Antirassismusgesetz.

… ist aussichtslos

Noch nie in der Geschichte gelang es, eine solche Entwicklung aufzuhalten.Handelt es sich wie bei den Grünen um Umweltanliegen, so kann man sie integrieren. Auch mit gewerkschaftlichen Anliegen ist es gelungen. Doch wie geht man mit einer ungewollten Einwanderung um? Durch Integration! Das hat gut bei Italiener, usw. funktioniert. Doch was macht man mit einer Einwanderergruppe, die sich gar nicht integrieren will? Eine Lösung gibt es nicht.

Serie AIM


    Begriffe

    *) AIM

    Wir verwenden den Begriff  ”Anti-Islamic-Movement” AIM als Oberbegriff aller Bewegungen, die sich gegen ISLAM wenden. Diese Bewegung entstand in den 60ziger Jahren in den USA. Allerdings hat sie heute mit diesen Anfängen nichts mehr zu tun. Mehr dazu im 2. Teil.

    - Abgrenzung

    Political Movement grenzt sich einerseits ab von einem Movement (z.B. Freikörperkultur), andererseits aber auch von einer Revolution. Bei einer Revolution kommen noch tiefgreifende Veränderungen in Wirtschaft, Technologie und Gesellschaft hinzu.

    - Moslem, Muslim, Mohammedaner oder Muselmane

    Muselmane, abgekürzt Musel, ist die klassische Selbstbezeichnung der Muslime. Im deutschsprachigen Raum wirkt sie jedoch zunehmend veraltet. In den anderen Ländern Europas ist “musulmano” immer noch die offizielle Bezeichnung.

    Fast ausgestorben ist die Bezeichnung Mohammedaner/mohamedano. Der Begriff ist rein europäisch und bezeichnet einen Anhänger Mohammeds. Die Muslime selbst finden die Bezeichnung unpassend oder unzutreffend.

    Sich selbst bezeichnen die Gläubigen Allahs zunehmend als “musilim” (Gläubige). Es unterscheidet vom Musulmane insofern, als das er nicht nur ein Anhänger Allahs ist, sondern auch noch ein Gläubiger. Musulmane ist wesentlich säkularer. Ein weisser Schimmel hingegen ist ein “gläubiger Muslim” (ein gläubiger Gläubiger), hingegen ist ein gläubiger Muselmane ein Muslim.

    In den “unterworfenen” Gebieten Europas wir zunehmend der Begriff des Muslim verwendet, auch wenn sich viele Muslime bestenfalls als Musulmanen sehen und gar nicht auf ihre Religion reduziert werden wollen. Alternativ ist auch der Begriff Moslem erlaubt, dieser ist jedoch phonetisch vom Arabischen weiter entfernt.

    Im Ausland sind noch andere Begriffe geläufig. Auf dem Balkan werden Muslime generell als “Türken” bezeichnet. In Süditalien nennt man sie nach wie vor “szarazeni” und die Spanier nennen sie am liebsten “moros”.

    Ältere Beiträge zum Thema



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    1. [...] (Von David Frankfurter, im Original erschienen auf Winkelried) [...]


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