Die Schweiz aus konservativer Sicht  

2. Juli 2009 von Crime

topelement-1Zürich. Am Montag 13. April 2009, kontrollierten Schweizer Grenzwächter beim Grenzübergang St. Margrethen einen von Serbien herkommenden Reisecar. Dabei fielen den Beamten im Laderaum des Cars acht Kartonschachteln auf, welche in serbischer Sprache beschriftet waren. Bei der genaueren Kontrolle wurden mehrere hundert gebührenpflichtige Abfallsäcke der Stadt Zürich gefunden. Als die Zöllner im Car nachfragten, erklärte ein ca. 40-jähriger serbischer Reisebegleiter, dass er die Säcke für den Abfall der Reisenden gebrauche. Es stellte sich natürlich sofort die Frage nach der Echtheit der Abfallsäcke. Aufgrund der unklaren Sachlage wurden die 1800 Säcke beschlagnahmt. Daraufhin wurde für die weiteren Abklärungen die Stadtpolizei Zürich eingeschaltet. Die weiteren Abklärungen bei Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) ergaben, dass es sich tatsächlich um gefälschte 35-Liter-Säcke handelt. Ein solcher Züri-Sack kostet im Verkauf rund 2 Franken. Bei den Ermittlungen der Detektive stellte es sich rasch heraus, dass der betroffene Reisebegleiter nur eine Nebenrolle spielte und diese Säcke in Serbien entgegengenommen hatte, um sie dann in der Schweiz an seinen Auftraggeber weiter zu geben. Die Spur führte dann in einen anderen Kanton zu einem 37-jährigen Serben. Dieser wurde vorübergehend festgenommen. Im Rahmen der durchgeführten Hausdurchsuchungen in seinen Lebensmittelgeschäften in der Stadt und im Kanton Zürich konnten weitere gefälschte Züri-Säcke gefunden und sichergestellt werden. Insgesamt handelte es sich um rund 13’000 Exemplare. Im Verlaufe der Einvernahmen gab der Mann zu, dass er die Abfallsäcke in Serbien herstellen und durch den 40-jährigen Landsmann jeweils mit einem Reisecar in die Schweiz transportieren liess. Es ist davon auszugehen, dass seit mindestens einem halben Jahr einige tausend gefälschte Kehrichtsäcke so in die Schweiz gelangten und verkauft wurden. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen kann davon ausgegangen werden, dass die gefälschten Säcke nur in einigen wenigen Kleinläden zum Verkauf gelangten. Der Deliktsbetrag beläuft sich auf rund 26000 Franken. Der Serbe muss sich nun wegen Betrugs und Warenfälschung vor Gericht verantworten. Eine Expertise der sichergestellten Säcke ergab, dass die relativ guten Fälschungen beim Zugband Mängel aufweisen und dort rascher reissen, als dies bei den Originalsäcken der Fall ist. Die Fälschungen unterscheiden sich vor allem durch die Farbunterschiede in der Beschriftung und die Farbe des Zugbändels. Der echte Züri-Sack ist aus weissem Material mit blauem Bändel und ist blau bedruckt. Bändel und Aufdruck sind vom selben Züri-Blau. Die Fälschungen sind dunkler bedruckt als die Farbe des Zugbändels.Personen welche feststellen, dass sie gefälschte 35-Liter Züri-Säcke besitzen, werden gebeten diese an Entsorgung + Recycling Zürich, Hagenholzstrasse 110, 8050 Zürich zu senden. Diese werden dann kostenlos ersetzt damit der Abfall korrekt entsorgt werden kann. Bilder eines Original-Abfallsackes sowie eines gefälschten Exemplars können auf unserer Homepage www.stadtpolizei.ch heruntergeladen werden.

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  1. Redaktion

    Schau her, ich kaufe schon seit Jahren günstige Abfallsäcke beim Serben meines Vertrauens. Man findet die überall in den kleinen Lädeli in Zürich. Für einen Abfallsack zahlt man dort 1 Franken.

    Toll, dass man die nun noch kostenlos gegen Echte umtauschen kann. Ich verkaufe die Echten dann weiter für Fr. 1.50.

    Ist jemand interessiert?

    Gefälschte Abfallsäcke gibt es seit der Einführung der Abfallgebühren. Ist ja jeder blöd, der die sündhaft teuren offiziellen kauft. Erstaunlich ist, dass die Polizei erst jetzt reagiert. Aber gell, man will ja die kleinen Serben- und Albanerlädeli nicht belästigen. Könnte ja sein, dass einer wirklich scharf schiesst. Da ist es schon besser, man drangaliert einen Schweizer Wirt wegen irgendwelchen Vorschriften – das ist weniger gefährlich und meistens kann der die Busse dann auch noch bezahlen.

  2. Güselsäcke gefälscht. Also Ideen haben sie, das muss man denen lassen. Unser Ab- und Verzockerstaat auch linken und dabei noch ein paar Fränkli verdienen. Nach diesem Vorfall können wir dann bald mit einem Hologramm mit neuem Zürcherlogo auf dem Güselsack rechnen. Prädikat: Extra fälschungssicher, wird dann bei der Abfuhr von einem zusätzlichen dritten Mann hinten auf dem Güselwagen jeweils geprüft.

  3. Sollen die roten der Stadt ZH doch auf den Säcke noch ein UV fähiges Wasserzeichen einbauen, der die Müllmänner dann bei jedem einzelnen Sack beim abholen dieser überprüfen müssen mit scanner oder sowas, die Kosten werden herzlich gerne von den “weltoffenen, multikulturellen, umweltbewussten” Stadtzürchern übernommen die tapfer Rot wählen, bis zum bitteren Ende.

    Früher taten sie mir leid….

  4. Redaktion

    Früher war die Müllentsorgung Teil der Aufgaben der Gemeinden und durch die Steuern abgegolten. Die Abfallgebühr ist letzlich nur eine Steuererhöhung.

  5. Dies nennt man im Heutigen Jargon: “Verursachergerecht” Dafür landet der Güsel jetzt vermehrt auf der Strasse und im Wald wo er dann Steuerzahlergerecht wieder entsorgt werden kann.

  6. Berner Bär

    @Redaktion: Gebühren auf Kehrichtsäcke sind eine eine sogenannte “Lenkungssteuer”. Jeder Bürger bezahlt für das, was er verursacht, nicht mehr. Wer weniger Abfall macht, zahlt weniger. Vermeidung ist erwünscht.

    Im Gegensatz dazu treffen “echte Steuererhöhungen” alle im gleichen Mass.

  7. Redaktion

    Ja Lenkungsabgabe – theoretisch. Hast Du schon mal etwas nicht gekauft, weil Dir die dabei anfallenden Abfallgebühren zu hoch waren?


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