Die Schweiz aus konservativer Sicht  
Spanienkämpfer

13. Mai 2009 von David Frankfurter

Wenn im Süden Spaniens die Mütter ihre Kinder einschüchtern wollen, dann sagen sie “De van a cojer los suizos”, die Schweizer kommen dich holen. Das ist leider nicht Folklore, sondern hat einen wahren Hintergrund. Dahinter stecken die Spanienkämpfer, oder wie unsere Presse sie verharmlosend nennt, die “Kämpfer für die Demokratie und Freiheit”.

Wer waren diese Spanienkämpfer?

Wer sich ein bischen informieren will, kann einiges über die Rolle der schweizerischen Antifaschisten in Erfahrung bringen. Es braucht dazu lediglich gute Spanischkenntnisse und ein bischen Kenntnisse des Landes und seiner Geschichte. Die Schweizer Presse schildert diese “Antifaschisten” als wagemutige Kämpfer in den Schützengräben der Demokratie. Das mag sicherlich auf einige Schweizer zutreffen, doch die Aufgabe dieser “Freiheitskämpfer” war eine andere: sie wurden primär zur Erschiessung von Zivilisten eingesetzt.

Ausländer eigneten für eine solche Aufgabe besser. Sie sprachen nicht die Sprache der Einheimischen und nach dem Krieg wären sie ja wieder verschwunden. Die Republikaner teilten vor allem den Schweizern diesen Job zu “porque obedcian sin discutir” (Teniente Paco Medillas), weil sie “gehorchten”. Es ist z. B. überliefert, dass man italiensichen Anarchisten einmal mit der Erschiessung von Kriegsgefangenen beauftragt hatte. Diese – wie gute Anarchisten – organisierten zuerst ein “raduno generale” und liessen dann wissen, dass sie den Befehl nicht ausführen. “Los suizos” erledigten dann diesen Job ohne viel Federlesen.

Die SS der Republikaner

Von einigen Ausnahmen abgesehen (wahrscheinlich etwa ein Drittel) waren die Schweizer im spanischen Bürgerkrieg so etwas wie die SS der “Republikaner”. Ihre Aufgabe war es, Kriegsgefangene und Zivilisten zu ermorden. Wie z.B. in Baeza, wo an einem Sommertag die Kommunisten die Frau und drei Söhne, alle jünger als 10 Jahre, eines Bürgermeister fassten. Sie wurden den Schweizern zur “Behandlung zugeführt”. Da der Schweizer Verantwortliche Munition sparen wollte, liess er die Frau und die Kinder mit einer Axt erschlagen.

Bergier ja, spanischer Bürgerkrieg nein?

Wenn das Parlament nun diese Menschen begnadigt, dann rehabilitiert es faktisch Kriegsverbrecher. Es stellt sich die Frage, warum man nie diese Vergangenheit aufarbeiten wollte, obwohl die Informationen in Spanien problemlos zugänglich gewesen wären.

Darüber lässt sich nur spekulieren. Wahrscheinlich war man in den ersten Jahren nach dem Krieg gar nicht  an der Aufarbeitung der Geschichte interessiert, wie das Beispiel Deutschlands zeigt. Zudem war die Diktatur Francos nach 1945 faktisch ein Relikt. Erst Ende der 60iger Jahre begann in Europa die eigentlich Aufarbeitung der Kriegsverbrechen. Dummerweise fiel das mit den 68iger zusammen, die darunter natürlich nur Naziverbrechen aufgearbeitet wissen wollten. Verbrechen der Linken waren und sind bis heute Tabu.

Statt eine Bergierkommission hätte die Schweiz lieber diesen Teil der Geschichte aufgearbeitet. Die Republikaner ermordeten etwa 100′000 bis 150′000 unbeteiligte Zivilisten, einen bedeutenden Teil davon in den ersten Monaten des Krieges, als es noch nicht allzuviele Schweizer vor Ort hatte. Später wurden auch die Republikaner “disziplinierter”. Die potentiellen Opfer waren eh geflüchtet und das Rote Kreuz wirkte zumindest mit seiner Präsenz mässigend. Das macht aber die Arbeit der “Suizos” nicht besser. Im Gegenteil, es zeigt, dass die Morde der Spanienkämpfer nicht vereinzelte Exzesse waren. Sie verrichteten viel mehr systematisch Dreckarbeit.

In diesen Tagen ist es so ziemlich Mode, Kommunisten zu begnadigen. Da die Schweiz halt keine hat, kommen die Spanienkämpfer in de Genuss einer Rehabilitation. Mit der Rehabilitierung dieser Verbrecher, beschmutzt sich aber das Parlament seine Hände mit Blut – mit sehr viel Blut!

Ergänzende Informationen

Faschisten (die Falange) waren nur eine kleine Gruppierung im spanischen Bürgerkrieg. Die Mehrheit stellten die Carlistas (die Königstreuen), die Katholiken und die Landbesitzer, sowie die Armee. Auf der anderen Seite waren ebenfalls kaum Republikaner, sondern Kommunisten, Gewerkschafter, Anarchisten und – was den Konflikt massiv in den Länge zog – die Unabhängigkeitsbewegungen vor allem in Katalonien und im Baskenland.

Die Franquisten waren aber auch keine Heiligen. Auch sie vergingen sich systematisch an den politischen Gegner. Allerdings waren hier die Erschiessung von unbeteiligten Zivilisten seltener, weil die Disziplin der Truppen besser war. Wer von beiden der grössere Verbrecher war, ist zur Zeit Gegenstand von Diskussionen in Spanien. Die Meinungen der Experten schwanken da je nach politischer Lage hin und her. Diese Tatsache zeigt deutlich, dass die Geschichte selbst in Spanien noch gar nicht aufgearbeitet ist. Umso abtruser ist die Rehabilierung der Spanienkämpfer in der Schweiz.

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  1. Dass die linken Parlamentarier-Genossen, wovon es noch etliche Altstalinisten gibt, dies absurde Entscheidung getroffen haben, ergibt sich automatisch aus deren Gesinnung. Aber dass die FDP und CVP-ler noch mitgemacht haben, ist nicht nachvollziehbar. Besonders die CVP-ler mit einem C auf ihren Annalen müssten eigentlich wissen, dass die Republikaner sich insbesondere auch dadurch hervorgetan haben, als sie Hunderte von Priestern ermordeten und Nonnen vergewaltigten. Fehlt nur noch, dass man den CH-Stalinisten und Verbrechern ein Denkmal auf Staatskosten errichtet in Anlehnung an die Wienersche Praxis für den Verbrecher Che Guevara.

  2. Echnaton

    Das Brutalste an einem Bürgerkrieg ist immer der Anfang. Meistens gibt es keine klare Fronten. Jede Partei liquidiert dabei die Gegner, um das Gebiet zu “bereinigen”. Ein Historiker fand heraus, dass nur etwa die Hälfte der Morde wirklich politisch motiviert waren. In der Regel verwendet man die Gelegenheit auch gleich, um alte Rechnungen zu begleichen.

    @Oeko-Clown
    Grausamkeiten gab es auf beiden Seiten und diese müssen, egal wer sie begannen hat, schonungslos aufgeklärt werden.

    Den Vergleich mit der SS finde ich aber ein bischen vermessen. Die Spanienkämpfer wurden nicht spezifisch zum Ermorden von Zivilisten ausgebildet wie etwa die SS. Sie wuchsen aufgrund der Situation in diese Aufgabe hinein. Das entschuldigt sie allerdings nicht.

  3. schweinsleber

    das ist sehr schlimm.

  4. Echnaton

    Auch muss ergänzt werden, dass neben den antifaschistischen Kämpfer aus der Schweiz auch noch andere “Hilfskräfte” derartige Arbeit erledigten.

  5. Berner Bär

    @Echnaton
    Deine Aussage betreffend der “spezifischen Ausbildung der SS zur Ermordung von Zivilisten” bedarf der einer Entgegnung: Die SS war eine Elite-Einheit, die erst sehr spät in die Wehrmacht integriert wurde. Weder die Wehrmacht noch die SS wurden “spezifisch zum Töten von Zivilisten” ausgebildet.

    Das Bild des blutrünstigen Deutschen entstammt der britischen Greuelpropaganda. Die Briten waren ja bereits im Ersten Weltkrieg in Sachen Greuelpropaganda führend. Im Zweiten Weltkrieg begnügte man sich in London nicht mehr mit irgendwelchen abstrusen Erfindungen wie den “abgehackten Kinderhänden” oder den “gekreuzigten Kanadiern”, sondern man perfidierte die Sache: Um Stalin zu zeigen, dass man wirklich zusammenhält, begann man nun systematisch alle Kriegsverbrechen der Russen den Deutschen anzulasten. Dasselbe geschah im Westen. Das Ziel war klar: Man wollte nach Beendigung des Konflikts wie schon 1918 Deutschland die Alleinschuld unterstellen, auch um von der Tatsache abzulenken, dass man selbst nie abgerüstet hatte, wie in den verschiedenen Verträgen vorgesehen war, sondern nur altes Kriegsgerät durch neues ersetzte. Man brauchte ein “Tätervolk”, auf welches eingedroschen werden und das sich auch heute nicht wehren darf.

    Diese Propaganda wurde besonders in den neutralen Staaten (neutral iS von “Nichtkriegspartei”) intensiv betrieben. Das Ziel war eindeutig: Man wollte Sympathien von Anfang an unterbinden. Im Falle der Schweiz war das Ziel der Briten, dass die Schweiz ihre Funktion als völkerrechtliche Schutzmacht für Deutschland aufgab.

    Die “Bombardierung der Stadt Guernica” fand in diesem Sinne gar nie statt. Das Ziel des Angriffs war eine Brücke etwas ausserhalb der Stadt. Da die Technik noch nicht so fortgeschritten war und “chirurgisches Bombardieren” noch nicht möglich war, verfehlten einige Bomben das Ziel und trafen leider die Stadt, wobei – je nach Quelle – zwischen 100 und 200 Einwohner starben. (Wären die Amerikaner die Angreifer gewesen, wäre dies als “Kolateralschäden” abgetan worden und die Akte geschlossen worden.) Uebrigens: Das Bild “Guernica” von Picasso entstand VOR dem Ereignis, es wurde erst später nach der Stadt benannt.

    Das damals geltende Völkerrecht Repressionen in Form von “Erschiessungen in verträglichem Ausmass” liess zu. Das heisst nach einem Partisanenüberfall, hatte der Kommandant der betroffenen Einheit das Recht, nach einem Ultimatum zur Auslieferung der Partisanen, im betroffenen Gebiet Erschiessungen durchführen zu lassen. War die Wehrmacht beteiligt war 1:10 – also 10 Zivilisten pro gefallenen Soldaten – die Regel. Von den Alliierten sind Fälle bis 1:200 bekannt.

    Was die Disziplin der Truppe anging, war die Wehrmacht bis zum Schluss ungebrochen. Dies wurde auch von alliierten Kommandanten mit Hochachtung bestätigt. Soldaten, die sich an der Zivilbevölkerung vergingen, ohne dass diese in irgendeinerweise (verbotenerweise) in das Geschehen eingegriffen hatte, wurden bis zuletzt abgeurteilt.

    Bekanntlich kommt es für den Verlierer immer knüppeldick.

  6. Echnaton

    @Berner Bär
    Danke für Deine Ausführungen. Sicherlich ist es so, dass vieles noch gar nicht aufgearbeitet ist, insbesondere was die Verbrechen der Alliierten anbelangt. Allerdings zeichnest Du hier ein Bild, als hätte es sich bei den Deutschen um Blauhelme gehandelt.

    Beispiel: es stimmt, dass die Wehrmacht nur die Brücke bombardieren wollte. Man kann aber nicht mit dem Hinweis, die Waffe sei halt nicht so gut, damit auch noch 1000 Zivilisten unter Kollateralschaden abbuchen. Ein Techniker würde dann sagen, die Waffe tauge nichts und ein vernünftiger Militär würde sie nicht einsetzen.

    Du hast sicherlich auch recht, wenn Du sagst, das Völkerrecht sei damals ein anderes gewesen. Aber die Erschiessung von Kinder oder Frauen sah das Völkerrecht auch damals nicht vor.

    Natürlich sehen wir heute viele Ereignisse von damals mit den Augen von heute – und ich verstehe, dass ein Soldat im Gefecht durchaus Fehler machen kann. Irgendwo gibt es aber auch eine Grenze der Menschlichkeit, die nicht überschritten werden darf: wer also Zivilisten unbringt, vor allem wenn es sich um Kinder handelt, dafür habe ich niemals Verständnis.

  7. max

    Lieber Berner Bär, ich bin mir bewusst, dass der Wehrmacht und sogar der SS von Kriegsgegnern Greueltaten angedichtet wurden (wie auch umgekehrt). Und natürlich gilt nach dem Krieg “vae victis”. Tatsache ist aber auch, dass sowohl die Wehrmacht, als auch die Waffen SS Kriegsverbrechen begingen. Im Uebrigen ist die SS mitnichten nur eine Eliteeinheit der Wehrmacht gewesen, sie stellte auch das Wachpersonal in den KZ. Und dort war unter den Juden, Zigeunern, Schwulen, Priestern, politischen Gegnern vielleicht doch der eine oder andere Zivilist?

  8. schweinsleber

    soso die ss und die wehrmacht waren also gar nicht so schlimm?

    aha, dann sind also die kz, die massenermordungen von zivilisten in russland, die erschiessung von kommandosoldaten und kriegsgefangenen, die tötung von zivilisten in frankreich, die tötung von mio. russischer kriegsgefangenen also nur fiktion?

    es gibt keine rechtfertigung für die verbrechen der ss und teilen der wehrmacht!

  9. Berner Bär

    @echnaton und max
    Es geht mir ganz und gar nicht darum, aus der Wehrmacht und der Waffen-SS Heilige zu machen. Schon gar nicht um Rechtfertigungen von Untaten! Es ist mir absolut klar, dass ein Vorgesetzter in einer Zwangslage auch einmal etwas befiehlt, was er bereits Minuten später bereut.

    @schweinsleber
    Eine Antwort zu Ihrem Kommentar erübrigt sich …

  10. elminster

    @Berner Bär: Sorry, aber was du hier geschrieben hast ist absoluter Quatsch. Lies einmal ein Buch über die SS oder z.B. über das Schicksal des jüdischen Ghettos in Warschau (“liebe”, “unschuldige” SS …); aber natèrlich: Alles Propaganda und die lieben SS-Offiziere haben die Befehle danach sofort bereut.

  11. Karin

    Traurig das heute solches Verbrecher Gesindel rehabilitiert, Menschen die in ein fremdes Land gingen um Menschen zu töten. Soldaten sind Mörder und Mörder sind Verbrecher=Gesindel, das man sowas rehabilitieren kann ist mir unverständlich.

  12. elminster

    Der springende Punkt ist wahrscheinlich, dass viele dieser Spanienkämpfer bei ihrer Rückkehr eine mehr oder weniger lange Gefängnisstrafe absitzen mussten; deshalb nun die Rehabilitation.

    Meines Wissens muss man aber nicht allzu stark auf dieser CHer herumdiskutieren, so weit ich weiss waren es – verglichen mit z.B. Frk. , D., GB ua. und anderen Staaten nicht so eine riesige Anzahl von Kämpfern(ob prozentual gesehen das auch stimmt, weiss ich nicht).

    Die Verbrechen von den Anarchisten und Kommunisten (weniger von den Republikanern) gab es unbestritten; jedoch dass sich da eine “Nation” besonders hervorgetan hat, bezweifle ich sehr stark.

    Die ausländischen Kämpfer waren wahrscheinlich verblendete Idealisten, aber die hier dargestellte Verteufelung geht doch etwas weit (das gleiche gilt meines Erachtens auch für CH in deutschen Diensten; nur waren es weniger – evt. gerade weil die CH sich hier ziemlich einer Meinung war, dass Nazideutschland eine potentielle Gefahr für sie war)… (SS-Vergleiche)
    Man darf auch nicht vergessen, dass wir CHer bis lange ins 20 Jhd. hinein ein “Söldnervolk” waren; unzählige CHer sind z.B. in Asien für Holland gestorben; das Gleiche galt für die frz. Fremdenlegion. Sollte man diese Menschen auch verdammen? Eher nicht, denn sie hatten keine grossen Alternativen…

  13. Fuchs

    Die Waffen-SS waren eine Eliteeinheit. Die Totenkopfverbände waren die in den Lagern, die zum ermorden von Zivilisten eingesetzt und ausgebildet wurden. Auch die Gestapo gehörte zur SS. Sie ermordete vor allem politische Gegner und viele unschuldige die sich verdächtig machten anders zu denken.
    Es gibt aber verbände der Waffen-SS die sich nicht viel zu schulden haben kommen lassen. Zudem sind ab 1943 nur noch 40% der Wehrmacht Volksdeutsche gewesen.

    Die Deutsche Wehrmacht war deutsch, die SS europäisch.

    Die “Linken” waren nicht besser als die “Rechten”. Eigentlich waren ja sowieso alle Sozis, ob links oder rechts.
    Noch bis vor 200-300 Jahren war es für Schweizer üblich als Söldner in fremden Armeen zu dienen. Es nahm aber überhand und man hat gesagt Schweizer dürfen nur noch für die Schweiz kämpfen. Kein Schweizer soll auf dem Schlachtfeld jemals wieder einem anderen Schweizer gegenüberstehen. Dieser Grundsatz wurde jetzt aufgehoben. Die Verbrechen kommen nur noch dazu, weil man sie verschweigen will.

    @Karin
    Soldaten sind Mörder. Weil sie einen scheiss Job haben in dem sie töten müssen um nicht getötet zu werden? Sind Polizisten dann auch Mörder wenn sie jemanden erschiessen müssen?

    Ich habe mir schon oft Gedanken gemacht, was wäre wenn ich 70 Jahre früher geboren worden wäre. Ich wäre wohl mit 20 auf deutscher Seite kämpfen gegangen weil ich mich irgendwie dazu verpflichtet gefühlt hätte. Es wird immer wieder Krieg geben und dann braucht es Soldaten, leider. Ich hoffe aber ihr habt Nachkommen die für euch kämpfen.

    Die Nachkommen meiner Eltern werden nur noch für die Nachkommen meiner Eltern kämpfen und niemals für ein Land oder eine Idee, auch nicht für die Schweiz oder die Demokratie. Aber als Söldner für viel Geld kämpfte ich ja für die Nachkommen meiner Eltern, also für mich und meinen Kontostand.

  14. Peter Weber

    Beispiel von Geschichtsverfälschung im Tagesanzeiger: http://www.tagesanzeiger.ch/wi.....y/19569737

    Wann gibt es endlich mal hier eine Bergierkommission?

  15. baron77

    Den Linken geht langsam, aber sicher die Puste und er Stoff aus, darum versuchen sie wieder auf diese Art “Dreck” zu schleudern. Es sind die Ex-68er-Bildungsbürger, die sich Intellektuelle nennen. Alles “Schöngeister”.

    Man muss gar nicht so weit suchen, was die “Linksfaschisten” hier in der Schweiz tun und getan haben. Bestes Beispiel der 6. Oktober 2007 vor den NR-Wahlen in Bern Chaos und Terror der Vermummten und später bei der BR-(Ab)Wahl.
    Es sieht so aus, als hätte die Schweiz eine “Schattenregierung” von Richtern, Journis, Medienschaffenden, so wie bei der Zeit des Papstes Johannes Paulus II, als Ratzinger der “Schattenpaps” und jetziger Papst ist.

    In der Welt Regiert auch ein “Geheimregime”, u. A. die Bildenberger und Illuminaten.

  16. Karin

    Toller Artikel, wir haben ja hier schon ausführlich über dieses Gesindel(Spanienkämpfer) diskutiert. Der Artikel bestätigt mir nur einmal mehr das es General Franko brauchte um einen Völkermord der Kommunisten an der Zivilbevölkerung zuverhindern. Sozialismus bedeutet immer Völkermord, das sollte sich jeder hinter die Ohren schreiben.

    Aber es ist dennoch lustig wie Leute versuchen sie als verteidiger der Demokratie hinzustellen, welche die Schweiz vor einer angeblichen Invasion bewahrten. Die Schweiz hatte noch 800 SS-Freiwillige die sollte man auch Rehabilitieren als Bewahrer unserer Demokratie. :-)

  17. maurus

    @Karin
    du solltest schauen, dass dein Sohn nie ins Militär muss, den als Soldat müsste er vielleicht töten … dann wäre er auch ein Mörder.

    Lieber Herr Karin, ehrlich, mir scheint, du bist nicht ganz dicht!

  18. Elminster

    @Peter Weber: So ein sachlicher Text wie der in der NZZ ist hier anscheinend wirklich Mangelware…
    Mit Begriffen wie “Geschichtsverfälschung” , “Linksfaschisten”, “Gesindel” wird hier en masse herumgeworfen, aber jegliche Wissenschaftlichkeit beiseite gelassen! Dabei beschreibt diese Rezension genau sehr gut die VERSCHIEDENEN Seiten der Spanierkämpfer.
    Manchmal sollte man – wenn man überhaupt keine Ahnung hat – besser die Fres.. halten!

  19. max

    Lieber Elminster, zu Deinem Schlusssatz gratuliere ich Dir ausdrücklich. Da stellt sich aber die Frage, weshalb Du nicht mal…? In dem linken Rührstück (angezettelt vom Hobbyhistoriker Fässler zusammen mit seinem Komplizen Rechsteiner) geht es um nichts anderes als eine Aushebelung des Rechtsstaates. Das Verbot ausländischer Kriegsdienste war gerade die Folge der Reisläuferei und gilt (mit Ausnahme der Schweizergarde) bis heute für alle. Ups, stimmt nun ja nicht mehr, für Gutmenschen (sprich Linke) natürlich nicht. Wenn man denn nur auf der richtigen (linken) Seite steht. Dies allerdings ist eine Willkür- bzw. Gesinnungsjustiz, die in einem Rechtsstaat nichts zu suchen hat.

  20. Elminster

    @max: Es geht mir jetzt gar nicht um die Rehabilitation (Nichtrehabilitation) der Schweizerischen Spanierkämpfer (das sollen Politiker, Militärs, Juristen usw. entscheiden) sondern um die Art der Diskussion!

    Da machen sich gewisse Autoren die Mühe (übrigens gibt / gab es auch ähnliche andere historische Analysen zu diesem Thema) die einzelnen Biographien dieser Menschen zusammenzutragen und anhand von einer Analyse die verschiedensten “Gefühle” und Gedanken (auch negative) dieser “Objekte” darzustellen (Idealismus, Naivität, Instrumentalisierung usw.) und das Einzige was die grosse Mehrheit der hier anwesenden “Leser” fertigbringt ist mit hohlen und sinnentleerten Phrasen um sich zu werfen…DAS ist mein Problem!
    Ich erwarte sicher nicht pointierte Analysen über solche “heiklen” historischen Themen aber eine gewisse Beherrschung wäre doch ab und zu ganz sinnvoll.

  21. Berner Bär

    @elminister: “Manchmal sollte man – wenn man überhaupt keine Ahnung hat – besser die Fres.. halten!”

    Sehr gute Einsicht, gilt für die meisten Ihrer Komentare von oben. Es dürfte ja auch Ihnen bekannt sein, dass der grösste Teil der Geschichts- und “Sachbücher”, welche ein Thema rund um den Faschismus/Nationalsozialismus behandeln im Sinne der durch die Aliierten eingeführten Umerziehung nicht sehr objektiv sind. Das gilt auch für “Dokumentarfilme” (Guido Knopp lässt als eines der offensichtlich schlechten Beispiele grüssen.). Dabei muss es sich nicht einmal um Tatsachen handeln, die Kriegsführung, -handlungen oder die -güterwirtschaft betreffen. Beispiel gefällig? Letzte Woche kam ein Film über die deutsche Landwirtschaft während des Krieges. Der in den 50er Jahren geborene Autor versuchte krampfhaft Versorgungsengpässe und Hungersnöte zu konstruieren. Dabei fuhr er seinen Gesprächspartnerinnen (damals Hausfrauen und Bäuerinnen mit Kindern – wissenschaftlich als “Erlebnisgeneration” bezeichnet) zum Teil rüde übers Maul. Auch wurde ihnen mit perfiden Bemerkungen unterstellt, dass sie Günstlinge gewesen seien. Es entspricht der Wahrheit, dass die Versorgungslage schlecht wurde – jedoch erst im Frühjahr 1945 als Folge eines schweren Winters und der anhaltenden angelsächsich-amerikanischen Bombardemente, welche in zunehmendem Masse Versorgungseinrichtungen wie Lagerhäuser betrafen, um gezielt einen Grundnahrungsmittelmangel hervorzurufen. (Diese Taktik hatten die Briten schon 1918 mit der völkerrechtswidrigen Hungerblockade angewandt. Diese betraf übrigens auch die Schweiz und war eine der Mitursachen für die katastrophale zweite Welle der Spanischen Grippe!)

  22. max

    Lieber Elminster, bitte keine Stilnoten, schliesslich beziehst Du Dich auf die in der NZZ erschienenen Artikel. Die sind nicht sachlich, sondern freundlich gesagt dummdreist (die des Tagi übrigens genauso). Dort wird mit Worthülsen der eigentliche Vorgang, nämlich die Aushebelung des Rechtsstaates vernebelt. Es gab und gibt im Strafrecht keine Ausnahmetatbestände, die fremden Kriegsdienst erlauben würde (immer die explizit genannte Ausnahme Schweizergarde). Da ist mir jemand, der sich Deiner Ansicht nach einer “gewissen Beherrschung” nicht bemüssigt, allemal lieber als ein Schwurbeljournalist, der seine Leser desinformiert. Es gibt keinen Straftatbestand, bei dem “Idealismus, Naivität, Instrumentalisierung” zur Nichtverurteilung führt, lehnt doch das Staatswesen mit diesem Vorgehen die inkriminierte Tat ab. Einzig beim Strafmass kann dies eine Rolle spielen. Dieses Rechtsprinzip wurde bei den linken “Spanienkämpfern” (also den ach so Guten) ausser Kraft gesetzt und dies ist mit keinem anderen Wort als willkürliche Gesinnungsjustiz zu bezeichnen. Ich finde, über dies sollte man sich etwas mehr aufregen, als über die Wortwahl in einem Forum. Ausser, es würden einem die Argumente fehlen.

  23. Elminster

    Lieber Max,
    es geht mir eben gerade NICHT um nette Formulierungen, sondern um die Diskussion. Wenn jemand mit politischen Schimpfwörtern um sich wirft, ohne aber überhaupt etwas sagen zu wollen (und ohne diese Beleidigungen wirklich zu verstehen), so ist dies für die “Diskussion” nicht sonderlich nützlich…

    Zur Diskussion: Wichtig sind verschiedenste Aspekte / Themen
    (damalige Justiz/heutige Justiz; (damalige) Praktik des Strafrechts bei fremden Kriegsdienst (und sorry, aber die ist historisch gesehen bei weitem nicht so klar wie du das dargestellt hast); historische Aufarbeitung; damalige Wahrnehmung in der CH (z.B. auch zum Thema “damaliger Militarismus”, in Spanien und in anderen Ländern, politische Meinungen/Situationen der heutigen Politiker usw.). Schon nur die historische Aufarbeitung ist sehr komplex (vergleiche z.B. Karins und mein “Geschichtsbild”)…

    Falls also nun die Politiker (gestützt auf entsprechende unabhängige Expertenkommissionen) zum Schluss kommen, dass man die Spanierkämpfer (oder auch nicht!) rehabilitieren soll, so basiert dies auf einem komplexen “Findungsverfahren” und nicht einfach auf der persönlichen Meinung eines Internetusers (unabhängig ob man jetzt den Sozialismus als a) Verbrechen b) Paradies anschaut) – darum überlässt der Staat ja solche “Entscheidungen” nicht verschiedenen Bloggs…
    Nun kann man die kommenden “Entscheide” beurteilen und kritisieren, ja evt. sogar neue Entscheide anfechten / anfordern.
    Aber wenn man dann mit “Weltverschwörungstheorien” und anderem Unsinn auftaucht (böse linke gesteuerte Medien, böse linke Regierung usw.) muss man sich dann halt nicht wundern wenn man nicht ernstgenommen wird…

  24. max

    Lieber Elminster, wie gesagt, Stildiskussionen sind meistens ein Anzeichen mangelnder Argumente. Sollte es bei Dir nicht so sein, steht es Dir frei, diejenigen Poster zu ignorieren.
    Zu Deiner Aussage, dass die Anwendung der Strafnorm “bei weitem nicht so klar” war, finde ich im Standardwerk über Schweizer in fremden Diensten von Hans Rudolph Fuhrer und Robert Peter Frey allerdings nicht den Hauch von Belegen. Den Rest Deiner Ausführungen, entschuldige den Ausdruck, subsummiere ich unter dem Begriff Geschwurbel. Es sind gerade eben keine “unabhängigen Expertenkomissionen” am Werk gewesen, sondern rein politisch interressierte. Das Ganze orchestriert durch massive Medienpropaganda von SF, Tagi und (Hutter lässt grüssen) NZZ. Solltest Du auch Ius studiert haben, solltest Du Dir der Problematik “damalige Vorgänge” nach “heutigen” Gesichtspunkten zu beurteilen, bewusst sein. Die Rechtssprechung ist immer ein Produkt der Zeit, muss es ja logischerweise sein (oder hättest Du Dir den Entscheid des Bundesgerichtes zur Einbürgerung vor 30 Jahren vorstellen können?). Korrekturen können nur bei Verfahrensfehlern angebracht werden. Was an dem hier vorliegenden “Findungsverfahren” a) komplex war und b) rechtsstaatlich könntest Du mir gerne erklären. Der Tatbestand existierte schon damals, er existiert noch heute in unveränderter Form, die Taten sind klar, aber eben, ich harre Deiner fundierten Erklärung.

  25. maurus

    oh max, in Rechtssachen scheinst du ja eher besser bewandert zu sein als in Bankangelegenheiten ….

    wenngleich du wohl in der Vergangenheit erstarrt bist ….

  26. max

    Lieber maurus, mach Dir keine Sorgen. Für Dich reichts noch locker in beiden Bereichen. Zu meinem Erstarren: das habe ich zumindest partiell auch in Zukunft noch vor, das bleibt aber eher eine Sache zwischen meiner Frau und mir.

  27. Elminster

    @max: nun ja, natürlich ist es dir erlaubt meine Gedanken als Geschwurbel darzustellen! Nur folgendes:

    ” Es sind gerade eben keine “unabhängigen Expertenkomissionen” am Werk gewesen, sondern rein politisch interressierte. Das Ganze orchestriert durch massive Medienpropaganda von SF, Tagi und (Hutter lässt grüssen) NZZ. Solltest Du auch Ius studiert haben, solltest Du Dir der Problematik “damalige Vorgänge” nach “heutigen” Gesichtspunkten zu beurteilen, bewusst sein”

    Da unterscheidet sich eben unsere Haltung; ich sehe weder die von dir beschriebene “politisch interessierte Expertenkomission” noch die “massive Medienpropaganda”; wir sprachen vorher über eine in dieser Form durchaus üblichen Buchrezension in der NZZ…

    1936 ist nicht 1939-1945 und nicht 2009; wir befinden uns hier in einer Situation die für uns heute kaum mehr nachvollziehbar ist/war (wir haben z.B. seit 1945 im Kerneuropa keinen Krieg mehr gehabt (auch in seiner entsetzlichen abschreckenden Form 1939-1945); 1936 sah die Situation aber bedeutend anders aus…)

    Und schau dir einmal die Geschichte der CHer Söldner an: Dauernd fanden (z.B um 1500) “wilde Reisläufereien” der verschiedenen “eidg. Knechte” (mit riesigen Dimensionen) statt und die verschiedenen Orte versuchten zuerst zu sanktionieren und dann mit der Zeit – nachdem wahrscheinlich der Aufwand zu gross wurde – zu “lenken”. Natürlich: 1500 ist auch nicht 1936; damit wollte ich nur den WANDEL solcher Militärgesetzgebungen der verschiedenen Orte, der Eidgenossen und später des Bundesstaates aufzeigen. Und glaub mir: ein Grossteil der CHer in fremden Diensten im späten 19. Jhd und Beginn des 20sten Jhd. kam strafrei weg (siehe CHer in hölländischen Diensten), trotz eines durchaus vorhandenen Rechtswesens.

    Natürlich sollte man damalige Vorgänge nicht mit heutigen Augen betrachten; nur warum hat man damals diese Spanierkämpfer überhaupt bestraft (siehe Amerika)? Weil damals eine Epoche des “Militarismus” herrschte, der für heutige CH Bürger (auch in der Armee! Und unabhängig der politischen Weltansicht) undenkbar wäre. Es gibt dazu übrigens mehr als genug Bsp. in den verschiedenen Militärfonds im Nationalarchiv! Du hast Hans Rudolph Fuhrer erwähnt; lies doch einmal sein Werk über General Wille…in einer solchen hierarchisierten Armee würden heute nicht mehr viele CHer dienen wollen (unabhängig wie patriotisch sie nun sind)! Natürlich 1914-1918 ist nicht 1936, aber es liegt bedeutend näher als 2009…

    Meine Position ist klar: Rehabilitation muss nicht unbedingt sein, aber die hier ab und zu angetroffene primitive Verteufelung dieser CHer – meistens nur weil sie “links” waren – passte mir gar nicht…Historische / juristische Forschungen können nie 100% neutral und objektiv sein (obwohl ich denke, dass wir heute diesem Ziel näher kommen), aber trotzdem sind sie meistens ausserordentlich vorsichtig und ausgeglichen und haben solche Anpöbeleien à la Karin nicht verdient.
    ——–
    Geschwurbel Ende ;-)

  28. maurus

    @max
    mir scheint, dass du die elemtarsten Dinge der Kapitalanlagen nicht kennst oder begreifst. Macht aber nichts.
    SIntelligente Wesen haben ja die Fähigkeit, auch autodidaktisch aufzuholen. Musst du natürlich nicht.

    Für alle Fälle wünsche ich dir aber auch zwischendurch etwas Entstarrung in allen Lebenslagen. :-)

  29. max

    Lieber Elminster, da unterscheidet sich doch sehr vieles. Du stellst, die Medienpropaganda in Abrede, indem Du Dich auf eine Buchrezension zuirückziehst. Das ist ja wohl kein Argument. Die Kampagne hat es unbestritten gegeben. Du stellst die “Experten” als unabhängig dar, auch dies ist eher lächerlich. Unabhängige “Historiker” gibt es in der Schweiz ganz selten (erinner Dich doch mal an die unsägliche Bergier-Komission) und der Herr Fässler ist es schon grad gar nicht, bestreitet der Hobby-Historiker zu einem nicht unbeträchtlichern Teil sein Auskommen mit zugeschanzten “Aufträgen (Stichwort Nationalfonds).
    Du sprichst die Situation 1936 an: wenn Du mir bitte sagen könntest, inwiefern sich der angesprochene Artikel im Strafrecht seither verändert hat? Du scheinst nicht Jurist zu sein, ansonsten wäre Dein Hinweis auf die unterschiedliche Rezension (Tschuldigung, copyright Calmy- Rey) der Fakten, die zur Verurteilung geführt haben nicht möglich. Sicher hat es seit 1500 einen Wandel in der Militärgesetzgebung gegeben (wie in einigen anderen Bereichen glaub ich auch), aber nicht im in Frage kommenden Zeitpunkt. Dein Ansprechen des ach so bösen “Militarismus” dieser Zeit verrät mehr über Dich als über die Fakten. General Wille war ganz abgesehen vom Unsinn Deiner Behauptungen schon eine ganze Zeit nicht mehr im Amt, seine Einsatzdoktrin, sein Führungsstil waren schlicht und ergreifend der Zeit entsprechend. Dein Einwand, dass viele heutzutage in der Armee von 1914 nicht mehr Dienst leisten wollen würden, spricht erstens zu einem grossen Teil gegen die heutige Generation, handkehrum würden auch nur noch wenige ein Auto auf dem technischen Stand von 1914 kaufen wollen. Was Dir aber absolut fremd zu sein scheint, ist der Unterschied zwischen Rehabilitation und Begnadigung. Mit einer Rehabilitation erklärt das Parlament die Beweggründe der “Spanienkämpfer” als über dem Gesetz (das wie gesagt unverändert heute noch gilt) stehend, es wertet diese als gut, obwohl diese Leute linksextremistische Landesverräter waren und deren Agieren in diesem Konflikt nicht im geringsten untersucht wurde. Dies nennt man allgemein Willkür- und Gesinnungsjustiz.
    Wenn Du das Gefühl hast, die zeitgeistgemässe Geschichtsschreibung habe mehr mit den wirklichen Umständen als die Frühere zu tun, muss ich Dich fast bemitleiden. Geschichtsschreibung ist, wie die Juristerei, immer ein Produkt der Zeit, so moralisierend wie sie mommentan ist, wird sie korrigiert werden.

  30. max

    Noch zu Dir, lieber maurus, natürlich bist Du der Papst des Kapitalanlagenwissens. Das hab ich bei Deinen Aussagen bisher deutlich erkannt. Aber es kann halt nicht jeder so Sintelligent wie Du sein.

  31. maurus

    @max
    Diese Erkenntnis ehrt dich, das hätte ich dir schon lang sagen können.
    Für eine Jus hast du aber etwas eine lange Leitung.
    Na ja , Jus macht halt jeder, der nichts anderes weiss. Bist Du Blochers Sohn? Nein, der war immerhin noch Bauer.

  32. Berner Bär

    Unabhängige Expertenkommission in geschichtlichen Fragen – Was ist den das? Etwa so ein teures selbstbeweihräucherndes Grüppchen wie die Bergier-Kommission? Zwei Personen der Erlebnisgeneration nur als Alibi vorhanden, dann rausgeekelt, Eigendynamik entwickelt, unschuldige Bürger verunglimpft, Ziel völlig verfehlt und das alles selbstverständlich zu einem guten Preis! Von Kontrolle konnte überhaupt keine Rede sein. Der Auftraggeber (Bundesrat) erfreute sich an “Zwischenberichten”.

    In einer “unabhängigen Expertenkommission” zum Thema “Schweizer im Spanischen Bürgerkrieg” tummelten sich wohl Leute wie Jost, Ladner, Stutz, Frischknecht und Konsorten.

  33. max

    Ja lieber maurus, so eine Jus hat halt eine lange Leitung. Nicht wie eine Detailhandel oder eine Bauernhof. Offensichtlich bist Du keiner “der nichts anderes weiss”. Da gibst Du Dir schon sehr viel Mühe, dies immer wieder zu beweisen. Und wenn Du mal weiter brav bist, sag ich Dir, was ich als Erstes studiert habe.

  34. Elminster

    @max: Nein, jetzt legst du mir Wörter in den Mund, die ich so nicht geäussert habe…zum Militarismus: Die Gesellschaft von 1914 war sicherlich eine anders strukturierte Gesellschaft als heute. Aber keine besere oder “männlichere” (dein Vergleich mit dem Auto ist “abenteuerlich”)…Wenn grosse Teile der Zivilbevölkerung kaum mehr Einkommensquellen haben (mangels erst später eingeführtem “Erwerbsersatzausgleich) weil der männliche Part schlecht versorgt an der “Front” vor sich hin vegetiert, dann denke ich dass nicht nur der “Einsatzwille” der Armee bös gelitten hätte (wurde zum Glück nicht getestet!). Die Situation war meines Wissens relativ ungemütlich (im Gegensatz zum 2 WW. wo die Moral der Truppen entschlossener waren).

    Zu den unabhängigen Historiker(Juristen)kommissionen: Man kann sie aus einem einzigen Grund angreifen, nämlich dann wenn sie die Quellen ungenau betrachtet oder falsch interpretiert /gewichtet (sprich Schlussfolgerungen) haben. Und nicht weil einem Individuum die (politischen) Folgen nicht gefallen…So wäre ich wirklich gespannt, was für objektive Kriterien gg. z.B. den Bergier-Bericht sprechen! Wo haben sie sich falsch verhalten??

    Wer anhand einer Rezenssion eine Medienpropaganda sehen will – sein Recht. Aber bei dieser “Empfindlichkeit” denke ich – meine persönliche Meinung – würde man nur noch Medienpropagandas sehen (z.B. Genfer Eklat / Iranischer Präsident – muss Israelische Propaganda gewesen sein…). Aber unsere Medienlandschaft funktioniert meines Wissens nicht so.
    Es ist (zu) spät, ich werde mir die Sachen später genauer durchlesen…

  35. maurus

    @max
    ich bin immer brav, weisst du doch … :-) bin gnaz Ohr.
    Ich bin zwar auch strudiert..ganz bodenständig, beweist aber uach nichts.
    Ich kenne mehrfach Studierte, die sind immer noch blöd geblieben.

  36. max

    Lieber Elminster, langsam solltest Du Dich schon entscheiden, was Dich an der Armee von 1914 stört. In einem Beitrag kritisierst Du den Grund für die Ablehnung durch die heutige Generation in der “hierarchisierten” Armeestruktur unter General Wille, dann, meine Einwände nicht beantwortend, ist’s plötzlich der fehlende Erwerbsersatz. Dein Fehler, wie auch der Fehler der Bergierkomission ist (abgesehen von der völlig einseitigen Besetzung) Geschichtsschreibung aus dem heutigen moralisierenden Blickwinkel zu betreiben. Die Stimmung in der Bevölkerung, die Angst, die Ungewissheit wird völlig ausser Acht gelassen, dafür werden (im Nachhinein ist man meistens klüger) Betragensnoten verteilt. Das Nichteinbeziehen, ja ddas lächerlichmachen der Zeitzeugen gehört da ebenso zum Konzept wie nachträgliche Gewissheiten (“die Schweiz hätte noch viel mehr Flüchtlinge aufnehmen können”). Dies ist keine Geschichtsschreibung, sondern eine politische Abrechnung. Wenn Du eine Kampagne zugunsten der “Spanienkämpfer” in Abrede stellst, dann verfolgst Du die Medien wahrscheinlich nicht sehr intensiv. Etwas befremdlich wirkt auf mich Deine Komissionsgläubigkeit. Anscheinend genügt’s für Dich, wenn sich eine Gruppe den Namen Komission gibt (oder vom Bundesrat ernannt wird) um danach deren Ergebnisse kritiklos abzunicken, vor allem dann, wenn es ins eigene Konzept passt. Denn nochmals : die Fakten sind dermassen klar, die Rechtsgrundlagen bis heute unverändert, dass es da gar keinen Spielraum für “Findungskomissionen” geben kann. Auf den juristischen Unterschied zwischen Begnadigung und Rehabilitation (und die politische Aussage dahinter) bist Du wohlweislich nicht eingegangen. Lieber Elminster, es ist nicht gut für einen Rechtsstaat, wenn sogar die Rechtsgeschichte nach (linken) Zeitgeistkriterien umgeschrieben wird.

  37. max

    Lieber maurus, was auch immer Du mir sagen wolltest, keine Angst, ich spiel mit Dir, sobald ich wieder etwas Zeit habe.


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