Die Schweiz aus konservativer Sicht  
Ratlosigkeit

28. April 2009 von Kulturbereicherer

Eines ist nun klar: die europäischen Regierungen sind am Ende ihres Lateins angekommen. Ob die vielen Milliarden, die sie in die Wirtschaft pumpten, auch wirklich wirken, weiss niemand. Und wenn doch, wann?

Und dabei steht noch das Schlimmste erst noch bevor. Die Banken in Europa haben im Durchschnitt jetzt schon 90% (!) ihres Eigenkapitals abgeschrieben, um die Miesen zu decken.Wer an einem Ökonomentreffen teilnimmt, wird mit allen möglichen  Thesen bedient: Inflation, Deflation, Depression, Massenarbeitslosigkeit. Selbst die, die es wissen sollten, sind ratlos.

Nicht so Winkelried. Wir fassen hier kurz unsere bisherigen Thesen (Links zu den Artikeln) zusammen:

  1. Ursache ist die Hypothekenvergabe in den USA durch die Administration Clinton.
  2. Die Krise verläuft in 3 Phasen: Finanzkrise, kurze Erholung, Krise der Realwirtschaft
  3. Bei der Krise handelt es sich um eine Deflation.
  4. Der Tiefpunkt wird dann erreicht sein, wenn das BIP um 20% abgesenkt ist, sofern keine dramatischen Ereignisse (Kriege, Unruhen, Zusammenbruch der EU) eintreten.
  5. Die Schweiz wird besonders hart getroffen, weil der Bankensektor faktisch wegbricht. Zudem wird die Schweiz eine schlimme Inmobilienkrise bekommen, sobald sich der Zinssatz an die EU angleicht.

Voraussichtlich dauert die realwirtschaftliche Niedergang bis 2011, um sich dann langsam zu erholen. Bis dann kann viel passieren und es ist wohl jetzt schon sicher, dass die Schweizer Bevölkerung keine Lust mehr hat, ganze Horden von Kulturbereichern samt ihren Fürsprechern zu finanzieren.

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  1. Ich sehe Winkelried hat seine Aufgaben geamcht und sieht die Dinge die da Kommen richtig.

  2. Crime

    Als selbständiger Unternehmer (Werbung/Marketing) habe ich Kontakt mit vielen Firmen. Ich kenne Firmenbesitzer, die ihr ganzes Kapital und Herzblut in ihren Betrieb gesteckt haben und nahe am Verzweifeln sind. Sie möchten wohl ihre Mitarbeiter behalten und versuchen mit Kurzarbeit-Modellen ihre Betriebe über Wasser zu halten. Das geht bei Auftragsverlusten bis minus 60% – und teilweise noch mehr – nicht mehr lange. Die Banken sind keine Wohlfahrt-Organisationen und daher mit Krediten äusserst zurückhaltend. Meiner bescheidenen Meinung nach werden Massen-Entlassungen nicht zu vermeiden sein.

  3. Redaktion

    Das Drama der Gewerbler ist uns bekannt. Sie buttern ihr ganzes Geld in das Unternehmen und stehen am Ende doch ohne nichts da. Bestenfalls haben sie noch arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen.

  4. Sürmel

    Chunt scho wider guet…..!

  5. maurus

    “Ursache ist die Hypothekenvergabe in den USA durch die Administration Clinton. ” Falsch, gelogen, üble Nachrede ..

    Die Administration Clinton heisst wohl Lehmann Broth. und Freddie Mac …

    war wohl ein Scherz, was? Richtig ist, dass die Regierung zu Hypothekenvergabe angeregt hat, aber nicht, dass auch gleich die Schuldzinsen kapitalisiert und in neue Schulden gewandelt werden.
    Das war die tat der findigen Banker.

    Ausserdem ist da noch das Leben auf pump mit möglichst vielen Krditkarten, davon werden wir wohl noch hören.

  6. Redaktion

    @maurus
    Lies doch den Artikel dazu, statt hier blöd herumzukrakeelen.

  7. Crime

    @Redaktion

    Als Verteidiger der Rede- und Meinungsfreiheit geht mir dieser maurus trotzdem langsam aber sicher auf den Sack. Wird der eigentlich von Linken gesponsert um auf diesem Blog zu provozieren und für eine geistige Unruhe so sorgen?

  8. Redaktion

    @Crime
    Maurus und Konsorten sind schwer vom Leibe zu halten. Da müsste einer den ganzen Tag Kommentare moderieren. Dieser Aufwand ist zu gross.

    Andererseits ist es auch gut, dass im Kommentarbereich auch konträre Meinungen zum Bericht erscheinen. Auch Winki hat die Wahrheit nicht gepachtet.

  9. Fuchs

    Man kann auch gut die Wahrheit mit den Ansichten von Linken, Kommunisten und unseres Bundesrates vergleichen.

  10. Karlchen

    Und von wo habt ihr diese Analyse? Hat sie euch einfach so ueberkommen? Von Quellenangaben scheinen die AutorInnen nicht all zu viel zu halten. Also nach wissenschaftlichen Kriterien verhebt sie nicht. Ausserdem moechte ich mir doch die Freiheit nehmen sie aufs heftigste an zu zweifeln.

    Fuer die Krise verantwortlich ist viel mehr:

    1. Eine Kapitalueberproduktion, welche
    2. Die Profitraten in der “Real Wirtschaft” absinken laesst, was dazu fuehrte, dass
    3. Kapital ueberall hin geschickt werden musste, wo es sich noch irgendwie verwerten konnte, vor allem in unsichere und spekulative Anlagen. Diews fuehrte zu
    4. Einem massiven Anwachsen von fiktivem Kapital, also Kapital Anlagen, welche nun als Derivate etc. mehrmals auf dem Markt auftraten was schlussendlich zu einer
    5. Ueberkapitalisierung fuehrte, so dass die Finanzprofite nicht mehr aus der Realwirtschaft gedeckt werden konnten und es zur Krise also zur massiven Entwertung der Kapitale kommen mussten.

    Dafuer ist weder die Gier der Banker, noch die Linke verantwortlich, sondern der Zwang des Kapitals sich immer besser zu verwerten und in der Konkurrenz zu bestehen.

    Wie tief die Krise ist haengt davon ab, ob gewisse Maerkte, wie China ihre Konsumkraft beibehalten koennen, oder unter dem Druck der Krise kollabieren. Oder es muss zu einer massiven Kapitalvernichtung wie nach 1929 kommen. Kapitalismus ist immanent krisenhaft, das sage ich nicht weil ich ein guter Mensch bin, sondern weil das das einzige Resultat ist, auf welches man kommt, wenn man es mit der Wirtschaftsanalyse genau nimmt. Ich finde es auch unangebracht die Banker an zu greifen, denn sie exekutieren nur die Logik welche das Kapital aus seinen inneren Bewegungsgesetze diktiert. Wer sich mal die Muehe machen wuerde bei Marx rein zu schauen wuerde feststellen, dass er nicht ein Utopist, sondern einfach ein guter Wirtschaftswissenschaftler war.


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