12. April 2009 von
Hans lebt in Zürich und ist ein guter Europäer. Mit viel Schweiss und einem Erbvorbezug hat er sich ein kleines Häuschen im Grünen leisten können. Auch sonst ist er zufrieden mit seinem Leben. Die Medien informieren ihn über alles wesentliche. Der Bundesrat kümmert sich um die Politik, was ihm den Gang zur Urne meist erspart. Dieser kämpft unermündlich dafür, dass die Rechtsextremen (SVP) nicht die Macht im Land übernehmen und uns ins Mittelalter zurückversetzen.
Vor ein paar Tagen wollte Hans einen Kulturbeitrag auf dem ARD schauen. Per Zufall schaute er noch die Nachrichten und erfuhr, dass die SPD (nicht irgend eine linke Extremistenpartei) eine Reichensteuer einführen will. Zudem soll auch bald der Mindestlohn angehoben werden.
Danach gab es noch schönen russischen Folklore. Was Hans nicht verstand, war der Inhalt. Wir liefern diesen hier kurz nach:
Brüder zur Sonne zur Freiheit
Brüder zum Lichte empor
hell aus dem Dunkel vergangen
leuchtet die Zukunft hervor
hell aus dem Dunkel vergangen
leuchtet die Zukunft hervor
Seht wie der Zug von Millionen
endlos aus Nächtigem quillt
bis euer Sehnsucht Verlangen
Himmel und Nacht überschwillt
bis euer Sehnsucht Verlangen
Himmel und Nacht überschwillt
Brüder in eins nun die Hände
Brüder das Sterben verlacht
ewig der Sklav’rei ein Ende
heilig die letzte Schlacht
ewig der Sklav’rei ein Ende
heilig die letzte Schlacht
Aber eben, solange die Rechtsextremen – woher auch immer – nur nicht an die Macht kommen, ist alles gut. In diesem Sinne, frohe Ostern.
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Das soll wohl ein Witz sein, dass die SVP eine rechtsextreme Partei ist oder? Seid wann ist eine ehrliche Meinungs-Freiheit ein Verbrechen?
Unsere Gegner hören halt nie gerne die Wahrheit, sie stehen lieber zu ihren Lügen.
Diktatur des Proletariats eben….
@Jack Locke: Meinungsfreiheit tut immer demjenigen weh, der nicht vorteilhaft davonkommt. Ein Beispiel in der Schweiz ist das ARG, ein Beispiel aus der BRD sind die Artikel wegen “Volksverhetzung”. Beide Strafnormen können gebeugt werden, damit der Betroffene auch wirklich drangenommen werden kann.
Während dem Kalten Krieg gab es doch den folgenden Witz betreffend Meinungsfreiheit: Auf einer Konferenz treffen sich der amerikanische und der sowjetische Aussenminister. Beide sprechen über die Vorzüge ihrer Länder. Nach einigen alkoholischen Getränken kommen sie auf das Thema Meinungsfreiheit. Dabei verurteilen sie China. Der Russe will nun von seinem amerikanischen Amtskollegen wissen, was mit einem Mann geschehe, der dem Präsidenten als “A…loch” beleidige. Dieser werde gebüsst, müsse jedoch keine Strafe absitzen. Auf die Gegenfrage des Amerikaners antwortet der Russe: “In dem Fall müsste der Mann seine Busse für 25 Jahre in einem Gulag absitzen.” Der Amerikaner sah ihn verdutzt an. Erklärte der Russe:”Wissen sie Kollege, wir garantieren beide die Meinungsfreiheit. Doch es ist immer ein Unterschied, ob sie den Bürgern auch nach der Meinung die Freiheit garantieren!”