6. April 2009 von McCarthy
Es wird lange dauern, bis wir zuverlässig erfahren, wieviel Kapital aus der Schweiz in den nächsten Monaten abfliessen wird. Die Schweiz verwaltet etwa 4000 Mrd Dollar. Gleichzeitig erhält man in der Schweiz die niedrigsten Zinsen in ganz Europa (oder gar in der Welt). Das Kapital kommt also vor allem wegen dem guten “Service” zu uns.
Nehmen wir einmal an – konservativ geschätzt – dass die Hälfte dieses Kapitals nicht ganz so versteuert wurde, wie sich die dortigen Steuerbehörden das gewünscht hätten. Dann liegen in der Schweiz etwa 2000 Mrd. Schwarzgeld. Die Verwaltung dieses Geldes gibt etwa 50000 direkt, indirekt etwa 200000 Personen Arbeit. Verschwindet das Kapital, verschwinden auch diese Jobs.
Es ist allerdings nicht so, dass das gesammte Schwarzgeld abfliesst. Nicht alle Länder haben Steueramnestiegesetze. Deshalb kann es sein, dass einige Olgarchen nicht mehr in ihre Heimat zurück können und sich dafür in Zürich irgendwo eine schöne Villa bauen.
Sicherlich verlieren wir aber die 4-500 Mrd. aus Deutschland.
Man kann es drehen und wenden wie man will: unser Bundesrat hat in der Schweiz allein im Finanzsektor (und deren Zulieferer) 100000 Arbeitsplätze gekillt. Dazu kommen noch etliche Arbeitslose, die Aufgrund der Wirtschaftskrise so oder so anfallen.
Helvetia, zieh Dich warm an!
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Nicht zu vergessen die Arbeitslose durch:
Nicht einhalten von Staatsverträgen der EU Länder
Protektionismus der EU Länder
Schweizer Banken Bashing
Erpressungen der EU & USA
Usw.
Und natürlich wegen der unfähigen Regierung. Nicht jeder erhält ein Pöstli dank den Beziehungen mit der SP, sonnst könnte man all die Arbeitslosen und Ausgesteuerten dort hin schicken.
Das Bankgeheimniss wird nun also als schweizerische Tradition erklärt. Entstanden in der 30er Jahren ist dies für mich genausowenig eine Tradition wie Fondue oder Raclette in der Deutschschweiz, welches in der D-Schweiz vor den 50er-jahren kaum jemand gekannt hatte!! Wahre Traditionen, meine lieben Leute, sind etwas älter. Tb. gabs doch da mal ein so genannter Solddienst, jener war doch auch mal eine ‘Tradition’, oder nicht?
Und auch wenn nun einiges Geld aus der Schweiz abfliessen sollte, verarmen werden Wir nicht. Dafür hat die Schweiz genug andere Wirtschaftssektore, welche ehrlich ihre Produkte und Diensleistungen anbieten werden können, auch der schweizer Finanzplatz wird noch weiter existieren, nicht zu vergessen: Es haben mit der Schweiz auch andere Staaten die Oecd-Standards übernommen, also mal ganz locker nehmen. Es erwischt schon die rechten….
Ein Käse mit vielen Löchern, so wird unser Bankgeheimnis früher oder später aussehen, auch wenn der Bundesrat anderer Meinung ist.
Sollte wirklich der Fall X eintreffen, werden wir noch bis Ende Jahr, sehr viele Arbeitslose mehr dazu kommen.
So oder so, müssen unsere Banken in Zukunft kleinere Brötchen backen, um wieder einen guten Ruf in der Welt zu haben. Ich selber bin überzeugt, auf unseren Banken ist das Geld immer noch am sichersten, diesen Status werden unsere Neider niemals erreichen.
@Anonym
“Und auch wenn nun einiges Geld aus der Schweiz abfliessen sollte, verarmen werden Wir nicht. Dafür hat die Schweiz genug andere Wirtschaftssektore, welche ehrlich ihre Produkte und Diensleistungen anbieten werden können”
ok, was aber wenn Frau Calmy-Rey die OECD wirklich dazu bewegen kann unsere Steuerhoheit abzuschaffen? (Ich sage bewusst, dass sie von der OECD oder EU abgeschafft wird, denn der BR ja nur noch Befehle von denen ausführt)
Wenn dieser Standortvorteil auch noch ausfällt, was bleibt dann noch von den Wirtschaftssektoren, welche ehrlich ihre Produkte und Dienstleistungen auch sonstwo herstellen und anbieten können (günstigere Arbeitskräfte, keinen teuren Sozialstaat)?
Lieber “Anonym”, bald werden uns alle achten weil wir vor lauter Gutsein unsere Standortvorteilen der vermeintliche “Gerechtigkeit” preisgegeben haben.
Versuchen aber mal dich mit Achtung zu ernähren, vorallem wenn noch ca. 200000 Kosovaren beim Staat aus lauter Gewohnheit die hohle Hand machen.
Selbst diese worst Case Szenarien sind jedoch zu begrüssen:
Ohne Sozialalmosen für bildungsferne Schafhirten dürfte sich die Heimat schon bald von sämtliche kulturelle Bereicherungen befreit haben, hoffe ich zumindest.
Es wäre mir nähmlich recht bis an mein Lebensende Schwartenmagen und Kabis zu essen wenn ich dafür keine Kameltreiber und Mamelukken auf der Strasse sehen muss.
Die Krise können wir Schweizer überwinden, und deshalb ist sie zweitrangig gegenüber die Zersetzung unserer Volksgemeinschaft und die Untergrabung unsere Willensnation: die Schweiz.
@schlechtmensch
Sehr gut formuliert.
Die SVP hat schon das Flugverkehrabkommen torpediert, die Folgen sehen wir seit Jahren.
Die SVP hat sich seit Jahren geweigert, das Bankgeheimnis den Anforderungen anzupassen (nur schrittchenweise im Fall Marcos, Geldwäscherskandal, Namenlose Konten ..), die Folgen sehen wir jetzt.
Wer glaubt, andere Staaten seine so naiv und gucken zu, wie Schweizer Banken auf ihre Kosten Kohle machen, ist ja selber reichlich naiv.
Ein schlauer Gauner ändert dauern seine Taktik. Das haben wir leider dank der SVP versäumt. Zottel hüten ist eben für die Intelligenz nicht förderlich.
Die SVP, die SVP, die SVP…
Und was tun die linken?
Ich meine nebst den Gratulationsbriefe an der OECD fürs gelungene Erpressen der Schweiz.
Offenbar wurde links von Christa Markwalder noch nicht begriffen, dass z.B. 7,6% MWST für die Wirtschaft und die die ihr Geld von ihr bekommen besser sind als 19% MWST.
Die linken und die Chaos Theorie….
die Erpressungstheorien …lächerlich. Die Schweiz hat ab und zu Geld ausgeliehen.
Was die SVP tut, sie ist gegen alles, schiebt alles den linken in die Schuhe. Die linke hat schon x Vorstösse zur Abschaffung des Bankgeheimnis (nicht zu verwechseln mit Bankkundengeheimnis) gemacht.
dass einzelne unverbesserliche SP-ler immer noch EU-gläubig sind, ist fast so schlimm, wie jene SVP-ler, die glauben, dass andere Staaten dulden, dass wir auf ihre Kosten leben wollen (Steuerbetrug).
@maurus: Was ist denn bei laut Ihnen der Unterschied zwischen dem “Bankgeheimnis” und dem “Bankkundengeheimnis”?
Wir leben sicher nicht auf Kosten anderer Länder. Die Summen, die den Staaten aus “Steuerbetrug” entgehen sind gering. Den Staaten entgehen wesentlich mehr finanzielle Mittel durch Korruption. Ein Beispiel gefällig? Hätte Russland zur Zeit von Boris Jelzin sämtliche durch Korruption und bewusster Fehldeklaration entgangener Zolleinnahmen einkassieren können, hätte der Staat seinen Renter gut zwei Jahre problemlos die Rente ausbezahlen können.
Es ist übrigens auffallend, dass genau mit der Abschaffung von Zöllen die Verschuldung der Staaten exorbitant angestiegen ist.
@Maurus
Ausser den linken gibt es gar nichts abzuschaffen.
Wir leben auch nicht auf kosten anderen, es ist ihnen nähmlich freigestellt effizient zu verwalten und Steuern zu reduzieren auf einen gerechten niveau.
Falls dies unmöglich ist aufgrund von Zentraletatistische Gigaverwaltungen und Funktionärenaristokratie hat uns dies einen feuchten Dreck zu kümmern.
Schliesslich war es ja auch eine noble Tat als verfolgten aus dem 3 Reich eine “Oase” hatten wo sie ihr Geld verbergen konnten bis zum Ende des 1000Jährigen Reich.
Und da der Vergleich EU=Hitler auch nicht weit her geholt ist….
@Berner
Bankgeheimnis betriftt das Verhältnis zwischen der Bank und dem Staat (auch ausländischen).
Bankkundengeheimnis betriftt das Verhältnis zwischen der Bank und dem Kunden, der Staat hat keine Einsicht auf Kundendaten.
“Helvetia, zieh dich warm an” gilt nicht nur für den Bankensektor.
Vekselberg hat sich nun also auch noch Sulzer unter den Nagel gerissen (die vorher von ihm übernommene Oerlikon-Bührle wurde z.T. schon weiter verscherbelt, die Halbleiter-Produktion ging nämlich an die Holländer).
Sulzer finanziell und technologisch weissbluten und dann liquidieren.
Das wird ganz im Sinne von Vekselbergs Meister, Zar Putin dem Grossen sein.
Was mich erstaunt ist, dass sich trotz der Wichtigkeit des Geschäftes für die Schweiz, offenbar nur 62.5% der Stimmberechtigten Aktionäre zur Generalversammlung nach Winterthur begaben.
http://www.swissinfo.ch/ger/ne.....ositionT=3
Zum Kotzen ist auch, dass der Staat einfach untätig zuschaut, wenn die heimische Wirtschaft und damit das wirtschaftliche Standbein unserer Freiheit langsam verloren geht.
@Dr.Liffsey
Du kennst dich (auch als Dr. in was) nicht sehr gut in Aktienrecht aus.
Da könnte dir Blocher helfen, er hat es nämlich revidiert, mit den nun bekannten Folgen. Er wusste es halt nicht besser.
Auch wenn 100% der Aktionäre zur Abstimmung gehen, viele sind Grossaktionäre, Depotstimmen und Institutionelle. Oder konntest du (als indirekter Aktionär via PK) an der Abstimmung teilnehmen?
Sagt mal Blocher schön danke.
Ausserdem hat die ZKB (Hausbank von Sulzer) hinter dem Rücken dess Kunden (Sulzer) den Deal eingefädelt, stand einige Zeit in den Medien. ZKB-Präsident: Oberholzer, SVP.
ja, zum Kotzen, diese SVP-Elite.