5. April 2009 von Redaktion
Wie wir gestern schon erklärt haben, ist die Deflation in der Wirtschaft etwa dasselbe wie eine Depression beim Menschen. Viele fragen sich, wie diese Abwärtsspirale durchbrochen werden kann?
Entweder Absturz oder Gleitflug?
Die erste, wohl kaum wünschenswerte Lösung, ist etwa vergleichbar mit einem Flugzeugabsturz. Irgendwann kommt einfach der Boden, dann ist der Fall beendet. Dieser würde ca. auf der Hälfte des heutigen Bruttosozialproduktes liegen und was dann die Konsequenzen sein würden, dass kann sich der Leser selbst ausrechnen.
Doch auch ohne diese Vorstellung stehen uns keine angenehmen Zeit vor uns. Eine Absenkung von 20% des BSP ist durchaus denkbar.
The Trigger: die Produktionskosten
Was kann getan werden, um das Schlimmste zu verhindern?
Der entscheidende Parameter ist die Produktion. Gelingt es, die Faktorkosten (Preise für die Produktion) entscheidend zu senken, fährt der „Produktionsmotor“ wieder an. Die Folge wären Preissenkungen auf das Niveau des „neuen“ Bruttosozialprodukt. Die Nachfrage steigt, die Krise ist vorbei.
Was aber bedeutet eine entscheidende Senkung der Produktionskosten (Faktorkosten)? Die Schweiz als Hochpreisinsel hat aber noch unendlich viele Möglichkeiten, die Kosten zu senken. Beispiele …
- Landwirtschaft
Das wird wohl die SVP nicht gern hören, aber im Bereich der Lebensmittel gibt es noch ein enormes Einsparungspotential. - Umweltschutz
Soviel unsinnige Bestimmungen und so hohe Entsorgungskosten gibt es nur bei uns. - Löhne
Hier hat die Schweiz in den letzten Jahren bereits grosse „Fortschritte“ erzielt. Warum soll ein Arbeitgeber für einen kaum des Deutschen fähigen Albaner 4000 bis 5000 Fr. bezahlen, wenn er einen Schwob für die Hälfte bekommt? - Sozialsystem
Unser Sozialsystem ist ein Luxusdampfer zwecks Versorgung der Migration. - Staatlich Hyperregulierung
Wohl in keinem Land wird mehr reguliert und kontrolliert als bei uns. Bald hockt hinter jedem Busch ein Schugger, der auf die Einhaltung der Verkehrsbestimmungen zwecks Finanzierung der Staatskasse wacht. Das gleiche Spiel wird auch mit den KMU betrieben, auch wenn die Bevölkerung das so nicht wahrnimmt. - Vereinfachung des Bildungssystems
Nirgends in der Welt ist Ausbildung so teuer wie in der Schweiz. Doch die Resultate sind nicht gerade berauschend.All diese Massnahmen reduzieren die Anzahl Mitarbeiter beim Staat ebenfalls, was die Kosten nochmals massiv reduziert.
Die Behauptung, die FDP werde bald zwischen SP und SVP aufgerieben, kann nur teilweise gefolgt werden. Deregulierungsparteien werden bald ein Honeymoon erleben.
Die Gewinner der Krise
All jene, die die Kosten senken können, werden als Gewinner aus der Krise hervorgehen.
- Das sind vor allem die Grossen, die ihre grosse Nachfrage für tiefere Einstandspreise ausnützen können.
- Das sind die kleinen Schlauen, die die bisherigen Handelspraktiken legal ausheblen, in dem sie z.B. Ware direkt importieren.
- Das sind jene, die auch schon mal jenseits der Legalität operieren und z.B. Illegal Viagra einführen (– früher war es noch Schnaps). Hier liegen die Chancen der Zukunft.
… und die Verlierer
Die Staat wird ordentlich bluten müssen. Zwar wird er seine Steuern am Anfang erhöhen, doch der Bürger wird darauf mit mehr Schattenwirtschaft reagieren. Dann werden die Bestimmungen nicht mehr detailliert kontrolliert, weil der Staat dafür zu wenig Beamte hat – oder schlecht bezahlte Beamte, die anfällig auf Bakschisch sind.
Verlierer wird auch die Landwirtschaft sein. Sie ist nun einfach mal nicht mehr durch zu finanzieren sein. Am schlimmsten erwischt es aber unsere Kulturbereicherer. Da wir verpasst haben, diese frühzeitig nach Hause zu schicken, werden diese uns keine grössere Freude bereiten.
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Wie immer guter ein Beitrag zu diesem Thema, reich werden in der Krise, wollen ja alle, bei einem Krieg gibt es ja auch immer Gewinner und Verlierer.
Es wäre wünschenswert, wenn die Wirtschaft wieder auf die Beine kommt, aber immer nur von Preissenkung und Hochpreis-Insel zu sprechen ist doch etwas viel.
Die Lebensqulität ist in allen Bereichen sehr hoch, alles hat seinen Preis und muss bezahlt sein auch für die Leistung.
Immer nur am Preis zu schrauben bedeutet doch auch die Qualität ist nicht`s mehr Wert und am Schluss sind wir doch trotzdem die Verlerer.
DO-IT YOURSELF ist der grosse Gewinner. Selbst Wohnung streichen, kochen, putzen, auf Kinder aufpassen, Auto und PC reparieren wird bald wieder Mode werden. Denn unser Staat wird die MWST in nächster Zeit immer wieder erhöhen müssen. Also lieber 80% arbeiten und alles selber machen. Alles ganz legal.
DIE SCHATTENWIRTSCHAFT ist der weitere grosse Gewinner. Schon heute wird ca. 70% von den Einnahmen eines Dienstleisters wieder in Form von Lohnsteuern, AHV, ALV, MWST etc. von Staat abgezwackt. In Zukunft wirds mehr und dank Personenfreizügigkeit einfacher.
DIE ASIATISCHEN LÄNDER Ob Zahnbehandlung, Operation oder Pflege: Sie werden in Asien von findigen Schweizer Spezialisten versorgt. Swiss Quality – Asian Price. Eine Win-Win Situation für den Schweizer Anbieter und für den den Schweizer Kunden. Der Schweizer Staat zwackt da keinen Rappen ab.
@R. B.
Meine Zahnbehandlungen mache ich in Portugal, mit 2Löchern und Dentalhygjene zahlte ich läppische 150fr. in der Schweiz wären es wohl Minimum 700Fr. gewesen.
“DO-IT YOURSELF ist der grosse Gewinner. Selbst Wohnung streichen, kochen, putzen, auf Kinder aufpassen, Auto und PC reparieren wird bald wieder Mode werden.”
Richtig, weshalb arbeiten gehen um die Löhne anderer zuverdienen, selbst ist der Mann. Nur was man selber macht ist gespartes Geld.
Die Arbeitslosigkeit in unseren Nachbarstaaten nimmt beängstigende Züge an. Bald schon werden die alle zu uns kommen wollen. Sie werden uns überrennen. Gut haben wir zur rechten Zeit noch die Grenzen geöffnet!
@Zahl-Esel
Jede Wette, dass ab 10% Arbeitslosigkeit in der Schweiz ein schnelles Umdenken im Gang kommt. Nur Geduld …
Übrigens, die grössten Vermögen der Geschichte sind fast alle in der Krise entstanden. Also liebe Leute … packt an.
@Karin
Handwerker und Do-it-yourselfer werden sicherlich auf der gute Seite stehen. Die Linken hingegen stehen bald als “Restrukturierungsverlierer” da.
@Redaktion
Die Linke ist eher ein Gewinner, da die allermeisten von Ihnen den Lohn vom Staat erhalten. Und der Staat wird keinen von ihnen entlassen. Die Links wählenden Büetzer und Gewerkschafter – in der Minderzahl – werden hingegen irgendwann merken, dass sie als ausgesteuerte Arbeitslose für Gerwerkschaften und Linke uninteressant sind.
@zahl-esel
über Jahre hatte es in Norddeutschland 10%, in Süddeutschland 4% Arbeitslose. Hast du mal gehört, ob sich das angeglichen hat? Nein.
Es spielt lediglich Angebot ond Nachfrage. Wegen der hohen Einwanderung in die Schweiz ist die Arbeitslosigkeit hier ja auch nicht gestiegen.
> Wegen der hohen Einwanderung in die Schweiz ist die Arbeitslosigkeit hier ja auch nicht gestiegen.
Quelle bitte!
–
greet
guck mal Bundesamt für Statistik oder lies Zeitungen.
Oder hast du gehört, dass in den letzten 2 Jahren die Arbeitslosigkeit angestiegen ist? Nein, gesunken, trotz leider starker Einwanderung.