18. März 2009 von Herakleitos
Nur noch Steuerwüsten
Von Ulrich Schlüer, Chefredaktor «Schweizerzeit»
Monatelang versuchten Regierungen, die Finanzkrise herunterzuspielen – bis sie auf die Weltwirtschaft durchschlug. Jetzt ist die Weltwirtschaftskrise Tatsache.
Aus allen Teilen der Welt treffen alarmierende Meldungen von schweren und schwersten Einbrüchen der Wirtschaftstätigkeit ein. Wie reagieren die Regierungen? In höchster Nervosität pumpen sie zweistellige, dreistellige, schliesslich gar vierstellige Milliarden-Beträge in die kollabierenden Finanzinstitute, in einbrechende, an ihrer Ineffizienz und Marktuntauglichkeit zugrunde gehende Wirtschaftszweige. Wahllos werden wertlose Schrottpapiere der aus Schuldentürmen konstruierten «neuen Anlagevehikel» gegen horrende Beträge in die Staatskassen übernommen. In einem Ausmass, welches kein Staat dieser Welt wird verkraften können.
Deflation – Inflation
Dass mit diesem vermeintlichen «Schachzug» aus Schrott plötzlich Gold würde, glaubt gewiss niemand. Die Schrottpapiere bleiben wertlos. Nur gehören sie jetzt den Staaten, welche ihre Staatsschulden vervielfachen, um, wie sie glauben, die Wirtschaft zu retten. Von der untragbaren Belastung der Staatskassen redet niemand. Obwohl jeder weiss: Milliardenschulden von heute sind Milliardenlasten für Steuerzahler von morgen.
Damit ist vorgezeichnet: Die aus der massiv unterschätzten Finanzkrise entstandene Weltwirtschaftskrise wird sich zwangsläufig zur Weltwährungskrise ausweiten. Weil alle Währungen, zumindest alle weltweit gehandelten Währungen im Schuldensumpf versinken, droht zunächst Deflation – weil die milliardenschweren Ankurbelungsmassnahmen offensichtlich keine Wirkung zeitigen. Deflation stösst die Wirtschaft noch tiefer ins Elend, weil in Zeiten der Deflation Profitabilität kaum mehr erreichbar ist. Sollte sie dereinst überwunden werden können, ist sofort mit schwerer Inflation zu rechnen – das «Heilmittel», mit dem sich die Staaten von den exorbitanten Staatsschulden befreien zu können glauben. Massive Geldentwertung ist die unausweichliche Folge – zu Lasten der Sparer, zu Lasten all jener, die den Mammut-Spekulationen nie geglaubt haben, die solid blieben, während Spekulanten Luftschlösser errichteten.
Aus den Staatslenkern, die die Bankschulden als Staatsschulden übernahmen, ist ein Kartell faktischer Bankrotteure geworden, die verzweifelt davon abzulenken versuchen, dass sie die Verantwortung für die Zerstörung einst gesunder Währungen tragen.
«Steueroasen austrocknen!»
Die Politik der Staatsbankrotteure, die sich zu einem Kartell zusammengeschlossen haben, ist durchsichtig: Die Steueroasen müssen verschwinden! Der Bürger, der für die eingegangenen Milliardenverpflichtungen geschröpft werden wird wie nie zuvor, darf keine Ausweichmöglichkeiten mehr haben: Wenn schon Steuerwüste im eigenen Land, dann Steuerwüste weltweit! Ohne «sichere Häfen», wo Vermögen vor der zupackenden Hand der Bankrotteure geschützt bliebe. Die rigorose Austrocknung aller Steueroasen ist Programm des Kartells der Bankrotteure.
Zuoberst auf der Liste der endlich zu fesselnden Finanzplätze steht die Schweiz. Weil deren Regierung hilflos, konzeptlos, wehrlos hinnimmt, wenn alle, die ihr Vermögen in der Schweiz vor der Gier der Bankrotteure in Sicherheit zu bringen versuchten, generell als Kriminelle verdächtigt werden. Als wäre Steuerflucht dann, wenn die Regierungen die eigenen Währungen zerrütten, ein krimineller Akt. Als wäre eigenverantwortliche Absicherung der eigenen Existenz bis ins hohe Alter durch ehrlich erbrachte Leistung und daraus geschaffenes Vermögen kriminell. Doch die Bankrotteure sind auf die Kriminalisierung aller Vermögenden angewiesen, weil sie nur so ihr eigentliches Ziel, die generelle Meldepflicht aller angelegten Vermögen und ihrer Besitzer, den gläsernen Bürger also durchsetzen können.
Fünfte Kolonne dominiert
Die Schweizer Regierung wird als zu schwach für wirksame Gegenwehr eingeschätzt. Weil sie die Sprache ihrer Fünften Kolonne – jener Regierungspartei, welche sogar die Aussenministerin stellt – übernommen hat, nachdem diese Fünfte Kolonne, die SP, seit Jahren in Brüssel antichambriert hat, auf dass den Gierigen der Welt das Einfallstor in die Schweiz endlich aufgebrochen würde.
Was bleibt dem ehrlichen, selbstverantwortlichen Sparer? Im Moment, aber auch mittel- und langfristig nur eines: Absicherung des Vermögens durch Gold! Das wäre der richtige Weg für Staaten, welche ihre Währung vor der Zerrüttung, die ihnen das Kartell der Bankrotteure verordnen möchte, absichern wollen. Das ist auch das Rezept für echte Leistungsträger, die sich ihr Vermögen von Bankrotteuren nicht rauben lassen wollen.
Wer in der Steuerwüste nicht verdursten will, muss sich jetzt wehren. Der Zeitpunkt für eine Gold-Initiative ist gekommen. Die «Schweizerzeit» wird sie mittragen.
Ulrich Schlüer
(Schweizerzeit Nr. 7 vom 20.03.2009)
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noch vor wenigen Monaten betitelte die SVP die Schweiz als Steuehölle für die Reichen.
Dabie bringen die ihr Geld, wie wir ja nicht erst seit gestern wissen, ind andere Steueroasen als die Schweiz nun über Nacht eine geworden ist.
Mit allem Respekt Ueli, aber überlass die Wirtschaft Anderen. Das mit dem Goldstandard ist eine Schnappsidee. Kommt mir vor wie der Bauer, der den Traktor verschenkt, weil er eine zeitlang kein Benzin bekommt.
das Gold würde wohl gerade ein promille des Vermögens decken, wenn überhaupt.
Schlüer hat sich zwar in der letzte Arena nicht schlecht geschlagen.
Aber warum müssen Politiker immer zu allem reden, auch wenn sie nichts zu sagen haben?
ot:
der steinbeisser kann es nicht lassen:
“Die Schweiz lädt Ausländer dazu ein, gegen Gesetze in ihren Heimatländern zu verstoßen”
source:
http://www.welt.de/wirtschaft/.....-nach.html
jetzt reichts
schmeisst den teutschen botschafter raus!
eine herrliche karikatur von götz wiedenroth:
http://wiedenroth-karikatur.de.....llung.html
Den Goldstandard (d.h. eine Währung ist durch den Gegenwert in Gold gedeckt) hatten wir schon mal. Bis in den 70-iger Jahren des vorigen Jahrhunderts US-Präsident Richard Nixon das sogenannte “Goldfenster” schloss (Die USA hatten sich mit dem Vietnamkrieg finanziell übernommen und konnten den 1:1 Dekungsgrad des Dollars mit Gold nicht mehr aufrecht erhalten). Damit wurde das Weltwährungssystem von Bretton-Woods (eine teilweise Verwirklichung der Vorstellungen des berühmten, britischen Oekonomen George Maynard Keynes) beendet und die Währungen begannen frei zu “floaten”.
Eines ist klar, Gold wird wegen seiner Seltenheit, seines Wertes als Industriemetall und auch wegen seiner Verwendung in der Schmuck- und Luxus-Uhrenherstellung immer einen eher grossen Wert haben.
Deshalb bezeichen einige Oekonomen Gold auch als die einzig sichere Währung der Welt und Vermögensberater empfehlen ihren Kunden ca. 10% in Gold zu halten.
Logischer Weise kann mit dem Gold als Standard die Geldmenge nicht beliebig schnell vergrössert werden (sie hängt von der Goldfördermenge in den Goldminen ab). Das kann ein Hindernis für das Wirtschaftswachstum sein (so sie denn real wächst), aber dämpft andererseits die Tendenz zur Ueberhitzung und “Blasenbildung” und begrenzt das Wachstum auf ein gesundes
Mass.
Es gibt nicht wenige Leute, welche ein System mit Goldstandard und fixen Wechselkursen als stabiler, wünschenswerter anschauen (z.B. Charlten Chalmers (USA), Wilhelm Hankel (D)) wogegen andere das Gegenteil beührwortet haben (z.B. Helmut Schmidt (D, Alt-Bundeskanzler).
Ulrich Schlüer steht also mit seiner Forderung nach besserer Deckung des
Frankens mit Gold nicht “im Schilf”.
Mit einem System basierend auf dem Goldstandard hätten wir den heutigen Weltwirtschafts-Super-Gau mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht!
Jeder Staat versucht nun seine letzten Reserven mobil zu machen, um einen Bankrott zu verhindern.
Deutschland zB. hat eine andere Taktik gewählt, (die Flucht nach vorne) sie versucht die Schuld den Steueroasen in die Schuhe zu schieben (das können deutsche wirklich gut, da sind sie Meister ihres Fachs) um von ihren wahren Problemen abzulenken.
Und unsere Regierung versucht unsere Bürger zu mehr Konsum zu Verführen um die Wirtschaft anzukurbeln, statt dessen wäre es besser Gold zu kaufen, ist immer noch das sicherste Zahlungsmittel.
Wenn die Krise ihren Höhepunkt erreicht wird es sich zeigen, welche monsterhaften Formen es annehmen wird und welches Grauen uns erwartet.
Die Nationalbanken müssten nicht 100% der herausgegebenen Währung mit Gold hinterlegen. Es wäre aber wirkungsvoll eine in hinterlegtem Gold umgerechte Buchhaltung zu führen, quasi als Rating der Nationalbanken.
Ich freue mich schon auf Bankomaten, wo man Goldbaren herauslassen kann … und unsere albanischen Panzerknacker noch viel mehr. Das mit dem Goldstandard war schon 200 v. Chr. eine Illusion. Den hat es nie gegeben und wird es nie geben.
Vergesst diese Märchen oder versucht Euch als Alchemisten.
eben…so ein schei von SVP Schlüer, mit etwas hetzen, was gar nicht möglich ist, nur fallen alle dummen drauf rein.
gold kaufen tut aber dann trotzdem keiner.
@Redaktion nein, Goldbarren nicht aber Goldvreneli, das Gold wird nie an Wert verlieren wie Devisen, sondern wird immer und ewig eine magische Anziehung auf dieses glänzende Metall geben. Schon viele haben es versucht Gold herzustellen leider ohne Erfolg, es bleibt ein Geheimnis wie vieles andere auch, aber das Einzige was uns vielleicht vor einer Steuerwüste rettet oder was noch Kommen wird.