21. Februar 2009 von Redaktion
Wer etwas über dem Zustand der Zeitungen erfahren will, muss nur die Inserateseiten abzählen. Die Weltwoche hat ca. 6 Seiten, plus ein paar Werbebeilagen, die immer gleich herausfallen. Plusminus 120’000 Fr. Einnahmen pro Ausgabe. Manchmal sind es auch weniger.Noch lustiger ist das Hobby beim Tagesanzeiger. Ausser dem Staat mit seinen übergrossen Subventions-Stelleninseraten und den staatlich gesponserten Hilfswerken inseriert da kaum noch wirklich einer.
Hinter den Kullisen läuft eine intensive Diskussion, ob Print überhaupt noch Zukunft hat. Im Internet kann man alles längst kostenlos lesen, gerade in der Schweiz, wo der “Qualitätsjournalismus” nicht etwa Information ist, sondern auf das Papier gepinkelte linke Propaganda. Richtig dramatisch verläuft die Diskussion in den USA. Dort verschwinden Printmedien gleich reihenweise – und nicht etwa Provinzblätter. Selbst die New York Times weiss nicht mehr weiter.
Bizarre Geschäfsmodelle werden ausprobiert. So erscheinen einige Zeitungen nur noch an einigen Wochentagen auf Papier, an dern anderen nur noch im Internet. Einige versuchen sich mit Bezahlmodellen, verlangen also Geld, wenn man den Artikel lesen will. Wenn es nach der Einbildung der hiesigen Journalisten ginge, wäre das das richtige Modell. Doch umzusetzen hat sich das noch keiner getraut: wer würde schon etwas für einen Artikel im Tagi oder in der NZZ bezahlen?
In einem sind sich alle Zeitungen einig: die Zukunft liegt im Internet und entsprechend verpulvern sie ihren letzten Notgroschen in dieses Projekt. Doch Geld verdienen sie damit nicht. Inserieren will auch dort kaum jemand und wenn, dann nur für kleines Geld.
Subventionen via Inserate
Faktisch versucht der Staat mit absolut überflüssigen Stelleninseraten die Zeitungen am Leben zu erhalten. Er weiss auch warum: die Presse ist damit gleichgeschaltet. Das hindert ihn aber nicht daran, die “Meinungsvielfalt” in der Schweiz zu preisen, eine russische Meinungsvielfalt bestenfalls.
Schon allein so kann Printjournalismus nicht funktionieren. Fühlte man sich früher von den Behörden veräppelt, schrieb man einen Brief an die Lokalzeitung und die machte die klassische Story daraus: kleiner Bürger gegen Bürokraten. Doch das ist heute undenkbar. Die Bürokraten sind ja die Guten und so muss das Printmedium eher etwas über einen renitenten Bürger und Querulanten schreiben, der sich getraut, etwas gegen die selbstlosen Behörden zu sagen.
Gerade in der Schweiz hat dieser Art von Journalismus Tradition. Behördlichen Skandale werden vertuscht, kleingeschrieben oder verwedelt, wie das Beispiel Ausländergewalt und Sozialmissbrauch zeigt.
Wir werden den Printjournalismus nicht vermissen, umso schneller er verschwindet, umso besser für unser Land.
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Ich freue mich jetzt schon, wenn der Türklopfer eine Grabesrede schreibt über das Ende von linken Zeitungen.
Gewisse Medienerzeugnisse (Tagesanzeiger) lese ich nicht mal gratis im Internet und schaue nicht mal die Gratis-Blättchen (News) an, das wäre reine Zeitverschwendung. Null seriöse Informationen, keine seriöse Recherche, nur blöder Linkspopulismus. Und alles ist schön politisch korrekt gefiltert.
Allerdings muss man sich vor Augen halten, dass politische Blogs die “grossen” Medien immer noch brauchen, da wir uns ja häufig auf die Berichte dieser Medien beziehen. Alternativ müsste man sich direkt auf die Informationen der Nachrichtenagenturen beziehen, was eine gewisse Einschränkung bedeutet.
Jedenfalls ist es zu begrüssen, wenn die MSM an EInfluss verlieren, vor allem, wenn sie so gleichgeschaltet sind.
Der Anteil an Staatsinserate in gewisse Zeitungen ist wirklich auffällig hoch.
Dazu kommt noch die “Konzessionslotterie” für Radios und TV`s die zum Teil ebenfalls diesen Verläge gehören, und spätestens dann wird es klar, dass die Rahmenbedingungen der “Meinungsvielfalt” beim Bakom gestaltet werden, und zwar nach den Vorstellungen des inkompetenten Minister und der ideologische Chefetage seiner bolschewistischer Partei.
Die mitte Parteien dürfen auch ein wenig Senf dazu geben, wenn sie im Parlament dann die zentrale Anliegen des Bolschewismus mittragen als wären diese die normalsten Entwicklungen eines grundsätzlich bürgerlichen Landes.
Der Posten darf nicht mehr von den roten besezt werden.
Wir sehen es sogar auf den Strassen: der grösste Plakataufhänger zur Zeit ist das SECO mit ihren Schwarzarbeitplakate. Das ist letztlich nichts anderes als eine Subvention und ein Eingeständnis des Staates, dass sie dem Phänomen nicht Herr werden.
@Oxyartes
Natürlich replizieren Blogs die Printmedien und wir wären einen dankbar schlechten Ersatz für Printmedien. Zugang zu Newsticker haben wir schon, doch könnten wir mit unseren bescheidenen Mitteln so oder so nicht Konkurrenz im Newsbereich machen.
Gerne würden wir mal hie und da recherieren, aber gell, dazu bräuchte es auch mehr Zeit.
Und ausserdem gehört abgeschafft:
Art. 15 Postgesetz:
Vorzugstarife für die Beförderung von abonnierten
Zeitungen und Zeitschriften
Art. 36 Abs. 1 MWStG
Reduzierter Mehrwertsteuer-Satz von 2,4% für
Zeitungen, Zeitschriften etc.
@Redaktion
Warum schweigen soviele Medien in der Schweiz? Auf eine sichtbare Kakerlake kommen doch mindestens zehn unsichtbare!
le 19 février 2009, 22h48
Al-Qaida recruterait en ville de Bienne (le matin) http://www.lematin.ch/actu/sui.....enne-86985
(PI)
In der Schweizer Stadt Biel (Bienne) hat eine Al Kaida-Gruppe, aktiv Mitgliederrekrutierung betrieben.
http://www.pi-news.net/2009/02.....more-44150
Ziel der Medien wäre es ja zu informieren und kritische Fragen zustellen zu allen Themen und politisch neutral zu informieren. In wahrheit drucken sie einfach Artikel von Reuters und anderen Agenturen ab, da spielt es dann keine Rolle mehr, welche Zeitung man liest.
Traurig, dass es so renomierte Zeitungen wie die New Yoek Times es nicht geschafft haben in den guten Jahren Kohle bei seite zuschaffen und man bereits im ersten Monat der Krise einen Kredit von 250Millionen Dollar aufnehmen muss.
Wer die traurigen Berichte liest, ist selber schuld. Wer sich die Qual auferlegen will, hat die Wahl zwischen einigen Klatschblättern.
Hat man erst eine gelesen und liest in einer zweiten, so bemerkt man oft die gleichen Sätze innerhalb derselben Berichte; manchmal fehlt noch ein Satz oder es steht einer mehr da…ein Riesenwitz.
Richtige Informationen aus Amerika kriegt man am Besten von Amerikanern. Will man wissen was in Korea so läuft, spricht man am Besten mit einem Koreaner. Das Internet macht uns zu Nachbarn, nie vergessen. Wer die Kontakte hat, weiss also auch, was wo läuft. Das sind dann News.