5. Januar 2009 von McCarthy
Zur Zeit zerfetzen die Journis ein Buch regelrecht in der Luft. Es ist das Buch von Margrit Sprecher:
«Das andereDRS2. Reportagen vom Bruderholz»
erscheinen im NZZ-Verlag. Hier ein paar Zitate:
«Der Kultursender scheint das letzte Angestellten-Paradies zu sein, wo man ohne Herzinfarkt, Leberzirrhose, Mobbing und Leistungsdruck das Pensionsalter abwarten kann, um sich anschliessend ganz seinen künstlerischen Hobbys zu widmen.»
Und hier ein kritisches Zitat vom Tagi:
Entsprechend sieht Sprecher denn auch das Personal. Zwar gesteht sie den Redaktorinnen und Redaktoren des Kultursenders gern Fachkompetenz zu, entlarvt sie aber zugleich auch als kleinkarierte Bürolisten: «Man kommt um 9 und geht um 17 Uhr, und mittags sitzt kaum jemand an seinem Schreibtisch.» Chefs, die den müden Rhythmus stören möchten, beissen auf Granit: Der Sender ist «straff gewerkschaftlich organisiert» und in Sitzungen «wird oft länger um Lohnprozente als ums Programm geredet». Da lassen die DRS-Kulturmenschen dann endlich ihre Masken fallen: «Geht es ums Geld, entpuppt sich mancher Feingeist als hartnäckiger Feilscher.»
Der Rote Welle scheint durch und durch eine geschützte Anstalt zu sein und vollkommen unfähig sich selbst zu reformieren.
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DRS ist ein durch und durch roter Club in alter DDR-Manier mit linken Nichtstuern und Schmarotzern mit dem linken Lebensmotto “möglichst nichts tun, aber möglichst viel Geld kassieren” Woher das Geld kommt, interessiert die einen Scheissdreck. Ein solcher Schlendrian kann sich nur in einem Staatsmarode-Betrieb ausbreiten, der nicht dem Wettbewerb ausgesetzt ist. Da wird alles über verordnete Gebühren-Erhöhungen ausgebügelt. Diese DRS wäre schon längst bankrott, wenn sie auf privatwirtschaftlicher Basis betrieben werden müsste. Der Schlendrian ist nicht nur bei den Redaktoren/Innen eingekehrt, auch in anderen Betriebszweigen von DRS wird eine äusserst ruhige Kugel geschoben. Ich kenne einen Mitarbeiter, der lange Zeit in der Privatwirtschaft gearbeitet hat und vor über 10 Jahren bei DRS angestellt ist. Er sagt offen, so schön habe er es noch nie gehabt. Besserer Lohn als früher. Jedes Stündchen mehr wird grosszügig entschädigt, gute Spesenansätze, kein Stress, kein Leistungsdruck. Streber würden gar nicht geschätzt so etwa wie bei den Füsels im Militär. Mit durchmausern sei man bei den Leuten und komme am besten durch.
«Geht es ums Geld, entpuppt sich mancher Feingeist als hartnäckiger Feilscher.»
Was anderes erwartet?
Nicht ganz so wie Malcom Mclaren uns in der Weltwoche vorgestellt wurde, “glorreiches Scheitern” als Ziel eines Künstlers.
Bei der Staatskulturszene CH gehts offenbar um ganz was anderes, was man meist an den mindigen Ausdrücke dieser steuergelderumverteilende “Kultur” 1:1 erleben kann.
Die Kunst besteht mehr darin, iergend ein subventionsverteilender Funktionär davon zu überzeugen, dass der selbstgebasteletn Abfallhaufen einen Sinn hat.