Die Schweiz aus konservativer Sicht  
Winkelried Spartipp Nr. 1

17. Dezember 2008 von McCarthy

Die Wirtschaftskrise hat auch seine guten Seiten. Einer der besten ist, dass unsere Mainstreammedien nun endlich auch Personal abbauen müssen. In den nächsten Monaten werden etwa 20% der Journis in den erhabenen Stand der freien Journalisten übertreten – so nennt man die Arbeitslosen in dieser Sparte.

Bei diesen 20% geht man allerdings davon aus, dass kein Abonennt sein “Blättle” kündigt. Doch da könnten sich die Herren Verleger irren. Das Internet ist mehr als nur eine valable Alternative. Und zum Teil hat sich die Branche ihr Grab selbst geschaufelt: überall liegen Gratiszeitungen herum.

Wer also zwischen 350 bis 700 Fr. im Jahr sparen will muss einfach seine Abo nicht erneuern. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass einige Blätter doch weiter ins Haus schneien. Das hat allerdings weniger mit Kulanz zu tun, als vielmehr mit der “beglaubigten” Auflage: lieber einen blinden Abonennten als gar keinen.

Auf PI begründete Wolfgang R. seine Kündigung folgendermassen …

Insbesondere die beiden hämischen Artikel über den Tod des österreichischen Politiker Jörg Haider (zu viel der Ehre und viel Pomp und Tränen) lassen mich zu dem Schluss kommen, dass ich über die SZ nicht objektiv und neutral informiert werde, sondern dass sich Terminologie, Themen- und Zitateauswahl am politisch korrekten, gleichgeschalteten (Herbert von Arnim) Zeitgeist orientieren. Frau Iris Neu möge mal darüber nachdenken, ob nach dem Ableben eines Joseph Martin Fischer Sätze wie “Stalin war so ein Typ wie wir…, Ponto, Schleyer, Buback, da kommt mir wahrlich keine Trauer auf…, Lasst uns niemals mit Deutschland argumentieren und den Adler immer nur als Karikatur benutzen” usw. und so fort in den Vordergrund gerückt werden. Oder ob unsere Qualitätsmedien die Verantwortung des Joseph Martin F. für die Brandsatzattacke auf den Polizisten Jürgen Weber am 10.5.76 thematisieren. Wohl kaum.

Warum wiederholen JournalistInnen wie Frau Neu nicht, dass Helmut Schmidt 1993 grenznahe Sammellager für Asylanten forderte, dass Schily 1999 die Grenze der Belastbarkeit was Ausländer angeht überschritten sah und dass unser “Gas-Gerd” zum Thema kriminelle Ausländer sagte “raus und zwar schnell”? Ganz zu schweigen von Stoibers Ausfall “ich will keine durchrasste Gesellschaft”.

Und wie wäre es mit dem Vorzeigetürken Özdemir, der 1998 voller Stolz sagte “was unsere Urväter (die Türken) 1683 mit Feuer und Schwert vor den Toren Wiens nicht schafften, schaffen wir heute mit unserem Verstand…”

Darüber aufregen, liebe SZ-Redaktion, kann man sich natürlich nur, wenn man weiß, was 1529 und 1683 vor Wien los war. Der Jörgi dürfte es im Gegensatz zu Frau Neu gewusst haben.

Der Gutmensch Thierse ist noch 2005 am Maomausoleum vorbeigepilgert. Mao ist der größte Massenmörder der Weltgeschichte. Wird daraus ein Drama gemacht? Wird diesem Gesinnungsblockwart dieser Fauxpas medial vorgehalten?

Habe noch nie in der Zeitung gelesen, dass der “Grüne” Ströbele wegen Unterstützung der RAF zu zehn Monaten verurteilt wurde. Längst vergessen, dass er 1991 vom Amt des Vorstandsschwätzers der sog. Grünen zurücktreten musste wegen seiner “überzogenen Israelkritik”. Der gleiche Spruch von Haider wäre keine Israelkritik sondern Antisemitismus gewesen. Quod licet jovi non licet bovi!.

Immer wenn der Jörgi mal über Ziel hinausgeschossen ist, dass müssen unsere “kritischen Journalisten” (laut Wolfgang Rudzio deutlich links stehend) wiederholen, wiederholen, wiederholen. Bei all den anderen (siehe oben) unterliegt das Gesagte ganz besonders kurzen Verjährungsfristen.

Wie billig der Artikel “Viel Pomp und Tränen” doch ist. Warum die “letze Ehre” in Anführungszeichen setzen? “Haider war immer braungebrannt und trug so gerne den braunen Kärtneranzug”. Braun über braun, damit auch der Dümmste die Assoziation begreift. Ist es zu viel verlangt einfach zu schreiben “der österreichische Politiker” statt der Rechtspopulist?

Weiterhin völlig einseitig ist die Berichterstattung und Bilderauswahl über John McCain. Mit ausgestreckter Zunge, fast entstellt. Die deutsche Qualitätspresse hat beschlossen, dass der Schaumschläger Obama der bessere Präsident ist. Und der Leser hat sich dann damit abzufinden.

Ganz schrecklich war die Berichterstattung über Pro-Köln. Nicht dass ich dafür Partei ergreifen möchte, dazu weiß ich zu wenig, aber wie kann man denn unkommentiert übernehmen, dass das ein Sieg der Demokratie war, wenn man Leute bespuckt, tritt und anderweitig tätlich angreift. Die Versammlungsfreiheit gilt für alle Deutschen. Und die ach so friedlichen Gegendemonstranten haben sich, so Broder, wie die SA aufgeführt. Stimmt genau, aber derartige Bewertungen sucht man vergebens in der SZ. Immer schön politisch korrekt. Die Angegriffenen waren ja alle nur böse Rechte.

“Vermietet nicht an Rechte… Rechte sind hier unerwünscht… Bedient keine Rechten hieß es unisono. Wie geschichtsvergessen muss man sein, um diese Parallelen nicht zu erkennen?

Es gäbe noch eine Vielzahl weiterer Gründe, die an Ihrer Zeitung zu kritisieren wären, z. B. Weglassen der ausländischen Herkunft bzw. des islamischen Hintergrundes bei Straftaten, das Nichtberichten, wenn die Mullahs mal wieder Minderjährige hinrichten und so weiter und so fort.

Ich jedenfalls hab von diesem orwell’schen “Neusprech”, von dieser Zensur und diesen Einseitigkeiten gegen alles was nicht mitte-links und somit irgendwie rechtsradikal sein muss, ein für alle mal genug, und werde mich zukünftig über FAZ, Junge Freiheit, Financial Times und “PI” informieren. Und Frau Iris Neu, möge bitte das machen was sie gelernt hat: Bilder knipsen. SchusterIn bleib bei Deinen Leisten.

Weiterhin viel Spaß beim Manipulieren…

Gruß
Wolfgang R.

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  1. Eigentlich sollte man sogar auf den Briefkasten schreiben “Keine gratis Zeitung”, dann könnten sogar diese Zeitungen sich überlegen wie sie einer vertretbare Wirtschaftlichkeit erreichen, denn es ist ja so: Zwangsabgabe im Briefkasten=Auflage, Auflage=Werbeinserate, demnach ist eine schrumpfende Auflage nicht gerade Wasser in den Mühlen der Verleger.
    Ausweg = Aufhören mit dem Verfassen von unglaubwürdige Märchen die keiner mehr glaubt.
    Funny war das mit Leuthard: vor 2 Monate wurde publiziert: “Leuthard nimmt keine Signale einer Rezession für die Schweiz wahr”, gestern , Leuthard auf dem Blick erste Seite mit Regenanzug “Mann muss sich warm anzihen, es kommen harte Zeiten auf uns zu!”die Presse sowie die BR`s sollten Kompetenz vermitteln, was anhanden dieses Falles nicht gerade gesagt werden kann.
    Also kann man das Abogeld für so ein Schmarren wie z.B. Blick ruhig einem Handleser geben, die Auskünfte sind etwa gleich seriös….

  2. Mir ist schon lange aufgefallen, dass die Leuthard ihre Aussagen nach kurzer Zeit immer revidieren muss. Meines Erachtens ist sie für dieses Departement schlicht überfordert oder es hocken Leute in ihrem Departement, die zuwenig von Volkswirtschaft verstehen und leiten irgend einen Seich an ihre Chefin weiter, die das unkritisch ins Land hinausposaunt.

  3. Karin

    Ich besitze kein Abonnement, ich zahle doch nicht für so einen Scheiss, das sich die Journis über die SVP auskotzen können. Das was fehlt ist eine Zeitung die politisch neutral berichtet. Und da sind wir schon beim Oeko-Clown diese verlogenheit der Medien, der Wirtschaft und der Politiker habe ich schon lange satt. Vor zwei Monaten wurde noch behauptet es gebe keine Rezession, dann wir kommen haar scharf daran vorbei, dann es gebe eine kleine Rezession, nun sind wir in der Rezession und die Aussagen werden immer düsterer.
    Und all die Lügen um die UBS, es gebe einen kleinen Gewinn, ich lache noch immer darüber wie dumm meine Mitbürger sind die dies glauben.

    Wozu sollte jemand noch eine Zeitung abonnieren? Was steht in den Bezahlten Zeitungen was in den Gratis-Zeitungen nicht steht? Im Inernet kann man besser Recherchieren zu jedem Thema und man bekommt Qualitativ hochstehende Informationen. 400Fr./Jahr damit kann man mit Freundin 4x gut essen gehen.

  4. Echnaton

    Auch das Fernseh spart, aber nur bei Immobilien.

    http://www.tagesanzeiger.ch/wi.....y/14071058

    @Karin
    Man kann auch in ein Kaffee hocken und die Zeitung lesen.

  5. Und die GRATISZEITUNGEN ganz einfach liegen lassen. Punkt.

  6. Karin

    @Echnaton
    Es kommt darauf an wo du ihn trinkst, bei 5.20Fr. für den Kaffee vergeht einem der Appetit auf ein wenig Wasser mit Kaffee darin. Wenn man bedenkt das ein KG Kaffee schon für weniger als 10Fr. zukaufen gibt im Laden.
    Aber bei uns ist es noch Human mit 3.30Fr. für den Kaffee mit Wasser, deshalb mache ich dies auch öffters.

  7. Echnaton

    @Gratiszeitungen
    Warum liegen lassen. Wichtig ist, dass dort niemand inseriert. Irgendwann vergeht den Verlagen dann schon die Lust an diesem Subventionspolitik.

  8. R. B.

    Bei der Pestalozzi Haupt-Bibliothek in Zürich kann man alle Zeitungen und Zeitschriften gratis lesen, erst noch bei einem vorzüglichen, sehr preiswerten Kaffee (unter 2 Fr.). Im Sommer kann man auch auf der Terasse, schön im Schatten, lesen. Da kann es kaum ein Café mithalten.
    Nutzt das Superangebot, wenn wir es schon mit Steuergelder bezahlen müssen.

  9. Karin

    @R. B.
    “Nutzt das Superangebot, wenn wir es schon mit Steuergelder bezahlen müssen”

    Der ist gut. :-)


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