27. November 2008 von Gastbeitrag - 4 Kommentare
Szenario 1
Ein Journi lies seine Leser wissen, dass in 4 Jahren das Internet zusammenbrechen wird - wegen Überlastung. Diese Meldung lässt aufhorchen: ist etwa die Wirtschaftskrise vorbei, bevor sie überhaupt angefangen hat? Wir sehen schon das Investmentbanking in Hochstimmung und die Anlageberater verkaufen Ihren Kunden wieder munter Aktien von Kabelfirmen.
Szenario 2
Einer der grössten Hoster der USA stellt Winki den Saft ab, nicht etwa weil er eine Mayestätsbeleidigung beganngen hat, sondern weil er ihm vorhält, er brauche zuviel Ressourcen. Wie sich dann herausstellt, ist dieser Hoster gerade daran, massiv zu schrumpfen. Er legt Server still und kündigt alle Verträge auf, die er nicht mehr für nötig erachtet. Dazu gehören auch die Abkommen mit den Netzbetreibern. Wahrscheinlich ist das bei der Konkurrenz nicht anders: die Datenautobahnen müssen bald aussehen an den autofreien Sonntagen.
Wer hat nun Recht?
Das zweite Szenario ist die Realität, das erste wohl eher die Ignoranz des Schreiberlings. Wir stehen vor einem tiefgreifenden Paradigmawechsel im Internet-Business. Bis jetzt war man gewöhnt, die wichtigsten Leistungen gratis zu bekommen: Suchmaaschinen, E-Mails bis hin zum harten Prono: alles gratis und a discretion - allenfalls war irgendwo am Rand etwas Werbung zu sehen. Die Post verkam zu einer staatlichen Beschäftigungswerkstatt, die Videotheken gingen ein wie Fliegen, ja selbst das Beziehungsleben veränderte sich: im Internet gibt es eine riesige Auswahl. Man kann hier sogar gleich die Vorverhandlungen führen, um dann beim ersten Treffen möglichst bald zum gemütlichen Teil überzugehen. Und hat man sich das Ganze dann doch etwas anders vorgestellt, logt man sich halt wieder ein und schaut weiter.
Tage des leichten Seins.
Das Ende der Gratis-Welt
Doch die Gratis-Welt Internet stirbt. Warum soll eine Tageszeitung für viele Millionen seine Beiträge kostenlos ins Netz stellen und sich gar noch selbst Konkurrenz machen? Das bischen Werbeeinnahmen sind im Vergleich zu den Kosten Peanuts. Vor allem bei Schweizer Zeitungen, die etwa 70000 Besucher im Tag haben: im internationalen Vergleich ein Nichts! Nicht einmal die grössten Zeitungen der Welt konnten bis anhin wirklich Geld verdienen.
Natürlich, Google bleibt gratis. Das bischen Werbung am Rand reicht bei den Millionen Benutzer noch lange. Auch die Autohersteller werden teuere Webseiten haben (müssen). Und der Kleingewerbler www.gustimarkt.ch wird schon deshalb seine Miniwebseite behalten, damit man ihn überhaupt findet. Doch bei den anderen wird es nicht mehr lange dauern, bis man wieder zuerst die Kreditkarte zücken muss, wenn man etwas will.
Oder wie sagt man noch unter Geschäftsleuten: “Lieber kein Geschäft, als ein schlechtes Geschäft!” Doch was ist, wenn keiner bezahlen will und das erst noch in der Wirtschaftskrise? Tja, dann macht man es halt wie in der letzen Wirtschaftskrise: man schmuggelt Alkohol - auch was: Zigaretten! Soll schon mancher reich geworden sein.
PS: Winkelried bleibt kostenlos, Dank potenter Sponsoren.
03:50 Abschwarten partiell zu gestatten?
15:55 Luzerns Wirtschaftsförderer geht ins Kloster
15:53 Tagi: die eigenen Leser verseckelt
15:29 Pressefreiheit wird weiter eingeschränkt
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Immer mehr handelsübliche Modelle von GPS-Navigationsgeräten sind mit einem System ausgerüstet, welches die Automobilistinnen und Automobilisten mit grosser Präzision vor polizeilichen Geschwindigkeitskontrollstellen warnt. Verbinden sie ihr GPS mit einem Handy, sind die Eigentümer solcher Geräte sogar in der Lage, sich über die Zentrale eines entsprechenden Anbieters innert weniger Minuten gegenseitig vor temporären Polizeikontrollen zu warnen. Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) macht Anbieter und Verkehrsteilnehmende darauf aufmerksam, dass solche Geräte den verbotenen Radarwarngeräten gleichgestellt und daher verboten sind.
Römisches Museum in Brugg
In Brugg wurde Ende November das römische Museum wiedereröffnet. Es heisst Museum Vindonissa in Anlehnung an die ehemalige Garnison der Römer in Windisch. Mit 5 Franken ist der Eintritt sehr moderat. Auch sonst bietet die Gegend viel rund um das Thema Römer. Ebenso gibt es zivile Römergruppen, die in Experimenten in Zusammenarbeit... [Mehr ...]
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Die E-Revolution geht zu Ende. Die Informatik ist zu einem festen Bestandteil unseres Lebens geworden. Sie hat entscheidend unser Kommunikationsverhalten beeinflusst und die Abläufe in unseren Leben tiefgreifend verändert. Doch die Technik ist nun ausgereizt, wahrscheinlich schon seit mehreren Jahren. ... [Link]
Der Wirtschaft geht es in den USA schlecht, Microsoft geht es in den USA schlecht … und mobilisiert daher nun die Reserven. Die liegen im Gegensatz zu anderen Firmen nicht auf dem Konto von Bill Gates, sondern auf auf den ... [Link]
Die ideale Form hat der Netbook noch nicht gefunden, doch langsam kristallisiert sich wenigstens heraus, wie er sein sollte. Zuerst erschien der ASUS: klein, leicht - aber zu klein! Die Tasten waren ein richtiges Mäuseklavier. Jedes zweite Mal landete man ... [Link]
Am 20. November jährte sich der 75. Jahrestag, an dem die Ukraine ihrer 11 Mio. Toten*) des Hunger-Holocaustes, des Holodomors, gedacht hat. Haben Sie etwas in unseren Medien darüber gelesen? Holodomor war der schlimmste Genozid, der jemals... [Mehr ...]
In den nächsten 24 Monaten werden wir massive Steuererhöhungen bekommen. Die Medien werden sie als “ein Bekenntnis zum Service Public“ und „massvoll“ bejubeln und sie entsprechend medial begleiten. Dagegen anschreiben können sie... [Mehr ...]
In den nächsten Tagen werden nun die Hiobsbotschaften erscheinen und die Schweiz in die Rezession gleiten. Das ist nicht die erste seit dem Krieg. Schon 1967, 1975, 1983 und 2003 waren Rezessionsjahre. Doch diese Rezession ist schlimmer. Alle Märkte... [Mehr ...]
Immer wieder liesst man in de Medien Vergleiche mit der grossen Depression. Ist das aus ökonomischer Sicht haltbar oder bloss Journalistengeschwätz? Beide Krisen haben gemeinsam, dass sich sowohl eine Finanzkrise mit einer realwirtschaftlichen... [Mehr ...]




“Lustiger” Beitrag.
Nur, im Internet kann man nur mit super Ideen Geld verdienen.
Alles andere ist Ansichtssache..
das die zeitungen in zukunft für ihre dienstleistungen ein entgeld verlangen werden, ist zu erwarten.
nur will ich dann auch leistung sehen und nicht dummes geschwafel.
Geld für online News? Dafür bin ich nicht bereit zubezahlen, die können froh sein wenn ich am Sonntag mal ihre Sonntagszeitung lese. Ich bin ja auch nicht bereit Billag zubezahlen und schaue Fernsehen, weshalb sollte dies im Internet anderst sein?
Und sind wir mal ehrlich was bietet das Internet den schon grosses, wofür es sich lohnt zubezahlen? 99% des Internets ist schrott für mich, das heisst sachen mit dennen ich nichts anfangen kann.
Die Internet-Revolution wird weitergehen, insbesondere wird das Internet demokratischer werden, da sich jeder daran beteiligen kann. Erfolgreiche Angebote wie Winkeldried, Teleblocher, aber auch Wikipedia zeigen, dass zunehmend etablierte Medienbetriebe und Verlage unter Druck kommen, denn die Medienfirmen verlieren zunehmend die Kontrolle was und wie publiziert wird. Der vom Benutzer genierte Inhalt wird in Zukunft weiter zunehmen (Stichwort Collective Intelligence). News im Internet werden jedoch nie etwas kosten, denn was für die Gratiszeitungen gilt, gilt erst recht für das Internet, da hier die “Distributionskosten” noch geringer ausfallen dürften als bei den Gratiszeitungen [1].
[1] http://www.nzzfolio.ch/www/21b.....4c45a.aspx).