1. November 2008 von Winkelried - 9 Kommentare
Wie die Schweiz am besten durch die Krise komme, erläuterte Christoph Blocher heute Samstag im Hotel Marriot. Wenn die Linken es genau lesen, werden sie wohl einen Herzinfarkt bekommen.
Wir bringen hier die wesentlichen Punkte …
1. Für Unternehmer
Generell gilt immer das gleiche Rezept. Ob in guten oder schlechten Tagen: Kosten im Griff behalten, Innovationen und neue Produkte ent-wickeln und anbieten. Schlechte Zeiten sind die innovativsten, weil man sich in diesen Zeiten auf die erfolgsentscheidendsten Produkte konzentrieren muss.
Kommentar von Winkelried: Das ist zwar richtig, aber wohl vor allem aus der Sicht der Grossindustrie. Entfernt ein Gemüsehändler die Paprika aus dem Sortiment, weil diese nicht genügend Deckungsbeitrag bringt, verliert er ev. sogar den Kunden ganz.
2. Staatsausgaben senken
Gerade in schlechten wirtschaftlichen Zeiten ist es von grösster Bedeutung, dass der Staat die Bürger, die Konsumenten stärkt. Die Staatsausgaben sind zu senken, damit die Steuern und Abgaben gesenkt werden können. Das stärkt die Konjunktur.
Nur keine Staatsausgaben aus Konjunkturgründen! Diese schwächen die Steuerzahler. Die geplanten bescheidenen Ausgabensenkungsprogramme sind mindestens durchzuführen. Dass nun bereits auch bürgerliche Parteien die Chance wittern, all diese bescheidenen Ausgabensenkungspläne über den Haufen zu werfen, ist unverantwortlich.
Kommentar von Winkelried: Politisch kaum durchsetzbar
Die Linken werden sich mit Hand und Fuss wehren. Ihre Kundschaft lebt vom Staat. Zudem verfügen sie über die Presse.
3. Steuern und Abgaben senken
Jetzt ist es besonders wichtig, die Gebühren, Abgaben und Steuern zu senken. Das bringt dem Bürger wieder Möglichkeiten, zu investieren, zu kaufen und sich konjunkturgerecht zu verhalten.
Stärkung der Bürger, Stärkung der Konsumenten gibt Vertrauen in die Wirtschaft und in den Staat.
- Die kalte Progression muss verschwinden.
- Die SVP fordert dringlich eine Mehrwertsteuersenkung von 1%. Das bringt Kaufkraft, verbessert die Kosten in den Betrieben und dämpft eine befürchtete Inflation.
- Da dies erst 2009 greift, ist als Sofortmassnahme von den Überschüssen des Jahres 2008 an alle Bürger auf Ende Jahr ein Beitrag von 500 Franken auszuzahlen, wie dies Nationalrat Toni Brunner vorschlägt. Das gibt den Konsumenten Kaufkraft.
- Wichtig ist, dass die wettbewerbsverzerrenden Steuern ver-schwinden. So sind die Emissionsabgaben abzuschaffen.
- Die Mehrwertsteuererhöhung für die IV, wie sie im nächsten Jahr zur Abstimmung kommen wird, ist abzulehnen.
4. Fehlbeschlüsse sind rückgängig zu machen
Viel Unsinn, der in den letzten Jahren beschlossen worden ist, ist rückgängig zu machen – vor allem im ganzen Umweltschutz-, Energie- und Regulierungsbereich, aber auch im öffentlichen Verkehr.
Kommentar von Winkelried: Problematisch
Deregulierung dauert sehr lange, wäre aber mehr als wünschenswert. Doch ist sie kaum durchsetzbar. Der Staat würde damit an Einfluss verlieren und das will er auf keinen Fall. Bestenfalls kürzt er das Budget der einzelnen Abteilungen (sprich: er entlässt ein paar Mitarbeiter) bis die Krise vorbei ist. Die ganze Abteilung zu schliessen – was eigentlich die Lösung des Problems wäre – wird er auf keinen Fall tun.
5. Strompreise nicht erhöhen
Die verfehlte Gesetzgebung betreffend die sogenannte Stromliberalisierung – die gar keine Liberalisierung ist – ist zu sistieren und rückgängig zu machen. Die massiven Strompreiserhöhungen darf es nicht geben. Der Vorschlag von Bundesrat Leuenberger für eine Verord-nungsänderung geht zu wenig weit.
Kommentar von Winkelried: Nebenschauplatz!
Das Problem liegt viel mehr darin, dass keine neuen Atomkraftwerke gebaut werden können. Hier hat die SVP aber noch keine klare Position bezogen.
6. Migrationsprobleme lösen
Den Problemen der Migration, die sich in Zeiten schwacher Wirtschaft verstärken werden, ist volle Aufmerksamkeit zu schenken.
Die jetzt schon stark gestiegenen Zugänge im Asylbereich sind entschieden zu bekämpfen, da kann man nicht einfach nur nach neuen Unterkünften suchen. Der Bundesrat hat zu führen, statt das Geschehene nachzuvollziehen.
Es ist unverständlich, dass der Bundesrat im Juli dieses Jahres auf das Recht verzichtet hat, die Ausländerquoten betr. den alten EU-Staaten wieder einzuführen. Noch im Juli glaubte er, die Hochkonjunktur gehe dauernd weiter!
Die Schweiz muss mit den Folgen der Personenfreizügigkeit in schlechter Wirtschaftslage noch fertig werden. Sie hat noch keine Erfahrung damit, weil diese erst seit etwas mehr als einem Jahr für einige EU-Länder in Kraft ist. Jeder, der ein Jahr in der Schweiz gearbeitet hat, hat Anspruch auf bis zu fünf Jahre staatlicher Sozialleistungen. Der Bundesrat hat sich auf den schlechtesten Fall vorzubereiten!
In hochkonjunkturellem Übermut und in Verachtung des Stimmbürgers und der Demokratie hat das Parlament mit wohlwollender Begleitung durch den Bundesrat die Unverschämtheit begangen, die zwei getrennten Vorlagen – Weiterführung der Personenfreizügigkeit mit den alten Staaten und die Ausdehnung auf Rumänien und Bulgarien – in ein einziges “Päckli” zusammenzufassen. Die Stimmabgabe ist deshalb unverfälscht nicht mehr möglich. Am liebsten würde man der Urne fernbleiben! Das ist aber für den Schweizer auch keine Möglichkeit. Also wird man das am wenigsten Falsche tun müssen, weil das Parlament unter Führung der SP, den Grünen und der CVP das Richtige verunmöglicht! Das am wenigsten Falsche ist die Ablehnung der Personenfreizügigkeitsvorlage! Also ist im Februar 2009 Nein zu sagen zur Personenfreizügigkeit.
Kommentar von Winkelried: Absolut einverstanden.
Die Wirtschaftskrise wird hier der SVP sehr viel nützen.
7. Keinesfalls ein EU-Beitritt
Die jetzige Finanzkrise zeigt, dass die Schweiz keinesfalls der EU bei-treten darf! Wäre die Schweiz in der EU, hätte sie z. Bsp. keine handlungsfähige Nationalbank mehr! Weil die EU-Staaten keine eigenen Nationalbanken mehr haben, müssen sie zur Zeit selber Milliardenver-pflichtungen eingehen und zwar aus leeren Staatskassen! Beeindruckt von der Peitschendrohung des deutschen Finanzministers und ohne jegliches Verständnis für die Zusammenhänge ruft die SP bereits wieder zum EU-Beitritt auf! Und die CVP – wie könnte es anders sein – verabschiedet verklausulierte EU-Beitritts-Resolutionen.
Kommentar von Winkelried: Überflüssig!
Da will eh keiner mehr hin – ausser ein paar reiselustige Politiker und Journalisten.
8. Nationalbank stärken
Die Schweizer Nationalbank ist im Gegenteil zu stärken. Die Währungsreserven sind zu erhöhen, um die Handlungsfähigkeit in Krisensituationen zu vergrössern.
Kommentar von Winkelried: Blödsinn!
Die Nationalbank ist die Nationalbank und keine Finanzdepartement oder sonst eine Wirtschafts-Regulierungsbehörde. Und das zu ändern, wäre vollkommen falsch.
9. Bankgeheimnis in die Verfassung
Da der Druck von ausländischen Bankplätzen zunehmen wird, ist das Bankkundengeheimnis in der Verfassung zu verankern.
Kommentar von Winkelried: Einverstanden, aber kaum durchsetzbar.
Würden wir es tun, würde uns Obama mit dem Iran auf die gleiche Liste setzen und den Gesamtbundesrat zum Abschuss freigeben (ok, ein bisschen übertrieben).
Fazit
Zuerst muss dazu gesagt werden, dass Blocher kein Ökonom ist, sondern Jurist. Dennoch seine betriebswirtschaftliche Kompetenz ist unbestritten. Etwas populistisch kommen jedoch seine Ausführungen über die Ursache der Krise daher. Nicht die Boni haben die Krise verursacht, auch nicht mitverursacht, sie waren lediglich eine Begleiterscheinung.
Das Wirtschaftsprogramm vom Blocher ist nur teilweise ein solches. Blocher lässt ausserdem wichtige Aspekte ausser Betracht:
- Unternehmensrecht
In vielen Länder Europas ist die Gründung einer Gesellschaft wesentlich einfacher und billiger als in der Schweiz – hier hat die Schweiz noch wesentlichen Handlungsbedarf. Vor allem in Zeiten der Rezession wäre ein unkompliziertes Gesellschaftsrecht sinnvoll: gute Fachleute machen sich selbständig und schaffen so Arbeitsplätze. - Arbeitsrecht
Das schweizerische Arbeitsgesetz ist für Kleinunternehmen zu einem Mienenfeld geworden, welches ein Unternehmen in den Ruin führen kann. Jemanden einzustellen grenzt schon fast an Harakiri. - Jusitzwesen
Unser Justizwesen ist klar linkslastig ausgerichtet. Richter heben sogar Volksentscheide auf. Zudem dient das Justizsystem zunehmend zur Mittelbeschaffung für den Staat – z.B. im Strassenverkehr. Der einfache Bürger, vor allem aber der Kleinunternehmer, kann sich dagegen kaum noch wehren.
Doch auch die SVP ist nicht frei von Sünde
- Internetrecht
Die Schweiz hätte hier eine grosse Chance gehabt, wenn sie schon früh hier ein liberales Recht geschaffen hätte, statt es den Linken zum Frass vorzuwerfen. Der Schaden ist nicht mehr gut zu machen. Blocher trägt diese Schuld mit: er – und seine SVP – kennen das Internet nicht. - Medienrecht
Faktisch gibt es in der Schweiz keine freie Presse – erstaunlicherweise sogar zur Freude der SVP. Sie kann so den Bösen markieren und hat so das Monopol auf die Gegenposition. Auch wenn sie dauernd auf die Presse schimpfen – sie fühlen sich darin pudelwohl!
Blocher hat heute wohl eher einen Wunschzettel heruntergelesen. Erst wenn die Arbeitslosigkeit auf 15% steigt, wird er ihn umsetzen können.
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Die Kontakte via Call Center sind ausserordentlich effizient. Man hat die volle Aufmerksamkeit des Gegenübers und kann mit ihm in einen direkten Dialog treten. Eigentlich fragt man sich, warum nicht sämtliche Marketingmittel in diesem Medium investiert werden. Der Hauptgrund liegt ... [Link]





“Da dies erst 2009 greift, ist als Sofortmassnahme von den Überschüssen des Jahres 2008 an alle Bürger auf Ende Jahr ein Beitrag von 500 Franken auszuzahlen, wie dies Nationalrat Toni Brunner vorschlägt. Das gibt den Konsumenten Kaufkraft. ”
Völliger Blödsinn, damit sollten Schulden abbezahlt werden, bei 2-3% Zins schaut so jedes Jahr ein Gewinn heraus. Verteilt man das Geld verpufft es. Es wird an Bürger ausbezahlt also auch Ausländer, da kann man gleich noch die Sinti und Romas einladen, ausserdem wiederspricht es des Punkten 2+3.
Wichtig wäre eben auch ein Gesetz das Ausländer zwingt in ihren Heimatländern Sozialversichert zu sein, so könnte man alle Scheininvaliden, Sozialhilfeempfänger abschieben wenn sie nicht mehr arbeiten wollen.
Christoph Blocher hat bereits des öfteren die Idee eine konservative Tageszeitung in der Schweiz zu gründen thematisiert z.B. bei Teleblocher und jeweils aus Kostengründen verworfen.
Wie wäre es jedoch eine bestehende Zeitung bzw. Marke zu kaufen und auf einen konservativen Kurs zu trimmen? Es wäre ein weiterer Sieg der SVP, wenn sie beispielsweise den serbelnden Freisinnigen die NZZ entreissen und entsprechend umgestalten würde….
@Karin
Deine Ideen sind echt gut!
@Stauffacher
Das mit der NZZ funktioniert nicht. Nur FDP-Mitglieder können Aktien kaufen. Finanziell ist das ganze eh nicht finanzierbar. Die Kiste kostet etwa 160 Mio. und das kann selbst ein Milliardär nicht einfach so riskieren.
“Kommentar von Winkelried: Das ist zwar richtig, aber wohl vor allem aus der Sicht der Grossindustrie. Entfernt ein Gemüsehändler die Paprika aus dem Sortiment, weil diese nicht genügend Deckungsbeitrag bringt, verliert er ev. sogar den Kunden ganz.”
Irrtum! Erfolgsentscheidend heisst nicht unbedingt “direkt gewinnenbringend”. Wenn es nur die Paprika sind, die die Kunden bei der Stange halten, dieselben Kunden aber beim Paprikakauf auch andere Produkte kaufen, dann ist eben Paprika erfolgsentscheidend.
Wenn aber alle Kunden nur wegen der Paprika kommen, die nicht einmal die Kosten decken, könnte der Händler sein Geld auch in den Aktenvernichter stecken.
“In vielen Länder Europas ist die Gründung einer Gesellschaft wesentlich einfacher und billiger als in der Schweiz”
Wo? Ich habe selbst Unternehmen gegründet. Ausser den Notariatskosten fielen keine anderen Kosten an.
In Frankreich muss z.B. ein Kleinunternehmen Sozialbeiträge vorschiessen, selbst wenn keine Angestellten vorhanden sind.
@marbie 1
Ziemlich spitzfindig die Differenzierung von “gewinnbringend” in “direkt gewinnbringend”, als Abgrenzung von “indirekt gewinnbringend”. Das ist wohl eher eine Wortspielerei.
@marbie2
a. Auch in der Schweiz muss man Sozialbeiträge vorschiessen, obwohl man nicht mal einen Franken gesehen hat.
b. England
c. Deutschland (Co&KG)
d. USA (Delaware, Wyomming)
e. Cayman Island, Uruguay, Panama … als weitere Destinationen
Es ist heute problemlos möglich, im Ausland eine Gesellschaft innerhalb von 24 Stunden zu gründen und darüber sämtliche Geschäfte abzuwickeln. Etwas komplizierter wird es allerdings, wenn man ein Auto kaufen, bzw. Leute im entsprechenden Land beschäftigen will.
Die EDV bietet hier aber bereits die Möglichkeit Vieles aus der Schweiz herauszunehmen. Beispiele:
- Autokauf und Immatrikulation in Belgien und Betrieb des Fahrzeuges in der Schweiz.
- Personal: Gründung einer Firma in Wyomming, in der Schweiz eine Zweigniederlassung auf die die Arbeitsverträge lauten. Wenn es schief geht, dann hat man halt 600 Fr. für die Zweigniederlassung verloren – das ist immer noch billiger als die Kosten für eine Rechtsschutzversicherung für Kleinunternehmen (700 Fr. plus).
- Mietverträge: ähnliches Konstrukt. Ein 10 jähriger Mietvertrag könnte böse Folgen haben.
Ok, das sind alles Gedanken die ein etabliertes Unternehmen gar nicht anstellt. Aber jemand, der sich selbständig macht und nicht weiss, ob es gut geht, wird sehr wohl daran denken. Und zwar schon deshalb, weil der Pole, der die gleiche Dienstleistungen in der Schweiz ebenfalls anbietet, dieses Risiko ebenfalls nicht hat. Geht sein Geschäft schief, macht der einen Abgang über die Grenze und alle Gläubiger können hier eine Handstand machen. Der Schweizer wird aber ausgenommen wie ein Karpfen.
Dass Blochers Partei mit seinen senilen Anhänger nicht viel ändern wollen und nur auf die eigene AHV und PK schauen ist ja klar.
Die Verfilzung innerhalb der SVP war immer offensichtlich, deshalb ist es ja gerade gut dass die SVP in Gruppen zerfällt wo ein SVP Amtsinhaber wieder seine eigene Meinung haben darf.
“Und dass Hedge-fonds die Spekulation auf sinkende Kurse noch nicht verboten wurde, ist absolut kriminell.”
- Wieso Sie Wetten ja auch auf steigende Kurse, wieso sollte es auf steigende Kurse erlaubt sein und auf fallende zusetzen nicht?????
Die Börse kennt eben nicht nur eine Richtung.
“Kampfhundeverbot”
- Auch hier zeigt sich die verlogenheit der Linken, auf der einen Seite will man Kampfhunde verbieten und auf der anderen Seite fördert man wilde Hunderudel(Wölfe) die Tiere und Menschen anfallen.
“Ausländerrecht
Asylantengesetz”
- Nun wer forderte denn Stimmrechte für Asylanten etc. und machte die Ausländerkriminalität erst möglich. Man hat die Auslädischen kriminellen und Sozialschmarotzer nur so gefördert, wehe dem, wer was dagegen sagte der war ein pöser pöser Rassist. Die Linken haben ja alles Torpediert was von der SVP kam, ich lache nur noch über Frauen die von Ausländern vergewaltigt wurden, sie hätten sich gegen die Linke Politik halt wehren können, Fazit selberschuld.
“Nach Jahrzehnten der bürgerlichen Mehrheit ist es sowieso eine Schande, dass alles, was als schlecht betrachten wird, auch noch den linken in die Schuhe geschoben wird.”
Da hast du Recht die Linken und Bürgelichen sind an allem Schuld, wir brauchen dringend eine Wechsel, eine Rechte Regierung à la SVP/Lega/EDU. Schaut euch nur die Bürgelichen versager Parteien an CVP/FDP/BDP die haben uns die Suppe eingebrockt, jetzt braucht es dringend einen Wechsel wie in Amerika.
Achtung!
Die Linken sind schon lange auf die Schliche gekommen, dass die Nichtlinken versuche den Wind aus den Segeln zu nehmen.