Die Schweiz aus konservativer Sicht  
Die Rechnung für den Steuerzahler

19. Oktober 2008 von McCarthy

So lieber Steuerzahler, jetzt weisst Du, was Dich die Zockerei der UBS kostet.

Die UBS holt sich den ziemlich genau den gleichen Beitrag zurück, die sie in letzten 10 Jahren an Steuern bezahlt hat. Dieses Geld wurde natürlich nicht etwa gespart, sondern von den Linken gleich an die Kulturbereicherer weitergegeben. Abzüglich der Subsistenzsicherung der Linken selbst natürlich.

Und die Banken haben das Zocken nicht verlernt. Weil sie selbst nicht dran glauben, dass jemals etwas von den 60 Mrd. zurückkommt, haben sie den Fond schon mal auf den Cayman Islands platziert, die ideale Räuberhöhle für solche Geschäfte. Vor allem erfährt der Steuerzahler so nicht, was die UBS so alles für wertlose Zeugs zusammengekauft hat. Bis jetzt jedenfalls hat niemand gefordert, dass dieses Portofoglio offengelegt wird … 

Doch damit ist die Krise noch längst nicht am Ende. Nach den Hypothekarpleiten kommen nun noch die ungedeckten Kreditkarten. Auch das wird das Geschäft nicht gerade beleben.

Unbeschränkt Geld schöpfen mit dem Schneeballsystem

Unser Bankensystem, oder noch konkreter, das Schattenbankensystem – jetzt erkennt es wohl auch ein Blinder – kann selbst unbeschränkt Geld schöpfen:

Bank A  gab Geld an Investmentbank B, B gab Kredit an Bank C, und C gab wieder Kredit an A. Für den normalen Bürger sind solche Machenschaften verboten (Schneeballsysteme), bei den Banken aber kommt der Staat sogar noch zur Hilfe und schmeisst Geld nach, damit das System nicht zusammenbricht.

Komischerweise kann man dieses Phänomen gar nicht wirklich in den Griff bekommen, ausser man verstaatlicht das Bankensystem – doch auch das ist für eine effiziente Kapitalallokation wenig wünschenswert. 

Erhöhung der Eigenkapitalquote verschlimmert die Rezession

Die Staaten werden nun zu Recht beschliessen, dass die Eigenkapitalquote erhöht werden muss. Diese Bestimmung ist sinnvoll, doch verhindert der Aufbau dieser Polster, dass der Wirtschaft neues Kapital zufliesst und verschärft damit die Rezession weiter.

Krise kann noch massiv schlimmer werden

Schon jetzt zeichnet sich eine neue Krise ab. Viele Amerikaner können ihre Kreditkarten-Limite nicht mehr bezahlen. Zudem werden noch viele andere Wertpapiere wegen der verschlechterten Rezession weiter an Wert verlieren. Ob dann die UBS nur 60 Mrd. Miese in den Büchern hat, ist bei einer Bilanzsumme von 2000 Mrd. eher fraglich. Wenn auch “nur” 50 Mrd. dazukommen, dann steht die Schweiz entgültig ziemlich düster aus.

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  1. Da wurde doch allen Ernstes an der Pressekonferenz und an der Arena von SNB, Widmer-Schlumpf und CEO UBS verkündet, dass gute Chancen bestünden, dass aus den derzeit nicht verkaufbaren Subprime-Papieren im Buchwert von über 60 Milliarden dereinst in einigen Jahren noch Gewinne realisiert werden könnten. Reiner Zweckoptimismus, aber schlussendlich muss man den Deal des Jahrhunderts ja verkaufen und den Leuten verdaubar machen können. Jedem, der sich in dieser Materie auskennt, muss dieser Zweckoptimismus wie ein Hohn vorkommen. Vor etwa 15 Jahren begann die sattsam bekannte Immobilienkrise in der Schweiz und die hatte bei weitem nicht die Dimension derjenigen in den USA. Die Preise der Immobilien sanken bei uns etwa um 40 %. Die Preise fielen zwar auch in den Keller, aber die Zinsen konnten von der überwiegenden Mehrheit noch bezahlt werden, ganz anders als zur Situation in den USA. Die Situation heute nach 15 Jahren in meiner Region ist die, dass für diese Immobilien auch heute längst nicht mehr die Preise bezahlt werden, die damals gegolten haben. Wenn die damaligen Käufer heute noch 80 % des seinerzeit bezahlten Preises lösen können, müssen sie mehr als zufrieden sein. In den USA ist der Wertschwund noch um einiges höher und nimmt jeden Monat noch teils massiv zu. Dazu wird noch die Rezession kommen, verbunden mit mehr Arbeitslosigkeit, tieferen Löhnen, die es immer weniger Bürgern erlauben wird, sich ein Eigenheim zu leisten. Noch hinzu kommt, dass die Wertentwertung einer Immobilie in den USA aus baulichen Gründen um einiges grösser ist wie hierzulande. In den USA wird viel weniger solid gebaut und Bauten meist auf eine Lebensdauer von gut 50 Jahren ausgelegt. In gut 50 Jahren kann man die Bausubstanz in die Luft jagen, dh die Immobilie ist nach dieser Zeit wertlos, was noch bleibt, ist das Grundstück, entsprechend reduziert sich auch der Wert der Immobilie von Jahr zu Jahr erheblich. Insgesamt sprechen bei realistischer Einschätzung sehr viele Gründe dafür, dass für diese hypothekargedeckten Subprime-Papiere, sofern überhaupt, dereinst nur noch Bruchteile der Nominalwerte werthaltig sein werden, geschweige denn je Gewinne erzielbar sein könnten. Schon bei Realisierung von 50 % der 60 Milliarden dürfte man sich alle Finger abschlecken, weit realistischer dürfte sein, dass man von den 60 Milliarden noch etwa einen Drittel, d.h. 20 Milliarden zurück erhält.

  2. Auf der angegebenen Website bietet (emittiert) die UBS neue Zertifikate an!

    Von mir aus gesehen wieder so ein “Zocker-Papierchen” mit Inhalt einer Wette, die etwas so lautet:
    Wenn in der Autobranche grosse Veränderungen anstehen (spielt keine Rolle ob Boom oder Baisse) dann kriegst du die Differenz in % des Auto-Index im
    Vergleich zum Gesamtmarkt-Index ausbezahlt, ausser…. (bitte Website
    konsultieren!)

    Erstaunlich, dass Datum der Emission :
    August 2008 (Finanzkrise in Vollblüte!)
    Erstaunlich, die Bank die diese Papiere emmittiert :
    UBS (nichts gelernt aus den verlorenen Milliarden!)
    Erstaunlich, die Eidgenossenschaft: gewährt dieser Bank einen riesen Kredit
    ohne in dem Saftladen das Zepter zu übernehmen!


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