Was der Bundesrat verschweigt

11. Oktober 2008 von David Frankfurter - 5 Kommentare

Unsere Regierung macht auf „Alles-im-Griff“ und bestellt und bekommt von ihrer Presse entsprechend Applaus. Das zeigte deutlicher als jedes andere Ereignis, dass wir gar keine freie Presse mehr haben.

Der Schweizer Bundesrat kann auch nicht viel anderes tun, als die Leute zu besänftigen, bevor sie nun zum Schlachter geschickt werden. Ganz deutlich zeigt sich das bei der Staatgarantie für Sparguthaben. Deutschland garantiert bis 100000 Euro, andere Länder sogar noch höher.

Die Schweizer Regierung und die schweizerische Volkswirtschaft ist der Krise nicht gewachsen, nicht allein intellektuell, sondern schon allein von der „Masse“ her:

Die UBS z.B. verwaltet 5mal mehr Vermögen als die gesamte schweizerische Volkswirtschaft in einem Jahr erwirtschaftet.

Das ist auch der Grund, warum die Schweizer Regierung keine Staatgarantie aussprechen kann. Sie hat schlichtweg kein Geld dafür. In einer ähnlichen Situation ist übrigens Malta und Zypern.

Der Bundesrat schickt also ihren Finanzminister-Stv. vor und lässt verkünden, alles sei sicher und man habe  alles im Griff. Sollte es schief gehen, macht es auch nichts. Man sagt dann einfach, man hätte es nich wissen können.

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  1. baron77

    So wie es wieder mal aussieht, ist das reine Ablenkung. Irgendwann kommt es doch heraus, dass die Regierung in allen Bereichen versagt hat, erst dann wenn das Volk daran blutet.

    Was da unsere Madame Justizia als stellvertretende Finanzministerin sagte, könnte man fast glauben, dass es auch stimme. Die Regierung sieht alles durch die “rosarote Brille”. Stimmen wird es nicht, weil es die lieben und netten Journis so haben wollen, wie die CVP, SP, BdP, die Grünen und zum Teil die FdP.
    So wird dem Schweizervolk Sand in die Augen gestreut. Irgend einmal werden wir alle vor Tatsachen gestellt. Das ist leider die Realität!

  2. naja was soll unser BR anders sagen. Tun kann sie nichts. Leitzins senkungen haben ja wie wir gesehen haben, keinen grossen effekt. und das geld garantieren können sie ebenfalls nicht. bei uns herrscht “figgi-müli”.

  3. Man kann meines Erachtens dem Kasperli-Bundesrat nicht einmal einen Vorwurf machen. In einer solchen Situation bleibt nur eines, beschwichtigen und schön reden, alles andere würde sofortiges Chaos und Run auf die Banken bedeuten. Was das heissen wurde, ist gar nicht auszumalen. Immerhin sollte aber die Einlegerschutzgarantie für Spargelder angemessen erhöht werden, zum Beispiel auf 80000 bis 100000 Franken. Der derzeitige Betrag stammt noch aus einer Zeit, als man mit Fr. 30′000 wahrscheinlich etwa 3x mehr kaufen konnte. Die Frage ist, wer diesen Einlegerschutz garantieren sollte. Der Staat oder ein Bankenpool oder beide ?

  4. Marcel Marcus

    @Oeko-Clown
    Liess doch kurz im obigen Beitrag, warum das nicht geht …

  5. David

    Jetzt soll auch noch die Regierung handeln, wenn sie doch unfähig ist? Und Papa Staat soll Geld in die Rachen der Bankiers werfen? Sorry, aber wenn das jetzt keine “linken” Lösungen sind …


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