11. Oktober 2008 von David Frankfurter - 7 Kommentare

Zwar mögen sich einige freuen, wenn die grossen der Welt ihre Banksysteme vor dem Untergang retten. Doch diese Rettung hat unweigerlich die Teilverstaatlichung der Banken selbst zur Folge. Das wird zwar fürs Erste auch unsere Banken mitretten (hoffen wir es), doch werden in so einer Konstellation Finanzplätze wie Lichtenstein, Cayman Islands und auch die Schweiz nicht lange weiter existieren. Solche „Steueroasen“ trocken zu legen, wird dann die erste Aufgabe sein in einer sich wieder erholenden Wirtschaft.

Damit ist das Ende der Steueroase Schweiz und des Finanzplatzes sicher. Natürlich wird die Schweiz ein netter Bankenplatz bleiben, doch seine internationale Bedeutung ist am Ende. Auch beschäftigungsmässig ist das auf den ersten Blick nicht tragisch. Im Bankensektor arbeiten nur etwa 100′000 Personen. Doch sollte man sich mal vor Augen führen, was der Finanzsektor in der Schweiz an Steuern zahlt: knapp 1/3 der Staateinnahmen der Schweiz stammen daraus!

Hat der Staat 1/3 weniger Einnahmen, dann Adios SBB, Adios Soziindustrie und Beamtenstaat. Allerdings muss das nicht nur negativ sein: vielleicht werden wir bald tatsächlich ohne Baustellen auf der A1 herumfahren können, Die Aromatherapeuten, Logopädinnen, Asylantenbetreuer und ähnliches Gesocks wird sich nun endlich dort zusammenfinden, wo es immer hingehört hat: auf dem Arbeitsamt. Lehrer werden statt nach mehr Lohn schreien, froh sein, wenn sie ihren Job behalten dürfen.

Und was noch an Beamten übrig bleibt, wird dann die Asylantenstellen so schnell wie möglich schliessen – falls nicht, kann man sich diese Beamten auch nicht mehr leisten. Und vielleicht erleben wir noch die Abschaffung der psychologischen Invalidenrente. Das hätte zwar den wirtschaftlichen Ruin des Kosovos zur Folge, ist uns aber schnuppe.

Auch für die Unternehmen wird das ein heilsamer Schock sein, Diese werden nun endlich mal ihre Kommunikationsberater in die Wüste schicken und sich darauf konzentrieren, nützliche Leistungen zu erstellen. Zeitungen werden ihre philologischen Dummschwätzer entlassen, faktisch also alle und statt Phantomjournalismus, Promi-Geschwätz und SVP-Bashing nützliche Informationen liefern. Vielleicht.

Um die Banken selbst muss man nicht jammern. Sie haben jahrelang das Gewerbe ausgenommen, die Annäherungen an die EU finanziert und sich für die Personenfreizügigkeit eingesetzt. Auch die Linken erhielten massiv Geld von ihnen. Sollen sie doch nun ihrem Schicksal überlassen werden.

Wichtig ist, das die LInken ganau jene Behandlung erhalten, die sie ihren politischen Gegnern zukommen liessen: Drangsalierungen, Verleumdungen, Gewalt.  Lasst uns diese Rechnungen begleichen: Auge um Auge, Zahn um Zahn.

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  1. aug um aug, zahn um zahn? dann wären wir ned besser wie die muselmänner und das ist imho nicht unser ziel oder?

  2. Marcel Marcus

    Die christliche Nächstenliebe künnen wir uns ja für die Zeit danach aufbewahren.

  3. Echnaton

    Tolle Meldung im Tagi; “Keine Notmassnahmen nötig”. Ehrlicher wäre gewesen: *Keine Notmassnahmen möglich …”

  4. @MM: tut mir leid. ich bin der festen überzeugung, dass wir westlichen mächte nach den regeln spielen müssen. was die barbarenstämme aus der wüste tun ist mir wirklich egal. aber wenn wir nicht mehr nach den regeln spielen entstehen sachen wie geheimgefängnisse, guantanamo, entführungen von cia usw…
    auch wenn es schwer fällt müssen wir uns daran halten sonst sind wir nicht besser wie diese “tierfreunde”.

    die einzige ausnahme, wo man die regeln dehnen kann, in meinen augen ist, wenn zb kinder entführt wurden und man die täter gefasst hat, aber die ned reden wollen. dann halt ich es sogar akzeptabel, wenn man denen stromstösse, von autobaterien durch seine “ei***” jagt ;p

  5. Echnaton

    Steimbrück hat soeben in der Pressekonferenz eigentlich alles gesagt: falls der Steuerzahler sich an den Banken beteiligt, sei dieser verpflichtet weitere Spakulationen über Steueroasen zu verhindern.

    Selbst wenn der Staat nicht allzu insisiv auf die Banken einwirkt, ist doch kein Banker mehr willig via die Schweiz den deutschen Fiskus zu ungehen, wissend das er den Staat als Aufpasser im Haus hat.

    So oder so, der Bankenplatz ist damit besiegelt.

  6. @Echnaton
    Bist du sicher ,dass Steibrück die Wahrheit sagt?
    Der hat vermutlich selbst seine Kohle hier.
    Die Aufgabe eines Politikers in den heutigen zeiten ist es ja zu lügen, es wäre ja nicht das erste Mal.
    Ausser zu viel verdienen und konsterniert zu sein kann dieser Germane ja nichts.

  7. Dr.Liffsey

    Nehmen wir an die Banken hätten, wie in diesem Artikel steht, “das Gewerbe jahrelang ausgenommen”, nehmen wir weiter an die Kantonalbanken würden sich wieder auf ihre eigentliche Aufgabe besinnen (vielleicht nicht ganz freiwillig!) und dem Gewerbe günstige Kredite für Investitionen zur Verfügung stellen.
    Dann würde dort wieder mehr verdient und logischerweise auch mehr Steuern bezahlt (auch ohne Steuererhöhung!).
    Da die “Kleinen” nicht zu Vorzugskonditionen besteuert würden, wie z.B. die Grossbanken, müsste doch eingentlich ein höherer Steuerertrag für den Fiskus herauskommen, oder?


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