10. Oktober 2008 von Achilles - Ein Kommentar

Heute habe ich in unserer  Firma gehört, dass sich die eidgenössische Verwaltung neue Transportvorschriften ausgedacht hat.
Früher: Der Laborleiter Willi hat ein ungiftiges Gas zu entsorgen. Er telefoniert Heiri. Heiri kommt mit dem Fasswagen und holt das Gas ab.
Neu: Der Laborleiter Willi muss jetzt die Spezialistin Tussi bei der Sicherheitsfirma anrufen, damit er das Gas los wird. Tussi hat früher im Büro ein leeres Blatt Papier von einer Seite des Pults auf die andere geflippt. Jetzt machte sie einen Kurs auf Kosten unserer  Firma und ist diplomierte Sicherheitsexpertin geworden. Tussi organisiert einen Gefahrentransport für das Gas. Die Transportpapiere werden bereit gestellt. Heiri kommt mit dem Fasswagen und Tussi prüft, ob das Fass ausreichend mit Warntafeln versehen ist. Nach 30 Unterschriften wird der Gefahrentransport von Tussi freigegeben. Unterwegs wird der Transport von der Polizei angehalten. Die Prüfung der Papiere kostet Heiri 15 min Zeit. Würde eine Unterschrift fehlen, dann muss unsere fehlbare Firma gebüsst werden. Fazit: Die Sicherheit ist gegen früher nicht besser, dafür wurden aber neue (überflüssige) Arbeitsplätze geschaffen und die Firma zahlt kräftig. Und sie bezahlt sogar eine eigene Polizistin.

Nun mal was anderes. Sozialdemokraten und Grüne möchten gerne Rauschgiftkonsum und natürlich den Rauschgifthandel aus dem Strafgesetzbuch streichen. Vielleicht weil etliche Parteimitglieder selber gerne die Spritze anlegen, vielleicht weil andere Soziale eifrige Produzenten wurden. Auch die Inlandsredaktion der NZZ hat längst das Lager gewechselt und plädiert eilfertig für mehr Mündigkeit beim Bürger (nicht unbedingt beim Rauchen, sondern diesmal beim Rauschgiftkonsum). Die modernen Kommunikationswissenschaftler der NZZ ziehen auch gerne zwischendurch einen Joint rein. Wenn die Begehren dieser uneigennütziger Aktivisten aller Farbschattierungen vom Stimmvolk bewillig werden, dann gibt es richtige Transportprobleme. Aber die Probleme lassen sich lösen. Die Eidgenossenschaft hilft.

Nehmen wir folgenden fiktiven Fall. Unternehmer Akabele Koksumbu hat eine Bestellung aus Basel für eine Tonne Heroin erhalten. Koksumbu bietet die Sicherheitsexpertin Tussi auf. Tussi organisiert alle notwendigen Papiere und bietet wiederum Achmed mit dem Kesselwagen auf. Achmed fährt mit der Ladung Heroin los und beachtet sorgfältig die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit. Die diensteifrige Polizei freut sich bei der Kontrolle auf der Autobahn, dass Achmed´s Papiere professionell in bester Ordnung gehalten sind.

Fazit: So sind alle Transporte auf Schweizer Strassen sicher. Nach dem Heroinkonsum zahlen Krankenkasse und IV die Folgeschäden. Alles in Ordnung.

Eine besondere Regelung muss noch für den aufblühenden Berufszweig der Cannabisproduzenten gefunden werden, welcher zur Landwirtschaft zählt. Vermutlich sind die Produktionskosten für eine Tonne Cannabis mit viel THC nur 100 Franken. Dafür wäre ein Gefahrentransport zu teuer. Die Produzenten erhalten eine Ausnahmebewilligung vom Departement Moritz Leuenberger und dürfen ihr wertvolles Produkt mit dem Heuwagen ausfahren. Ausserdem zahlt das Departement Doris Leuthard pro Tonne einen Vermarktungszuschuss von 2000 Franken, denn in der Schweizer Landwirtschaft wird alles subventioniert.

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  1. baron77

    Wenn ich so was machen müsste, nur verkifft und verkokst, so könnte ich IV und Sozialleistungen bekommen, werde im Knast gut verfüttert, nur mit besten Menüs, das gekocht werden muss.

    Die Canabisbefürworter schröpfen das Geld ab, bis die Schwarten krachen.

    Da muss man sich nicht verwundern, warum Drogen- und Alkoholsüchtige IV-Rente bekommen, das “jagt” die IV in die Tiefe und das Volk zahlt die Zeche mit den KK-Prämien zusammen.


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