Medien auf Beruhigungstour

6. Oktober 2008 von Echnaton - 3 Kommentare

Alle Medien posaunen unisono im Auftrag des Staates herum, die Bankeinlagen seien sicher und es gäbe eine Staatgarantie. Der Bundesrat schickt Widmer-Schlumpf vor das Volk zu beruhigen, die einzige Bundesrätin mit einem sicheren Ablaufsdatum. Gell, man kann ja nie wissen … Der Finanzminister selbst hat ja einen Herzinfarkt erlitten, warum (und wo*)) ist bis jetzt ungeklärt.

Die Medien verweisen unisono auf die Bankgarantie und man brauche sich ja gar keine Sorgen zu machen. Grundsätzlich ist da schon was Wahres daran, schliesslich hat es keinen Sinn die Situation schlimmer zu schwatzen als sie ist. Immerhin ist die UBS Aktie immer noch etwa 10 Dollar über dem Konkurswert (siehe Kasten rechte Seite). Eines ist heute schon sicher: die Memoiren von Karrer werden in 5 Jahren ein garantierter Bestseller sein. Über den Titel kann jeder jetzt schon spekulieren.

Leider müssen wir aber doch wieder ein weiteres Tabu unserer linken Phrasendrescher relativieren. Die Bankgarantie ist auf insgesamt 4 Mrd. Fr. beschränkt.

Damit eine Schwächung gesunder Banken und Effektenhändler durch eine zu hohe Beistandspflicht verhindert wird, hat der Gesetzgeber bewusst eine Systemgrenze für den Einlegerschutz festgelegt. Die Höchstsumme, welche die Einlagensicherung insgesamt zahlen und ausstehend haben kann, beträgt demgemäss CHF 4 Milliarden

Aha, soso - dann bemühen wir doch mal den Rechenschieber: max. gibt es 30000 Fr., insgesamt aber höchstens 4 Mrd. Genau gerechnet bekämen da 133 000 Sparer ihre Kröten (oder einen Teil davon). Da vielleicht nicht alle genau 30000 Fr. (oder mehr) haben, könnte es sein, das etwa 144 000 Personen einen Teil ihres Geldes wiedersehen.

Damit wären wir bei den Zeugen Jehovas. Diese Religion bietet einen ähnlichen Service an. 144000 werden von  Captain Kirk Erzengel Gabriel mit einem Raumschiff **) gerettet. Hoffen wir, dass er wenigstens diesmal keine Linken mitnimmt.

Der Bundesrat ist vorbereitet

Der Bundesrat ist nach Darstellung des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD) für alle Fälle in der Finanzkrise vorbereitet. (NZZ)

Was meint der wohl damit? Lässt der nun präventiv mal seinen Bunker heizen oder erklärt er kollektiv seinen Rücktritt? Das nützt dem Steuerzahler zwar beides nichts, wäre aber mit Sicherheit die billigste Lösung. Alles andere wird den Steuerzahler teuer zu stehen kommen.

*) angeblich war der Appenzeller grad auf Montage

**) für Winkelried-Leser ist das Deck 7 reserviert.

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  1. Bürgermeister Hans Waldmann

    Meine Kristallkugel sagt etwas ganz anderes. Die Realität will uns etwas vorspiegeln, respektive die uns glaubwürdig gemachte Realität. Es käme zu einer Weltwirtschaftskrise.

    Um das zu wiederlegen ist genau so unmöglich wie das >Gegenteil.
    Sicher ist nur dass das Wachstum sinkend ist (bezogen auf das Wachstum) zumindest aber, historisch gesehen momentan stagnierend.

    Witzig an der ganzen Sache ist dass daran lediglich 3Finanzinstitute den Stein ins rollen gebracht haben der nun anscheinend auf die ganze Welt zurollt.

    Berücksichtigt man den Crash von 2001 könnte man zum Schluss kommen, die USA habe den Crash von heute gewollt. Ich werde das gefühl nicht los die Amis haben ein neues Instrument gefunden um die Welt regieren zu können.

    Die Börsen haben es immer bewiesen, wenn es steil Rauf geht, geht es auch wieder steil abwärts.

    Sicher ist nichts, aber sicher ist die momentane Panikmache, auch deswegen da 2001 der SMI bei etwas 4600 lag. Und der Dollarkurs gegenüber anderen Währungen in der lezten 2Wochen enorm zugenommen hat.

  2. Bürgermeister Hans Waldmann

    Noch eine Korrektur, der SMI sackte 2003 auf rund 4600 ab. Naheliegend an der momentanen Krise ist, dass nun die ganze Welt die Häuser und Autoindustrie der Amis finanzieren darf.

  3. baron77

    Jaja, der Bundesratsbunker in Kandersteg, den gibts noch. Zuerst muss der Inhalt ausgeräumt werden, wo jetzt zur Zeit drin ist.
    Dann können die lieben netten Bundesräte ihre Bunkersuiten beziehen.
    Wenn sie alle mit ihren Beamten und Weibeln drin sind, kann man die Tore, die Türen und all die Klappen schliessen. Dann sind sie alle eingesperrt, aber ohne ihr Geld.
    Die Wachturmgesellschaft (Zeugen Jehovas), wie die Mormonen haben ja auch ihre Bunker, wo sie “Schutz” suchen. Einige werden vielleicht mit UFO’s verreisen.

    Trotzdem sieht man, wie wertvoll Geld, Aktien, Gold und Oel ist und innerhalb von Stunden wertlos werden. Dann werden sie heulen und wehklagen, so wie es die Hl. Schrift bestätigt!


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