4. Oktober 2008 von Echnaton - 5 Kommentare
In der Schweiz werden an die 3000 Münzen jährlich gefunden. Davon sind wahrascheinlich etwa die Hälfte den Junkies aus den Hosensäcken gefallen, dann sind sicherlich ein paar alte Fünfliber aus der mythischen Anfängen des eidg. Münzwesens dabei (ca. 1870) und dann hat es vielleicht noch die eine oder andere römische Münze, die einem Legionär beim Pinkeln herunterfiel*).
Der Zufall wollte es, dass ein Leser von Winkelried eine solche (mutmasslich) antike Münze auf einer Wanderung von Zürich in den Aargau fand (siehe Photo) - vielleicht waren es auch mehrere, sagen will er es aber nicht. Als staatstreuer Bürger meldete er den Fund vorschriftsgemäss dem Inventar für Fundmünzen der Schweiz, welche in Bern mit etwa 7 Mitarbeiter diese Zeugnisse unserer Vergangenheit inventarisiert. Das war Anfang September.
Antwort kam keine.
Ok - dann halt per Telephon. Eine Woche lang versuchte der ehrliche Finder nun jemand zu erreichen -vergeblich. Irgendwo fand er dann auch den Sponsor dieser 1992 gegründeten Stelle. Dort endlich erreichte er jemand, der die Unerreichbarkeit logisch begründen konnte: “Sie müssen halt während den Blockzeiten anrufen”. Och wie nett, auf diese Idee wäre er ja nicht gekommen - und ausserdem seien ja jetzt Herbstferien. Die dauern im Kanton Bern halt etwas länger als im Rest der Schweiz.
Ok - wenigsten ein paar Tage später erhielt er dann einen Rückruf. “Sie hätte schon so oft versucht ihn anzurufen”, sagte eine Dame. Ach ja? Sein Handy hätte davon aber nichts gemerkt.
“Und wo haben sie dann die Münze gefunden?” … “Irgendwo zwischen Zürich und Aargau.” Ach, dann sei man bei ihr sowieso falsch. Zürich habe auch so eine eigene Inventarstelle.
Echt? Die Dame hatte ordentlich untertrieben, Zürich hat zwei! Eine für die Stadt und eine für den Kanton. Diese ist in Winterthur und heisst “Münzkabinett”. Doch damit nicht genug. Auch die Bündner haben noch eine. Und jeder Kanton hat noch einen Kantonsarchäologen mit dem dazugehörigen Hofstaat - die inventarisieren auch.
Zudem haben die meisten Universitäten noch Professoren für Archäologie mit Dutzende Studenten. Dank den Kantonsarchäologen und den vielen Stiftungen kann man diese besonders wirkungsvoll vor der Realität schützen. Wo bleibt den sonst die Zeit, um sich sozial bei der Antifa zu engagieren? Das muss ja auch sein!
Zählt man mal so alles zusammen Studenten, Münzsortierer, Telefonistinnen, usw. unterhält die Schweiz gut und gern 1000 Indiana Jones zu Vollkosten. Im Vergleich dazu Griechenland: 560 (ohne Museumsangestellte), in der Stadt Rom sind es etwa 135.
Erstaunlich ist, dass diese Institutionen seit Beginn der 90iger Jahre wie Pilze aus dem Boden schossen. Ist jetzt die Frage geklärt, wo die “Friedensdividende” geblieben ist?
Man hat sie den Linken in den A* … sorry.
*) soll nicht despektierlich gemeint sein, aber Legionäre trugen genau dort ihre Münzen.
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Ungeheuerlich wie sich dieser Winkelried leser verhielt. Als Bürger kann man von den Staatsangestellten nicht zu viel erwarten sonst müssten sie noch arbeiten.
Bundes,-kantonale und kommunale Angestellte und deren Institutionen während ihrer Arbeitszeit:
Die tägliche Kaffeepause, die von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr beginnt, dann von 14:30 Uhr bis 16:00 Uhr, ab dann ist das Büro, wie auch samstags und sonntags geschlossen. Zusätzlich sind noch die 20 Freitage und die obligatorischen 8 Wochen Ferien im Jahr wie die geleisteten Überstunden
Beamte sollt man sein!!
Am besten ist eine 20% Stelle. Ein linkes Liseli beschrieb mir ihren “Stress” mal so.
a. am Morgen
Ziel: Orientierung über das, was seit ihrem Einsatz vor einer Woche alles gelaufen ist.
Fakt: Sie ratschte durch die ganze Abteilung und liess sich alle neuen Gerüchte und Sorgen der Anderen erzählen.
b. am Nachmittag
Ziel: erledigen der Pendenzen und Vorbereiten der Aufgaben für nächste Woche
Fakt:drei Telephone, dann Arbeitsplatz aufräumen
Gleichzeitig aber engagiert sie sich aktiv in einer Gruppe: “Gleicher Lohn für gleich Arbeit”
(Das Beispiel ist nicht fiktiv)
wo kann ich mich für so ein job bewerben? ^^
Solche Stellen gibt es vermehrt bei der: Gemeindeverwaltung, Bund v.a. Zoll, Kantone z.b.Polizei.
Berufsberater können beim Finden solcher Stellen behilflich sein, auch liegt bei ihm die Lohnliste auf. Wer sich neu orientieren will, für den ist das Backshish für den Berufsberater allemal wert.
Gewisse Voraussetzungen könnten auch noch von vorteil sein, z.b. schöne weibliche Rundungen mit passenden Ausschnitte bei den Kleider.
Dazu in einigen Kantonen es von Vorteil ist wenn mann Albanisch oder Kroatisch spricht, ein Balkaner hat es daher z.b. in Basel viel einfacher bei der Polizei unterzukommen als ein Schweizer der auch Militärdienst geleistet hat. Personen welche die Landessprachen beherschen braucht man nicht mehr, es sei denn man hat schöne Titten.