Finanzpaket geplatzt

29. September 2008 von Echnaton - 3 Kommentare

Die Ablehnung des Finanzpaketes in den USA kann als ein riesiges Glück bezeichnet werden. Nun ist endlich der Weg frei für die Sanierung der Märkte.

Tönt brutal? Ist es aber nicht! Auch die 700 Mrd. Dollar (insgesamt 1000 Mrd.) hätte das Schicksal einfach nur ein paar Wochen hinausgeschoben. Unter dem Deckmantel der “politischen Korrektheit” erzwangen die Linken per Gesetz, dass jeder McDonald-Concierge eine Hypothek erhielt. Als man vor den Auswirkungen warnte - schon 2004 - torpedierten die Demokraten systematisch jede staatliche Kontrolle über die Praxis der Hypothekarkredite (Winkelried berichtete).

Vollkommen vertrottelt ist zur Zeit die Berichterstattung in der Schweizer Presse. Sprüche wie “die Hypothekarkrise ist die Quittung für 7 Jahre Bush” (Tagesanzeiger) zeigen die vollkommen Inkompetenz schweizerischer Journalisten. Der Durchschnittsamerikaner sieht das anders: er weiss sehr wohl, wie es zur Krise gekommen ist, auch deshalb ein Grund, warum das Paket gescheitert ist.

Auch die Behauptung, die Republikaner hätten das Paket zum Scheitern gebracht, ist Blödsinn. Die Demokraten haben die Mehrheit im Repräsentantenhaus. Selbst denen ist anscheinend nicht ganz wohl dabei.

Wie weiter?

Nun kommt das, was eigentlich schon lange hätte geschehen sollen. Wallstreet wird nun deutlich einbrechen - aber nicht zusammenbrechen! Treffen wird es die Banker (für die sich unser Mitleid in engen Grenzen hält), aber auch die alten Leute, weil in den USA die meisten Pensionskassen ihre Gelder in Aktien anlegen. Ob es die Häuselbesitzer erwischt, ist schwer zu sagen. Was geschieht eigentlich, wenn die eigene Hypotekarbank Konkurs geht? Der Häuselbesitzer wird sich fragen müssen, wenn er Ende Monat den Hypozins schicken könnte - schwierige Frage, wenn die Bank weg ist (so ganz einfach ist es wahrscheinlich dann doch nicht).

Grundsätzlich gilt nun: je weniger die Verluste sozialisiert werden, je schneller ist die Krise überwunden. Klar ist heute schon: der Staat wird über massiv weniger Geld verfügen - und das kann in der Schweiz nur ein Segen sein.

PS.: Winkelried, lesen Sie heute, was übermorgen in der Zeitung stehen sollte.

()

Bookmark and Share

  1. spürnase marcello

    Dass die Banken keine Wohlfahrts-Institute sind, ist klar. Was aber bedenklich stimmt, sind die Schuldzuweisungen. An dieser Krise sind alle beteiligt – Banken und Kreditnehmer. Wenn ich ohne Eigenkapital oder Sicherheiten einen Kredit für einen Hausbau bekomme, ist das zwar im ersten Moment toll, aber da sollten doch die Alarmglocken klingeln. Wo blieb da die Eigenverantwortung der Kreditnehmer? Sind wir nicht auch alle kleine Spekulanten?

  2. baron77

    Wie bereits bei einem früheren Beitrag, lautet mein Kommentar:

    Was die linken (Demokraten) eingebrockt haben, (seit der Kenedy- Carter-Aera über Klinton, demokratisch), sollen nun die Repuplikaner und das Volk auslöffeln.

    Börsianer und Spekulenten verdienen da ihre goldene Nase.

  3. ami

    @Baron, wenn du meinst die demokraten sind linker als die Republikaner geb ich dir recht, aber sie als links zu bezeichnen ist lächerlich.
    durch knallharten kapitalismus ,ohne kompromisse, da alles soziale ja so schlecht ist, kam es erst zu dieser kriese. Der markt kann sich nicht selbst regulieren ohne kaputt zu gehen, denn der mensch ist einfach zu machtgeil.
    der staat muss mehr regulieren!
    mann verkauft menschen sachen die sie nicht brauchten für geld das sie nicht hatten.


© WINKELRIED 3.0 Theme by DREAMTHEME

Partner-Websites: gadgetkiller.info | swissmarketing.info | Revolutiontheme.com | heplev | winkelried.info | Protect-Israel.ch | Annubis Blog | SNOOP | Oekologismus | Geisteswelt | gadgetkiller.info |