Subprime-Crisis

28. September 2008 von Antikommunistischer Grasdackel - 4 Kommentare

Wie sich inzwischen herauskristallisiert hat, war dem amerikanischen Repräsentantenhaus und dem Senat durchaus bewusst, dass sich die beiden amerikanischen Hypothekarrefinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae in einer Schieflage befanden, und dass Massnahmen ergriffen werden mussten, um einen Crash zu verhindern.

Dazu gab es anfangs 2004 eine Anhörung im “Banking Comittee”, von dem jetzt ein Video aufgetaucht ist, wo die Demokraten gezeigt werden, wie sie die Situation verniedlichen und so griffige Massnahmen wie eine verschärfte Aufsicht verhindern, die vermutlich auch die faulen Kredite entdeckt und so die Refinanzierung von Hochrisiko-Darlehen hätte verhindern können.Und ohne die Refinanzierung würde auch keine Bank Hypothekardarlehen mehr an Schuldner vergeben, die die Zinsen und Amortisationsraten nicht aufbringen können - die Schuldner, die eines der Symptome für die Subprime-Krise sind.

Alles begann mit Präsident Carter
Um aber das ganze Konstrukt zu verstehen, muss man viel weiter zurück in die Geschichte, und zwar nämlich in die Ära Carter, also von 1976 bis 1980. Damals wurde der “Community Reinvestment Act” beschlossen, der die Banken dazu verpflichtete, Kredite in ihrem ganzen Einzugsgebiet anzubieten, ohne irgendwelche Diskriminierungen, und animierte Fannie Mae und Freddie Mac, diese Hypotheken auf dem Sekundärmarkt aufzukaufen.

So weit funktionierte das Gesetz und verhalf solventen Eigenheimbesitzern, die in der falschen Gegend wohnten, zu einem Eigenheim. Aber offenbar konnten sich noch immer nicht genug Leute den amerikanischen Traum vom Eigenheim leisten, so dass 1995 unter Bill Clinton die Vergaberichtlinien massiv gelockert wurden, und die Kontrollen reduziert wurden. Die Banken waren in der Lage - ja sogar gezwungen waren - jedem ein Darlehen zu geben.

Zusätzlich wurde erlaubt, dass Geschäftsbanken Hypotheken aus dem Sekundärmarkt (und andere Darlehen aus diesem “Community Reinvestment Act”) in “Securities” verwandeln konnten, sprich bündeln, konnten, und dann als strukturierte Finanzprodukte verkaufen konnten. Insbesondere Bear Stearns und Lehman Brothers hatten sehr viele dieser strukturierten Produkte in ihrem Portfolio - und haben dann als Konsequenz Schiffbruch erlitten.

Eigenkapitalfinanzierung 2,5%

Als letztes Zückerchen wurde die minimale Eigenkapitalisierung der beiden grossen amerikanischen Hypothekarfinanzierer auf 2.5% der vergebenen Darlehen gesenkt (normale Banken müssen in den USA 10% halten). Das Resultat war, dass jetzt Hypothekarbanken durch diese neuen Regeln (und die alten aus dem CRA) gezwungen waren, neue Subprime-Darlehen auszugeben, auch an Leute, die eigentlich nicht für ein Darlehen in Frage kommen würden. Das Resultat lässt sich anhand der weiter unten folgenden Grafik kaum deutlicher ausdrücken.

Der starke Anstieg der Aufkäufe der Hypothekardarlehen fällt also mit den Gesetzesänderungen vom Kabinett Clinton nur leicht verzögert zusammen. Diese Ausdehnung der Hypothekardarlehen konnte natürlich auf dem Immobilienmarkt, insbesondere bei Wohnhäusern, nicht folgenlos bleiben:

Die höhere Verfügbarkeit von ‘billigem’ Geld schlug zwar nur mit Verzögerung durch, dafür dann um so härter. Mit dieser Grafik in der Hand konnte man Hausbesitzer, deren IQ nicht besonders hoch war (und davon gibt es gerade in dem Bereich, der vom CRA abgedeckt und subventioniert wird, einen sehr hohen Anteil), davon überzeugen, noch mehr Schulden aufzunehmen, um ihren Konsum oder die Zinsen aus dem Hypothekardarlehen zu finanzieren. Zinsen, die irgendeinmal wieder ansteigen mussten. Was dann passiert ist, wissen wir ja, und dürfen dafür dann über Umwege geradestehen.

Gesetzesänderung von 1995 als Auslöser

Aber die Ursache der ganzen Krise ist in den Gesetzesänderungen von 1995 zu suchen, Gesetzesänderungen, die Banken gezwungen haben, entgegen jeder Vernunft auch an insolvente Leute Darlehen für den Hauskauf auszugebem, während sich eine Menge Leute (wie z.B. Tony Rezko, Franklin Raines oder Jim Johnson, viele Wall-Street-Banker, die der demokratischen Partei Geld für den Wahlkampf gespendet haben), die der demokratischen Partei nahe stehen, sich an diesem Konstrukt eine goldene Nase verdient haben, während der US-amerikanische Steuerzahler den bisher grössten Bail-Out der Finanzgeschichte finanzieren muss.

Ob diese Gesetzesänderungen nur im gutmenschlichen Sinne ‘gut gemeint’ waren, um den kleinen und mittleren Einkommen den Hauskauf zu ermöglichen, oder aber ob diese Gesetzesänderungen - Bill Clinton konnte ahnen, dass er bereits 1996 abgewählt werden könnte, oder dann spätestens im Jahre 2000 gehen musste, im Hinblick darauf so konstruiert wurden, um dem republikanischen Nachfolger maximale Schwierigkeiten zu bescheren, damit dann ein ‘weisser Ritter’ in Form eines demokratischen Präsidentschaftskandidaten dann zusammen mit seinen Seilschaften im Weissen Haus die Macht übernehmen kann? Die Frage ist offen.

Die Linken als Profiteure

In dieser Hinsicht ist auch die Entdeckung, wer in den letzten Jahren am meisten Wahlkampfspenden von Freddie Mac und Fannie Mae erhalten hat:

Sofort fällt auf, dass hier nur Demokraten zu finden sind, und die ersten vier Namen sind sogar richtig prominent - wer nach diesen Leuten googelt, dürfte genügend Material finden, das diese vier Leute mit dem US-amerikanischen Immobilienbusiness in Verbindung bringt. Dazu kommt, dass die beiden Hypothekarrefinanzierer halbstaatliche Unternehmen sind, die eigentlich keinen Bedarf für Wahlkampfspenden haben dürften - und doch solche Spenden bezahlen. Mit wessen Geld? Hochintressant ist auch Barack Obama, der es in weniger als 6 Jahren auf Platz drei dieser Liste geschafft hat - wurde da irgendwo mal ein ‘Gegenwert’ geschaffen, für den man sich revanchieren musste?

Es bleibt aufgrund der aktuellen Konstellationen nur der Schluss, dass die Subprime-Krise von Demokraten zusammen mit ihren Seilschaften gezielt fabriziert wurde, um allen möglichen ‘Gspänli’ ausserhalb und innerhalb des sozialistisch organisierten ‘Wohlfahrtsstaates’ demokratischer Prägung ein gutes Einkommen zu ermöglichen und einen republikanischen Präsidenten anzuschwärzen.

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  1. Der weitaus beste Bericht (subjektiv), den man bisher bei Winki lesen durfte. Brilliant!

  2. baron77

    Das habe ich schon längst vermutet, dass da etwas faul ist. Hillary Clinton, Barak Hussein Obama, diese haben sich wirklich nun eine goldene Nase verdient.
    Wer muss das zahlen, der kleine Bürger, der Steuerzahler.

    Die Banken hatten, ja, durften ja nicht kritisch die Kreditsuchenden überprüfen, das hatten die demokratischen Regierungen “verboten”. Zwischendurch furzten die Präsidenten mit ihren Promi-Belegschaften in der Welt herum, spielten Saxofon, haben Sexaffären u. s. w..

    Viel besser geht das auch bei uns nicht. Die Linken fordern Staatsgeldern, für ihre Selbstverwirklichungsprojekte, die sie nur erträumen und durchzwängen, siehe die letzten parlamentarischen Abstimmungen, die meisten SVP-Vorlagen wurden abgeschmettert. Alles was die Linken wünschen, müssen schlussendlich die Steuerzahler zahlen.
    Auch der “Zwangsfurz” Harmos, das auch von den Linken gebastelt wurde, beginnend mit den X-beliebigen Schulreformen- und Modellen, wie 6:3, statt wie früher 4:5, dann die Integration, jetzt eben Harmos.

    Nach Amerika zurück:

    Was die netten Demokraten, was eigentlich die Linken sind, eingebrockt haben, sollen nun die Republikaner nun ausbaden und werden noch obendrauf frech als Schuldige abgestempelt.

    Genau so erlauben es unsere Linken, mit CVP unterstütz, mit der SVP, die Schuld wird ihnen allein in die Schuhe geschoben.

    So glauben viele “Bünzlibürger”, die vielleicht nicht mal richtig lesen und schreiben können, auf Alles was die “linke Intelligenzia” solche Behauptungen aufstellen. Das ist leider Realität!!

  3. Echnaton

    Echt super Antikommunistischer Grassdackel! Besser als dieses atmosphährische Gequatsche in unseren Medien.

    Damit kann sich Obama auch bald ein neuen Job suchen - aber nicht als Präsident. Nicht überraschend ist die Berichterstattung in unseren Medien. Unsere Journalisten begreifen hinten und vorne gar nichts. Stattdessen publizieren sie irgendwelche nicht repräsentativen Umfragen. Wie kann man nur so blöd sein.

  4. Tja, Fakten studieren ist eben langweiliger als emotional Sündenböcke zu propagieren.


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