1. September 2008 von Kulturbereicherer - 3 Kommentare
Es zeichnet einen rechten Politiker aus, dass er ohne eine Wimper zu zucken unter einen Güllewagen stehen kann. Die Presse und Justiz kann noch so viel Häme über ihn giessen - er steht da wie eine Eins.
So verwundert es letztlich niemand, wenn Bundesrat Schmid derart an seinem Sitzli festhält, egal was war, egal was ist und egal was kommen mag. Er reagiert einfach so, wie er es von der SVP her gewohnt ist: er bleibt standhaft.
Allerdings unterscheidet sich seine Situation dann noch etwas von einem klassischen Provinzpolitiker. Seine Standhaftigkeit konnte er bis jetzt vor allem gegen seine eigene Partei beweisen. Das war natürlich auch nur möglich, weil die linke Presse jeden Misthaufen in seiner Bundesratskarriere als Zeichen starker Führung seinen Leser verkauft hat.
Doch auch die linke Seite strotzt vor Dickköpfigkeit. Bei den Linken geht es allerdings nicht um die Standhaftigkeit per se, sondern um existenzielle Fragen: verliert ein Roter sein Mandat, kann er seine Rechnungen nicht mehr bezahlen.
Doch da hilft meistens der Steuerzahler (unfreiwillig): es gibt Dutzende von hochdotierten “Jöbbli” bei den Hilfswerken oder beim Staat, wo man dann die eigenen Kostgänger umbetten kann. Das funktioniert dann so:
- Sozi sieht kein Anlass für den Rücktritt
- Sozi präsentiert Gutachten
- Sozi hat Burnout
… in der Auszeit verhandeln die Genossen über ein neues Jöbbli … - Sozi tritt zurück
- Sozi wird neuer Direktor des Hilfswerkes für Gutmenschtum X
- Sozi feiert in der Presse Comeback zum Thema: “Der Staat hungert die Hilfswerke aus. Wir brauchen mehr Geld.”
Tja … leider ist der Job des Bundesrates derart gut bezahlt, dass diese Masche dort einfach nicht funktioniert.
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Schmid ist BDP-Politiker und relativ unflexibel.
Ein verlierer für eine verlierer Partei.
Beim Sami ist die Politik nur das Stück, das gerade gespielt wird. Er will einfach nicht von der Bühne runter, egal was da gespielt wird.
Könnte Sämi Englisch, er könnte sich glatt bei Huntsman Advanced Materials für einen Job bewerben - der hat ja mit dem Hauptprodukt der Firma gute Erfahrung! Sein Spitzname kommt nämlich nicht von nirgendwo!