11. August 2008 von Gastbeitrag - 2 Kommentare

Mit der Pensionierung von Bundesratssprecher Oswald Sigg kann der Bund ohne Schaden einen kleinen Schritt machen, den Gürtel finanziell ein wenig enger zu schnallen. Viele weitere Schritte werden folgen müssen. Nicht nur im Departement Schmid, auch in allen anderen Departementen wimmelt es von Kommunikationschefs jeder Sorte. Alleine im Departement vom VBS Chef Samuel Schmid gibt es ein Heer von 60 Kommunikationsbeauftragten. Einmal mehr ein Beweis dafür, dass nicht die Menge die Qualität bestimmt.

Anstelle eines Bundesratssprechers, der sowieso selten zum Zuge kommt, können ab sofort die Beschlüsse inklusive Stimmenverhältnisse der bundesrätlichen Sitzung 1:1 schriftlich kommuniziert werden. Dies hätte erst noch den Vorteil, dass es zu keinen Verklausulierungen kommen kann bei der Kommunikation bzw. Interpretation dieser Beschlüsse. Des Weiteren gilt es zu prüfen, wie auch schon von der SVP mehrfach in die Diskussion eingeworfen, ob die Sitzungen des Bundesrates nicht sowieso öffentlich abgehalten werden können. Selbstverständlich kann es einzelne Geschäfte geben, die der Geheimhaltung bedürfen, deren gibt es aber wenige.

Zudem konnte jeder Politikinteressierte in den letzten Monaten verstärkt feststellen, dass die Bundesräte sich bei Sonnenschein sowieso sehr gerne sofort vor die Kameras stellen und sich feiern lassen und sich in diesen Situationen der Bundesratssprecher sowieso nicht vor die Sonne stellen darf, auch nicht die anderen Kommunikationsbeauftragten. Bei Regenwetter lassen sie sich zwar gerne vertreten, dann aber von ihrem departementseigenen Kommunikationschef. Führung bedeutet aber gerade, sich in der Krise selber hinzustellen.

Deshalb kann die Bundeskanzlei mit gutem Beispiel voran gehen, einen kleinen Sparbeitrag zu leisten und erst noch die Qualität der Kommunikation zu erhöhen.

(Bär / Sekretariat SVP)

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  1. Echnaton

    Das geht nun so weiter:

    1. Der Bund schreibt für mehrere 10000 Fr. die Stelle in allen Tageszeitungen aus.
    2. Der Nachfolger ist jetzt schon bestimmt.
    3. Es ist mit 100% Wahrscheinlichkeit wieder ein linker Kostgänger

  2. habemus

    @Echnaton, so ist’s. Es darf nicht wenig kosten. Am Besten auf weissem Glanzpapier.
    Diese werden nur wieder mit einem neuen Bundesratsprecher oder einer Bundesrätinsprecherin ersetzt. Sonst müsste geklont werden.

    Ich sehe die Korkzapfen vom teuersten Schämipis fliegen, wenn ein Neuer angestellt wird.


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