4. August 2008 von David Frankfurter - 6 Kommentare
In Amerika sorgte seiner Zeit eine Studie für Aufsehen, die nachwies, das Rauchen gesund sei. Erst später stellte sich heraus, dass die Philipp-Morris-Stiftung die Forscher gesponsert hatte. Was mit den Forschern geschah, wissen wir nicht, aber immerhin machten sie sich ganz ordentlich zum Gespött.
Der WWF (World Wide Fools) hat nicht einmal diese Skrupel und fälscht gleich selbst, das Geld für einen Auftragsforscher ist ihnen zu Schade und es gibt genug Idioten unter den Journalisten, die jeden Blödsinn abdrucken, nur allein schon deshalb, weil er grün ist.
Und so beglückte uns 20min mit folgender Nachricht:
Fast 90 Prozent der Mieterinnen und Mieter in der Schweiz möchten Sonnenkollektoren für die Warmwasseraufbereitung. Zwei Drittel wären bereit, dafür Mehrkosten von bis zu 10 Franken monatlich zu bezahlen. Dies zeigt eine Umfrage des WWF.
Wahrscheinlich war die Frage etwa folgende:
Würden Sie 10 Fr. mehr Miete wegen einem Sonnenkollektor zahlen, wenn sie dafür 50 Fr. Heizkosten einsparen können …
Ein Sonnenkollektor für die Warmwasseraufbereitung kostet etwa 1500 Fr.*), dürfte aber ohne Änderung der Bauverordnungen gar nicht installiert werden. Anzutreffen sind sie auf den griechischen Inseln und in Südspanien. Nördlich davon verursachen sie mehr Unterhaltskosten (Wasser gefriert im Winter, usw.) als sie wirklich nutzen. An eine Amortisation ist in der Schweiz schon deshalb nicht zu denken, weil die Baukosten exorbitant hoch sind:
Die von Topten ausgewählten Kompaktanlagen werden fertig montiert zu einem Preis im Bereich von 10′000 bis 13′000 Franken angeboten (exkl. Bewilligungskosten) **).
Die Halbleuchten vom WWF fordern die Hausbesitzer nun auf …
Solaranlagen für Warmwasser und zur Heizunterstützung zu installieren und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Mit der Installation von Sonnenkollektoren auf einem Mehrfamilienhaus könnten jährlich gegen 1000 Liter Öl eingespart werden.
Linke können nicht rechnen, also machen wir das mal für sie:
- 1000 Liter Heizöl kosten etwa 1400 Fr. Das wären gemäss WWF die Ersparnis pro Jahr, wobei wir stark annehmen, das die Zahl nach oben frisiert ist.
- Investition: 15000 Fr., Lebensdauer der Anlage etwa 10 Jahre
- Laufende Kosten pro Jahr: der übliche Schweizer Service oder Revision 400 Fr., diverse Reparaturen etc. 300 Fr. Die Geräte sind auf dem Dach und somit sehr exponiert. Alle paar Jahre müssen dann grössere Teile wegen Verkalkung, Frost, usw. ganz ersetzt werden. Erfahrungsgemäss sind diese Teile teurer als das Gerät selbst, weil sie zwangsweise von diesem Hersteller gekauft werden müssen.
*) habe ein Ferienhaus auf einer Insel mit so einem Ding drauf
**) Der Installateur hat darauf mindestens eine Marge von 90% …
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So eine Anlage wie die auf dem Bild oben gezeigt wird ist in der CH wegen dem gefrieren nicht möglich dazu eine Kombination als Elektroboiler auf dem Dach montiert nicht möglich ist, sollte sich doch jemand so Anlage im Tessin auf das Dach montieren, so wird er wegen Missachtung des Baugesetz gleich verhaftet oder gebüsst .
Eine nachträglich montierte Solaranlage für Warmwasser kommt teuer zu stehen. Da ist auch ein zusätzlicher Kreislauf mit Gefrierschutz sammt Pumpe, Regler und Ausgleichsgefäss nötig. Da der Boiler wegen dem Nachbar, Baugesetz und Technik nicht auf ein Schrägdach montiert werden kann sind lange Rohre welche isoliert werden müssen und wohl auch wegen den Baugesetz und Nachbar nicht einfach an der Fassade geführt werden können nötig.
Dazu noch ein E-Boiler falls möglich, oder neuer Ölkessel mit Währmetauscher. So eine Anlage kommt dann für ein kleines Mehrfamilienhaus auf ca. 30000.- die Anlage ist dann vielleicht in 25Jahren amortisiert.
Eine Heizung wird ja ohnehin auch benötigt.
Die Grünen leben aber meist in einer von der Stadt (Steuerzahler)finanzierten sehr günstigen Altbau Wohnung. Wo so eine Solaranlage nicht ohne Totalrenovation vertretbar ist.
Klar wollen die Fr.10.- mehr Miete bezahlen um günstiger Warm duschen zu können. Aber eine Marktgerechte Miete wollen die, sicher nicht bezahlen. Und würden darum sich kaum nach einer Neubau Wohnung umsehen, die nicht nur Fr. 700.- kosten sondern um die Fr.2000.-
Ihr denkt doch etwa nicht im ernsten ,dass da jemand befragt wurde?
Überweisung an Lonchamp und am nächsten Tag treffen die gewünschte Umfrageergebnisse per E-Mail ein, natürlich Longchamp zertifiziert, und das will was heissen.
Den ganzen Artikel erinnert mich an Peter Bodemann, ist also Müll….
liebe Grüße aus der Ferne… es dauert noch eine Weile bis ich zurück bin, aber ich lese unterwegs hie und da Winki “aus Distanz”, das tut gut, gibt aber auch Anlass zu konstruktiver Kritik. Dazu aber später mehr.
Nun zum Thema Solarwärme. Ich glaube das sollte man in der CH getrost vergessen, zu groß die Hindernisse und Kosten im Verhältnis zum Ertrag. Im Süden mit total 12 m² Solarfläche lädt man 2×300 l Energiespeicher auf 65 Grad. Das reicht das ganze Jahr, sogar um längere Schlechtwetterperioden zu überbrücken. Material und Montage kosten ein Bruchteil von dem was es in der CH kostet und zudem erst noch ein Qualitätsprodukt aus Germanien!
Ein Freund mit kleinerem Haus in der CH hat vor 3 Monaten seine Gas-Heizung ausschalten müssen, da offenbar nicht mehr umweltfreundlich (völlig lachhaft). Nun hat er sich eine Wärmepumpe mit Speicher gekauft, Material und Arbeit ca. 20kCHF. Eingangsverbrauch 2,4 kW, Heizleistung 10 kW. Was will man mehr?
melde mich spontan bis ich wieder festen Boden unter den Füßen hab. Aber ich lese Euch “aus Distanz” und mache mir weitergehende Gedanken.
Sicher sind solche Apex Solaranlagen ohne weiteres zu fördern, doch diese Billigsysteme funktionieren auch nur da wo es viel Sonne hat.
Ich hatte mal so ein Ding auf meinem Haus, wenn es mal kühl und oder bewölkt wahr, war das Warmwasser schnell verbraucht.
“…Selbst unter optimistischsten Voraussetzungen ist eine solche Anlage ein Verlustgeschäft - die Aufforderung der WWF somit eine bewusste Irreführung. ist das strafbar?”
Wer dumm genug ist den Stuss vom WWF zu glauben bestraft sich mit einem Kauf gleich selber - ich sehe keinen Handlungsbedarf
Sicher gäbe es Handlungsbedarf Solaranlagen zu fördern. Beispielsweise Anschaffung und Installationskosten sowie deren Wert nicht dem Eigentümer zu besteuern.
Natürlich taugen in der CH solche obigen Anlagen höchstens für das Gartenhaus oder Mobilhome.