3. August 2008 von David Frankfurter
Ein LKW “säuft” durchschnittlich 35 Liter auf 100 km. Die Nutzlast liegt zwischen 14 Tonnen (3 Achser) und 25 Tonnen (Sattelschlepper).
Frage 1: Wie viel Treibstoff benötigt ein Sattelschlepper um eine Tonne/ ein kg 1000 km zu transportieren, wenn er zu 80% beladen ist?
Frage 2: Eine Melone wiegt 4 kg und kommt aus Südspanien (1300 Strassenkilometer). Wie viel Treibstoff benötigt man, sie hierher zu transportieren?
Frage 3: Wenn der Liter Diesel 2.00 Fr./Liter kostet, welche Treibstoffkosten fallen an?
Frage 4: Im Migros kostet eine Melone 10 Fr. Was kostet die Melone, wenn die Treibstoffkosten um 10 % steigen und der Grossverteiler die Kosten auf den Konsumenten überwälzt?
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Frage 5: Um wieviel würde der Transport billiger wenn die Hinfahrt nach Südspanien (1300 Strassenkilometer) nicht als Leerfahrt erfolgen würde?
Hier ist jemand böse auf den Früchte/gemüse Preise.
Der Fluch ist, dass Schweizer Produkte, trotzt kürzere Fahrt noch teuerer sind, sihe Thurgauer Erdbeeren z.B.
Will gar nicht wissen was der Transport von Avocados und Papayas kostet, oder Rindfleisch aus Argentinien.
Man soll diesen Markt bitte liberalisieren, doch sollen Herr und Frau Schweizer trotzdem Schweizer Produkte bevorzugen:
1Wegen der Qualität
2Aus Solidarität den hiesigen Bauern gegenüber
Wenn nicht 3 von vier Rappenspalter in diesen Bereich wären, und andauernd exotische (auch aussersaisonale) Landwirtschaftsprodukte zum günstigsten Preis hinterherjagen würden, z.T. bis in den Lidl/Aldi Filialen in Vorarlberg und Konstanz, wäre doch allen gedient.
Unsere Gesundheit
Unseren Bauern
Der Umwelt
Kauft direkt beim “Puur” um die Ecke!
… rechnen, meine Lieben ….
Mit 14 oder 25 Tonnen?
Stand da nicht Sattelschlepper in der Frage? Tante Elfriede
Die Melone aus Südspanien kostet 15 Rappen Diesel für den Transport hierher, wenn ein Sattelschlepper verwendet wird, der voll ausgelastet ist (Frage 2).
45.5 Liter Diesel werden bei einer Tonne pro 1000 km konsumiert.
Läuft der Laster die 1300 Kilometer, um die Route von Spanien hierher zumachen, brauchts 910 Liter Diesel.
Die Migros müsste in so einem Fall rein rechnerisch bei einem Dieselpreisanstieg von 10% 1.5 Rappen auf die Melone aufschlagen – rein theoretisch. Aber die ‘Theorie’ und das soziale Kapital sind zwei verschiedene Sachen…
Das sind aber bei einem Camion nicht die einzigen Kosten – hinzu kommen Löhne, Abschreiber, Unterhaltskosten von Camions, Administratives und natürlich Umweltabgaben.
@Tante Elfride
Wozu wird dann die Nutzlast vom 3 Achser angegeben?
Meine Lösung:
Wenn man mit 35l 25000kg um 100km befördert=
man befördert mit 350l 25000kg um 1000km.
oder auch mit 280l befördert man 20000kg um 1000km.
14l werden benötigt um 1000kg um 1000km zu befördern
oder auch 0,014l werden benötigt um 1kg um 1000km zu befördern.(Antwort1)
eine melone von 4kg benötigt also um um 1000km befördet zu werden 0.056l Diesel
für 1300km also 0.0728l Diesel(Antwort2)
0,0728l Diesel sind 2sfr x 0,0728l=0,1456 Sfr für den Transport von einer 4kg Melonen über 1300km(Antwort3)
wenn der Most um 10% aufschlägt ,2.2 pro liter diesel 2.20sfr x 0,0728l= 0,16016sfr transportkosten für dei 4kg Melone + 10Sfr= 10,16016sfr neuer Preis(Antwort 4)
Dieser Rechnung berücksichtigt keine leere Rückfahrt, weder MWST und geht vom genannten Verbrauch aus.
Korrektur:
Die Melone schlägt natürlich nur um die Verteuerung des Diesels auf, d.h um 0.01456 sfr, in der Annahme das die bisherigen Transportkosten schon drinn waren.
Ich glaube, dass diese Rechenübung uns verdeutlichen will, dass wir im Supermarkt verscheissert werden…….
Doch noch was:
Das Erdöl wird wenn ich mich nicht irre in US Dollar bezahlt.
Der Dollar ist zur Zeit ziemlich genau 1 Sfr wert.
Sollte das uns nicht einen Preisvorteil bescheren?
Ich meine der Dollar war in den lezten 10 Jahren auch schon weit über 1.50 Sfr wert.
Ich freue mich auf eure Meinungen und Anregungen diesbezüglich.
Frage 6: Wenn die Migros z.B. aus aktuellem Anlass der Dieselpreiserhöhung den Preis einer Wassermelone (4kg) aus Spanien von Fr. 10.– (wie oben bei „Frage 4“ angegeben) grosszügig auf Fr. 20.40 aufrundet (Fr. 5.10/ kg),
http://www.leshop.ch/leshop/Ma.....ne_Schnitz
wie viele Wassermelonen muss sie dann verkaufen, um mit dem Erlös aus dem Kulturprozent dem Kofi K. Annan am 8. Sept. 2008 den mit hunderttausend Franken dotierten Gottlieb Duttweiler-Preis überreichen zu können? (Wobei das Fläschli Aproz Mineralwasser für den Dölf Ogi, der beim Halten der Laudatio sicher Durst bekommen wird, nicht mit eingerechnet werden muss…)
http://www.kulturprozent.ch/g3.....newsID/575
@Bravo Schlechtmensch
Du hast bestanden, Mathematik Note 6!
Hier die Lösung: http://www.swissmarketing.info.....n-per-lkw/
Sie Rechenaufgabe verdeutlicht, wie das Geschwätz von den hohen Energiepreisen dazu genutzt wird, massiv (!) die Preise zu erhöhen.
Schön wäre es hätte ich diese auch in der Schule bekommen, aber eben…. Danke.
Was hat es mit dem Dollarwechselkurs auf sich Echna, meinst du wir werden auch hier verscheissert?
@C.N.
Wenigstens Du, brigst eine Kleine Aufmunterung am ende des Sonntags….
@schlechtmensch
Betreffs Dollarkurs: Dort wo Migros/Coop eigene Lastwagen für die Auslandtransporte einsetzen, könnten sie bei deren Betankung durch ihre eigenen Mineralölgesellschaften mit einem günstigen Wechselkurs sicher zusätzlich etwas herausholen, wenn Dieseltreibstoff in Dollar eingekauft wird. Ich denke aber, dass sich die Differenz im Treibstoffpreis eher marginal auf die Gesamtkosten des Transports und schlussendlich auf den Detailpreis eines Artikels auswirkt. Einstandspreise, allgemeine Betriebskosten, Löhne, Steuern, Zölle etc. machen IMHO den Löwenanteil aus.
Grundsätzlich mag ich allen Grossverteilern und ihren Angestellten das Leben bzw. ihr Einkommen gönnen. Wie in anderen Kommentaren aber bereits angedeutet wurde, scheint das „Engagement“ insbesondere von Migros und Coop langsam aber sicher zu überborden. Hohe Kosten für massive Werbung, Kulturprozent und andere sozialistische bzw. gewerkschaftliche Spässe, Bürokrat… pardon Administration, aufwendige Infrastruktur, üppig dekorierte Luxus-Konsumtempel und allerlei sonstiger Chichi sind natürlich in den Verkaufspreisen der Waren eingerechnet und machen sicher einen immer stattlicheren Prozentsatz aus. Dies ärgert mich insbesondere dann, wenn ich zusehen muss, wie in unseren Medien anlässlich Diskussionen über Lebensmittelpreise üblicherweise über die Schweizer Landwirte und ihre „viel zu hohen Produktionskosten“ hergezogen wird…
@Antikommunistischer Grassdackel
Bravo, Du warst noch schneller, gratuliere, auch Du eine 6!
@CN
Vielen Dank!
Doch eigentlich bezog ich mich auf den Benzinpreis für jedermann an der Säule:
Wenn der Franken 1 Dollar entspricht sollte doch das Benzin , wenn nicht günstiger, dann wenigstens gleich teuer geblieben sein, wegen der Dollarabwertung.
Ist aber nicht der Fall, werden wir über den Tisch gezogen oder mache ich da einen Denkfehler?
@Schlechtmensch
Das hängt von der Gegenläufigkeit der Bewegungen ab. Taucht der Doller gleich schnell wie der Oelpreis nach oben schiebt, heben sich beide Bewegungen auf.
Mehr zum Benzinpreis hier: http://www.swissmarketing.info.....-wirklich/
Diesen Test kann ich nicht lösen ich bin kein Mathematiker und war im Rechnen nie gut
es ist biologisch erweisen, dass ab 20 das hirn wieder schrumpft. da ich schon seit jahrzehnte nimma 20 war kann ich diese rechnung auch nicht lösen – mein hirn ist geschrumpft – bekomm ich nun wegem Schrumpfhirnsyndrom eine IV-Rente? oder ein Sozialarbeiterjob?
Weder noch, doch wenn der Prozess anhält, dann gibt es irgendwann die SP-Ehrenmitgliedschaft …