27. Juli 2008 von David Frankfurter - 10 Kommentare

Die Linken haben an den letzten kantonalen Wahlen in Zürich einen Schuh voll rausgezogen. Mal abgesehen von Imageverlust, bedeutet das auch ein ziemlicher Einkommensausfall in der Parteikasse. Die Zürcher SP kassiert etwa 1,3 Mio. Fr. pro Jahr, wobei 90% aus Mitgliederbeiträge und Parteiausgleichsbeiträge (PAB) stammen. Sie hat heute ca. 6200 Mitglieder. Das heisst, das jede linke Seele im Durchschnitt ca. 200 Stutz an die Partei abliefern muss.  

Der Mitgliederbeitrag berechnet sich aufgrund des Einkommens. Da etliche dieser 6200 Genossen Studenten und freischaffende Journalisten sind (so nennt sich ein Linker, wenn er stempelt), so wird der normalverdienende Linke wohl etwa 500 Fr. abgeben müssen (eigene Angaben der Partei).

Ca. 300′000 Fr. sind Parteiausgleichsbeiträge. Das sind die Abgaben, die ein Mandatsträger aus seinem Einkommen (meist Sitzungsgelder) an die Partei weitergeben muss. Je mehr also “gesessen” wird, je mehr schaut auch für die Partei heraus. Jetzt versteht wohl jeder, warum die SP immer sofort nach Kommissionen und Arbeitsgruppen ruft … 

50000 Fr. muss die SP Zürich noch an die Druckkosten des Langweilerblattes links.ch zahlen, ein Blatt übrigens, das in jedem Amt, Bibliothek, usw. kostenlos aufliegt - die Schweizerzeit sucht man aber vergeblich. Diesen Vertrag hat die SP aber gekündigt - zu Recht wie wir meinen. Der Tagesanzeiger druckt schliesslich alles kostenlos.

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  1. Nebst der Selbstbedienung beim Staat, die wohl auch von anderen Parteien betrieben wird, kann ich in der hier geschilderte ,mutmassliche, Finanzierung der Sps nichts skandalöses ausmachen.
    Schliesslich ist es auch für eine politische Partei unerlässlich Einnahmequellen zu erschliessen, politisieren kostet nun mal.
    Diese Analyse wäre, meines Erachtens nach vollkommener, wenn man im Artikel auch die Finanzierungsweise der anderen wichtige Parteien aufführen würde zum vergleichen.
    Viel wichtiger als die oben genannten 1,3 Mio erscheinen mir die Leistungen in Form von Gratispropaganda die die Sp hörigen Medien erbringen, derer Wert bestimmt grösser ist als jede Zahl die jemals in einer Sp Bilanz vorkam, und aber schliesslich später via Staat dem Steuerzahler angelastet werden.

    Ich möchte jedoch betonen, dass wenn ich kein Drama aus der Sp Finanzierung mache es noch lang nicht heissen soll, ich würde diese Partei etwa gut finden.
    Sie ist und bleibt für mich der grösste Risikofaktor für die Schweiz und den Wohlstand ihrer Einwohnern.

  2. Antikommunistischer Grasdackel

    Kann jemand quantifizieren, wieviel die SP und die Grünen eigentlich sparen, wenn die Presse für sie Gratiswerbung macht? Da könnten die Beträge, die die SVP ausgeben soll, noch recht klein sein…ich kenne allerdings die exakten Preise pro Viertelseite in einer national vertriebenen Zeitung wie dem Tagi nicht.

  3. türann

    wärs euch lieber, wir würden millionen von der wirtschaft kriegen und ihre interessen umsetzen?

  4. Sind Wirtschaftsinteressen nicht im endeffekt auch Beschäftigung?
    Leider können wir in der Schweiz keine 7,5 Mio Sozialarbeiter gebrauchen, die generieren nähmlich nichts ausser Kosten, und ausserdem wären sie überflüssig wenn man die Wirtschaftlichen Interessen nicht andauernd mit Sozialträumereien ausbremsen würde.
    Vollbeschäftigung wäre der Tod aller sogenannten Sp Akademiker, denn in der Privatwirtschaft hats kein Platz für solchen.

  5. türann

    hm joa wir sind alle akademiker, und alle akademiker sind sozialarbeiter… mhm. tunnelblick?

  6. türann

    ach und wenn wir in den letzten 200 jahren nur die wirtschaftsbeschäftigungen beachtet hätten, wer weiss, dann würden wir alle 70 stunden in der woche für einen hungerlohn arbeiten, verschiebungen zwischen den gesellschaftsschichten gäbs nichst und arbeitsrecht auchnicht…. wär auch nicht gut, oder?

  7. Beitrag 5 entspricht die herkömmliche Sozi-Methode des Wortimmundverdrehen, sehr konstruktiv, echt.
    Tunnelblick hast also du.
    Die Arbeit verliert an Wert wenn ein Überangebot besteht (Freizügigkeit, Einwanderung) der Rest sind Spekulationen ohne Grundlage.
    Die Arbeitnehmerfreundliche DDR Wirtschaftspolitik hats vorgemacht: ausgebaute Arbeitnehmerrechte und sozialistische Wartgemeindschaften vor den Läden, noch nie hat ein sozialistisches Experiment zum Erfolg geführt, kapitalistischen hingegen schon.
    Widerlege mal das……
    Rumänien und Bulgarien sind Beispiele wohin Sozialträumereien führen: zum Status von Armenhäuser Europas, dafür hatten sie Kündigungschutz, Mutterschaftsgeld, und alles was sich der gute Sozi hierzulande wünscht, ausser so volle Lebensmittelregalen wie im bösen, bösen, ungerechten kapitalistischen Westen, in der sich auch leute wie du z.B. Internet leisten können und Nahrung, und Urlaubsfahrten, und und und ….

  8. habemus

    Links zwei drei vier, links zwei drei vier, links zwei drei vier!!

  9. @Habemus
    Ich kann die Botschaft nicht ausmachen… :-)

  10. schweinsleber

    freischaffende Journalisten sind (so nennt sich ein Linker, wenn er stempelt)

    rofl :D


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