19. Juli 2008 von Winkelried - 3 Kommentare

Mustafa Kemal Atatürk (* 1881 in Thessaloniki; † 10. November 1938 in Istanbul) war der Begründer der modernen Türkei und erster Präsident der nach dem Ersten Weltkrieg aus dem Osmanischen Reich hervorgegangenen Republik Türkei.

Seine Verdienste als Offizier bei der Verteidigung der Halbinsel Gallipoli 1915 gegen alliierte Truppen, die die Dardanellen unter Kontrolle bringen sollten, sowie 1921 im Abwehrkampf gegen die nach Anatolien vordringenden Griechen haben ihn zum Künder und Hauptvertreter türkischen Selbstbehauptungswillens gemacht. Als Machtpolitiker von eigener Art, der die Modernisierung seines Landes nach westlichem Vorbild beharrlich vorantrieb, hat er mit der Abschaffung von Sultanat und Kalifat sowie mit weit reichenden gesellschaftlichen Reformen einen in dieser Form einmaligen Staatstypus geschaffen. Darauf beruhen – trotz einiger Schattenseiten seines Wirkens – die personenkultartige Verehrung, die ihm in der Türkei bis heute entgegengebracht wird und die Unangefochtenheit des ihm 1934 vom türkischen Parlament verliehenen Nachnamens „Atatürk“ (Vater der Türken).

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  1. elminster

    Guter Clip! ARTE macht generell wirklich interessante Sachen.
    Ich bin gespannt auf die möglichen Interpretationen/Reaktionen!

  2. Echnaton

    Der Kemalismus wäre die richtige Antwort auf den Jiddahismus. Dennoch ist die Türkei ein Vielvölkerstaat geblieben, mit den entsprechenden Problemen.

  3. Untertoggenburger

    Kemal Atatürk hat die Türkei als einzig mir bekanntes islamisches Land gutes Stück vorwärts in die Moderne gebracht, das ist sein grosses Verdienst. Dazu musste er teils mit eisernen Besen vorgehen.
    Interessant sind seine nachfolgenden Feststellungen, was er vom Islam gehalten hat:

    Seit über fünf Jahrhunderten haben die Vorschriften und Theorien eines alten arabischen Scheichs (Mohammed) und die unsinnigen Auslegungen ganzer Generationen schmieriger und unwissender Priester in der Türkei alle Einzelheiten des Zivil- und Strafrechts festgelegt. Sie haben die Form der Verfassung, jede geringste Handlung und Geste im Leben des einzelnen Bürgers bestimmt, seine Ernährung, sein Wachsein und seinen Schlaf, den Schnitt seiner Kleidung, was er in der Schule lernt, seine Sitten, seine Gewohnheiten, ja seine privaten Gedanken. Der Islam, diese absurde Theologie eines unmoralischen Beduinen, ist ein in Fäulnis übergegangener Kadaver, der unser Leben vergiftet.

    Und diese unsägliche Ideologie ist wieder auf dem Vormarsch in der Türkei, aber auch in Westeuropa und in der Schweiz. Das Paradies mit vielen Jungfrauen wartet.


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