28. Juni 2008 von Winkelried - 18 Kommentare

Der Pazifismus der 30er Jahre hat Auschwitz erst möglich gemacht” Meine Lehrer waren links. Die Männer hatten Bärte und lange Haare. Die Frauen trugen Latzhosen und Doppelnamen. Man war für den Frieden und gegen Atomkraft.

Der größte Aufreger im Politikunterricht war das sinngemäße Zitat von Heiner Geißler „Der Pazifismus der 30er Jahre hat Auschwitz erst möglich gemacht“. Unser roter Politiklehrer vergaß seine ganze 68er Kuschelpädagogik als ich wagte diesen ganz passend zu finden: „Das lasse ich mir als Pazifist und SPD Mitglied nicht sagen“ beschied er mich und meine Mitstreiter knapp.

So will ich nicht sein, das stand für mich fest.

Ein weiterer Höhepunkt der Schullaufbahn kam, als ich mich weigerte, an einer Anti-Nachrüstungs-Demonstration innerhalb der Unterrichtszeit teilzunehmen. Völlig zum Outlaw wurde ich, als ich auf der Durchführung des Unterrichts bestand und anderenfalls rechtliche Schritte androhte (mein Onkel war Anwalt). Den Vorwurf “für den Krieg zu sein” nahm ich in Kauf.

Derart gestählt gelangte ich an eine West-Berliner Universität. Man störte sich an vielem dort. Hauptsächlich an Amerika und denen, die man für seine Helfer hielt. Einer der Höhepunkte im Jahresablauf war der Protest gegen eine alliierte Militärparade, den man mit entsprechenden Bannern (”Ami go home”) aus Altbaufenstern den vorbeifahrenden Schutzmächten kundtat (den ersten Mai gab es erst später).

Komischerweise schien sich keiner an der Mauer zu stören. Die war halt da und außerdem war das mit dem Sozialismus irgendwie nicht schlecht. Nach drüben gehen wollte man aber auch nicht.

Während die anderen demonstrierten studierte ich. Als die Mauer fiel, dachte ich kurze Zeit, die Linken würden nachdenklich und mein Deutschland wieder zu sich kommen. Irrtum.

Bald ist die umetikettierte SED an der Macht; es wird sich schon ein Wowereit finden. Parallelgesellschaften sind entstanden…..

Das hätte ich nicht gedacht.

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  1. Fällt es dir wirklich nicht auf. Es gibt zwischen den Parteien keine Unterschiede. Wenn es um die Macht und die Pfründe geht koaliert da jeder mit jedem. Glaubst du wirklich die Linke stände für ehemals linke Inhalte. Dann geh nach Berlin und hör sie dir an. Die sind wie die Grünen längst angekommen.

    Ihre Forderungen formulieren sie nur in der Opposition. In der Regierung haben sie Sachzwänge. Den Zwang mit ihren Ärschen an den Stühlen zu kleben. Da haben sie ihre Sarrazins die sagen können was sie wollen und kein angeblich Linker rührt sich.

    Die Politik ist fast durchgängig gekauft und die, die noch nicht gekauft sind wollen gerne gekauft werden. Schau dir einmal unsere Gesetze an. Es gibt keines das einem normalen Menschen nutzen würde, aber alles für die Abzocker.

    Und bei einigen Führern deiner Fraktion bin ich mir nicht sicher ob sie nicht auf längst von den Herrschenden gekauft sind und euch alle nur an der Nase herumführen.

  2. Echnaton

    Jochen,

    man löst das Problem nicht, in dem man darauf hinweist, dass die Linken zu wenig dogmatisch sind. Gegengleich schrieb uns so ein Alt-Nazi ein Mail, in dem er uns mitteilte, Hitler wäre von den Grundsätzen des Faschismus abgewichen, deshalb sei er gescheitert.

    Nach unserer Auffassung ist die direkte Demokratie die einzig mögliche Form der Demokratie die unterschiedliche Kulturen zusammenhalten kann, auch wenn diese bestimmte Mängel innehat.

    Alles was uns diese Demokratie einschränkt, schätzen wir gar nicht. Zu den Bedrohungen zählen wir die Bürokratie, linke Ideologie, die EU (natürlich auch den Faschismus). Zur Zeit ist der linke Etatismus die schlimmste Bedrohung für das überleben der Schweiz. Also bekämpfen wir ihn.

  3. Gut so wie du mich als Linken sehen willst, sehe ich als Teil der Rechten mit den dort üblichen Tendenzen.

    Du sagst ja selbst das nur Demokratie die unterschiedlichen Kulturen zusammen halten kann, aber eigentlich willst du diese Kulturen doch weit auseinander halten. Beispiel Muslime oder sonstige Ausländer.

    Bist du nicht auch schon einmal auf die Idee gekommen, das die alten Feindbilder erledigt sein könnten. Glaubst du wirklich Leute wie Mohn/Bertelsmann oder Springer setzen auf Demokratie. Es sind doch gerade diejenigen die praktisch ohne eigene Leistung und ganz ohne Verantwortung das Geld abzocken, die den größten Nutzen von Bürokratie und Demokratiefeindlichkeit haben. Denen die jetzige Form der EU am ehesten nutzt, weil ihre Durchstechereien im allgemeinen Kuddelmuddel nicht auffallen.

  4. Echnaton

    Europa selbst kann nur auf dem Prinzip der direkten Demokratie und eines ausgeprägten Föderalismus funktionieren. Das jetzige Modell wird auf jeden Fall scheitern.

    Bei den Muslimen ist es noch etwas anderes. Sie stellen das Wort Allahs über das der Menschen, während wir an “Vox Populi = Vox Dei” glauben, ohne wenn und aber. Auch wenn wir in einer Abstimmung scheitern, gibt es keinen Grund, das irgendwie in Frage zu stellen - so weh es auch manchmal tut (Das Volk hat immer recht).

    Muslime sind per se nicht das Problem, sondern der Islam, doch das Problem muss die Muslime selbst lösen. Tuen sie es nicht, haben sie keine Platz in Europa.

    Wie Du siehst, wir sind konservativ, weil wir unser demokratisches System erhalten und vor Europa retten wollen. Deshalb.

  5. Hollyday

    Schweizer Lehrer sind dumm deshalb werden meine Kinder am Geschichtsunterricht nicht teil nehmen, wenn es soweit ist.
    Fragt der Lehrer “Wäre das bei uns auch möglich?” (KZ etc)
    Mädchen streckt auf “Ja”
    Lehrer sagt “Ja stimmt”
    Ich sagte “So ein Blödsinn bei unserer Demokratie”
    Die wenigsten Lehrer verfügen über die Qualitäten die ein Lehrer haben sollte, deshalb ist Respekt vor Lehrern nicht mehr angebracht.

  6. elminster

    @Hollyday: sorry aber dein Beitrag zieht das Niveau noch weiter runter….Welche Nationalität sollte denn der Lehrer deiner Kinder haben? Simbabwe? Myanmar? Français? Italienisch? Deutsch? Amerikanisch? Iranisch? Israelisch?

    In jedem Land gibt es mehr oder weniger offensichtliche Mythen im Alltag/Unterricht und glaub mir die CH ist da noch recht zurückhaltend…

    Oder vielleicht musst du nur schauen, dass die Lehrer keine langen Haare und Bärte und die Lehrerinnen keine Doppelnamen und Latzhosen tragen…

    Erzieh bitte deine Kinder selber, aber wandere dann auch bitte aus!
    MFG

  7. Hollyday

    Es ist nicht mein Problem das unser Bildungsniveau so tief ist. Meine Lehrer waren auch Vegetarier aus überzeugung, da man auf 1Hektare mehr Menschen ernähren kann als mit einer Kuf auf der selben Fläche. Da der Bund den Bauern Geld gibt da sie nicht zuviel Weizen anbauen erübriegt sich jede weitere diskussion darüber. Es ist beängstigend das solche dummen Menschen meine Kinder mal untterichten werden. Ausserdem fehlt ihnen jedes Demokratie verständniss, sie konnten zum Beispiel meine Meinung nie aktzeptieren den nur haben recht.
    Schweizer Lehrer sind Dumm und Faul aber sie halten sich für die grössten, schliesslich sind sie Inttulektuelle. :-)

  8. hollyday: da können aber die jetztigen lehrerstudenten nichts dafür. ich hatte mal ein paar echt tolle mitschülerinnen gehabt. das waren wirkliche feger im geiste wie auch im fahrgestell. dann sind sie ins alte lehrerseminar gegangen. und da sah man die veränderungen. die linke gehirnwäsche wurde von jahr zu jahr perfektioniert und heute sind diese “lehrerinnen” echt zum kotzen. alles ist gut, arme ausländer die kriminalisiert werden von geisten dünnschissschweizer, wir müssen helfen und uns aufopfern blablabla…

    seit dieser beobachtung weiss ich, die die lehrer werden wollen sind anfangs ok (vom volk) nach der gehirnwäsche etwa gleich “schlimm” wie einer von der scientology

  9. elminster

    Wieviele Lehrer kennt ihr “persönlich”? ;-)

    Diejenigen die ich kenne sind nicht homogen sondern sehr unterschiedlich. Und meistens auch sehr zurückhaltend was ihre politische Meinung/Bildung ihrer Schützlinge betrifft.
    Vielleicht hattet ihr Pech und ich Glück? Es gibt sicher gute wie weniger gute Lehrer, so wie es dies in allen Berufsgruppen gibt.
    Aber eins soltet ihr nicht vergessen: eine politische Meinung (mit Ausnahme der Extremen) ist kein Zeichen für Intelligenz oder Dummheit….wer etwas anderes denkt (im Stil: ich weiss was politisch 100% korrekt und richtig ist) ist dann wirklich sehr nahe an Scientology!
    Ich bleibe dabei: Ein unnötiger Artikel.

  10. Vreni

    elminster

    sehr gut geschrieben und durchdacht.

  11. Zorro

    @elminster (und Vreni)
    Du hattest wirklich viel Glück.
    Das mit gute oder schlechte Lehrer, dass ist logisch, selbst wenn diese politisch gefärbt sind. Es kommt aber auf die Art des Unterrichts bei bestimmten Fächern. Und eben bei diesen akzeptiere ich kein linkes ideologisches Zeugs, nie!
    Die Lehrer die ich kenne, sind praktisch alle homogen auf einer linken Linie.

    Meine LehrerInnen waren alle! politisch Links, die ganze Schule also. Ich habe in der Schule rebelliert, den diese “Gutmenschen” Art usw. fand ich zum ko…n. Man hat auf andere Argumente nicht gehört, es war wie gegen einer Mauer zu sprechen, die Kinder/Jugendlichen bekamen Gehirnwäsche pur. Nach deiner Analyse also, alles Scientologen…

    Zum Glück haben meine Kinder heute auch so viel Glück, wie Du mal gehabt hast. Ja, es gibt sie noch, solche normale LehrerInnen, aber vor allem auf dem Lande.

    Ach ja, hattest Du auch die Sendung gesehen, wo der linke Lehrer mit dem roten Hemd dabei war, mit den Schülern im Hintergrund, welche nach jeder Aussage tobten?
    http://www.sf.tv/sf1/arena/ind.....d=20080516

    Und wieso meinst du wohl, will man das Stimmrechtalter auf 16 senken…

  12. elminster

    Ich glaube, dass ein Lehrer - wie jeder andere Mensch - auch das Recht auf eine politische Meinung hat. Nun darf er/sie einfach nicht allzu extrem sein und andererseits wissen, dass man seine Schüler/innen eine eigene Meinung bilden lassen sollte.

    Es gibt sicher schwarze Schafe, aber ich glaube, dass jeder Mensch trotzdem in der Lage sein sollte, sich eine eigene Meinung zu bilden (und dass man dies auch voraussetzen darf).

    Schlussendlich bildet man sich seine politische Weltansicht aber nicht nur in der Schule, sondern auch in der Familie/Kollegenkreis usw. Nur sollte man dann auch eine gewisse Neugier für die Argumentation der “Anderen” aufbewahren (mit diesen auch diskutieren) und nicht gleich alles als schlecht niedermachen (”links wie rechts”).

    Das fehlt mir etwas auf dieser Plattform/Artikel…Ein Lehrer ist nicht selten Spiegelbild der aktuellen Gesellschaft, aber ich sehe die momentane Situation als nicht schlimm an (Die 68er Generation von Lehrern - wie im Text karikiert - gibt es meiner Meinung nach nicht mehr!)!
    Was für Lehrer will denn der Artikelschreiber???

    Das Stimmrechtalter 16 ist wahrscheinlich deshalb “interessant”, weil man damit evt. das Interesse der Jugend für politische Fragen aller Couleur wecken könnte; denn der grösste Teil unserer Jugend ist komplett unpolitisch.
    MFG

  13. ich bin für das stimmalter 16 aber auch 14 wäre ne geile sache….

    an meinem jungbürgertag wurden wir ins theater eingeladen. das stück hies moskitos. da gings genau um diese idee.

    bezahl einem 14/16 jährigen mit einem bigmac und schon hast du seine stimme. das wäre dann der kapitalismus in reinform. perfekt für die heutigen politikern. sie müssten nichts mehr versprechen sondern könnten direkt die stimme kaufen.

  14. Zorro

    Das Winkelried.info stellt eine Informationsplattform einer politischen Richtung dar, wie das bei den meisten Blog zu finden ist. Winki lässt auch andere Meinungen zu, sofern diese einen konstruktiven Beitrag leisten. Also wie deine…

    Diese 68er Lehrer gibt es sehr wohl, diese sind leider noch nicht ausgestorben (Pensioniert).
    Das die Jugendliche noch unpolitisch sind, finde ich einerseits gut, es bildet sich dann durch die Lebenserfahrung, durch Diskussionen mit der Familie und Kollegenkreis, lesen der Weltwoche und Winki ;-). Ich würe sogar das Stimmrechtsalter auf 20 heben.
    Denn:
    1 .Würde das Stimmrechtalter auf 16 gesenkt werden, müssten die Schulen mit dem Unterrichtsstoff nachziehen und würden auch mehr Geld (vom Staat) erhalten. Der Staat diktiert dann den Schulstoff. Da graut es mir. Schon in der Lehre (Schule) konnte ich bei der Staatskunde Tendenzen erkennen. Wieso kann man nicht einfach die Funktion des Staates und die Demokratie und dessen Geschichte erzählen?

    2. Es würden Fächer entstehen, wo die Lehrer mehr Möglichkeit haben, die Schüler politisch zu beeinflussen. Und da mehrheitlich (eigentlich fast alle) Lehrer politisch links sind… kannst dir ja vorstellen, dass es nicht bei einzelnen schwarzen Schafen bleibt. Man hat dann ja den Freipass.

    3. Haben die meisten 16 Jährigen haben noch anderes im Kopf, Teenies eben. Natürlich gibt es schon solche, welche sich politisch engagieren, die fallen aber nicht ins Gewicht und können sonstige politische Arbeiten leisten. Wir waren auch mal Jung, wir wissen was in denen ihren Köpfen rumschwirrt.

    4. Haben die meisten 16 Jährigen keine Lebenserfahrung, noch keinen Job jahrelang ausgeübt, dass ist sehr wichtig!!

    Das Ziel ist (von Ursula Wyss, Federführend), die Schüler so früh wie möglich auf die linke Seite zu bringen. Es ist nachher sehr schwer, jemandem die Augen zu öffnen bzw. seinen politischen Standpunkt zu hinterfragen.

    Solche Leute kenne ich zu genüge, diese überholen mich bei politischen Diskussionen rechts (knallhart), wählen aber links oder gar nicht, weil sie sich schämen die SVP zu wählen, da die Medien die SVP tagtäglich in so ein schlechtes Licht führt. Auch ihren „alten“ politischen Standpunkt zu verlassen, braucht Überwindung. Auch ein Outing vor der Familie, haben die meisten ehemals Linken ein Problem…

    Aber das grösste Problem sehe ich in den Medien, die Desinformation, die Meinungsmacherei ist sehr schädlich für uns und unsere Demokratie. Allem voran das SP-DRS.
    Deshalb wäre es wirklich an der Zeit, eine Tageszeitung zu lancieren. Röger Köppel (Weltwoche) sollte das übernehmen, sonst kommt irgendwas Gebasteltes heraus. Ich wäre der erste Abonnent und würde grosszügig Spenden. :-)

  15. “Solche Leute kenne ich zu genüge, diese überholen mich bei politischen Diskussionen rechts (knallhart), wählen aber links oder gar nicht, weil sie sich schämen die SVP zu wählen, da die Medien die SVP tagtäglich in so ein schlechtes Licht führt. Auch ihren „alten“ politischen Standpunkt zu verlassen, braucht Überwindung. Auch ein Outing vor der Familie, haben die meisten ehemals Linken ein Problem…”
    Sehr treffen formuliert Zorro.
    Ich kenne selbst solchen die die ganze Zeit über Dragans & Mechmets lästern um anschliessend links zu wählen.
    Ich versuchte mir das zu erklären, und nach langem Überlegen kam ich zur Folgerung, dass die einfach nicht besonders intelligent sind oder total desinformiert.

  16. Zorro

    Hmmm, also blöd sind diese nicht die ich kenne (ausser einige, da muss man auf Blick Niveau argumentieren), aber wirklich total desinformiert und wollen auch nicht informiert werden, da ihre „schöne“ Welt zerstört werden könnte. Das aber diese Abkapselung mittelfristig brutal gesprengt wird, sehen die nicht ein.
    Die lesen weder andere Ansichten, noch schauen diese erklärende Videos an. Würden diese es nur einmal anschauen (das Video z.B. mit den Islamfundis in London), die wären total platt/geschockt. Das einzige was noch wirkt, ist die Weltwoche, das wird von allen gelesen.
    Köppel sollte vermehrt mal (gesponsert) grosse Auflagen an Haushalte verschenken.

    Es ist so, als hätten diese Leute einen Virus (das süsse rote gift). Und dieser Virus, einmal als junger Mensch eingepflanzt, bekommt man kaum mehr weg. Das ist die Strategie der Linken…

  17. rAnda

    @Zorro
    Deswegen werden auch die meisten Schüler “geimpft”! Das ist eine Täuschung um den Virus einzuspritzen ;o)

    Das Stimmrechtsalter auf 16 zu setzen wäre verherend! Die Jugendlichen sind in diesem Alter völlig geblendet! Und mit dem Argument, die Jungen früher für Politik zu interessieren, ist nicht machbar! Jenige, die sich in diesem Alter politisch engagieren, tun dies ja eh und der Rest der 16-jährigen müsste in der Schule politisch aufgeklärt werden, was wiederum bei unseren Teenies heisst: “Schule doof => Politik doof”!

    Und die andere Gefahr ist, dass jeder 2te Schüler “diktiert” wird… Ich kann mich noch zurückerinnern an politische Ereignisse während der Schulzeit., wo jeder Schüler sine “Stimme” abgeben konnte. Als ich dann in die Berufswelt kam, machte es “Bing” und ich fragte mich wieso ich überhaupt so liberal und link “stimmen” konnte…

    Würde man ausserdem die Politik vertieft in der Schule behandeln, wäre es trotzdem nicht möglich darüber regelmässig Prüfungen zu schreiben. Das Grundlegende kann man mit 2-3 Prüfungen decken, der Rest wäre dann Meinungs-bezogen!
    Beispiel: Die diesjährliche Allgemeinbildungsprüfung für Lehrabgänge der Gewerblichen Berufsschule Sursee beinhaltete folgende Aufgabe:
    Es waren drei Reihen mit Parteieigenschaften. Zu jeder Reihe musste man die zugehörende Partei schreiben und jeweils eine Eigenschaft gestrichen werden, weil diese nicht zur Partei passt. Schliesslich ergab es sich dann, dass man bei der Spalte “SVP” zuerst “Für die Abschaffung der Armee” streichen musste und dazu stand noch “Sie sind mit zwei Personen im Bundesrat vertreten”. Falls man überzeugt das zweite auch noch streichte, war die Aufgabe falsch gelöst!

    Falls man nun auf die schulische politische “Erziehung” verzichten würde, wäre es auch damit nicht getan, eine politisch neutrale Tageszeitung zu lancieren. 16jährige kaufen keine Zeitungen! Sie lesen höchstens diejenige, welche der Vater oder die Mutter aboniert hat.

    Stimmrechtsalter auf 16 setzen = Unsinn!

  18. elminster

    @all: eigentlich ist es mir herzlich egal ob man nun mit 16 oder 18 abstimmen sollte; nur die hier aufgeführt enArgumente gegen Stimmalter 16 finde ich etwas dürftig…
    Erstens gibt es aus meiner Sicht keine grossen Unterschiede im Bezug auf die “Reife” eines Menschen 16/18: Ich hatte mich 16 gewisse Schrullen und hatte sie mit 18 immer noch (auch noch später waren sie präsent…).
    Zweitens von einer “Impfung” der Schüler zu sprechen wirft bei mir die Frage auf, wie weit die Schulzeit bei der Mehrzahl hier Anwesenden zurückliegt! Ja sicher. gewisse Werte werden vermittelt; diese sind aber ziemlich “unparteisch” (im wahrsten Sinn des Wortes) und betreffen eher Werte die die klare Mehrheit dieses Landes teilt (Anstand, Zivilcourage, Menschenrechte, wirtschaftliche Ansichten etc. Keineswegs von Multikulti oder SVP-Bashing!ua.); hier von Indoktrination zu sprechen ist ziemlich abstrus. Vielleicht hatte ich wirklich Glück, aber ich bezweifle es langsam.
    Drittens bildet sich die Weltanschauung eines Menschen NICHT nur in der Schule…Falls ihr also davon ausgeht dass eure Kinder hier eine Gehirnwäsche bekämen dann habt ihr sie vielleicht nicht richtig erzogen oder sie besitzen kein soziales Umfeld…
    Viertens solltet ihr unsere Schule einmal im weltweiten Vergleich betrachten und ich wäre erstaunt wenn ihr mir ein Land/Gegend mit “besserer” (neutralerer) Bildung (im Bezug auf Bildung eines politischen Bewusstseins) nennen könnt.
    Fünftens werde ich mir bewusst warum ich hier schreibe: Bringt mir eine KONKRETE mehrheitsfähige Alternative wie unsere Jugend “anders” “gebildet” werden sollte! Ich will damit nicht abstreiten dass es Missfälle geben kann (SVP-Bashing= finde ich nicht ok!), aber diese wird es - mit Ausnahme einer totalitären Gesellschaft - IMMER geben!!!
    Das Hauptproblem dieser Site ist einfach, dass man(n) gerne über Sachen/Probleme/”politische Gegner” schimpft aber es dramatisch an konkreten und REALISIERBAREN (mehrheitsfähigen) Lösungsvorschlägen (Nein: nur Ausländer raus löst keine Probleme!Siehe verschiedenste Bsp.) fehlt!
    Schönen Abend


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