24. Juni 2008 von Kulturbereicherer - 16 Kommentare
Die Nachrichtendichte nimmt in den letzten Tagen massiv ab und für die Euro08 interessiert man sich nur insofern, als man die Verkehrsbehinderungen umgehen kann. Nun ist es endgültig da: das Sommerloch, von den Journis auch “Saure-Gurke-Zeit” genannt.
Da erscheint die Spaltung der SVP schon fast als Geschenk des Himmels - etwas besseres hätte nicht passieren können. Die SVP-Politiker verhöhnen die neue Abspaltung wie eine Ehefrau, deren Gatte mit der jüngeren Sekretärin durchgebrannt ist.
Und dabei kennt die SVP weder Scham noch Grenzen. Uns würde es nicht wundern, wenn da noch viele pikante Details auftauchen würden. Wir freuen uns jedenfalls schon drauf (Wer kennt die Geliebte von Nationalrat Hassler?).
Altbewährtes Medienkonzept der SVP
Dabei verhält sich die SVP nach ihrem altenbewährten Medienkonzept: es ist nicht wichtig, was geschrieben wird, einzig die Anzahl Zeilen zählt. Als Gregor Rutz noch Generalsekretär war, führte man im Generalsekretariat der SVP eine entsprechende Statistik.
Wir können uns also auf ausgiebige Unterhaltung freuen. Doch ein kleiner Unterschied zu früher besteht schon. Die Angegriffenen sind nicht mehr die Linken, sondern die Untreuen aus den eigenen Reihen.
Ob diesmal dieses Medienkonzept aufgeht ist eher zweifelhaft. Während früher die “Igitt wie pfui” Artikel der (linken) Presse zu einer Polarisierung führte, an derem rechten Rand die SVP reiche Ernte einfahren konnte, ist diesmal ein anderes Verhaltensmuster zu erwarten. Die SVP’ler stehen als schlechte Verlierer und Pöbler da, was der neuen BDP Zulauf bescheren wird.
Medienkonzept 2.0 nötig
Hoffen wir, dass die Leute um Toni Brunner nun ein “Medienkonzept 2.0″ erstellen. Es wäre nötig, wenn die SVP sich nicht von der Presse vorführen lassen will. Die Gegner können nur gewinnen.
19:13 Galladé am Fernsehen
17:24 Ungewisse Zukunft für Berner “Bund”
17:18 Betrug bei der Migros
17:10 Drei mutmassliche Einbrecher verhaftet
15:25 Frau brutal überfallen
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- Oeko-Clown : Kleine Adventsgeschichte
- Oeko-Clown : Drei mutmassliche Einbrecher verhaftet
- Tell : Drei mutmassliche Einbrecher verhaftet
- Bürgermeister Hans Waldmann : Brutaler Raubüberfall in Basel
- Tell : Betrug bei der Migros
- Echnaton : Betrug bei der Migros
- Tell : Betrug bei der Migros
- Oeko-Clown : Galladé am Fernsehen
- Echnaton : Galladé am Fernsehen
- Annubis : Galladé am Fernsehen
- Oeko-Clown : Brutaler Raubüberfall in Basel
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mit dem toni brunner kanns ja nur bachab gehen. sorry, aber typ kann ja wohl gar nichts.
korrektur
*der typ
Bin nicht einverstanden mit dem Artikel, aber verstehe es als Aufruf an die SVP, die saure Gurken-Zeit mit viel süssen Erdbeeren und Kirschen zu bereichern.
das ganze geschichtli hat eben auch mit viel verletztem stolz, missgunst und neid zu tun. das weckt immer das schlechteste im menschen selbst. so wie ich den PolitikKiGa kenne, wird man auch erst damit aufhören, wenn die nächsten nationalen grosswahlen anfangen. solange hacken sie sich gegenseitig krumm und die roten,linken,grünen,gelben,blauen,rosaroten,pinken usw lachen sich ins fäustchen…
Das genau ist es. Die lachenden Dritten …
In der Zentrale wird man das schon begreifen, doch können die halt auch nicht verhindern, wenn einem Lokalmatador wieder mal der Kragen platzt. Deshalb wird die Geschichte noch lang die Medien bevölkern. Die Rollen sind jetzt schon klar: die BDP = gut, SVP = böse.
Alle die Svp wählten, wurden auch zuvor Jahrelang von den Medien mit Botschaften bombardiert “Svp=Schlecht” aber 30% der Wähler scheint dies nicht interessiert zu haben.
Das nun eine Mehrheit von diesen Menschen aufgrund der Neuschaffung der BDP plötzlich den Medien zuhören soll bezweifle ich.
Im gegensatz, es könnte ja sein dass genau die Medienfreundlichkeit der BDP bei einigen suspekt wirken dürfte, und zwar weil sich die Medien bei einigen selbst als linken Hampelmänner hinstellen.
Daraus schliesst man, dass man die BDP rasch in der neue Mitte einordnen wird, die schon bereits mit Utopisten und leere Aussagen gesättigt ist.
Wer Svp gewählt hat optiert nicht wegem Tv und Tagi aufs mal für eine Partei die so aussagekräftig ist wie die Fdp.
ich finds ein wenig gewagt zu sagen das 30% der wähler pro svp sind bei einer minimalen stimmbeteiligung von etwa 45%. ich hab das kurz milchbüechlimässig auf 100% stimmbeteiligung hochgerechnet das wären dann knapp 1 mio leute von 7,4mio einwohner. das ist imho immernoch ein wirklich kleiner prozentsatz. also bedeutet das das von 7 leute nur 1 pro svp ist der rest wäre sp,cvp,fdp. nur schon mit dieser milchbüechli rechnung sieht man, dass die svp verloren hat für die nächsten 10 jahre. ausser die linken verspielen ihren sieg mit einem mega skandal
30% Wähleranteil heisst lediglich, dass man die meisten Leute mobilisieren konnte, mehr nicht. Solange die anderen die Anti-Blocher-Front halten, könnten die auch 3 % haben, keiner würde es merken - leider.
Überschätz also die 30% nicht. Ausserdem wird die SVP jetzt auf keinen Fall mehr so viel Leute mobilisieren können. Sie hat nun das Verliererettikett am Schuh, so dass sich viele abwenden, weil sie das Gefühl haben, es nützt doch nichts.
Zudem ist denen noch gerade die linke Flanke weggebrochen.
Also schlechtmensch, freu Dich über die 30%, es ist eine schöne Zahl, aber so wertvoll wie ein Lottoschein mit den falschen Kreuzen.
Ich finde das ganze Theater mit der SVP mehr als übertrieben.Die ganze Sache hat einen Urheber.Frau Bundesrätin E. Widmer.Diese Frau sollte sich mal mit der Wahrheit befassen und zu Ihrem Bündnis mit anderen Parteien stehen. Bundesrat wird man nicht ohne vorherige Abklärung.Das hat Frau Widmer sicher auch gemacht um Herr Blöcher aus dem Bundesrat zu verträngen mit anderen Parteien.
Wen diese Frau etwas Profil hätte, würde Sie freiwillig aus der Partei austretten und die ganze Sache wäre gelaufen.
Mal sehen was kommt.
Die Bdp wird ,um die Zuneigung der Medien zu behalten, schon bald den EU Beitritt als vernüftige Option preisen, und Steuererhöhungen als unumgänglich und angebracht betrachten.
Somit wären sie eine 2te Fdp, denn das Thema “Bereicherer” werden sie umgehen oder sich mit den Linken vereinigen um nicht bei den Journis in Ungnade zu fallen.
Es bleibt nach wie vor nur ein Gegenpol zur Selbstzerstörung und der heisst momentan Svp.
Grosse politische Leistungen von den Opportunisten der Bdp um Schmid & Schlumpf erwartet ihr doch nicht im ernsten.
Wer soll aus der Bdp zur starke politische Figur advancieren die das Lebenswerk von C. Blocher in den Schatten stellt und sogar die “konkordanz” neu aufblühen lässt?
Nein, nein , nein
Hätten die Bdp Leuten ein minimum an Rückgrat, wären sie wegen den Meinungsverschiedenheiten schon früher aus der Svp getreten.
Doch sie warteten bis sich den geeigneten Moment präsentierte (Medienaufmerksamkeit) , denn es geht nur um Karrieregestaltung.
Schon möglich dass sie anfänglich zulegen u.s.w., doch nach 4-5 Jahren wird es jedem Svp oder Ex-Svp Wähler klar sein auf welchem Bein die Herrschaften hinken.
Du siehst das vollständig richtig, die BDP ist eine zweite FDP, fragt sich wie lange es dauert, wie die dort fusionieren. Irgendwie kam mir der Begriff der Proleten-FDP in den Sinn …
Man sollte aber die Angelegenheit nicht moralisierend betrachten, sondern ganz nüchtern. Faktisch bricht damit die liberale Flanke der SVP weg, zumindest in Bern, Graubünden, Glarnerland.
In Zürich, Aargau und Basel wird es bald was ähnliches geben.Wie sich die anderen Parteien verhalten, ist mir unbekannt.
Man kann das ganze etwa folgendermassen beziffern: der liberale Flügel der SVP macht ca. 20% der Wähler aus. Das ist allerdings regional unterschiedlich.
Umgerechnet auf den Nationalrat wäre das etwa 6%.
Man muss aber was anderes berücksichtigen. Beispiel: Zug hat 3 Natonalräte, der Säulipuur (Scherrer) wurde ganz knapp gewählt. Tritt eine BDP dort auf den Plan, verfehlt er die nötigen Stimmen und stattdessen geht ein Sozi nach Bern.
Die BDP wir auf jeden Fall verhindern, dass die SVP sich irgendwo in der Exekutive festkrallen kann und das ist der eigentliche Schaden.
Das heisst:
Bdp oder auch Svp mit medienbegutachteten Stil ist das Bremsklotz seines ideologischen Mentors.
Ich glaube das das auch der Wähler realisiert, und demzufolge ,vielleicht verspätet, dem Spiel ein Ende setzen wird.
Es wäre so als würde man bei einer direkten Bundesratswahl Schlumpf statt Blocher wählen.
Es kommt nun darauf an wie sich die Bdp Programmatisch positioniert.
Wenn sie, wie ich denke, bald für den EU Beitritt starkmachen, dann können sie beim Ende der nächste Legislaturperiode die Koffern packen, weil sie dann bewiesen haben, dass sie noch nie was in der Svp verloren hatten.
Die SVP hat irgendwo ein Strategiepapier “50+” in der Schublade. Doch davon kann sie jetzt nur noch träumen. Leider
Das reinigende Gewitter, dass sich über der SVP entlädt, geht wieder vorüber. Hervor geht trotz allem eine gestärkte Partei. Sie darf keinen Deut vom den Wählern versprochenen Kurs abweichen (wem will man dann in diesem Land noch glauben?). Was für eine Wischi-Waschi-Politik wollen denn die Abtrünnigen betreiben – ein bisschen links von der SVP oder ein bisschen rechts von der FDP? Das kann noch heiter werden.
Sollte die BDP tatsächlich einen EU-Beitritt unterstützen und auch in anderen Punkten nach Links zur FDP abrutschen, wird sie zur Lachnummer verkommen und schon bald wieder in Vergessenheit geraten…
Sollte sie aber den SVP-Inhalten treu bleiben und nur einen anderen Umgangston als die SVP haben, gebe ich ihr durchaus die Chance, Erfolg zu haben! Denn es gibt wirklich viele, die einfach aus Prinzip nicht SVP wählen, weil die ja alle “solche Rüppel” sind. Hab ich in meinem Umfeld leider oft erlebt… Und ganz ehrlich gesagt bin auch ich nicht immer mit der SVP einverstanden und fände einen etwas gemässigteren Umgangston - aber trotzdem eine harte Linie - manchmal angebrachter.
In diesem Fall wäre die BDP aber langfristig wohl ein Gewinn für die Rechten und ein Eigengoal für die Linken. Denn ein kleiner Teil der BDP-Wähler wird sicher von der SVP kommen, doch weit grösser ist das Potenzial links der SVP, z.B. bei den Grünliberalen und der FDP bzw. in der Lücke zwischen Links und Rechts, welche sich nach dem Linksrutsch der Mitteparteien FDP und CVP aufgetan hat!
Und wenn es die BDP schafft, diese Wähler für sich zu gewinnen, könnte es durchaus sein, dass wir schon bald einmal eine rechte Mehrheit haben, bestehend aus SVP und BDP…