22. Juni 2008 von Kulturbereicherer - 5 Kommentare

Noch viel eindrücklicher als die Schweizer Nationalmannschaft hat es unsere Armee diesmal in die Schlagzeilen geschafft. Die grobe Fahrlässigkeit eines Sozialämtler- Offiziers hat fünf Menschen das Leben gekostet.

Entsprechend wurde der Chef der Luftwaffe entlassen, weil er angeblich ein paar Offiziere zu jung zu Generalstabskurse aufbot - als ob damit der Minder- wertigkeit unseres Offizierskorps hätte relativiert werden können.

Armee vertuscht einen wahren Grund der Notlandung

Doch auch das überdeckte nur teilweise weitere Kalamitäten. Zu Showzwecken wurde in der Presse gross der Einsatz der Drohne angepriesen. Dieses Gerät eignet sich in Finnland für die Überwachung menschenleerer Grenzen, aber es ist vollkommen ungeeignet für den Einsatz über dicht besiedeltem Gebiet. Der Luftraum muss gesperrt und die Drohne zudem von einem Helikopter oder einem Pilatus Porter begleitet werden. Der allfällige Nutzen, der diese Drohne bieten kann (if any) steht absolut in keinem Verhältnis zum Aufwand. Nun wurde bekannt, dass die Drohne aus technischen Gründen in Edlinsbach (ZG) notlanden musste.

An diesem Tag tobte zwischen Zürich und Emmen ein starkes Gewitter, so dass der Rückflugkorridor nicht mehr nicht mehr durchflogen werden konnte. Die von einem Puma Helikopter begleitete Drohne wäre wahrscheinlich ausser Kontrolle geraten. So dreht die Drohne über den Uetliberg plötzlich ab und flog Richtung Zug, was vollkommen ausserhalb des Einsatzgebietes liegt. Dort wurde sie notgelandet. Die Armee aber sprach von einer Notlandung wegen einem technischen Defekts. Man wollte verhindern, dass die Einsatzuntauglichkeit dieses Gerätes bekannt wird und erzählte so eine unwahre Geschichte. Unsere Medien habe diese wieder mal unreflektiert nachgeplappert.

Genf - Fahrlässiger F18 Einsatz

Ein weiterer - fast schon zu erwartender Zwischenfall  - war die unnötige Gefahr, die ein Geschäftsreiseflugzeug aus Spanien ausgesetzt wurde. Das BAZL veröffentlichte zwar ordnungsgemäss die temporäre Sperrung des Luftraumes, aber ob ein spanischer Pilot das auch mitbekommt, ist wohl kaum anzunehmen. Davon mussten die Verantwortlichen - auch jenseits der rechtlichen Lage  - ausgehen. Die unnötige Annäherung beider Flugzeuge über Genf war vorhersehbar und von den verantwortlichen Schweizer Stellen ein unnötiges und vermeidbares Risiko gewesen.

Auch in diesem Fall kann klar gesagt werden, dass die Schweizer Armee hier vor allem Show mit Kampfjets machte - auf Kosten der Sicherheit.

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  1. Wenn Daddy Staat uns mit diesen Drohnes überwachen will, dann muss man sich keine Sorgen über einen möglichen Überwachungsstaat machen.

  2. Antikommunistischer Grasdackel

    Mal sehen, wie lange kein fieser Sack die Drohne mit einem leistungsfähigen Mikrowellensender mit Richtantenne in Fallobst verwandelt.

  3. Echnaton

    Angeblich hätte es ein Defekt am Zündungskabel gegeben. Wäre das zugetroffen, wäre das Ding steil oben runter gekommen. Stattdessen machen die Heinis noch einen kleinen Flug Richtung Edlinbach. Interessant nicht?

  4. Max Müller

    Die von einem Puma Helikopter begleitete Drohne wäre wahrscheinlich ausser Kontrolle geraten.

    Die Drohne wurde von einem Pilatus Porter begleitet. Helikopter werden aus Gründen von Kosten und Verfügbarkeit nur noch selten verwendet. Und falls doch, handelt es sich um Alouette-Helikopter.

    So dreht die Drohne über den Uetliberg plötzlich ab und flog Richtung Zug, was vollkommen ausserhalb des Einsatzgebietes liegt. Dort wurde sie notgelandet. Die Armee aber sprach von einer Notlandung wegen einem technischen Defekts. Man wollte verhindern, dass die Einsatzuntauglichkeit dieses Gerätes bekannt wird und erzählte so eine unwahre Geschichte.

    Die Drohne hätte nach Emmen zurückfliegen sollen. Ein Blick auf die einschlägigen Luftfahrtkarten sowie die AIP SUP für die EURO 2008 zeigen, dass sich die Drohne auf dem richtigen Rückweg befand.

  5. Echnaton

    Korrektur
    Die Drohe flog via Bremgarten Richtung Uetliberg ein, drehte einige Runden und verzog sich dann Richtung Süden. Gemäss AIP ist der Korridor Richtung Zug. Dort befand sich ein riesiger Cumulus, so dass man sich für die Notlandung entschied.

    Der technische Defekt wurde vorgegaukelt.

    Gemäss unseren Informationen wurden lediglich zwei Drohneneinsätze geflogen und das jeweils ein Tag vor dem Match in Zürich kurz vor Spielbeginn. In dieser Zeit wurden selbst die Abflüge Richtung Säuliamt gestoppt.

    Die Drohne hat
    a. Unsummen an Geld verschwendet,
    b. den Flugverkehr behindert (auch die Privatfliegerei)
    c. die Bevölkerung einem unnötigen Sicherheitsrisiko ausgesetzt
    d. als vollkommen wirkungslos erwiesen.

    Punkt.


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