15. Juni 2008 von Gastbeitrag - 10 Kommentare
Im Moment gehen die Wogen um die Debatte wegen Solar- oder Atomenergie mehr als nur hoch, insbesondere seit sogar die das umliegende Ausland anfängt, loszuheulen, weil’s schon nur von den Plänen in der Schweiz nach Vorarlberg und Baden-Würtemberg rüberstrahlt.
Unschwer zu erraten, dass sogar der Blick da mitmachen muss, und sich, im Rahmen einer ‘Infras’-Studie, sogar eine intressante Rechnung ergeben hat. Aber lassen wir zuerst mal den Grünen sprechen:
«Allein mit den heute schon rentablen Einsparmöglichkeiten können wir gut einen Viertel des Strombedarfs ersetzen.»
Könnte sogar stimmen. Aber sicherheitshalber sollte der Herr Kessler von Infras noch eine Vollkostenrechnung machen, wieviel das Umrüsten aller Gebäude kosten würde, und wieviel Kapazität die Baubranche hat, um das zu tun, ganz zu schweigen vom gewaltigen administrativen Aufwand mit Baubewilligungen etc. Schätzungsweise dürfte es an mindestens einem der ersten beiden Faktoren mangeln. Bei den Kosten ist die Sache nebulös, aber man hat einen Anhaltspunkt:
Würde ab sofort nur nach diesen Standards gebaut, wäre bis 2020, wenn die neuen AKWs frühestens in Betrieb gehen, rund drei Viertel der Stromlücke gefüllt. Kostenpunkt: 2,5 bis 3 Milliarden Franken pro Jahr.
Das macht Summa Summarum zwischen 27,5 und 33 Milliarden Franken für die Periode, ohne irgendwelche ‘Überraschungen’. Na, das scheint noch bewältigbar, wenn es auch genug Bauarbeiter hat, und man sich nicht eine weitere Horde Ausländer in die Schweiz importieren will, die dann dem Schweizer Sozialversicherungssystem anheimfallen wird. Aber der eigentlich interessante Part ist, wie man die Stromlücke decken will - mit Solarenergie. Dazu macht Kessler eine interessante Rechnung:
Den Rest könnten Solaranlagen besteuern. Um ein halbes AKW zu ersetzen, bräuchte es 32 Quadratkilometer Solarpaneele, also etwa einen Zehntel der Schweizer Dachfläche.
32 Quadratkilometer sind 32′000′000 Quadratmeter. Tönt nicht nach viel, wenn man weiss, dass die Schweize eine geographische Fläche von 41285 Quadratkilometer aufweist, und wenn man das auswallen würde, wir vermutlich größer als Russland wären. Aber, eigentlich reichen schon 32 Millionen Quadratmeter, wenn man die Rechnung von Kessler weiterverfolgt:
Kostenpunkt: Heute 5000 bis 8000 Franken pro Quadratmeter.
Wenn man also rechnet, kostet die Sache zwischen 160 und 256 Milliarden Franken. Aber immerhin hofft er und ein Manager von OC Oerlikon noch auf ‘Economy of Scale’, damit sein Plan finanzierbar wird:
«Bis 2020 dürften die Kosten unter 1500 Franken sinken»
Gut zu wissen! Denn auch dann kostet eine Investition, die nur am Tag Strom liefert, nur läppische 48 Milliarden Schweizerfranken, vorausgesetzt der Strombedarf steigt nicht. Und Wartung, Amortisation und Ersatz von Solarpaneelen, die durch Elementarschäden zerstört wurde, und deren Abnütung, hat auch niemand dazugerechnet, wobei doch jeder Autobesitzer weiss, dass das dazugehört!
Dann sind die 21 Milliarden für drei neue AKWs immer noch billiger. 21 Milliarden, die rund um die Uhr Strom produzieren. 21 Milliarden, die stabile, performante und relativ preisgünstige, und erst noch CO2-freie (in der puren Energieproduktion) Stromproduktion erstellen, die dem Markt entspricht, ohne den Steuerzahler und Stromkonsumenten zu einer Zwangssubvention für unter unwirtschaftlichsten Methoden produzierten Strom zu zwingen.
Und notabene - diese Kosten entstehen einzig und allein, um ein halbes AKW zu ersetzen. Will man 3 ganze AKWs ersetzen, die Schweiz realistischerweise braucht, um in Zukunft keine Stromlücke zu haben und sogar ein bisschen Reservekapazität zu haben, dann steigen die Kosten um das Mehrfache - sprich auf 288 Milliarden für die Ersatzkapazität von drei vollen AKWs. Wenn man dannn überschlagsmässig rechnet, macht das pro Einwohner der Schweiz 38′400 Franken, die er in eine Technologie investieren muss, die nur am Tage funktioniert.
Wir können uns den Solarwahn nicht heute, und auch nicht morgen, leisten. Ausser natürlich, man will mittels Subventionen ein Rent-Seeking provozieren, an dem sich nur Hersteller von Solarpaneelen wie OC Oerlikon daran laben werden, und einige durch “Vitamin B” finanzierte und mit Aufträgen beschickten “Energieberatungsbüros”, die tendenziell nicht von SVPlern betrieben werden. Das möchte eine Allianz von Linken (an vorderster Front lobbyiert Paul Rechsteiner von der SP) und Solarpanelherstellern natürlich ändern.
Für die ist es dann plötzlich sehr wirtschaftlich, wenn sie den Bürger bis auf den letzten Rappen ausnehmen können, mit dem Vorwand der Klimaerwärmung.
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Nur eine winzige Bitte. Rechne mir doch mal eben die Folgekosten für die Endlagerunge des Atommülls vor. Oder möchtest du es lieber so machen wie in Deutschland?
http://www.duckhome.de/tb/arch.....hweig.html
Wir brauchen große Solarkraftwerke da wo die Sonne scheint und Solarzellen da wo sie als Notfallhilfe Sinn machen.
Warum soll den die Endlagerung von radioaktiven Material ein Problem sein? Man kann das Zeugs irgendwo in einem Stollen in einem Bergwerk versiegeln und das war’s. Es fällt eh sehr wenig an, in der Schweiz ein paar Tonnen jährlich.
Ich sehe nicht ein warum man da einen auf Panik machen soll.
Uebrigens, für ein paar Dollars gibt es in den USA eine Führung über das Testgelände, von 928 Atombomben gezündet wurden. Die Radioaktivität ist nicht besonders hoch.
Rotgefärbte Energie Experten der lezte Stunde plädieren seltsamerweise für die Lösungen die die Gesinnungszentrale verordnet
Ideologisch geprägte Kompetenzenanmassung zwecks politische Instrumentalisierung der Energiefrage.
Fachkenntnisse unter dem Strich:
Keine
Mal ganz nüchtern betrachtet: Die Atomenergie ist eine Ausgeburt des Teufels und wird uns alle ins Grab bringen. Nur die heiligen alternativen Energien können uns retten.
Der Haken: Die erneuerbaren Energien sind nicht brauchbar. Solarzellen und Windenergie geben zu wenig Strom, Windräder sind ausserdem ziemlich hässlich wenn sie im Garten stehn, Wasserkraft passt wie wir ja nur wissen den Umweltterroristen nicht und und und….
Liebe Umweltschützer
Anstatt nur zu meckern präsentiert doch endlich mal eine BRAUCHBARE Alternative und hört auf zu träumen
Die Stromindustrie ist gesetzlich verpflichtet, Reserven für die Entsorgung und Verarbeitung radioaktiver Abfälle zu bilden. Leider können sie von diesen Reserven wenig ausgeben, weil die notwendige Aufbereitungsindustrie weitgehend nicht existiert. Die Linken weisen immer wieder darauf hin. Was sie nicht sagen, ist dass sie es waren, welche die Wiederaufbereitung über die letzten Jahrzehnte blockierten und sabotierten.
Meine Erwartungen an die Zukunft sind, dass mein Lebensstandard steigen wird. Da und dort werde ich etwas Energie sparen können. Es wird neue Produkte und neue Interessen geben, wo ich mehr Energie verbrauchen werde. Ein von linken Apparatschiks und Betonköpfen verordneter Minderverbrauch ist nicht akzeptabel.
Die grünen, roten und rosa Sozialisten machen seit 200 Jahren immer die gleichen Fehler. Sie nehmen an, dass morgen genau so ist wie heute und das hat noch nie gestimmt. Die linken Umverteiler von Not, Mangel und Armut sollen sich zum Teufel scheren. Wir müssen ihnen für ihre faulen Ratschläge nicht den Lebensunterhalt zahlen.
ich bin auch nicht wirklich ein fan von atomenergie.
aber
solange mir niemand eine wirkliche alternative bieten kann. preis/leistungsverhältniss, schadstofausstoss, abfallprodukte usw.
bin ich ein jemand der für den bau neuer atomkraftwerke ist.
irgendwo hab ich gelesen, dass 1 neues akw die ältesten 3 ersetzen könnte. also bauen wir 2 super moderne akw’s und haben genügend reserven für später. da wir ja 3 davon abschalten können, wäre es sogar ein gewinn.
nun für die vorarlberger und teutonen gilt ein anderes flächenverhältniss. wenn diese 2 länder von 100km reden, dann ist das für sie ein katzensprung. für uns eidgenossen sind 100 km schon fast die halbe schweiz. logisch motzen sie nun, das wir neue akw bauen wollen bei ihrer haustüre.
Auch im schlimmsten Fall kann man für 10 Milliarden Franken immer noch ein Endlager bauen und das Dörfchen nebendran enteignen - siehe Benken, und für die anderen 10 Milliarden eine Wiederaufbereitungsanlage beschaffen.
Auch dann bleiben noch 7 Milliarden übrig, und man hat die sechsfache Kapazität der Solarzellenlösung, die dann aber preislich definitiv ausser Konkurrenz steht, sogar wenn der Preis pro m2 Solarzellen auf 500 CHF fällt, was nicht zu vermuten ist, da die Rohstoffe für genannte Solarzellen tendenziell nicht günstiger werden.
Man müsste Mühleberg abschalten und durch ein modernes AKW der 1500 MW-Klasse ersetzen, genauso wie Beznau I und II durch 1500 MW-Blöcke zu ersetzen sind. Das wären dann die drei AKWs, die zusammen 21 Milliarden kosten, abgesehen davon, dass zumindest Mühleberg aus technischer Sicht veraltet ist.
Wenn wir die AKWs nicht bauen, tun es die Franzosen und stellen sie an die Schweizer Grenze - da ist mir lieber, dass Einheimische die Sicherheit unseres Landes sicherstellen, und Strom produzieren.
Das Grundproblem stellen doch eigentlich nicht die Kosten dar sondern eher die Profiteure Atomenergielobby. Wenn ich mehrere huntertausen als “Prämie” erhalten würde, durch vertreten dieses Standpunktes, wäre es mir ehrlich gesagt auch egal wie unsere Jugend und Nachkommen das Problem der Endlager, der möglichen Verseuchungsgefahr, der Möglichkeit, dass radioaktives Wasser der Material aus einem AKW ausdringt, lösen. Denn eigentlich leben wir im heute und jetzt!
Aber denken “wir” Schweizer wirklich so egoistisch? Nein, natürlich nicht. Auch wir haben eine Verantwortung gegenüber Umwelt, Ressourcen, Gewerbe und Bevölkerung.
Also lieber heute als morgen anfangen die innovativen und heute schon möglichen Alternativen zu fördern, ja vielleicht sogar aufzuzwingen!
Die grössten Hürden aus heutiger Sicht lieben bei den Ämtern, beim Staat mit Geboten und Verboten!
Denn vergesst nicht liebe Leute, durch die immer steigenden Rohstoffe und die Verknappung von Arbeitern und Fachleute, werden auch die Kosten für die neuen AKW’s ins Unermessliche steigen - zumal eh nur ganz wenige Konzerne davon profitieren. Dann doch lieber das Kleingewerbe, unser Schweizer Rückgrat, damit beauftragen, Alt- und Neubauten mit Solar- und Windkraftenergie auszurüsten und somit auf “die Zukunft” zu setzten.
Auch heute werden lediglich - um nicht zu meinen es sei nichts - 40 % unseres Strombedarfs durch Nuklearenergie gewonnen. 60 % also stammen aus anderen, erneuerbaren Energiequellen! WAU! Machen wir doch weiter so!
Was bezwecken die hiesigen Stromproduzenten mit neuen AKW’s? Na was wohl? Geld verdienen im grossen Stiel! Vorallem Strom exportieren!
Möchten wir nicht wie in so vielen Rollen auch hier eine Vorreiterrolle übernehmen und endlich einen guten Schritt in die andere Richtung machen! Verlieren können wir nichts…. ausser, dass wir in 20 Jahren rund einen kleinen Teil an Strom von Frankreich einkaufen müssen. Alle Möglichkeiten nutzen und unseren Stromverbrauch soweit minimieren - nicht einschrnänken, denn auch ich möchte Baden, Duschen, Kochen, am PC schreiben wann und wo ich möchte - dass die reale Chance besteht in Zukunft auf ein neues KKW oder AKW zu verzichten!
Wer ist dagegen?
Der große Nachteil der Atomkraft ist doch die Generationengerechtigkeit. Heutzutage neigen die Menschen dazu, die Nachteile ihres Handelns räumlich bzw. zeitlich zu exportieren. Wir sollten unseren Kindern und Enkelkindern keinen radioaktiven Müll hinterlassen, auch nicht “nur ein paar Tonnen jährlich”! Wenn wir den Nutzen haben, sollten wir auch die Nachteile in Kauf nehmen können. Elektrische Energie möchte jeder und möglichst billig soll er sein. Die Frage ist nur, für wen. Denn unsere Kinder und Enkel und deren Enkel müssen noch mehr als 50.000 Jahre mit dem Atommüll hantieren, den wir produziert haben. Leider können sich die folgenden Generationen nicht wehren, weil sie noch nicht einmal geboren sind. Das macht das natürlich sehr einfach, die Kosten werden dadurch aber nicht geringer, sondern nur in die Zukunft geschoben. Ist uns aber egal, nach uns die Sintflut!
So nicht liebe Schweizer, wer so denkt, ist mehr als egoistisch. Wer einmal die Kosten für eine Endlagerung durchgerechnet hat - für die nächsten 50.000 Jahre - der wird schnell merken, das die Atomkraft doch nicht ganz so günstig ist, wie bisher angenommen (bzw. von den Betreibern propagiert).
gruß
Tobias
Vollkommen richtig.
Deutscher Staatsdefizit zeitklich an euren Enkel verschieben.
Und das alles um Öko Träumereien zu finanzieren, Türkenghettos und die Eu.
ein Link für dich Tobi
:
http://www.sp-ps.ch
Da kannst du schon bald Parteipresident werden.