12. Juni 2008 von Kulturbereicherer - 8 Kommentare
Abschreckung - der Kunden!
Seit Wochen versorgt uns das Staatsfernsehen mit Bildern der EM-Vorbereitungen. Dabei handelt es sich vor allem um Beiträge über das Sicherheitsdispositiv. Die staatlichen Stellen hoffen damit, die Hooligans abzuschrecken. Insgesamt stehen 8000 Soldaten, etwa ebensoviele Polizisten und nochmals die gleiche Anzahl Securities den Fans gegenüber, insgesamt etwa 30000 Personen.
Wie die Bevölkerung darauf reagiert, konnte man letzten Montag vor dem Spiel in Zürich erleben. Statt riesige Fanlawinen in die Stadt, ein richtiger Exodus aus der Stadt. Wenn wundert es, hatte uns das Staatsfernsehen doch den leibhaftigen Mongolensturm vorhergesagt.
Gewaltige Verluste des Gewerbes
An Morgen danach begann die Unmut der Standbetreiber auf der Fanmeile. Das Geschäft war ein vollkommener Flop. Insgesamt laufen einem “Ständler” 50000 Fr. Kosten für einen Ministand auf, die er in diesen drei Wochen irgendwie wieder einfahren muss. Sie können wegen der grossen finanziellen Belastung nicht den Stand abräumen und das Personal nach Hause schicken, wie die Migros. Sie müssen wohl oder übel darauf hoffen, möglichst viel Geld davon wieder reinzuholen, jeder Franken ist ein Franken Verlust weniger. Dass dabei gegen Ende der EM nur noch Gammelfleisch zu haben ist, ist wohl jetzt schon zu vorauszusehen.
Das Fernsehen sendet sich selbst
Doch die Kalamität geht noch weiter. Das Staatsfernsehen sendet unaufhörlich Fernsehspots seiner Moderatoren und Fussballer. Es liegt die Vermutung nahe, dass das Platzhalter für nicht verkaufte Werbefenster sind.
Eine ebenso grosse Kalamität ist Suter als Fussball-Fachmann. Man vergleiche mal sein belangloses Geschwätz mit den Analysen, die Günter Netzer früher lieferte. Ebenso ist die Übertragung eine technische Panne nach der anderen und das, obwohl die Schweiz das bestfinanzierteste und bestausgerüstete Fernsehen weltweit hat.
Die Drohne - Abbild der schweizerischen Organisation
Nichts verkörpert besser die Leistung unseres Staates als der Einsatz der Drohne. Immer wenn sie fliegt, muss sie aus Sicherheitsgründen von einem zweiten Flugzeug begleitet werden. Stellen Sie sich mal vor, die Swiss würde hinter jedem Flugzeug noch ein Ersatzflugzeug hinterherschicken. Die Passagiere würden sich wahrscheinlich weigern, überhaupt einzusteigen.
Doch damit nicht genug. Das Vertrauen in dieses millionenteure unnütze Fluggerät muss nicht sonderlich gross sein. So werden ganze Lufträume gesperrt, wenn es fliegt. Doch das hindert unsere Staatspropaganda nicht daran, diese vollkommen wertlose Fehlinvestition als grossen Sicherheitsfaktor zu verkaufen.
Der Staat und sein Fernsehen hat versucht, vor allem seine (Fehl-)Leistungen ins Szene zu setzen. Damit hat es uns die EM versaut. Die Zeche zahlt der Gewerbler und der Steuerzahler.
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10:43 > Winkelried 3.0 Beta
10:08 > Die Linken bloggen, wir jotten?
16:43 > Winki 3.0: erster Mock-up
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Echnaton
Die SRG wird sagen, es war das Wetter, wart nur …
Achilles
Das war doch gemäss SRG nicht das Wetter, das waren die SVP und Blocher. Ich halte mich schon lange von Zürich fern wegen dem unwirtlichen politischen Klima, den Rauschgiftsüchtigen, den Nutten und der beschissenen Verkehrsführung.
Zorro
Wo ist eigentlich die schweizer Mannschaft??? Wann spielen die den?
Habe noch kein Trikot mit schweizer Flagge sehen können.
Als ich davon hörte, war bei mir die Luft schon draussen. Da fehlt doch was, eine Identität, weiss nicht wie ich das beschreiben soll. War da wieder ein toller Künstler am Werke?
Wieder ein Flop der politisch Korrekten.
framei
das Schweizerkreuz wird jetzt langsam in der Versenkung verschwinden. In 20 Jahren gibt es eh keine Identifikation mehr damit, dann sind über die Hälfte der “Schweizer” Nicht-Eidgenossen. Aber am 1. August auf der Lügenwiese große Ansprachen halten und den Patriotismus verkünden, das werden sie auch dieses Jahr wieder tun, die Abtrünnigen.
Pepe Engelmann
OT and IT
Die Entscheidung der Republik Irland für oder wider den Vetrag von Lissabon (Lisboa Treaty) hat auch große Tragweite für die Schweiz.
Für die Schweiz ist es allemal besser, an der Seite europäischer Völker zu stehen, die Herren ihres eigenen Schicksal´s sind, als neben sich einen Moloch mit einer seelenlosen Zentralregierung in Brüssel oder sonstwo zu haben.
Für Europa, deshalb “Nein” zum Lissaboner Vertrag !
EIRE VOTE NO !
http://www.youtube.com/watch?v=Aip-a3qEJ2s
Arnold vom Melchthal
Nun, dass mir der SRG hat schon was. Bin aber auch der Meinung, dass dieses Sicherheitsdispositiv nun mal halt notwendig ist. Das Espenmoos in St .Gallen und andere Schweizer Stadien haben uns selbst gezeigt, dass schon ein paar wenige Ausläufer von Fans riesige Schweinereien anstellen können. Und ehrlich gesagt möchte ich mir auch nicht vorstellen, wie es ganz ohne Sicherheitskräfte aussehen würde..
Echnaton
Kein Sicherheitsdispositiv ist sicher nicht die Alternative zu einer Stadt im Belagerungszustand. Zürich wir regelrecht bei einem Spiel “evakuiert”, überspitzt formuliert. Niemand geht an die Fanmeile, weil man nicht von Besoffenen angerempelt werden will.
Es ist eine Katastrophe!
Zorro
Eine Bratwurst an einem Public Viewing, wo ich kurz vorbei geschaut habe, kostet 6.50! Ein Klöpfer auch… die Spinnen total!