11. Juni 2008 von David Frankfurter - 18 Kommentare

Kaum haben die Linken von Plänen für neues Atomkraftwerke erfahren, beginnen sie reflexartig via Medien mit Panikmache.  Doch viel mehr haben sie nicht zu bieten als Angstszenarien und Unwahrheiten.

Jahrelang erachtete man dieses politische Feld als No-Go-Area für die Politik. Doch nun kann das ändern. Genau auf diesem Feld kann man die Linken (und Grünen) ihr Waterloo bereiten. Man sollte sich dieser Herausforderung annehmen. 

Ein Wort zur Sicherheit

Atomkraft erspart uns fast alle Nachteile fossiler Brennstoffe. Die Gegner hingegen argumentieren jedoch mit der Sicherheit der Anlagen.

Hier eine interessante Statistik an den USA, das verschiedene Risiken gegenüberstellt:

Weitere Fakten:

 

Fakten zu Uran & Brennstoffversorgung:

  • Uran ist noch für mindestens 60 Jahre (heutiger Stand ohne Erschließung neuer, aber schon bekannter Erzlagerstätten), bei Wirtschaftlichkeit mittlerer Abbaukosten noch ca. 100 Jahre und bei Berücksichtigung weltweit hoher Energiepreise und damit Wirtschaftlichkeit hoher Abbaukosten ca. 200 Jahre verfügbar. Uranvorräte sind damit mit denen der Kohle vergleichbar.
  • Die Urankosten betragen nur einen kleinen Bruchteil der Gesamtkosten eines AKW.
  • Uran kann wegen seines hohen Energieinhalts (Energiedichte) und damit der sehr kleinen benötigten Menge problemlos für viele Jahre im voraus eingekauft und bevorratet werden.
  • Es wird deshalb von einer praktisch „heimischen“ Energiequelle gesprochen.
  • Uran kommt weltweit hauptsächlich aus zuverlässigen Lieferländern wie Kanada, Australien, USA und Russland.
  • Gesamtfördermenge in 2006 rund 40.000 Tonnen Uran.
()

Bookmark and Share

  1. die Grünen und Sozis sind mit keiner Statistik zu überzeugen. Bin dann gespannt wie die anderen Chaoten Brutus und Pellus dazu stehen?

  2. Echnaton

    Im Nationalrat reicht es sicher, die FDP ist auch dafür, die CVP teils, teils. Der Hacken liegt beim Volk.

  3. moep

    Wenn die Bevölkerung erkennt, dass die “Umweltschützer” nur nörgeln, aber keine brauchbaren Alternativen präsentieren (oder gar auf fossile Brennstoffe setzten) kommt das auch beim Volk durch

  4. Boris

    Statistiken sind ja schön und gut, aber lassen sich immer in alle Richtungen drehen. Die oben genannte, zeigt auf, wie sich das ganze ohne ein grösseres Unglück verhält. Und auch wenn die Wahrscheinlichkeit gegen Null grenzt, dass ein solches hier bzw. in unserer Umgebung eintrittt, ist sie es eben doch nicht, und mit jedem weiteren AKW wird sie grösser.

    Und wie uns Tschernobyl gezeigt hat, gibt es wohl kaum grössere Gefahren, ob nun von der Natur oder von Menschen geschaffen!

  5. Echnaton

    Bei Tschernobyl starben 35 Menschen …
    gerade dieses Beispiel zeigt die Hysterie auf.

  6. @Boris

    da haben ja die Grünen ja genügend Praxis, ich meine im Verdrehen. Kauft Euch Velos mit Karbidlampen.

  7. moep

    Tschernobyl war ausserdem vor 22Jahren und ein anderer Reaktortyp, als den den wir verwenden. Letztlich möchte ich auch noch anmerken, dass ich mehr vertrauen in ein schweizer AKW hab als in eins im Ausland.

    @Boris
    Wenn du soviel Angst vor einer Kernschmelze hast wundert es mich doch sehr dass du doch noch auch die Strasse traust

  8. rAnda

    @moep
    schön dass du mehr vertrauen in ein schweizer akw wast als eins im ausland…
    vielleicht magst du dich noch an den reaktor lucens erinnern ;o)

    aber im angesicht unserer energielage ist neben wasserkraft (was schon sehr weit ausgebaut ist) die atomenergie die einzig sinnvolle alternative.
    trotzdem ist die hysterie über strahlen und gefahren unterhaltsam :o)

  9. Echnaton

    Korrektur: beim Reaktorunfall in Tschernobyl starben 30 Personen.
    Etliche Menschen wurden verstrahlt, was aber nicht zwingend zum Tod führte.

    Ich habe in Nevada ein Atomwaffengelände besucht, wo 928 Atombomben gezündet wurden. Heute kann man problemlos darauf herumlaufen. Übrigens: tausende von Touristen auch.

  10. Lucens liegt nun 40 Jahre zurück. Solche Vergleiche halten nicht mehr Stand. Hier zur Erinnerung:

    Lucens, Schweiz
    21. Januar 1969 – Beim Versagen des Kühlsystems eines experimentellen Reaktors im Versuchsatomkraftwerk Lucens (VAKL) im Kanton Waadt gab es im Reaktor (der ähnlich wie der NRX-Reaktor aufgebaut war) eine partielle Kernschmelze. Anfang des Jahres 1968 gab es eine Prüfung des 8 MW Strom produzierenden Reaktors. Im April/Mai wurde er in Betrieb genommen, allerdings anschließend bis Januar des nächsten Jahres wieder abgeschaltet. Während dieses Stillstandes lief externes Wasser über eine defekte Gebläse-Dichtung in den Kühlkreis des Reaktors. Die aus Magnesium bestehenden Brennstab-Umhüllungsrohre korrodierten. Als der Reaktor im Januar 1969 wieder in Betrieb genommen wurde, behinderten die Korrosionsprodukte die Kühlung. Der Brennstoff überhitzte und mehrere Brennstäbe schmolzen. Ein ganzes Bündel Brennstäbe geriet in Brand und brachte den Moderatortank zum Bersten. Kohlendioxid (Kühlmittel) und Schweres Wasser (Moderator) traten in die Reaktorkaverne aus. Da die erhöhte Radioaktivität bereits etwas früher gemessen wurde, konnte das Kraftwerk evakuiert und die Kaverne isoliert werden. Es wurde eine größere Menge Strahlung in die Fels-Reaktorkaverne freigesetzt. Die radioaktiven Trümmer konnten erst Jahre später aus dem Stollensystem geräumt werden. Die Kaverne enthielt nach wie vor eine Menge radioaktiven Materials, wurde aber so verschlossen, dass vorerst keine Strahlung in die Umwelt gelangen konnte. Die Aufräumarbeiten dauerten bis Mai 1973. Die Trümmer wurden in versiegelten Behältern auf dem Gelände gelagert, bis sie 2003 ins zentrale Zwischenlager in Würenlingen (ZWILAG) abtransportiert wurden. (INES: 4–5)

  11. Echnaton

    Da gibt es Führungenn für Touris. Ist eine total nette Sache neben dem Turm zu stehen, wo die erste Atombe gezündet wurde und die Phantomdörfer anzuschauen.

    Ach bevor ich es vergiss: die Bomben sind oberirdisch gezündet worden, Radioaktivität gibt es fast keine mehr.

  12. Apfelbaum

    @ Echnaton
    Du bist eine Schande für jedes Tschernobyl-Opfer. Glaubst du ernsthaft es starben nur 35 Menschen?
    Es mögen vielleicht 35 unmittelbar nach dem Unfall gestorben sein, an den durch die Strahlung verursachten Krankheiten starben jedoch noch viel mehr menschen. Über 100′000 Personen mussten umgesiedelt werden und es entstanden riesige ökologische sowie ökonomische Schäden.

  13. max

    Lieber Apfelbaum, die Wahrheit ist, dass in der betroffenen Bevölkerung keinerlei Häufung von strahlenbedingten Erkrankungen aufgetreten sind. Genetische Mutationen sind weder bei Menschen, noch bei Wildtieren (die notabene nicht evakuiert worden sind) festgestellt worden. Wissenschaftlich sind diese Resultate ausser Frage gestellt, nur noch einige perverse Grüne wie Du können mit der Enttäuschung über viel weniger Opfer als erhofft noch nicht so recht umgehen. Dann beginnt man halt mit Schauermärchen, wie üblich (Waldsterben, drohende Eiszeit, drohende Erwärmung etc.)

  14. Apfelbaum

    Ach ja, hast du dazu auch eine Quelle? :)
    Schau dir mal die BBC Doku darüber an, die ist ziemlich gut gemacht

  15. Zorro

    Auch ich bin gegen AKW (wer nicht), aber ohne kann’s nicht gehen. Alte müssen abgestellt werden, Verträge mit Frankreich laufen ab und alternativen wie die effiziente Wasserkraft werden durch Umweltverbände/Linke verhindert.

    Ich tendiere für Wasserkraft, leider wird z.B. beim Grimsel die Erhöhung der Staumauer durch Umweltverbände (WWF, Greenpiss, Pro „Natura“ und Co.), seit Jahrzehnten verhindert.

    Brainstorm:
    Die Wasserkraft wie beim Grimsel, wirkt wie eine Batterie, da das Wasser von unten wieder nach oben gepumpt werden kann. Dies braucht Energie. Diese Energie könnte durch Solar- und Windenergie oder sonstige Alternativ-Energien, die nicht regelmässig produziert werden kann, genutzt werden und nicht durch AKW-Energie, während der Billig-Zeit.

    Kurz: Alle Staumauer massiv erhöhen.
    Leider begünstigen die Sozi-Richter die “Umwelt”-Verbände bei ihren „Einwänden“ und müssen deshalb durch die Politik/Volk ausgeschaltet werden.

    Nun, wer sind hier wieder die Nein-Sager?

    Hier der Weltwoche Artikel:

    Klassische Guerilla-Taktik Von Alex Baur

    Mit Hilfe der Justiz blockieren Umweltverbände seit Jahren eine vernünftige Nutzung derWasserkraftwerke am Grimsel. Rational lassen sich die Einwände der Öko-Lobby kaum begründen. Um die Umwelt geht es schon lange nicht mehr. Es geht um energiepolitische Religion.

    Als ich Gianni Biasiutti vor fünf Jahren interviewte, sass mir ein jung-dynamischer, jovialer und enthusiastischer Manager gegenüber, der beweisen wollte, dass Ökologie und Ökonomie nicht in einem Widerspruch stehen. Es schien, als hätte er das perfekte Objekt gefunden: Wasserkraft am Grimselpass, ein Gebiet, das sich für die Herstellung von sauberem Strom eignet wie kein zweites. 850 Millionen Franken wollten die Kraftwerke Oberhasli (KWO) in eine naturnahe Modernisierung ihres Netzwerks mit acht Stauseen und neun Kraftwerken investieren. Mit Einsatz von Hightech sollte die Leistung der bestehenden Anlagen praktisch verdoppelt werden.

    1999 übernahm Biasiutti die Direktion der KWO. Die Firma stand damals vor einem Scherbenhaufen. Das Projekt einer giganti-schen neuen Talsperre auf dem Grimsel war soeben begraben worden. Nach einem jahrelangen, erbitterten Kleinkrieg mit den Umweltverbänden hing den KWO der Ruch eines Umweltfrevlers an. Dabei hatte sich «Öko» längst zu einem Etikett gemausert, mit dem sich gerade die Wasserkraft vermarkten liess. Biasiutti wollte die Grimsel-Werke daher nicht nur zu einem ökologischen Vorzeigemodell umbauen - er wollte dies im «Dialog» und Einklang mit den Umweltschützern tun.

    Baugesuch auf zwei Tonnen Papier

    Heute ist beim mittlerweile ergrauten Gianni Biasiutti von jovialem Enthusiasmus nichts mehr zu spüren. Geblieben ist eine nüchterne Entschlossenheit, das Investitionsprogramm «KWO plus» zu Ende zu führen. Ein Teil der Projekte wurde bereits umgesetzt, meist gegen den Widerstand der Öko-Lobby. Doch für das Kernstück des Vorhabens, die Erhöhung der Staumauern des Grimselsees um 23 Meter, sieht es düster aus. Kürzlich hat das Berner Verwaltungsgericht einer Verbandsbeschwerde der Umweltorganisationen WWF, Greenpeace und Pro Natura gegen das vom Kanton bereits bewilligte Baugesuch stattgegeben. Endlose Rechtshändel zeichnen sich ab, die das Projekt zwar direkt nicht verhindern, aber wohl auf Jahre, möglicherweise Jahrzehn-te blockieren werden.

    Dabei hat sich die Justiz inhaltlich nicht einmal mit dem Baugesuch auseinandergesetzt, das auf zwei Tonnen Papier jede erdenkliche Eventualität ausleuchtet statische Berechnungen, Katastrophenszenarien, zahllose Umweltstudien bis hin zu landschaftsästhetischen Gutachten. Die Richter stellten lediglich fest, es sei das falsche Verfahren gewählt worden vor der Baueingabe hätten die KWO eine neue Konzession beantragen sollen. An den Kernmerkmalen der Konzession - Fallhöhe und gefasste Wassermenge - ändert das Projekt zwar nichts; doch die Nutzung wird sich etwas vom Sommer auf den Winter verschieben. Das ist nach Ansicht des Verwaltungsgerichtes Grund genug für eine Neubewilligung der gesamten Anlage. Bestätigt das Bundesgericht diese formalistische Auslegung, die selbst die Erwartungen der Grimsel-Gegner übertraf, bedeutet dies: Zurück an den Start. Die Öko-Lobby jubelt.

    Jahrelang hatte Gianni Biasiutti mit den wechselnden Vertretern der Grimsel-Opposition einen Dialog geführt. Er war bereit, selbst das «Undenkbare» zu diskutieren etwa die Stilllegung und Renaturierung eines kleineren Stausees. Doch man kam nicht vom Fleck. Nach zahllosen Sitzungen musste der Manager ernüchtert feststellen: Für seine vermeintlichen Partner gab es keinen Kompromiss, sondern nur eine Null-Lösung. Am Grimsel geht es längst nicht mehr um Biotope und Restwasser - sondern um energiepolitische Religion.

    Die erbitterte Opposition erstaunt insofern, als «KWO plus», so würde man meinen, jedes Ökologenherz höher schlagen lässt. Die Turbinen, die zum grössten Teil im Berg versteckt sind, liefern hochwertigen Strom ohne Lärm und Abgase und bewahren die Region erst noch vor Hochwasser. Sichtbar am Ausbauprojekt ist lediglich die besagte Erhöhung der Grimselsee-Mauern um 23 Meter, mit der das Volumen des Sees fast verdoppelt würde. Damit könnten jährlich zusätzlich 20 GWh Spitzenstrom erzeugt werden, was einer Einsparung von 52 000 Tonnen CO2 entspricht.

    Zum Vergleich: Wollte man die 20 GWh mit Solarzellen produzieren, wäre dafür eine Fläche von 200 000 Quadratmetern oder 28 Fussballfeldern nötig. Das entspricht in etwa der gesamten heutigen Solarproduktion der Schweiz. Doch selbst eine Verdoppelung der Solarzellen würde die 23 Meter Mauer nicht ersetzen im Gegenteil, sie macht sie erst recht nötig. Denn Solar- und Windenergie fallen nur selten dann an, wenn man sie am meisten braucht. Der Clou eines Stausees liegt darin, dass er, präzis dosierbar, Stromlücken füllt.

    Drei konkrete Einwände führen die drei Umweltverbände gegen die Mauererhöhung ins Feld. Es ist dies erstens ein kleines Arvenwäldchen, das zu einem Fünftel im Wasser versinken würde. Betroffen wären 46 Bäume. Wie alte Fotos zeigen, ist das Wäldchen zum grössten Teil erst nach Fertigstellung der Staumauer Anno 1932 entstanden. Als Ersatz für die 46 Bäume wollen die KWO einen Wald mit 2500 Arven neu aufforsten. Streitpunkt Nummer zwei ist das Vorfeld des Unteraargletschers, das auf 23 Höhenmetern überschwemmt würde. Doch auch hier ist für Ausgleich gesorgt: Weil sich der Gletscher zurückzieht, wird die Geröllhalde in seinem Vorfeld schon in wenigen Jahren wieder so aussehen wie heute.

    Gesucht mutet auch Umweltargument Nummer drei an: Der Grimselsee liegt am Rand einer Moorschutzlandschaft, deren Grenze der Bundesrat vorsorglich 27 Meter über dem Seespiegel festlegte. Weil gegen diesen politischen Entscheid keine Rechtsmittel möglich sind, wollen die Umweltverbände die Grenzziehung nun via Baurecht anfechten. Als Vorwand für diesen juristischen Trick muss ein halbes Dutzend Kleinstbiotope von lediglich «regionaler Bedeutung» herhalten, die zwischen Seespiegel und Schutzgebiet liegen. Die Moorlandschaften von «nationaler Bedeutung» liegen weitab vom See. Doch Pro Natura und WWF haben den Erhalt der Teiche zur nationalen Prinzipien- und Schicksalsfrage hochstilisiert.

    Denkfehler der Öko-Aktivisten

    Hinter den juristischen und ökologischen Haarspaltereien versteckt sich ein ideologischer Grabenkrieg. Die Grimsel-Werke, so argumentieren die Gegner, würden die Überproduktion von Kohle- und Kernkraftwerken vergolden. Wenn auf dem europäischen Markt ein Überangebot an (billigem) Strom anfällt, kaufen die KWO diesen auf und pumpen Wasser von tiefer- in höhergelegene Seen; wird der Strom knapp (und teuer), lassen sie ihre Turbinen laufen. Der Energieverlust von knapp zwanzig Prozent wird durch die Preisdifferenz mehr als wettgemacht. Die KWO, so der Vorwurf, würden auf verschwenderische Weise mit schmutzigem Strom Geld scheffeln.

    Bei genauem Hinsehen entpuppt sich diese Argumentation allerdings als Zirkelschluss. Offensichtlich wird darauf spekuliert, dass der Normalverbraucher nicht in der Lage ist, das komplexe System zu durchschauen. Das Verwirrspiel beginnt schon damit, dass die Mauererhöhung beim Grimselsee nur die natürliche Speicherkapazität erhöht - die Pumpwerke sind davon gar nicht betroffen.

    Ein kleiner technischer Exkurs ist daher unumgänglich. Thermische Kraftwerke, die mit Uran, Erdöl, Kohle, Gas oder Holz betrieben werden, sind schlecht regelbar und können nur im Dauerbetrieb optimal genutzt werden. Beim Herunter- und Herauffahren der Produk-tion steigen nicht nur die Kosten, sondern auch die Schadstoffemissionen. Weil aber immer nur so viel Strom ins Netz eingespeist werden darf, wie effektiv gebraucht wird, dienen die Pumpspeicherseen zum Ausgleich. Wie gigan-tische Batterien speichern sie den Strom, der im Übermass produziert wurde, und geben diesen wieder ab, wenn er fehlt. Das ist trotz Speicherverlust effizienter, als Grossanlagen herunterzufahren.

    Kurzum: Wer Pumpspeicherwerke bekämpft, müsste konsequenterweise auch gegen Hybrid- und Elektroautos sein, bei denen etwa die gleichen Speicherverluste anfallen.

    Der Denkfehler der Öko-Aktivisten besteht darin, dass sie Pumpspeicherwerke mit Kohle- und Kernkraftwerken kurzschliessen. Tatsächlich ist jede nicht regulierbare Stromquelle - allen voran Fluss-, Wind- oder Sonnenkraft-werke - auf einen Ausgleich angewiesen. Die einzige Alternative zum Wasserspeicher sind regelbare Gasturbinen, die nach dem Prinzip von Düsentriebwerken funktionieren, gemessen an konventionellen Gaskraftwerken aber bei weniger Leistung mehr Abgase produzieren. Die Grimsel-Verhinderer nehmen damit höhere CO2-Emissionen bewusst in Kauf.

    Heini Glauser, vormals Präsident von Greenpeace Schweiz, hat sich als energiepolitischer Chefideologe der KWO-Gegner hervor-getan. Ihm schwebt eine Zukunft vor, in der Windmühlen, Solarparks und Heizkraftanlagen die Grosskraftwerke und Hochstromleitungen überflüssig machen. Die Idee klingt verlockend, auch wenn sie auf Technologien baut, die zum Teil erst noch erfunden werden müssen. Vor allem aber sind Glausers Strom-Utopien auch politisch nicht mehrheitsfähig.

    Die Öko-Aktivisten haben sich deshalb auf eine Guerillataktik verlegt. Punktuell greifen sie einzelne Grossprojekte an und reduzieren diese mit medienwirksam inszenierten Propaganda-Aktionen auf einzelne Aspekte (Arvenwäldchen, Biotop, Gletschervorfeld). Die Auswahl der Objekte ist zufällig und hängt von Allianzen mit lokalen Interessengruppen ab. So werden im Kanton Glarus (Lindt-Limmern) und im Wallis (Emosson) zurzeit Pumpspei-cherkraftwerk-Projekte in der Grössenordnung von «KWO plus» gebaut, ohne dass sich eine Opposition gemeldet hätte.

    Die Justiz ist die wichtigste Verbündete der Öko-Guerilla. Das Verbandsbeschwerderecht verschafft ihr das Privileg, im Namen der Umwelt zu klagen, als deren Vertreter sie sich selber erkoren hat. Wie das Beispiel Grimsel exemplarisch zeigt, ist das Baurecht derart komplex, dass sich jedes Grossprojekt auf dem rechtlichen Weg nachhaltig blockieren lässt - in einem Stoss von zwei Tonnen Papier findet sich immer irgendwo ein Haken. Die Rechtfertigung für ihre zutiefst undemokratische Verhinderungstaktik schöpfen die Öko-Aktivisten aus dem Gefühl der eigenen moralischen Überlegenheit.

    Eine kleine Chance gibt es noch für die KWO. Ein überparteiliches Komitee mit Vertretern aller Parteien (inklusive Grüne) hat diese Woche im Berner Kantonsparlament eine dringliche Motion eingereicht. Diese verlangt, dass inskünftig die Modernisierung und Optimierung von bestehenden Wasserkraftwerken im Rahmen der bestehenden Konzession möglich sein soll. Mit der Umsetzung des Gesetzes wäre frühestens in zwei Jahren zu rechnen. Eine Neukonzessionierung, die wiederum vor Gericht angefochten werden könnte, würde bedeutend mehr Zeit beanspruchen.

  16. ich bin auch nicht wirklich begeistert über den bau eines AKW aber wir brauchen strom, mit einem neuen typ reaktor könnte man locker 2-3 der kleinen ersetzen. das ist schon mal ein vorteil. auch sind die sicherheitsstandarts sehr hoch und die technologie sehr ausgereift.

    was mich aber besonders sauer macht, ist das einmischen der deutschen und der österreicher. haben die etwa bereits vergessen, dass wir ein souveräner staat sind und kein EU sklave? also mich nervt langsam diese einmischungen tierisch. am besten wir blokieren mal alle strassen für EU LKW’s - damit es selbst die dümmsten merken, dass die hier nix zu sagen haben.

    (das ganz erinnert mich an mein beruf. da flattern auch halbjährlich abmahnungen teutonischer juristen rein, die mich zwingen wollen teutonische gesetze in der schweiz einzuhalten.)

  17. nochwas zum megatext von zorro:

    diese sogenannten umweltschützer sind nichts anderes als umwelterroristen die im namen der natur leute und häuser in die luft jagen. alles nur profilgeile kranke menschen.
    die blokieren nur um ihrer profilneurose zu befriedigen.
    übrigens gehören in die gleiche kategorie auch die “tieranwälte” die mehr rechte für tiere als für menschen fordern.

    komische hobbys haben diese dödels

  18. moep

    @Zorro

    Wasserkraft hat keine Zukunft wenns nach den Umweltschützern geht. Thema Klimawandel. In 50 Jahren haben wir in Europa viel weniger Wasser als jetzt. Etwa soviel wie in den Steppen Afrikas. Den Artikel find ich leider nicht mehr da ich den schon vor einem Jahr gelesen hab


© WINKELRIED 3.0 Theme by DREAMTHEME

Partner-Websites: gadgetkiller.info | swissmarketing.info | Revolutiontheme.com | heplev | winkelried.info | Protect-Israel.ch | Annubis Blog | SNOOP | Oekologismus | Geisteswelt | gadgetkiller.info |