10. Juni 2008 von scout - 11 Kommentare

Die Titelgrafik zeigt die Wählerpräferenzen nach Beruf. Ganz klar zu erkennen ist, dass in den sozialen Berufen die Sozis weit überproportional vertreten sind, auch bei den qualifizierten Arbeitern und Mangern. Wenn man genauer hinschaut, sind das vor allem die Beamten.

Etwas verwirrend sind die Proportionen der Säulen: zwar sind die Bauern überwiegend SVP Wähler, die Bauern machen aber an sich ein kleiner Teil am Gesamten aus.

Die folgende Statistik zeigt die regionalen Verschiebungen der Wählerschaft seit dem Jahr 1991. Was sich genau abspielte ist hier nachzulesen.

(NZZ)

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  1. asdf

    »überproportional« ist ein schönes Wort…

    Und was willst du damit sagen:
    »Etwas verwirrend sind die Proportionen der Säulen: zwar sind die Bauern überwiegend SVP Wähler, die Bauern machen aber an sich ein kleiner Teil am Gesamten aus.«

    Nach der Logik: Wer vom Sozialstaat profitiert, wählt SP, wer von den Sub… äh, Direktzahlungen profitiert, SVP - aber Bauern gibt es weniger, also ist es weniger schlimm?

    Und mal noch eine Frage an alle hier Mitlesenden: Wie erklärt ihr euch, dass die Leute, die am meisten mit Ausländern und Sozialhilfebezügern zu tun haben und in ihrer Nähe leben (z.B. in der Stadt Zürich), linke Positionen bevorzugen, während all die Leute, die nicht in grossem Kontakt mit Ausländern und Sozialhilfebezügern sind, rechte Positionen vertreten?

  2. Konservativer

    Das kann ich dir leicht erklären. in der Stadt mögen die wenigsten Schweizer Ausländer. Aber erstens liegt die Wahlbeteiligung in der Stadt Zürich bei 25 - 30%, sodass keine wirklich aussagekräftige Wahl stattfinden kann. Und 2tens wimmelt es in der Stadt von eingebürgerten Ausländern, die ganz klar links wählen.

  3. Seppli

    Eben nicht!
    Alle eingebürgerten Ausländer die ich kenne, (und das sind viele, ich arbeite in Basel) stehen rechts der politischen Mitte.
    Ich hab schon Aussagen gehört wie: “Jetzt wo ich drin bin sollen die andern nur draussen bleiben!” Manche wollen auch ihre ausländische Herkunft mit extra patriotischem Getue kaschieren.
    Selbstbewusste linke Ausländer bürgern sich erst gar nicht ein.

  4. asdf

    Die Wahlbeteiligung in der Stadt Zürich ist also so niedrig - weil die Schweizer, welche die Ausländer nicht mögen, in der Stadt nicht wählen? Die Erklärung vermag mich nicht ganz zu überzeugen. Vielleicht gibts noch andere Antworten.
    Demographisch könnte man sich ja mal ein Profil von einem durchschnittlich rechten und einem durchschnittlich linken Wähler machen - nicht ein Stereotyp bemühen, sondern die Zahlen sprechen lassen.

  5. Habemus

    Wahlbeteiligung hin oder her, viele gehen gar nicht wählen, weil man zu faul ist. Die Graphiken sind sowieso manipuliert, wenn die diversen Meinungsinstitute ihre Behauptungen durchsetzen dürfen, da muss man sich gar nicht wundern.

  6. asdf

    Ja, klar - die Wahlbeteiligung ist auch manipuliert, die Auszählung ist manipuliert, alle Medien, die Bundesratsinformation total manipuliert, das ganze Internet manipuliert, die Winkelriedseite manipuliert, Linke sind überall, manipulieren alles und jeden und man weiss nicht mehr, was man glauben soll, weil alles so furchtbar manipuliert ist.

  7. schweizer

    haha, kaum zeigt eine grafik mal, dass die bauern (subventioniert) und die ungualifizierten (ungebildeten) svp wählen und die manager und qualifizierten leute links, gehts los: “manipulatioooon”.

  8. C.N.

    @schweizer

    Noch viel interessanter finde ich den Umstand, dass von den nicht qualifizierten Arbeitern 35% die SVP und nur 23% die Roten wählen, bei den qualifizierten sind es immerhin noch 31% zu 25%. Wenn man sich die ständig neu aufgewärmten, gähnlangweiligen Sprüche der SP und Gewerkschaften so anhört, wonach sie sich angeblich mörderisch für ihre „Basis“ ins Zeug legen, müsste man annehmen, dass mindestens 99% der Arbeiterschaft wie zu besten DDR-Zeiten stramme Genossen seien. Ob die SP den Kontakt zu den einfachen Leuten wohl verloren hat?

    Was die „Manager“ anbelangt, sind bei den 23% Sozen mittlere und höhere Beamte in Bundesbetrieben gemeint, was sonst…?

  9. schweizer

    da die “basis” aufgrund einer meistens schlechten aus- und weiterbildung einige allgemeinwissens-lücken hat und eher auf grobschlächtiges rumgeschrei und zetermordjoh-die-welt-geht-unter hört und weniger auf rationale argumente, erstaunt der hohe svp-wähleranteil gerade in mindergebildeten kreisen nicht (bauern, nicht qualifizierte arbeiter). dass steuererhöhungen genau denen zugute kämen, wird von der svp-propaganda gut verleugnet: steuersenkungen kommen den reichen zugute, den nicht qualifizierten arbeiter betrifft so was in sehr bescheidenem rahmen, wenn überhaupt.

    und was manager sind, sollte dir klar sein: die paar manager in bundesbern machen den braten nicht feis, manager sind business-leute mit kaderfunktion (sie wählen übrigens vorwiegend fdp) und guter schulbildung, die finanzielle verteilungen besser beurteilen können als du. oder ein bauer. oder ein nicht qualifizierter arbeiter.

    es wählt jeder, was für ihn am besten ist. ausser wenn man nicht fähig ist, zwischen facts und tölpelhaftem angstgemache zu unterscheiden (bauern, n.q.arbeiter).

  10. C.N.

    @schweizer

    Ob du generell nur herablassend auf minder gebildete Kreise blickst oder speziell nur für Deinen letzten Post, kann und will ich nicht beurteilen. Auffällig ist jedoch, dass du dem Fussvolk nur grobschlächtige Wesensart unterstellst, wie willst Du denn das begründen? Offenbar glaubst Du im Ernst, dass gebildete Menschen per se edle Wesen sind und bei politischen Themen nie emotional, sondern immer nur rational entscheiden? Wie Du richtig bemerkst, wählen laut obiger Statistik ja lediglich 35% der minder gebildeten Volksschichten die SVP - vielleicht haben sie auch nur den grösseren Realitätssinn als die Hochgebildeten? -, die übrigen 65% fallen halt gemäss Deiner Aussage über Ungebildete auf das Zetermordio anderer Parteien herein, so what? Und Deine Meinung über Steuersenkungen lässt Dich als Anhänger einer bekannten Neid-Ideologie erscheinen, vielleicht solltest Du Dir auch einmal folgendes Gleichnis ansehen:
    http://www.winkelried.info/200.....rgeschenk/

    Dein Angriff und Seitenhieb, mich zu denjenigen zu gesellen, die finanzielle Verteilungen nicht beurteilen können, war verfehlt und unangemessen. Die Tatsache, das hoch qualifizierte Manager (und darunter insbesondere die FDP-Wähler) in punkto Unternehmungsführung mir und allen Bauern des Landes weitaus überlegen seien, habe ich nämlich nicht bestritten. Kleine Ausrutscher (Swissair, UBS etc.) bestätigen da sicher nur die Regel. Aber im kleinen, bescheideneren Rahmen bin auch ich immerhin in der Lage, unseren handwerklichen Familienbetrieb mittlerweile in fünfter Generation - seit 150 Jahren ohne je einen Konkurs - immer noch und weiterhin schuldenfrei über die Runden zu bringen. Was somit das umsichtige Wirtschaften und die Nicht-Verschuldung anbelangt, habe ich damit ziemlich vielen in diesem Land etwas voraus ;-) und sehe mich deshalb in der komfortablen Lage, mir nicht von dünkelhaften Besserwissern irgendeiner Couleur an’s Bein brünzeln lassen zu müssen. :-) Und da in der Schweiz die SVP diejenige konservative Partei ist, die in meinen Augen die vernünftigsten politischen Ansichten bietet und umzusetzen versucht, auch wenn ich nicht mit exakt jeder Position einverstanden bin, gehöre ich somit zu den 32% Selbständigen, welche SVP wählen. Adiö.

  11. schweizer

    die statistik lügt nicht, auf dich triffts also zu:). was mich aufregt, ist die immergleiche masche, auf welche gerade die hereinfallen, die von eher linken parteien gefördert würden. der svp muss man lassen, dass sie es sehr wohl versteht, mit dem volk zu kommunizieren, auf die ängste einzugehen und diese zu schüren. doch gerade der grossteil der svp-wähler profitiert nicht von ihrer politik. als selbstständiger, der du bist, kann ich deinen standpunkt verstehen, aber einen bauern zu verstehen, der in seinem 200-seelen-dorf mit 1 italiener-familie in kontakt kommt, vom staat subventioniert wird und svp wählt aus angst vor der so drohenden überfremdung und weil die “ja was tun für die kleinen leute”, den kann ich nicht mehr verstehen. es tut mir leid wenn ich im vorherigen beitrag einen überheblichen unterton hatte. und keine angst, ich bin weder gutmensch noch sozi, ich wähle prinzipiell personen und nicht parteien.


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