7. Juni 2008 von Herakleitos - 25 Kommentare
Wenige Tage, nachdem sich Peter Schellenberg seines Chefredaktors fürs Fernsehen DRS, Filippo Leutenegger, entledigt hatte, war der Nachfolger bereits ernannt: Ueli Haldimann. Ein Journalist mit schillernder Vergangenheit.
Vier Stationen aus der Karriere von Ueli Haldimann seien kurz in Erinnerung gerufen. Zusammen mit Jürg Frischknecht und zwei weiteren Autoren geriet Ueli Haldimann Ende der siebziger Jahre in die Schlagzeilen als Mitautor des Buches «Die unheimlichen Patrioten». Ein Buch, das über tausend Schweizerinnen und Schweizer, die sich für ihr Land einsetzten, diffamierend zu «Unheimlichen» stempelte. Das Material zu diesem Buch stammte, zumindest teilweise, aus einem Einbruch in Büro- räumlichkeiten von Ernst Cincera. Ein bis vor Bundesgericht weitergezogener Fall stellte das Buch noch Jahre nach seinem Erscheinen ins Zwielicht.
Diffamierung
Offensichtlich in seinem Element fühlte sich Ueli Haldimann, als die sogenannte Holocaust-Krise zwischen der Schweiz einerseits, jüdischen Organisationen in den USA und der US-Regierung Clinton andererseits ihrem Höhepunkt entgegentrieb. Zum Jahreswechsel 1996/97 wurde erstmals deutlich, in welch massivem Ausmass der Schweiz Forderungen präsentiert werden könnten. Der damalige Bundesrat Delamuraz bezeichnete diese Forderungen in einem Ausbruch sichtlicher Erregung öffentlich als «Erpressung».
In der «SonntagsZeitung», deren Chefredaktor Ueli Haldimann damals war, erschien am 12. Januar 1997 ein Artikel, in welchem die «SonntagsZeitung» als Reaktion auf Delamuraz¹ ungefilterten Zornesaus- bruch angeblichen «Auftrieb für Antisemiten» registrieren zu können glaubte. Der Artikel selbst war einigermassen sachlich. Hingegen löste die Tatsache, dass unmittelbar unter der Überschrift «Auftrieb für Antisemiten» das Bild des «Schweizerzeit»-Chefredaktors eingerückt wurde, eine Strafklage wegen Ehrverletzung aus. In der Gerichtsverhandlung stellte sich heraus, dass Titel und Bild von der Chefredaktion ohne Wissen der Artikel-Autoren zwecks «süffiger Ausschmückung» eingesetzt worden waren. Dafür hatte Chefredaktor Ueli Haldimann die Verantwortung zu übernehmen. Durch Vermittlung des Richters kam ein Vergleich zustande, in welchem sich die «Sonntags Zeitung» in aller Form zu ent- schuldigen, die von ihr gewählte Darstellung zu berichtigen und zu bedauern, sämtliche Kosten zu übernehmen und dem «Schweizerzeit»-Chefredaktor erst noch eine erkleckliche Genugtuungssumme zu entrichten hatte.
Fall Jagmetti
Wenige Tage später, am 26. Januar 1997 publizierte die «SonntagsZeitung», verantwortet von Ueli Haldimann, jenen vertraulichen «Jagmetti-Bericht» einen manipulativ gekürzten internen Bericht des damaligen Schweizer Botschafters in Washington, Carlo Jagmetti, an seinen Chef in Bern, Bundesrat und Aussenminister Flavio Cotti. Die «SonntagsZeitung» etikettierte diesen Report in grossen Lettern als «Beleidigung von Juden». Chefredaktor Ueli Haldimann forderte in einem Kommentar die sofortige Abberufung von Botschafter Carlo Jagmetti, dessen «Bunkermentalität» für die Schweiz untragbar sei. Jagmetti musste seinen Posten tatsächlich räumen, und die Schweiz geriet in eine äusserst schwierige Lage.
Textvergleiche zwischen dem vom Bundesrat kurz darauf in vollem Umfang veröffentlichten Bericht Jagmetti und der von der «SonntagsZeitung» abgedruckten gekürzten Fassung liessen klar erkennen: Die Kürzung war eine entstellende Manipulation, abgedruckt nicht zuletzt mit dem Ziel, einen auflage- steigernden, der Schweiz indessen immensen Schaden bereitenden Skandal zu lancieren. Dies ist der «SonntagsZeitung» damals wie man sich gut erinnert auch vollauf gelungen. Die Schweiz trägt noch heute an diesem Schaden.
Zitat-Fälschung
Im August 1997 landete Ueli Haldimann seinen letzten Streich als Chefredaktor der «Sonntags-Zei- tung». Sein Blatt liess einen Artikel erscheinen, in welchem Nationalrat Christoph Blocher folgende Aussage unterstellt wurde: «Holocaust-Opfer gibt es nicht mehr die sind ja tot.» Mit der Veröffentli- chung dieses Zitats löste Haldimann damals einen gewaltigen Wirbel und einen Schwall schwerster Vorwürfe an die Adresse Christoph Blochers aus.
Indessen wurde Christoph Blocher zum Zeitpunkt, da er diese Aussage gemäss Behauptung der «SonntagsZeitung» gemacht haben soll, gleichzeitig von einem Kamerateam von «10 vor 10» gefilmt. Die genaue Analyse der Filmaufnahme ergab: Das in der «SonntagsZeitung» abgedruckte Zitat Blocher war eindeutig gefälscht worden ganz offensichtlich mit tendenziöser Absicht.
Als Chefredaktor Ueli Haldimann darob zur Rede gestellt wurde, verteidigte er die Darstellung der «SonntagsZeitung» noch: Es entspreche, behauptete Haldimann, durchaus «journalistischer Gepflo- genheit», eine Original-Aussage eines Politikers zuweilen auch so zu bearbeiten, dass damit «eine Kernaussage herausgearbeitet» werden könne auch wenn die behauptete, als angeblich wörtliches Zitat zwischen Anführungszeichen gesetzte Aussage gar nie gemacht wurde.
Mit dieser eindeutigen Manipulation war das Mass voll: Haldimann musste seinen Posten als Chefredaktor der «Sonntags Zeitung» umgehend räumen.
Heute TV-Chefredaktor
Seit dem Abgang Leuteneggers sitzt Ueli Haldimann jetzt also im Sessel des TV-Chefredaktors. Die «Rückkehr zur Linientreue» dürfte bei TV DRS damit gewährleistet sein.
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Oops :-!
Dann kann Mann und Frau Schweizer sich ja weiterhin täglich auf etwas gefasst machen.
Man könnte es stoppen, wenn man wollte. Ich vermisse die SVP-Initiative dazu.
Der steht in nichts den übelsten wirtschaftsdelinquenten nach…
@Fundi
Wie willst du so etwas wie das SP-DRS mit seinem Filz stoppen? Hast Du eine Idee? Wie wäre deine Initiative formuliert? Wie willst du gegen dieses Machtwerk ankämpfen?
Die Zwangsgebühren nicht zu zahlen nützt nix viel, dann werden die Zwangsgebühren einfach erhöht.
Als Leutenegger noch drin war, hatte ich eine gewisse Hoffnung, dass er in die obere Etage gelangen und den linken Filz ausmisten könnte, so ähnlich wie es die Ö-Rechts-Parteien dazumal beim ORF es schafften. Aber mir war schon klar, dass ein nicht linkslastiger im SP-DRS raus geekelt bzw. geschmissen wird.
danke für die aufklärung.
wenn ich diese zeile lese, dann habe ich für diese person nur noch eine bodenlose verachtung übrig.
aber dieser blindgänger ist chefredaktor geworden, des vom steuerview bezahlten rotfunkes.
da wundert es einem überhaupt nicht mehr, was dieser sender für einen mist von sich gibt.
es wäre das beste ihn einfach dicht zu machen.
steuervieh nicht steuerview
sorry
Nicht zu fassen, dass so jemand jetzt im staatlichen Fernsehen ist.
Im weiteren benutzt er die Website von SF DRS denn auch noch zur SVP Hetze, auf seinem “Chefredaktor Blog”.
Nach der Ausstrahlung unseres DOK-Films „Die Abwahl“ hat die SVP eine Kampagnen-Walze gegen Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf in Gang gesetzt. In den Medien wird der DOK-Film oft als Grund für die feindselige Gangart der Partei gegen EWS dargestellt. In Wirklichkeit ist der Film wohl eher ein willkommener Vorwand.
@Zorro
Hier ein Vorschlag, wie so eine Initiative in der BV verankert werden könnte
1. Die freie Meinungsbildung ist das höchste Gut in der direkten Demokratie und muss unbedingt gewahrt bleiben
2. Monopole oder Subventionen, Gebühren, Steuern, Werbung an meinungsverbreitende Medien sind verboten
3. Manipulationen oder schon nicht nachweisbare Versuche, um die freie Meinungsbildung zu beeinflussen, sind mit Busse, mehrjähriger Haft oder lebenslänglichem Maulkorb zu bestrafen
4. Konzessionen erteilt das Volk und nicht eine Behörde
5. Für Schäden, welche der Konsum von allfälligen Monopolmedien verursacht werden, haftet der Verursacher
6. Das KVG muss die Krankheitsbilder, hervorgerufen durch Medienkonsum, in die Grundversicherung aufnehmen, um die weit verbreitete Verblödung mit Therapieangeboten abzudecken
Zum linken Dunstkreis um Ueli Haldimann (geb. 1953) zählen/zählten auch Jürg Frischknecht (geb.1947),Peter Haffner(geb.1953) und Peter Niggli (geb.1950).
Jürg Frischknecht ,der zusammen mit Vertretern des Demokratischen Manifests (zu deren Erstunterzeichner auch Moritz Leuenberger gehörte) im November 1976 bei Ernst Cincera einbrachen, plünderten und Akten stahlen..
Jürg Frischknecht ,der für die ehemalige DDR-Zeitung “Wochenpost” und die kommunistische “Wiener Volksstimme” schrieb.
Micheline sagte vor ca. 4 Jahre in der Arena “den Deutschen gehts gut” und meinte damit wir sollen ebnfalls zur EU, man frage den Deutschen doch einfach nach…..
De Weck behauptete wortwörtlich auch in der Arena als Maurer dank EU Steuererhöhungen Prophezeite ” Was sind schon ein Paar Steuerprozente in Anbetracht der !wunderbare! Tatsache der Europäische widervereinigung” dass Europa schon mal nach dem römischen Reich vereinigt war ist mir unbekannt, aber der DDRoger weiss es offenbar besser….
Das heisst Göbbels-TV wird noch extremer…
Vielleicht ist es ja auch gut und die Schweizer merken endlich, was sie sich für eine Popaganda seit Jahren reinziehn. Viele merken das nämlich nicht mal.
Das mit der professionelle Hilfe war voll ernst gemeint.
Ahhorn, leichte Anfälle von Früh-Senilität wie immer. Solchen beamtendeutsche Kommentare aus deutschen Landen, wo die Umverteilung der Armut erfunden wurde, liest man gerne.
Meiner Meinung nach hilft es sehr wohl, dem SF DRS die Zwangsgebühren zu verweigern. Die Kanaille Haldimann ist ein weiterer guter Grund. Wenn die Gebühren steigen, dann steigen noch mehr aus.
Es gibt heute technische Möglichkeiten zu registrieren, ob jemand Schweizer Fernsehen sieht. Nur die sollen zahlen.
würde sich die SVP ruhig verhalten, würden sich die Verräterparteien automatisch selber bekämpfen. So gesehen wäre es angezeigt, ein Jahr Ruhe einkehren zu lassen und im Hintergrund den Weiterausbau der Partei vorantreiben. Keine Arena mehr, keine Interviews mehr, keine Pressecommuniqués mehr usw.
Die Schweizer werden ihre Tracht Prügel noch bekommen, das ist ihnen garantiert und dies nicht zu knapp und irreversibel.
Den “ahhorn”-Troll einfach nicht mehr berücksichtigen, keine Antworten auf sein Gelaber, Schluss! Einige seiner primitiven Beiträge wurden offenbar schon gelöscht, gut so! Der benimmt sich als Besucher ohne jegliches Etikett und vielleicht wäre es angezeigt, wenn Winkelried eine kleine Etikett-Seite erstellen würde. Es gibt immer wieder Besucher die nur Unsachliches von sich geben, diese gehören verbannt, sonst endet der Blog in der Gosse. Ein unbefangener Leser(in) soll sich hier objektiv über die rechte Seite informieren können und nicht Spielchen ausgesetzt sehen.
Svp “Gebrüll” wird von sehr vielen Schweizern goutiert.
Sp “Argumenten” von einigen weniger.
(ca. 30% weniger als Svp Gebrüll)
Kannst das erklären?
@ 16 framei
Völlig richtig !
Trolle wollen nur vom Thema ablenken. Dies im harmlosesten Fall, im schlimmsten Fall wollen sie unbedachte Aeusserungen gezielt provozieren.
Trolle zu sperren hat nichts mit freier Meinungsäusserung zu tun.
Um zum Thema dieses Artikels zurückzukommen sollte man nocheinmal Kommentar No 9 von Herakleitos lesen.
Ja
gerne
Berlusca war Entertainer …, Bush war Pilot und verpennte immer …
Die Abwahl Blocher ist ein starker Hinweis, dass starke Persönlichkeiten hier in der Schweiz es schwer haben.
Taugenichts wie Sämi oder Waschlappenberger wurden noch 100 Jahre im Amt bleiben, wenn sie so lange leben würden.
Der Schweizer hat angst vor starke leuten, genaugenommen vor deren Einfluss.
Und sowieso, wenn die 29% geführt werden wollen, warum nicht?
Ist doch ihr Recht?
Es überrascht auch nicht das wenige selbständig denken.
Ich bin froh die Schulen nicht in der schweiz besucht zu haben, mein Deutsch leidet ein wenig, dafür wurde ich nicht durch einen Hippy Lehrer zum 68 Humanismus indoktriniert.
Blocher schlecht, Maurer schlecht, Brunner schlecht.
Kann ein guter Svp “Boss” von dir aus gesehn überhaupt aus der Svp stammen?
Ich meine damit ein Vertreter der ZH Linie, nicht ein Bückling aus dem Ziegerschlitz oder Surselva der die Svp nur noch zu der 7% Grenze zurückführen kann, zur Freude von Sp und Cvp, und sonstige Eu Turbos.
Einige Schweizer wollen eben nicht zur Eu im Gegensatz zur Landesregierung.
Eben, siehst du?
Die Svp ist nicht so totalitär wie du sie erscheinen lassen willst.
Zugegeben, Blocher ist manchmal nicht der Imbegriff der Finesse, aber das erwartet von ihn auch keiner seiner Wähler.
Ich persönlich finde ihn gar zu kuschelig, inhaltsmässig wohlverstanden.
ahhorn schreibt:
“wenn ich was verkaufen will, dann mache ich eine werdebotschaft, die meine zielgruppe versteht. die svp macht nur gebrüll und hofft, alle schweizer würden es goutieren.”
grosse Sprüche aus dem Munde eines Linken, die bekanntlich keinerlei Ahnung haben wie die Wirtschaft funktioniert, ausser der Beiz natürlich. Ich glaube schon, dass die SVP weiss wie sie Botschaften an die Bevölkerung bringen muss. Ich bin erstaunt, dass Du als Linker überhaupt das Wort Zielgruppe kennst. Könntest Du uns den Gefallen machen hier nicht länger zu posaunen, Du spielst nämlich falsch.
@ahhorn:
geführt werden ist nicht schlecht, wenn der führer die richtige richtung einschlägt. wenn es die falsche richtung ist, dann sollten es die geführten merken und regulierend eingreifen, was jetzt bei der svp im gange ist …
Du trägst nichts bei mit Deinen Antworten. Du glaubst hier jemanden überzeugen zu können, dass es besser wäre, wenn die Richtung eines Führers nach Links ginge. Du bist ein linker Zwischenrufer wie man sie aus den Gemeindeversammlungen kennt. Merkst Du nicht wie unbeliebt Du hier bist?
… auch die Shampoo-Doris hatte einen SVP Freund, by the way …