2. Juni 2008 von McCarthy
Noch vor kurzen sprachen die Berner von einer Operation Bubenberg. Blocher witzelte auf Teleblocher, es handle sich wohl eher um eine Operation “Bubenstreich”. Nun aber stellt sich heraus, dass es sich bei dieser Operation um eine überkantonale Übung zur Gründung einer neuen Partei handelt.
Mit dabei wird auf jeden Fall die Bündner Sektion sein. Die Berner Delegierten werden jedoch eine Abspaltung von der Mutterpartei nicht zustimmen. Damit ist die Situation aber keinesfalls gerettet, denn mehrere Exponenten, auch Nationalräte, werden sich abspalten. Und nicht nur das: auch das Kässeli der SVP Bern ist dann auf der anderen Seite. Die Rest-SVP würde am Trog der Mutterpartei hängen.
Alles noch viel schlimmer …
Das ist das Minimalszenario, was der SVP bevorsteht. Faktisch würde eine Fraktion im Nationalrat entstehen mit etwa 7 bis 10 Nationalräten und 2 Bundesräten. Mit dem Bundesratsämtern sind auch etliche Jöbblis für die eigenen Spezies verbunden und es ist daher nicht auszuschliessen, ob die Berner Sektion angesichts soll lukrativer Aussichten sich dann doch von der SVP Schweiz abspaltet.
Doch die Realität ist noch schlimmer. Beispiel Kanton Zug: Ein Schweinebauer (Scherrer) ist dort Nationalrat. Die SVP Sektion des Kantons Zug ist zu einem wesentlichen Teil aber erzliberal. Sie befürworten sogar die Homo-Ehe und an der EU haben sie ausser einem Steuerdiktat gar nichts auszusetzen. Dort gibt es mindestens ein Dutzend Anwärter auf das Sitzli in Bern, die alles andere als erfreut sind, dass der Säulibuur ihnen den Job besetzt. Erste Signale einer Abspaltung haben bereits auch hier den Weg in die Presse gefunden.
Exekutionen an der Tagesordnung
Ähnliche Geschichten hört man auch aus den Kantonen Glarus, Luzern, Basel und St.Gallen. In der SVP waren Ausschlüsse und Kaltstellungen schon immer an der Tagesordnungen und es ist schon ziemlich heuchlerisch, wenn der Parteipräsident Brunner nun so tut, als wäre das eine einmalige Geschichte. So hat gerade vorgestern ein Fraktionsmitglied aus Wil (SG) via Presse von seinem Ausschluss erfahren.
Wer die SVP von innen kennt, weiss welche strukturellen Probleme sie hat. Sie hat zu viele Nieten an den den entscheidenden Stellen. Diese verdanken ihre Wahl dem Nimbus Blochers und nicht ihren Fähigkeiten. Und das macht auch einen Teil ihrer Attraktvität aus. Hier kann es auch ein Scherenschleifer zu was bringen, ist die Message.
Das erklärt die Nibelungentreue zum grossen Zampano und auch warum es der SVP so selten gelingt, Leute in die Exekutive zu bringen. Gestern schiffte sie ebenfalls deutlich mit Tuena ab, der für dieses Amt weiss Gott nicht geeignet ist.
Die SVP will nicht wahrhaben, dass da jede Menge Messer gegen sie gewetzt werden. Es stehen ihr schlimme innerparteiliche Auseinandersetzungen bevor. Und je länger sie andauern, je mehr wird die Rechte gespalten und je grösser die Narrenfreiheit für die Linken.
Gross wehren kann die SVP sich gegen diese Konflikte nicht. Sie werden in der Presse ausgetragen – und wo die politisch angesiedelt ist, ist wohl kein Geheimnis.
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Die Linke hat wahrscheinlich schon das Popcorn bestellt und freut sich auf die Vorstellung.
… allerdings, das ist in anderen Parteien auch nicht anders, nur die haben keine 30%
Spannender Vorgang von Abspaltungen, und Abspaltungen von Abspaltungen sind z.B. in der Italienische Linke zu beobachten:
Grüne, Dunkelgrüne, Rosarotgrüne, Lachende-Sonne Grüne,… u.s.w.
Überflüssig zu erwähnen, dass ich das auch der Schweizer linke wünsche.
Die Svp definiert sich über wenige, einfache Inhalte.
Die Svp die diese Inhalten weiterführt wird vermutlich das Rennen machen, die Form ist weniger von Belang.
Eine “abgebremste” Svp kann sich gleich in die “Hop Sviz” Keine-Aussage-Fdp integrieren, falls sie aufgenommen werden, denn die Fdpler brauchen ja auch ihre Pöstchen.
Winkelried wollte ein Medienblatt welches die MSM herausfordert?
Wie wäre es damit:
http://www.reformiert.info/
Na ja, ob die den Blocher an die Macht zurückbringen, möchte ich bezweifeln.
Der Anfang vom Ende war die unsägliche Arena-Sendung…
Die SVP-Vertreter waren dermassen unorganisiert, unverständlich, verwirrt, dass dieses Abstimmungsergebnis nicht überraschen kann.
Frau W-S hingegen war sachlich, kompetent.
Was erst die Links-Faschos lernen mussten, müssen nun auch die SVP-Faschos lernen: Das Volk ist nicht im geringsten so dumm, wie uns die Medien weissmachen wollen.
Diese Einbürgerungsinitiative war ja sowas von unnötig, dumm, naiv, etc, dass ein scheitern schon fast pflicht war.
Ich hoffe, dass es weiterhin eine SVP gibt (weil es sie braucht!!!), aber ich hoffe auch, dass eine SVP niemals an die Macht kommt.
Schlafts gut!
Schaut mal, wie die CVP reagiert, wenn ein Parteimitglied austritt – neuester Fall:
Anfang Mai gab sie ihren Übertritt von der CVP in die SVP bekannt, worauf die CVP Keller aufforderte, ihr Kantonsratsmandat abzugeben, weil sie die Wählerinnen und Wähler getäuscht habe.
Story hier:
http://www.20min.ch/news/stgallen/story/27491019
Und wieder schalten sich die Medien ein, die Spaltung voranzutreiben. Durch die ständige Medienpräsenz, was ja die Linke fördert, wird die neue Partei Luft gewinnen. Habt Ihr 10vor10 gesehen? “Und was ist mit der Stilfrage…”. Echt, dieser Laden erinnert mich an die Nazipropoganda.
Das Volk hat keine Chance…
@Ahhorn
Nun sollst du mir den Unterschied zwischen glatzköpfigen Nazi und Antifa Aktivist/Schwarzblock Mitglied aufzeichnen bitte……
Die Frisur reicht allerdings nicht.
@ schlechtmensch
Die Politische Orientierung? Hast du überhaupt eine Ahnung von der Antifa? Ich denke nicht…
Ein Kommentar der anderen Art aus dem Diskussionsforum der SVP:
“Na endlich haben wir diese Hürde auch gemeistert…
Wovor hab’t ihr “Eidgenossen” denn Angst? Es werden nun vermehrt Kosovaren, Türken eingebürgert, na und? Seid doch froh über so viel Multi-Kulti! Und wenn das Euch nicht passt, dann könnt ihr “Eidgenossen” ja auswandern, ausserhalb der EU (z.bsp. nach Thailand und dort wie fast jeder ledige 50-Jahre-”Eidgenosse” seine Frau heiraten, und mit Zeichensprachen die Heirat bejahen)
Ich bin froh, dass nun auch mein Schwager und deren Schwester eingebürgert werden können und falls das mit der Sprache noch klappt, müssen!
Jetzt ist der Weg frei, auf für den EU-Beitritt!
Die SVP war schon immer von der ganzen Sache überzeugt (Blocher auf TeleZüri: Ich bin davon überzeugt und WEISS dass die Bevölkerung die Initiative annehmen wird). Wunderschön Herr Blocher, wie betitelte TeleZüri gestern die Niederlage? Ohrfeige! Genau so fühlt sich warscheinlich die SVP nun. Es ist eine Tatsache und ihr müsst die Niederlage anerkennen und nicht mit den Verlierer-Argumenten kontern “Jetzt müssen die Anderen die Verantwortung übernehmen” etc. Ich weiss, dass es hart ist, in seinem eigenen Land nicht mehr das Sagen zu haben, es ist hart!! Sehr hart! Aber das muss nun akzeptiert werden, 2/3 der Bevölkerung möchte KEINE SVP-Politik, das wurde gestern eindeutig belegt. Nun geht es weiter mit Einbürgerungen, EU-Beitritt etc.! Das müssen auch die Eidgenossen aktzeptieren, auch wenn es wirklich schmerzt…
Schlechte Verlierer, einfach schlechte Verlierer, nichts anders!
Hoch lebe die Schweiz und ihr Rechtssystem!
Gruss
Eingebürgerter Kosovare”
- Bei einer Abspaltung geht das Parteikässeli sicher nicht mit. Bei einem Rauswurf schon.
- Das Ende der SVP wurde schon immer beschworen und herbeigewünscht. Die Partei ist aber im Vergleich doch sturmerprobt.
- Bei der SVP werden bewusst und aktiv viele junge Zampanos(Innen) aufgebaut und sie sind in den Startlöchern. Ihre Zeit wird kommen
- Schengen wird kommen und damit ein riesiger Anstieg des Kriminalitätstourismus. Die SVP wird profitieren.
- Es werden sich keine 7 bis 10 Nationalräte abspalten, eher 3 bis 6.
- Die SVP Zug hat einen neuen jungen Präsidenten und scheint mir eigentlich recht gut organsiert zu sein. Ob es hier wirklich so brodelt.
- Die Nieten an den entscheidenden Stellen haben doch immerhin eine Partei mit rund 30% Markanteil aufgebaut. Ein Kollege von mir sagt auch immer DJ Bobo sei eine Niete. DJ Bobos Erfolg lässt mir eher die Aussage meines Kollegen als “nietenhaft” erscheinen.
- Falls die SVP diesen “Sturm”, der nach der Abwahl voraussehbar war, übersteht wird sie eine gestählte und homogene “Kampfmaschiene” sein.
- die SVP hat keine Wahl: Entweder verliert sie ihre überzeugtesten Anhänger wenn sie inkonsequent wird oder sie verliert die Mitläufer wegen den unpopulären Entscheidungen. Verlieren wird sie im Moment so oder so. Die SVP hat sich scheinbar für den Verlust der Mitläufer entschieden.
warum gehen NR-Sitze von Parteiaustretenden nicht wieder an die jeweilige Partei zurück? Das führt ja zu einer totalen Verwässerung des Volkswillen. Der Sitz müsste doch bei der SVP verbleiben und nicht einfach verlustig gehen. Die NR-Sitze repräsentieren bei einem Exodus die Parteistärken im Parlament nicht mehr. Das Volk wird so beschissen, oder sehe ich das falsch?
@ Rudenz
Kurz zu den Fakten.
1. Von Mitgliederbeiträgen kann keine Partei leben.*) In der Regel kommt etwas rein, wenn die Mandatsträger etwa 20% der Sitzungsgelder an die Partei abführen. Doch auch da kommt man nicht weit. Eine Partei braucht kräftige Grossfinanciers.
*) Ausnahme SP: dort müssen die Mitglieder wie bei einer Sekte einen Teil des Lohnes fuhren
2. 7 bis 10 Nationalräte
Wir bleiben bei dieser Zahl
3. Junge in den Startlöcher?
In der SP ist man Mitglied, weil man irgendwann einen Flönerjob bei Staat bekommt. Die SVP kann das nicht bieten. Warum soll ein junger jahrelang seine Zeit vergeuden, bis der Guschti vor ihm vom Sitz fällt? Und das in einer Situation, wo es immer weniger Sitze gibt?
4. Was uns nicht umbringt stärkt uns?
Na ja, erinnern wir uns doch an die Geschichte der Nationalen Aktion. Eine Partei, die respektable 30% erreicht hat, ist per se ein bunter Haufen. Sobald der Erfolg nachlässt, verbröselt sie.
5. Kampfmaschine
Kampfmaschine war die SVP nie. Im Kanton Zug konnte man nie mehr als 3 Mitglieder für Standaktionen zusammenbringen.
6. Der SVP Präsident Zug
ist ein Karrierist, der ziemlich viel Dreck am Stecken hat. Sollte er irgendwo kandidieren, wird er kaum Erfolg haben und seiner jungen Kanzlei bösen Schaden zufügen.
7. Entscheidung der SVP
Das Gesetz des Handelns liegt zur Zeit nicht in der Hand der SVP.
Fazit:
1. Die SVP wird etwa 10% bis 15% ihrer Mandate im Nationalrat bis Ende August verlieren.
2. Die Leute, die in ihr eine Hoffnung sahen, werden resignieren. Sie werden sich wieder der Politik abwenden.
3. Ob die neue “Auffanggesellschaft” bestand hat, ist zu bezweifeln.
Es ist vorbei und kann erst wieder ändern, wen die Rechte über eigene Medien verfügt. Die Führungsriege der SVP wurde immer wieder darauf hingewiesen, doch sie meinten, es sei nicht nötig.
Ah, noch was …
die SVP hat die 28% Wähleranteil deshalb erreicht, weil sie diese mobilisieren konnte und nicht weil, sie den anderen Parteien was wegnahm.
Für die Mobilisierung ist aber der “Change”- Zauber (siehe Obama) notwendig und den hat sie eindeutig gehabt bei den Wahlen. Doch diese Zauber ist jetzt wieder weg.
Mit Abspaltung etc. ist die Partei wieder irgendwo bei 20-22%. Wähleranteil. Das schlimmste ist jedoch, das sie das Sieger-Image verloren hat. Man traut ihr keine Änderungen mehr zu.
Mit 20 bis 22% ist die SVP immer noch die grösste Partei. Zweitgrösste ist die SP mit gut 19%. Also was solls.
Warum sind die FDP und die CVP von weit über 20% auf 15 bis 17% gesunken? Weil ihr die SVP niemand weggenommen hat? Die SVP hat den beiden zusammen sicher ca. 10% abgenommen. Deshalb sind die extremsten SVP-Hasser auch Exponenten der FDP und der CVP.
Zauber geht und Zauber kommt.
Die SVP braucht mindestens 2 Jahre oder gar 4 bis 5 Jahre bis sie sich wieder erholt hat.
Ich bleibe bei 3 bis 6 Abspaltungen im Nationalrat:
Zugesagt haben erst Grunder, Haller und Hassler. Gadient hat meines Wissens noch nicht definitiv zugesagt. Und wer bleibt da noch? (aus der SVP meine ich natürlich)
ist richtig schade um die svp.
dafür naht jetzt das grauen für die bürgerlichen in form der FBP der Füdli Bürger Partei.
gesponsort by sämitubak und geführt durch die berufsheulboje haller.
dieser partei, bubenbergischer tradition verpflichtet, (was das auch immer heissen mag.)
wird dann natürlich die meiste quasselzeit zugestanden.
dort wird es dann ganz tolle fragen geben, wie war das unter chrigus knute, ischt der chrigu wirklich so schlimm , etc.
@Rudenz
Ja, die SVP bleibt die stärkste Partei – unbestritten. Doch die anderen sind nun einfach mehr. Gefährlich werden kann die SVP den anderen nur in europapolitischen Fragen, und die anderen werden ihr diesen Gefallen nicht tun – vorerst.
Wenn die Ausweitung der Ostpersonenfreizügigkeit gekoppelt wird, dann dringt die SVP dort auch nicht durch.
Abspaltungen/Fraktion
Der von der EDU macht noch mit, Gadient wird so entscheiden, das es ihr in vier Jahre zu Wiederwahl reicht. Dann haben wir noch drei weitere Namen, die aber nicht zwangsweise aus dem Kanton Bern/ GR stammen müssen, die von den Medien aber noch nicht fokussiert wurden.
Fraktionsstärke ist auf jeden Fall zu erwarten. Ob die dann die Wahlen überleben, ist unwahrscheinlich, vielleicht gehen sie auch bald in der FDP auf.
Politiker wissen das im Gegensatz zu Politologen. Sie treten nur bei Konkurrenzdemokratien gegeneinander an (z.B. Frankreich). In der Schweiz geht es vor allem um die Mobilisierung der Sympathisanten. Den anderen etwas wegzunehmen ist viel zu aufwändig.
Prozentuale Verschiebung zuungunsten der anderen Parteien …
Das liegt in der Natur der Arithmetik. FDP hat nicht weniger Stimmen als früher bekommen, aber die SVP hat mehr Stimmen auf sich vereint. Bei einer gegeben Anzahl Sitze führt das automatisch zum Rückgang des Wähleranteils.
@ 15 Herakleitos
Ich kann mich täuschen, aber das sieht sehr nach einem Agent Provocateur aus. Da war doch schon mal so was auf diesem Forum …
Nun die Nazis waren National-SOZIALISTEN, das sollte reichen …