Die Schweiz aus konservativer Sicht  

31. Mai 2008 von Herakleitos

Brief an „NZZ“-Inlandredaktor Christoph Wehrli

JAKOB TANNER UND DIE „NZZ“

Von Dr. Ernst Walder,ZH

 

Es ist nachgerade bekannt (und langweilt bzw. ärgert viele Leser der „NZZ“), dass Sie in den Spalten Ihrer Zeitung eine ständige Anti-SVP-Propagandakampagne führen.Trotzdem erstaunt, dass Sie sich neuerdings in diesem Zusammenhang als Wasserträger bzw. Megaphon des notorischen Prof. Jakob Tanner profilieren. Ich zitiere Sie:

„So sei die SVP“, schreibt der Historiker Jakob Tanner, „eine Angstmaschine und verspreche zugleich eine Therapie-das ist politische Scharlatanerie.“(„NZZ“ vom 6.Mai 2008.)

Sage mir, mit wem du gehst, und ich sage dir, wer du bist. Werfen wir also einen kurzen Blick auf Ihren Gewährsmann von der Universität Zürich:

KRASSE GESCHICHTSFAELSCHUNG

Es ist Ihnen zweifellos bekannt, dass Jakob Tanner sich nicht entblödete, den Bezug des Reduits im Jahre 1940 als „Demutsgeste“ gegenüber den Nazis zu qualifizieren. Dümmer oder/und böswilliger geht es kaum. Der Bezug der Alpenfestung war im Gegenteil ein klares Signal nach Berlin (und wurde dort auch so verstanden), dass die Schweizer Armee in jenem Gelände, das ihr eine Chance bot, einem Angreifer einen erbitterten und nachhaltigen Abwehrkampf liefern werde.

Tanner gehörte (wie Georg Kreis)der Bergier-Kommission an. In deren Schlussbericht liest man auf Seite 172, unsere Behörden hätten im Wissen um die möglichen Konsequenzen im August 1942 die Grenzschliessung verfügt und ein Jahr lang an dieser restriktiven Politik festgehalten. Das ist eine krasse Geschichtsfälschung. Wie die Akten des schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes zeigen, wurde die Grenzschliessung ab September 1942 in drei Schritten gelockert, sodass zwischen August 1942 und Juni 1943 rund 7500 jüdische Flüchtlinge aufgenommen werden konnten (vgl. die Auswertung der genannten Akten durch Mächler in „Hilfe und Ohnmacht“, Chronos Verlag 2005).Niemand wird mich davon überzeugen können, dass es sich bei dieser Fehlleistung der Bergier-Kommission um ein Versehen handelte. Einer Kommission, der ein Budget von mehr als zwanzig Millionen Franken zur Verfügung stand, kann die Wahrheit nicht entgangen sein.

EIN KAMPAGNEBLATT

Man darf Ihnen und der „NZZ“ zur Qualität Ihres gegen die SVP aufgebotenen Gewährsmannes Tanner gratulieren und sich auch überlegen, wie wohl die früheren Chefredaktoren Bretscher und Luchsinger Ihre Arbeit qualifiziert hätten. Vielleicht hätten sie von Ihrer Politpropaganda dasselbe gesagt wie Dr. Bütler in der „NZZ“- Ausgabe vom 6./7.September 1997 über die „New York Times““:“…und die gute alte „New York Times“, die die Neutralität der Schweiz als Schwindel und Betrug (fraud)hingestellt hat, ist in dieser Auseinandersetzung leider wieder einmal auf das Niveau eines Kampagneblattes herabgesunken…“.

Quelle: Schweizerzeit, 30.Mai 2008, Seite 3

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  1. Dr. Walder spricht mir aus den Herzen. Die NZZ war mal eine tolle Zeitung, ist sie auch heute noch, leider nur noch partiell. Der Inlandteil ist zum Kotzen und deshalb habe ich sie schon vor Monaten gekündigt. Ihren Inland-Schmarrn kann man ja auch online verfolgen, was genügt um festzustellen ob Besserung einkehrt.

  2. Marcel Marcus

    Man kann in der schweizerischen Medienszene heute nur noch zwischen links und linksextrem wählen.

  3. joa ich bekenne mich – ich war früher ein aktiver NZZ leser. Wollte man gute Reportagen dann lass man die NZZ – die hatte kein Schnickschnack sondern gute texte. Sie war dem Tage meilenweit vorraus. Nun sind beides die gleichen Käseblätter mit dem gleichen dünnschissblabla

  4. Das obenerwähntes Beispiel ist nicht die einzige Sünde der Bergier-Leuten, was für mich ein klarer Hinweis ist, wie Staatlich finanzierte Arbeiten für einseitige Propaganda und Meinungsbildungszwecke instrumentalisiert und missbraucht werden, und wenn es beim Staat geht gehts bestimmt auch bei den MSM.

  5. bebel

    Das Tanner-Bashing ist ja völlig hirnrissig. Jakob Tanner ist ein international renommierter Historiker. Das kann nur von ganz wenigen Schweizerinnen und Schweizern behauptet werden. Wo er recht hat, hat er recht. Wissenschaft braucht keinen Gesinnungsfilter. Tanners Forschungsleistungen sind längst Allgemeingut und stehen in jedem Schulbuch.

  6. nun bebel nich talles was in den geschichtsbüchern und schulbüchern steht stimmt auch wirklich. vergiss nicht, die geschichten schreiben nur die sieger und nicht die besiegten.

  7. @bebel

    würde ich an Deiner Stelle auch glauben und aussprechen, träume weiter.

  8. @Bebel
    Vielleicht hälts du der Luzi Stamm sowieso für ein Rechtsextremer, aber lese bitte mal das hier:

    http://www.luzi-stamm.ch/buech.....uenden.pdf

  9. schweinsleber

    die nzz mutiert entgültig zu einem käseblatt.
    früher habe ich sie wirklich gern gelesen, nun ist sie nicht einmal mehr ihr papier mehr wert.

  10. bebel

    Luzi Stamm ist ein Geschichts-Laie. Seine Schriften können wohl nicht im Ernst empfohlen werden. Er ist auf dem einen Auge blind, dreht und biegt alles auf plumpe Art, bis es in sein Konzept passt. Mit seriöser Wissenschaft hat das überhaupt nichts zu tun. Stamm schlägt in blinder Wut um sich: als Hobby-Geschichtenschreiber nur eine Lachnummer.

  11. @Bebel
    wenn du das sagst….


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