12. Mai 2008 von McCarthy
Vor zwölf Jahren ging ich mit meinem ägyptischen Mann in seine Heimat. Er hatte in Deutschland Jura studiert und wollte in Kairo eine Kanzlei eröffnen. Zu der Zeit unserer Übersiedlung war ich mit unserer ersten Tochter Jasmina im fünften Monat schwanger und wir fanden zunächst Unterkunft im Haus meiner Schwiegereltern. Mein Mann fand zunächst Arbeit in einer größeren Kanzlei. Anfangs war alles sehr schön. Meine Schwiegermutter und die beiden Schwestern meines Mannes unterstützten mich wo sie konnten und halfen mir mit allem.
Meine eine Schwägerin sprach ganz gut englisch und so hatten wir auch keine Verständigungsprobleme. Ich wollte einen Arabisch-Kurs belegen, aber mein Mann wollte das nicht, da der Unterricht am Abend und ziemlich weit weg war. Als dann unsere Jasmina geboren wurde fingen bereits die ersten Probleme an. Mein Mann, er arbeitete immer noch in der Kanzlei wie am Anfang, wollte nicht, dass ich alleine auf die Straße ging. Egal, was ich tun wollte, immer musste mich jemand begleiten Egal ob es nur ein kurzer Einkauf um die Ecke oder ein Arztbesuch war.
Mein Mann sagte, dass er mich damit nur schützen wollte. Er sagte, wenn ich einen Schleier tragen würde, dann könnte ich schon mal alleine gehen. Aber wir hatten in Deutschland vereinbart, dass ich das niemals tun müsste und auch ausgemacht, dass er nicht von mir verlangen würde, zu konvertieren. Nun aber sah alles ganz anders aus. Immer öfter machte er mir erneut den Vorschlag seinen Glauben anzunehmen. Er meinte, dass es wegen der Kinder ( ich war schon wieder schwanger) sein müsste. Er wollte seine Kinder ordentlich islamisch erziehen. Das war für mich ein riesiges Problem. Immer wieder zögerte ich eine Entscheidung hinaus. Immer wenn er mit mir darüber sprach, nahm ich meine Schwangerschaftsübelkeit und zog mich zurück. Oft verließ ich tagelang nicht mein Zimmer weil ich mich vor jeder neuen Auseinandersetzung fürchtete.
Nach der Geburt unserer zweiten Tochter aber ließ er keine Ruhe mehr. Sobald ich wieder fit war, zerrte er mich zu diesem Mann von der Moschee. Er unterhielt sich lange mit ihm und sagte mir dann nur ganz kurz, dass ich jetzt konvertieren muss. Ich hatte ja nicht einmal verstanden, was da alles gesprochen wurde. Ich gab keine Antwort sondern ging einfach zur Türe hinaus. Dann zerrte er mich am Ärmel nachhause. Er sperrte mich in unser Schlafzimmer und sagte, ich muss solange darin bleiben, bis ich vernünftig geworden wäre. Später kam meine Schwägerin zu mir und erzählte, dass die gesamte Familie erwarten würde, dass ich Muslime werde und erklärte mir, wie ich mich als Frau eines gläubigen Rechtsanwaltes zu verhalten habe.
Ich erzählte ihr, dass ihr Bruder in Deutschland ganz anders war und niemals derartige Dinge von mir verlangt hat und ich klärte sie auch über unsere Abmachung auf. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, so zu leben und für meine Kinder wollte ich das auch nicht. Immer und immer wieder versuchte er auf mich einzureden. Ich wollte nicht hören. Im Gegenteil, ich schlug ihm vor, wieder nach Deutschland zu gehen. Bis her hatte er nichts erreicht, als eine schlecht bezahlte Stellung in einer Kanzlei, in der er nicht mehr war als ein besserer Laufbursche.
Ich hatte niemals ein bisschen Geld für mich oder meine Kinder. Alles was wir unbedingt brauchten, besorgte mein Mann oder meine Schwiegermutter. Etwas Eigenes hatte ich niemals. Ich war der Meinung, dass er in Deutschland bessere berufliche Chancen hatte, zumal er internationales Recht studiert hatte. Aber er wollte nicht. Er sagte, dass es nicht mehr lange dauern würde. Sein Vater wollte ihm das Geld für die Eröffnung einer Kanzlei geben, sobald dieser ein Grundstück verkauft habe, das der Familie gehörte. Mein Mann versprach mir auch, dann eine eigene Wohnung zu nehmen und dass es uns dann besser gehen würde. Aber ich konnte mich nicht dazu entschließen, Muslime zu werden.
Nach fast sechs Wochen mit den Kindern in diesem Zimmer drohte ich langsam durchzudrehen. Ich hielt es nicht aus und weinte und schrie und bat die Frauen um Hilfe. Es funktionierte. Ich konnte mich wieder frei im Haus bewegen. Ich durfte auch in den kleinen Garten hinter dem Haus. Aber das war alles.
Mit der Konvertierung ließ er mich zunächst in Ruhe. Dann war es soweit. Mein Mann und sein Vater haben ein Haus am Stadtrand gefunden, in das wir ziehen sollten. Unten waren die Büroräume für die Kanzlei und oben darüber sollte nun endlich unsere eigene Wohnung sein. Ich vergaß den ganzen Kummer und freute mich auf das neue Zuhause. Ich hoffte, mein Mann würde sich nun ohne ständigen Einfluss seiner Familie wieder auf das besinnen, was einmal zwischen uns war.
Eine ganz große Liebe nämlich. Aber es wurde nur noch schlimmer. Mein Mann arbeitete unten mit einem jungen Sekretär und ich blieb in der Wohnung, die ich nicht einmal nach meinem Geschmack einrichten durfte. Das übernahm meine Schwiegermutter. Sie hängte mir so hässlich großgeblümte Gardinen an die Fenster und stellte so hässliche Möbel hinein, die so aussahen, als stammten sie vom Sperrmüll, dass ich einfach keine Freude mehr an der Wohnung empfand.
Ich durfte die Kanzlei nur betreten, wenn niemand da war und nur um sauber zu machen. Die Kinder und ich blieben ausschließlich hinter den Mauern des Grundstückes. Einkaufen ging der Sekretär oder meine Schwägerin, die mindestens zweimal die Woche zu Besuch kam.
Und wieder ging das Theater mit der Konvertierung los. Ich blieb hart. Und da fing mein Mann an, mich zu schlagen. Er meinte, dass ich es nicht wert sei, dass man mich als anständige Frau behandelt. Die geringste Selbstständigkeit, die ich mir erlaubte, und sei es nur ein Telefonat, das ich ohne sein Einverständnis führte, wurde mit Schlägen bestraft.
Ich weiß nicht wie und warum ich das aushielt. Aber da er mir immer drohte, meine Kinder zu verlieren, die alles für mich waren, ließ ich alles geschehen. Als unsere große Tochter dann eingeschult wurde und sie nicht ohne Kopftuch aus dem Haus durfte und am Nachmittag außerdem eine Koranschule besuchen musste, stand für mich fest, dass es für uns keine Rettung gab. Dabei sah ich doch jeden Tag im Fernsehen, dass moderne ägyptische Frauen auch keine Kopftücher trugen. Als ich meine Mann darauf ansprach, wurde er wütend und sagte, das sind alles Schlampen. Dann kam das große Theater. Jasmina wollte ebenfalls kein Kopftuch tragen, weil sie in der Schule sah, dass einige Mädchen das auch nicht taten. Mein Mann erklärte ihr, dass das alles schlechte Familien sind und er als Anwalt muss ein Vorbild sein. Jasmina fing an zu weinen und dann schlug er zu.
Er schlug ihr ins Gesicht und schrie, dass sie das von ihrer schlechten Mutter hat. Persönlich band er ihr jeden Morgen das hässliche graue Kopftuch um, zog es ihr bis über die Augen und brachte sie zur Schule. Sie durfte auch nicht mehr ihre bunte T-Shirts und Jeans anziehen, sondern nur lange, hässliche, dunkle Kleider. Sie durfte nicht am Sportunterricht teilnehmen und musste von nun an zusammen mit meinem Mann mit dem ersten Ruf des Muezzin aufstehen um zu beten. Wenn sie maulte oder weinte, schlug er sie. Sie tat mir unendlich leid und ich überlegte, wie ich dem Ganzen ein Ende machen konnte. Nach acht Jahren in Kairo weinte ich meinem Mann vor, dass ich Heimweh hatte und meine Eltern besuchen wollte. Zu meinem Erstaunen erlaubte er mir die Heimreise für zwei Wochen und ich durfte sogar meine kleine Tochter mitnehmen. Jasmina aber musste unter der Obhut von meiner Schwiegermutter bleiben.
Ich wusste damals, als ich mit Mongia auf dem Arm das Flugzeug betrat, dass ich dieses Land niemals wieder betreten würde. Die Scheidung und alles drum herum war nicht einfach. Fast ein Jahr kämpfte ich um Jasmina, ohne Erfolg. Ich durfte nicht einmal mit ihr telefonieren. Nachdem die Scheidung ausgesprochen war, flog ich mit meiner Mutter nach Kairo um mein Kind zu sehen. Mein Mann kam mit ihr und meiner Schwägerin in unser Hotel. Ich hatte meine Kleine solange nicht gesehen und ich musste ich so sehr zusammen nehmen, als ich sie endlich in meine Arme nahm, denn meine kleine Jasmina war bis auf die Knochen abgemagert und sah unendlich traurig aus.
Leider durfte ich nicht mit ihr alleine sein. Ich wollte sie fragen, ob sie geschlagen wird, aber ich brauchte es eigentlich nicht, denn ich sah es ihr an. Mein Mann verlangte, dass ich auch Mongia nach Ägypten zurück brachte. Er bot mir dafür an, beide Töchter jedes Jahr vier Wochen lang zu besuchen. Ich sagte ja, wusste aber genau, dass ich genau das Gegenteil tun würde.
Vier Monate später war Jasmina bei mir in Deutschland. Wie ich das geschafft habe, kann ich hier leider nicht verraten. Nur so viel: es gibt Organisationen, die Kinder nachhause holen. Das klappt nicht immer und manchmal dauert es sehr lange. Aber wir hatten sehr viel Glück und die unerwartete Unterstützung einer Person aus der Familie meines Mannes, die wohl sah, dass meine Tochter sehr unter ihrem Vater litt. Noch immer muss ich mit Rache rechnen und habe sehr viel Angst vor dem Mann, der meine große Liebe war.
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Die Dummheit dieser Frau musste die arme Jasmina auslöffeln.
Nebst dem Schicksal des Kindes finde ich die Odyssee dieser Frau ganz amüsant, mal sehen ob sie auch beim nächsten Kebab Verkäufer mit Hundeblick hineinfällt….
Kein Wunder denken die musels sie können gleich Europa übernehmen, mit solchen dähmlichen Individueen die ihnen über den Weg laufen….
krasse geschichte. mein beileid den beiden kindern. aber die mutter hat definitiv einfach NULL studiert. frau lässt sich einfach nicht mit einem musel ein. es ist schon 1000fach bestätigt worden, das deren horizont, für ein harmonisches zusammenleben zwischen mann und frau, gegen null tendiert.
natürlich ist es schlimm was den kinder passiert ist. aber ich finde die frau gehört wieder zu ihrem mann zurück also ausgewiesen. soviel blödheit muss bestraft werden.
wetten; ihr nächster wird wieder ein muselmann sein. weil der ist gaaaanz anders…..
Na, Burschen , da habt ihr Euch aber ein hartes Urteil gebildet. Natürlich hat die Frau unklug gehandelt. Nach dem Motto “Liebe macht blind”. Trotzdem habe ich Mitgefühl mit ihr. Hoffentlich wird diese traurige Geschichte anderen eine Warnung sein. Vor 30 Jahren gab es in unserer Stadt ein Beratungsbüro “Ehen mit Orientalen”, wo junge, naive, verliebte Frauen vor den möglichen Gefahren der Ehe mit einem Moslem gewarnt wurden. Heute würde man sowas glatt als “rassistisch” aus dem Verkehr ziehen. Lieber junge Frauen dem Unglück überlassen, als über interreligiöse Probleme diskutieren !
“Hoffentlich wird diese traurige Geschichte anderen eine Warnung sein”
ja , hoffen kann man und soll man…..
Florian, ich bin gespannt, ob Sie dann immer noch Mitleid empfinden, wenn Sie die restlichen 159 Geschichten auch Winkelried lesen.
Vielleicht denken Sie dann wie ich und ein paar Andere: Dummheit pur. Denn Unwissenheit kann es unmöglich sein.
Was sagen da die netten Gutmenschen immer dazu:
“Ein tragischer und ebenso bedauernswerter EINZELFALL”
(… der nur leider tausendfach vorkommt ….!)
Ja, ja,
drum prüfe, wer sich ewig bindet !
Sagt auch den kleinen Maderln Bescheid -
in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland fallen sie massenweise auf diese
Typen herein !
Die Folge: unerwünschter Nachwuchs, Prügel und ein fast verpfuschtes Leben.
Wenn man das so manchmal in den Großstädten beobachtet, wie das so abläuft:
die kleinen Mädchen denken wohl, sie dienen der Völkerfreundschaft !
Weit gefehlt – sie dienen nur der Gier dieser Typen, dann werden die Mädels
wieder weggeworfen wie ein Stück Dreck !