Sand in der Seele
von Echnaton | 10. Mai 2008 - 17:35 Uhr | 11 Kommentare
Eine Ehekrise und eine Phase, die ihr seelisches Gleichgewicht ins Wanken bringen, veranlassen Sabrina ihre Koffer zu packen, um für ein Weilchen abzuschalten. Sie bucht eine Last Minute Reise nach Tunesien und landet zufällig in Zarzis, nahe der libyschen Grenze.
An der Rezeption ihres Hotels trifft sie auf den Mann, der ihr ganzes Leben verändert. So unglaublich es klingt, dieser schöne junge Mann sieht sie und weiß, sie wird seine Frau. Zwei Wochen lang geniesst sie seine Gesellschaft, ohne dass er sie ein einziges Mal berührt. Zum Abschied fällt Sabrina ihm um den Hals.
Außer einem einzigen Kuss war nichts zwischen den beiden vorgefallen. Seine konsequente Zurückhaltung, sein tadelloses Benehmen und seine Sicherheit, dass er nur sie will, ist etwas, was nicht in ihren Kopf geht und dennoch - am Ende dieses Urlaubs hat sie sich in ihn verliebt. Zunächst versucht Sabrina, diesen Mann zu vergessen, aber bereits zwei Monate später landet sie abermals in Zarzis und in seinen Armen. Diesmal erlebt sie eine nie gekannte Leidenschaft und weiß bereits nach einer Woche, das ist der Mann ihrer Träume. Sie trennt sich nun endgültig von ihrem Ehemann und fährt abermals zwei Monate später mit dem Auto nach Tunesien, um dort zunächst ein paar Monate zu leben.
Sie erlebt den Himmel auf Erden und schon ein Jahr später hängt sie ihren Beruf als Chefredakteurin im Verlag ihres Mannes und damit ihre sichere Existenz an den Nagel und zieht mit Sack und Pack nach Tunesien um ihre große Liebe zu heiraten. Sie bringt fast ihr ganzes Vermögen in dieses Land und verwirklicht ihre Träume vom weißen Haus am Meer. Weil sie ihren Beruf dort nicht ausüben kann, baut sie zusätzlich eine Ferienwohnung, die sie an Touristen vermietet.
Sie erlebt die orientalische Welt pur, versucht mit der islamischen Kultur klarzukommen und fühlt sich in kürzester Zeit in diesem fremden Land zuhause. Dass sie ständig unter Beobachtung steht, keinen Schritt ohne ihren Mann oder einen seiner männlichen Verwandten tun kann, empfindet sie zunächst als angenehm, fühlt sie sich doch in dieser fremden Welt “beschützt”. Erst als sie anfängt Kontakt zu anderen deutschen Frauen aufzunehmen, stößt sie auf massiven Widerstand. Ihr Mann zeigt sich nun von seiner wahren Seite. Er versucht, sie einzusperren, schlägt sie und verbietet ihr jeglichen Kontakt zu anderen Menschen, außer seiner Familie. Doch Sabrina setzt sich durch, zeigt einen eisernen Willen, selbst dann noch, als er sie mitten in der Nacht barfuß aus dem Hause jagt, obwohl es dort von Skorpionen nur so wimmelt.
Sie läuft den steinigen Berg hinab zu seinen Eltern und appelliert an den Glauben seines Vaters. Als Amor begreift, dass ihr Wille stärker ist als seiner, verlässt er sie. Er geht nach Deutschland um zu arbeiten und lässt sie alleine in dem fremden Land zurück. Die wenigen Wochen, die er im Jahr in seiner Heimat verbringt, widmet er fast ausschließlich seiner Familie.
Weil Sabrina sich ihm verweigert, wird er nun zu Tyrann. Er beauftragt seine Familie, ihr das Leben dort so schwer wie nur möglich zu machen. Deren Attacken treiben sie an den Rand des Wahnsinns und der Verzweiflung - aber sie hält stand. Jetzt spielt sie mit dem Gedanken an Scheidung. Sie vertraut auf die Politik des Präsidenten Ben Ali und auf die Gleichberechtigung der Frau in diesem Land. Ein Anwalt klärt sie schliesslich darüber auf, dass einer Frau das gehört, was sie in die Ehe bringt und dass sie auf jeden Fall ihr Recht in diesem Land bekommt. Aber es soll noch ein Jahr vergehen, bis sie sich endgültig zu diesem Schritt entschließt.
Sie fliegt nach Deutschland um mit Amor über eine Trennung zu sprechen. Er fleht und weint, ihn nicht zu verlassen, hat aber nur seine gefährdete Aufenthaltserlaubnis im Kopf. Sabrina aber kann nicht mehr, sie will nichts mehr hören und sehen und fliegt kurz entschlossen zu ihrer Schwester nach Texas/USA. Dort erreicht sie ein Anruf einer Deutschen Freundin aus Zarzis. Amor ist in Tunesien und unternimmt alles nur erdenkliche, sie in Zarzis unmöglich zu machen. Sabrina ändert ihre Pläne und fliegt drei Wochen später wieder nach Zarzis. Ihr Mann hat dort ganze Arbeit geleistet und war dann sofort wieder nach Deutschland verschwunden. Er hat nicht nur sämtliche Papiere gestohlen und allen Ihren Freunden erzählt, er hätte sie aus “seinem” Haus geworfen, weil sie untreu war und sie würde niemals wieder nach Tunesien kommen, weil er dafür gesorgt hätte, dass sie ihre Aufenthaltsgenehmigung verliert. Auch hat er von sich aus die Scheidung eingereicht, damit er nicht sein Gesicht verliert.
Nun beginnt der Horror. Als ihr Schwiegervater und ihre drei Schwäger begreifen, dass Sabrina nicht bereit ist, kampflos aufzugeben, schlagen sie ihr zunächst vor, Amors Bruder zu heiraten, damit alles in der Familie bleibt. Sabrina ist fassungslos wird wütend und beschimpft sie. Dann geht sie zur Polizei, um ihre gestohlenen Autopapiere wiederzubekommen, ohne Erfolg. Sie geht zum besten Anwalt der Stadt muss aber feststellen, dass dieser bereits für die Familie gegen sie arbeitet. Ein tunesischer Freund bringt sie zu einer Anwältin, die scheinbar noch nicht von der Familie gekauft ist. Das ärgert die Herren Schwäger so sehr, dass sie nun nachts in Sabrina’s Haus kommen, sie quälen und misshandeln.
Aus purer Angst verlässt sie schliesslich ihr Traumhaus und sucht Unterschlupf in einer ausgebauten Garage bei deutschen Freunden. Sie kann gerade noch ein paar persönliche Sachen aus dem Haus holen, bevor die Familie die Schlösser auswechselt und einen Wächter abstellt. Ihr Auto kann Sabrina bei Freunden verstecken, aber nicht mehr fahren, da die Papiere fehlen und inzwischen Steuern und Versicherung abgelaufen sind. Ihr Mann erstattet Anzeige gegen sie wegen Diebstahl von Hausrat und Auto. Sie wird von der Polizei abgeholt und wie eine Verbrecherin behandelt. Ihr Schwiegervater behauptet, dass es sein Haus sei und Sabrina es nur gemietet hat, obwohl sie alle Bankbelege vorlegen kann. Allein sechsmal wird sie vor Gericht gezerrt, bis die Scheidung ausgesprochen wird und obwohl sie ausdrücklich daraufhin weist, dass sie zwar auf Unterhalt nicht aber auf ihr Eigentum verzichtet, schreibt man in die arabische Scheidungsurkunde, dass sie auf alles verzichtet.
Hinterher muss sie feststellen, dass nicht nur die Anwältin, zu der sie Vertrauen hatte, sondern auch der vereidigte Dolmetscher von der Familie bezahlt wurde. Zwei weitere Anwälte aus einer Nachbarstadt versuchen ihr Glück aber auch diese können ihr letztendlich nicht helfen. Aber Sabrina gibt nicht auf. Sie schreibt an die Deutsche Botschaft, den Justizminister, den Innenminister und sogar an Ben Ali persönlich. Niemand hilft ihr. Erst der vierte Anwalt hat Mitleid. Er ist ein korrekter Mann und reicht eine Zivilklage gegen Amor und seine Familie ein. Nach nochmals zwölf nervenaufreibenden Verhandlungen, die allesamt in arabischer Sprache abgehalten werden und für die sie jedes mal 120 Kilometer mit dem Bus, mit dem Taxi oder mit Freunden fahren muss, sofern die sich trauen, denn auch sie werden inzwischen massiv bedroht, ist sie am Ende ihrer Kräfte.
Die letzte Verhandlung findet im November statt. Die Akte wird geschlossen, ihre Klage ohne Begründung abgewiesen. Sie bricht zusammen, rastet aus, schlägt ihren Anwalt und landet 10 Minuten später beim Staatsanwalt. Dem erzählt sie unter Tränen noch einmal ihre ganze Geschichte. Er verspricht ihr zu helfen - aber sie glaubt ihm kein Wort mehr - niemanden mehr. 14 Tage später verlässt sie völlig mittellos, gedemütigt und traumatisiert das Land und beginnt ihre Erlebnisse aufzuarbeiten, in dem sie “Sand in der Seele” schreibt.
Quelle: lionneMehr über: 1001 Nacht


















10. Mai 2008 - 18:06 Uhr
bin ich jetzt sehr unhöflich, wenn ich schreibe das geschieht all diesen
“Weibern”Frauen recht? Sie alle kennen es aus den unzähligen Reports im Fernsehen, trotzdem versuchen sie es immer wieder. Wer nicht hören will muss fühlen, so ist das halt im Leben. Mich jedenfalls berühren solche Szenen kaum noch.10. Mai 2008 - 18:22 Uhr
da muss ich framei “leider” recht geben. Selber Schuld kann man da echt nur sagen.
10. Mai 2008 - 18:23 Uhr
Die Geschichte ist überhaupt kein Einzelfall, hier alleine sind 162 solcher Geschichten:
http://www.1001geschichte.de/
Der Wahnsinn
10. Mai 2008 - 19:10 Uhr
Was soll an der Geschichte aussergewöhnlich sein? Die Frau war einfach dumm und selberschuld. Ausländer sind generell mehr Wertvoll als wir Schweizer, diese Frauen haben es nicht anderst verdient.
Hier noch 1000 und eine Geschichte mehr.
10. Mai 2008 - 19:21 Uhr
@ Oxyartes
Auf Deinen Tipp vor ein paar Tagen hin ging ich auf http://www.1001geschichte.de, da es ja eigentlich eine Frage von mir war.
Las zwar von diesen 162 erst 2 dieser Geschichten (Rest folgt noch) .
Aber schon nach diesen beiden Geschichten muss ich framei und Annubis recht geben: “Selber Schuld”.
Trotzdem danke ich Dir für den Hinweis. Da kommen noch ein paar fragwürdige und unterhaltsame Stunden auf mich zu, bis ich die restlichen 160 durchgelesen habe.
10. Mai 2008 - 19:41 Uhr
… wir bringen die Geschichten so langsam …
10. Mai 2008 - 20:43 Uhr
Das ist gut so.
Sollen ruhig alle westlichen Damen mit einem solchen IQ für immer unter Burkas verschwinden.
Die Nachkommenschaft wird dann wohl auch nicht aus Genies bestehen.
10. Mai 2008 - 22:56 Uhr
Glaub kaum, dass es eine Sache des IQ’s ist. Denk auch nicht, dass es etwas mit Naivität zu tun hat.
Die Exotik wird den Anreiz geben.
Und zusätzlich natürlich der Urinstinkt der Frauen, nennen wir es Helfersyndrom.
Es ist ein Ding der Unmöglickeit, wenn zwei derart verschiedene Kulturen aufeinander”stossen”, dass sie nach all der Erotik und Exotik, wenn der Alltag einkehrt, noch irgendwelche Gleichnisse findet, die sie aneinander bindet.
Ich wähne mich momentan im Kulturclub unseres Lieblingssenders!
10. Mai 2008 - 23:23 Uhr
Wer sich freiwillig und selbst in eine Gefahrsituation begibt, kann noch lange auf “Helfersyndrom” plädieren, nützen tut es nichts, und man ist deshalb auch erst im nachinein schlauer.
Ich kenne diverse Frauen die ein Bogen um Muslime machen, warum wissen sie auch bestens.
Anders rum muss man sagen, dass auch Männer öfters nicht klug wählen:
Thailand, Südamerika, Sextourismus mit anschliessender Heirat und Import zu uns.
Viele solchen Ehen enden dann kurz nach der Passvergabe, und gehen oft nicht spurlos an den Männern vorbei, die vielfach danach nur noch das Alimentenzahlen als Lebensinhalt haben, während die Dame schon bald ein Landmann aus der Heimat importiert den wir schon in Wenigen Jahren als Mitbürger begrüssen werden können.
Solche Fälle enden dann vielfach beim ach so grosszügiger Sozialamt….
Ich schalge vor und erwarte, dass Schweizer die solche Import -Ehen abschliessen Garantien zu erbringen haben, da die Gatten nicht unoft am Schluss der Allgemeinheit zu last fallen werden.
11. Mai 2008 - 15:26 Uhr
Gute Schilderung der typischen Multi-Kulti Frau von Welt.
Selbst schon mehrfach miterlebt und können daher diese Geschichte als sehr realistisch einstufen. Es ist geradezu unheimlich wie dumm sich ganze Horden von Frauen, aber auch Männer (!) aus westlichen Breitengraden auf diese ekelerregenden Utopien einlassen, OBWOHL JEDER UND JEDE WEISS, dass das Ergebnis IMMER das selbe ist. Warum? Weil der biochemische Prozess des verliebt seins sowie der unrealistischen Träumerei vom “weissen Haus am Meer” (gut getroffen) nicht die archaisch korrupten Strukturen, wie sie in vielen Ländern über Jahrhunderte entstanden sind durchbrechen können. Vom Ändern der ideologisch indoktrinierten Kulturalisten dieser Orte ganz abgesehen.
Doch wer will bei Sommer, Liebe Sonnenschein schon erkennen wollen, dass wir im Westen eben doch wundervollen Himmel auf Erden leben dürfen …
18. Mai 2008 - 11:37 Uhr
Was sagen da die netten Gutmenschen immer dazu:
“Ein tragischer und ebenso bedauernswerter EINZELFALL”
(… der nur leider tausendfach vorkommt ….!)