Lockerer Umgang mit der Wahrheit
von Gastbeitrag | 22. April 2008 - 16:31 Uhr | 4 Kommentare
„Sa verité“ – „Ihre Wahrheit“. Unter diesem Titel hat Bundesrätin Widmer-Schlumpf am Samstag, 19. April, der Tageszeitung „Le Matin“ ein Interview gegeben. Dabei nimmt sie es mit eben dieser Wahrheit einmal mehr nicht sehr genau. Sie äussert sich im Interview wie folgt: „Am 5. Dezember, an der Feier des Ständeratspräsidenten Christoffel Brändli in Landquart (GR), waren alle einflussreichen Mitglieder der Partei anwesend. Niemand hat mich auf dieses Thema angesprochen. (..) Jeder erzählt was er will.“
Mit „diesem Thema“ meint Widmer-Schlumpf die damals anstehenden Bundesratswahlen. Entgegen ihrer Aussage wurde sie aber sehr wohl vom damaligen Vizepräsidenten der SVP und heutigen Parteipräsidenten, Nationalrat Toni Brunner, in Anwesenheit eines weiteren Mitglieds der SVP-Fraktion auf die Bundesratswahlen angesprochen. Sie antwortete, er müsse keine Angst haben, sie werde das Amt nicht annehmen, sie könne sich nicht vorstellen, ohne Fraktion zu politisieren. Unterdessen wissen wir, wie viel Glauben einer solchen Aussage geschenkt werden konnte.
Weiter trifft es nicht zu, dass „alle einflussreichen Mitglieder der Partei“ am 5. Dezember in Landquart zugegegen waren. Weder Parteipräsident Ueli Maurer noch die beiden damaligen Bundesräte der SVP, Samuel Schmid und Christoph Blocher, nahmen an dieser Feier teil. Gleichentags fand in St-Prex (VD) die Feier des SVP-Nationalratspräsidenten André Bugnon statt.
„Jeder erzählt was er will“. In dieser Geschichte scheint diese Aussage insbesondere auf die Urheberin selber zuzutreffen. Wie lange dauert es noch, bis das Lügengebäude der neuen Bundesrätin einstürzt?
Quelle:Mehr über: Schlumpfine • SVP













22. April 2008 - 18:18 Uhr
wo bekommt man diesen Pin? Da war die Schlumpfe aber noch 20 Jahre jünger. Hat sie damals auch schon gelogen? Wer hat ihre Laufbahn etwas näher verfolgt? Wann eröffnet Winkelried endlich einen Shop? Vielleicht zur Ersterscheinung ihres Buches “meine Lüge mit der SP”?
22. April 2008 - 18:49 Uhr
Nee, man hat die Schlumpfine in die Botoxkliniik geschickt zum Glätten. Da das ziemlich ins Geld ging, hat man beim Coiffeur gespart.
Die PIN’s kann man hier bestellen: 031 300 58 58. Ist aber erst morgen früh wieder jemand da. Schönen Gruss von Winki ausrichten.
22. April 2008 - 18:53 Uhr
Aus gut unterrichteter Quelle habe ich erfahren, dass die Autobiografie von Widmer-Schlumpf unter dem Titel “Was gehen mich meine Lügen von gestern an?” im Baron von Münchhausen-Verlag erscheinen soll. Wir sind auf weitere Enthüllungen der Ex-SVP-Bundesrätin gespannt.
23. April 2008 - 16:05 Uhr
wer noch an die Integrität von Eveline Widmer-Schlumpf (EWS) zur SVP glaubt, der sollte folgende Tatsache nicht verkennen:
17 Vorlagen, 17 abweichende Meinungen von der SVP
SVP-Einbürgerunsinititative: EWS Nein, SVP Ja
SVP-Prämiensenkungsinititative: EWS Nein, SVP Ja
SVP-Ausschaffungsinitiative: EWS Nein, SVP Ja
Minarett-Initiative: EWS Nein, SVP Ja
Schärfere Gesetze gegen Jugendgewalt: EWS Nein, SVP Ja
Ablehnung des Bundesbudgets: EWS Nein, SVP Ja
Neue Kernkraftwerke: EWS Nein/evtl., SVP Ja
CO/2-Abgabe auf Treibstoffen: EWS evtl., SVP Nein
Zusatzfinanzierung für IV: EWS Ja, SVP Nein
Staatliche Hilfe für ausserfamiliäre Kinderbetreuung: EWS Ja, SVP Nein
Flexibilisierung des Rentenalters: EWS Ja, SVP Nein
Anti-Rassismus-Strafnorm: EWS Ja, SVP Nein
2005: Erweiterte Personenfreizügigkeit: EWS Ja, SVP Nein
2004: Mutterschaftsversicherung: EWS Ja, SVP Nein
2004: Steuerpaket: EWS Nein, SVP Ja
2002: UNO-Beitritt: EWS Ja, SVP Nein
1992: EWR-Beitritt: EWS Ja, SVP Nein
Schengen/Dublin: EWS Ja, SVP Nein
Quelle: morgarten.info
und sie behauptet immer noch eine von der SVP zu sein.