31. März 2008 von Echnaton - 11 Kommentare

sp-kultur.jpgDie SP-Parteizentrale hat die Medien angewiesen, in nächster Zeit die Kulturpolitik zu thematisieren und gutzufinden. Sie will damit die letzte Gruppe Parteimitglieder, die sich als Künstler bezeichnen und nicht mehr Sozialfälle sein wollen, an die Staatstropf heranzuführen. Wir gehen mal davon aus, dass die Genossen nicht ein solches Positionspapier verfassen, um den PNOS-Rocker “Indiziert” ein angemessenes Dasein zu verschaffen.

Das Positionspapier ist ein typisch linkes Pamphlet mit 30 Seiten. Wenn man die Adjektive, die grundsatztheoretischen Platitüden und die selbsterfundenen Studien herausstreichen würden, wäre es höchstens noch zwei Seiten lang.

Wie immer beginnt es SP-typisch mit irgendwelchen internationalen Vorgaben, welche die Schweiz nun unbedingt erfüllen müsse. Schon allein das offenbart das Demokratieverständnis dieser Gesellen. Sobald ein Gadaffi, Mugabe, Chavez und sonst noch ein paar Vorzeige-Demokraten irgendwo einen runden Tisch veranstalten und einen Beschluss fassen, fühlen sich unsere Linken in Zugzwang.

Besonders auf dem Magen liegt den Linken das ungenügende Einkommen der Kulturschaffenden (= Sozideutsch für Künstler). Nicht im Traum kommt es diesen Fabulierern in den Sinn, dass das niedrige Einkommen auf die Unfähigkeit dieser geistigen Zweitakter zurückzuführen ist. Immerhin eröffnet es für die Sozialfälle eine ganz neue Perspektive: man muss lediglich ein linkes Parteibuch beantragen, sich irgendwo in ein Künstlerregister eintragen und schon ist man alle Sorgen los.

Besonders dankbar sind wir für die Gedanken zum Thema: Wo liegen die Grenzen der Kunstfreiheit? So erklärt uns die SP gleich ganz klar, dass der Kritik am Islam und die Infragestellung der Gleichheit (sprich Kritik an der linken Migrationspolitik) absolut jenseits der Grenzen sind.

Wir können nur jedem mal die Lektüre dieses Papiers empfehlen. Immerhin kann man sich an ihm im Obdachlosenheim, pardon Künstlerhaus, warmwitzeln und es spart erst noch eine Menge Klopapier. Somit hat es doch sein Gutes.

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  1. Achilles

    Dieses Papier der SPS ist so eine wunderbare Schwadroniererei. Die wichtigsten Wörter sind “fordern” und “verlangen”. Und gefordert wird kräftig, nämlich runde 100 MIo. Franken und das in Zukunft alle Jahre wieder. Der Begriff Kunstfreiheit wird dahin umgedeutet, dass ein selbsternannter Künstler das Recht hat sich vom Steuerzahler bezahlen zu lassen. Leider wird nicht erläutert, was diese subventionsbedürftige Kunst überhaupt ist. Und eine Investition sei das Ganze obendrein, bloss Ertrag bringt es keinen.

    Die linken Berufsbettler schleichen mal wieder mit der hohlen Hand durch das ganze Land.

  2. Winkelruedi

    Der Eintrag ist überraschend aktuell. Das Papier datiert vom Februar 2007 und nun behauptet er: “Die SP-Parteizentrale hat die Medien angewiesen, in nächster Zeit die Kulturpolitik zu thematisieren.”

  3. eidgenase

    Winkelried erzhält dafür im gegensatz zu den Massenmdien die Wahrheit. Und so veraltet ist das jetzt auch nicht und aktueler vom thematischen Sichtpunkt denn je sowiso.
    Danke Winkelried, der intelektuele gegenpol zur Linken Pseudo-kulturinteligenz. Dringender dann je!
    Lass Dich nicht einschühchtern von so blödschwätzern, die sind nur neidisch dass du sachen entlarfst die niemanden gern hören will.

  4. @Winkelruedi
    Das sind eben die Durchlaufzeiten bei den Linken. Es ist erst seit kurzem auf der SP-Homepage.

  5. Rütliborat

    Die staatliche Förderung für Kulturschaffende muss man sehr differenziert sehen! (”Differenziert” ist ein tolles Wort, das habe ich von meinem Geschichtslehrer gelernt.)

    Und zwar gab es mal in Deutschland einen Österreicher, der wollte in München an die Kunsthochschule gehen. Der wurde abgelehnt und wurde deshalb Politiker. Hätte die Kunsthochschule mehr Geld gehabt, wäre für Adolf vielleicht auch noch ein Plätzchen frei gewesen. Dann hätte er zwar noch mehr “Kunst” produziert, wäre Europa aber mit seinen sonstigen Hirnfürzen erspart geblieben.

    Mit den Linken ist das ähnlich. Wer von denen Künstler wird, kann in der Politik weit weniger Schaden anrichten, als wenn er gar nichts zu tun hätte. Daraus folgt: Geld für Kultur ist eine Investition in die Zukunft.

  6. Fram

    lol, Winkelried News mit über einem Jahr Verspätung…

  7. framei

    sowas darf für einmal auch etwas älter sein. Das Positionspapier ist der Beweis, dass Kunst eindeutig durch die Linken definiert wird. Unter diesem Beruf findet jede(r) seinen Platz. Jeder Kesselflicker ist auch ein Plastiker und damit Künstler. Für was sonst verdienen wir das Geld, wenn nicht für die Linken und die Kunst. Wir sind stark genug um diese Species auch noch mitzutragen.

  8. Helvetix

    Schon das Wort “Kulturschaffende” ist für Linke schon Kunst. Schaut man sich mal den “Kulturteil” einer Zeitung an , stellen sich vor allem Linke “Kulturschaffende” als die Gottheiten der Kultur dar. Heutige “Kulturschaffende” wissen doch gar nicht mehr was Kultur und Kunst ist. Etwa mit Drogen vollgedröhnt einen Farbpinsel an die Wand schmeissen ist schon hohe Kunst. Im Schauspiel Haus wird nur noch sogenannte “Unterhosen” Kunst gezeigt. Oder wenn man sich die “Kulturschaffenden” im mit Zwangsteueren finanzierten TV anschaut , einfach zum abschalten , etwa “Literaturclub” wo erfolglose Schrifftsteller noch erfolglosere Bücher vorstellen , lange war dieser Club auch ein garantiertes EInkommen für den Kommunisten Daniel Cohn-Bendit der sich beim SFDRS jeweils ein sehr hohe “Gage” abholte für sein inkompetentes Gewäsch . Oder die von der EXPO 02 bekannte “Videokünstlerin” bedient sich zum grossen Teil an Staatsgeld. Ein guter Künstler schafft Werke die sein Einkommen sichern , sonst soll er auf den Bau schaffen gehen.

  9. asylstrasse

    “Kunst kommt von Können. Käme sei von Wollen, hiesse sie Wulst.”
    Daniel Regli, die 68er-Falle.

  10. framei

    was Kunst auch noch sein könnte, versuchte Guillermo Habacuc Vargas an der Bienale 2007 in Mittelamerika zu zeigen: ein paar Bildchen mit Tomaten und einen Hund den er sterben ließ. Über 1,6 Millonen Internetstimmen wollen den Bändiger nun für die Bienale 2008 in Honduras ausschließen. Das ist offenbar die heutige moderne Kunst, Tomaten am Boden, Hund am Boden bis er stirbt und die Gaffer die darin auch noch Kunst sehen.

    es leben die “Kunstschaffenden”

    Hier seine Ausstellung mit dem sterbenden Hund.

    http://elperritovive.blogspot.com/

  11. framei

    übrigens:

    Winkelried ist einfach Spitze in der Bildwahl. Es gibt kein CH-Medium, das Euch bezüglich Bildwahl auch nur das Wasser reichen könnte. Auch die Aktualität und der Content ist größtenteils einwandfrei. Das musste wieder mal gesagt werden. Die staunende Sippschaft auf obigem Bild ist einfach herrlich.


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