31. März 2008 von mauluege
Die SVP wird auch in Zukunft bei der Erweiterung des freien Personenverkehrs unterliegen. Die Gründe sind plausibel und nachvollziehbar.
Die EU-Befürworter haben sich selber zum Ziel gesetzt, die EU-Gegner zu verhöhnen, als „Zurückgeblieben“ zu bezeichnen, etc. Auf diesen Zug sollte die SVP nicht aufspringen. Viel wichtiger wäre es, aufzuzeigen, welchen Irrsinn uns die EU-Bürokraten in Brüssel aufschwatzen wollen. Aber die SVP will nicht aufs Ganze gehen. Das gehört zur Parteistrategie. Sie will in Tat und Wahrheit weiter im Gespräch bleiben. Dabei wären die folgenden Argumente ein wichtiges Strategiemittel.
Weniger Zuwanderung durch wachsenden Wohlstand
Wie soll einer das verstehen? Wurde die Zuwanderung bislang immer als Gewinn für unsere Volkswirtschaft verkauft, wird die Argumentation jetzt einfach umgedreht. Außerdem bringt die These nur einen frommen Wunsch zum Ausdruck. Wenn die Zuzugsbeschränkungen für die neuen EU-Bürger fallen, wird man sehen, was von der Prognose zu halten ist. Die Wohlstandsangleichung Osteuropas wird nach neuesten Schätzungen etwa 100 Jahre beanspruchen, und da soll in sieben Jahren niemand auf die Idee kommen, seine persönlichen Vorteile aus der Niederlassungsfreiheit zu ziehen? Bereits jetzt stellen wir deutlich fest, dass Zuwanderung salonfähig wird. Die Schweiz verfügt über ein hohes Lohnniveau, tiefe Mehrwertsteuern und ein gut ausgebautes Sozialsystem.
Wachstumsmärkte für den schweizerischen Mittelstand
Was für ein Geschwafel! Mit ausländischem Investitionskapital werden immer neue Produktionsbereiche in Osteuropa erschlossen, die neuen “Absatzmärkte” werden deshalb zunehmend versiegen, weil die schweizerische Produktion unter den jetzigen unfairen Bedingungen zu teuer ist (es gäbe genug Möglichkeiten, dies zu ändern). Unser EU-Flüchtling Peter Spuhler (SVP) macht es vor.
Hinzu kommt, dass Beitrittsländer ihre Steuersysteme änderten und die Mehrwertsteuer drastisch erhöht haben (die wie ein Schutzzoll wirkt). Unsere Mittelständler werden der neuen Billigkonkurrenz von Monat zu Monat weniger gewachsen sein.
Die heuchlerische Exportbilanz, die Schweiz als Profiteur der Erweiterung ausweist, ignoriert weitgehend unseren Import von Halbfertigwaren. Außerdem beinhalten die “Erfolgszahlen” auch die Erlöse aus der Auslagerung von Produktionsmitteln (osteuropäische Firmen werden die modernen Fabrikationsanlagen insolventer schweizerischer Mittelständler für einen Bruchteil des Neupreises kaufen). Der Konkurs dieser Firmen wird in den meisten Fällen unvermeidlich gerade wegen der ausländischen Billigkonkurrenz (die nun ihren Wettbewerbsvorteil mit den billig ersteigerten neuen Maschinen weiter ausbauen kann).
Angst vor einem negativen Echo
Es hat den Anschein, als fürchteten Schweizer Spitzenpolitiker nichts mehr als ein negatives Echo auf der internationalen politischen Bühne. Während die Staatenlenker anderer Nationen mutig ihren eigenen Standpunkt vertreten (Norwegen, Dänemark, Schweden) und keine Angst davor haben, auch einmal irgendwo anzuecken, wagen unsere politischen Führer kaum noch, ihre Interessen überhaupt zu benennen (es könnte einem ja Egoismus oder gar Nationalismus vorgeworfen werden). Diese ständige Appeasement-Politik und Scheckbuch-Diplomatie der letzten 30 Jahre hat uns die Probleme eingebrockt, die immer weitere Teile der Bevölkerung resignieren lässt und zur Verzweiflung bringt.
Unsere Spitzenpolitiker haben Angst zu streiten, anzuecken, sich gut zu verkaufen und die Schweiz genau zu erklären. Sie haben Angst vor der Kritik des Auslands und der mächtigen inländischen Presse.” Dabei wäre gerade das Umgekehrte mutig. Kämpfen, verhandeln, streiten und sich nicht einfach davor drücken. Der EU-Botschafter in der Schweiz, Michael Reiterer hat in einem recht: „Unsere Politiker können nicht einfach aussitzen und warten, sie müssen entscheiden.“ Doch kann das unsere Regierung? Wie wäre es der EU zu sagen: „Wir sind immerhin nicht in der EU und deshalb warten wir noch mit der Personenfreizügigkeit betreffend Bulgarien und Rumänien.“ Es wäre so einfach und braucht eben auch eine Portion Zivilcourage. Doch den Bundesräten geht es nicht um das. Es geht ihnen um den Ruf, den sie vielleicht zu verlieren haben – um reine Machtpolitik. Frau Leuthard macht es vor: Sie droht dem Schweizer Volk: „Lehnt ihr Rumänien und Bulgarien ab, treten wir der EU bei.“ Leeres Gesäusel. Das Volk hat immer das letzte Wort.
Der SVP fehlt der Mut
Hätte die Schweizerische Volkspartei wirklich den Mut, klare Signale in Richtung EU zu senden, würde sie neben dem Referendum zur Erweiterung der Personenfreizügigkeit gleich noch eine Initiative lancieren die simplifiziert in etwa heissen könnte: „Stopp dem EU-Diktat“ oder „Beitritt zur EU ,ja, oder ,nein,“. Damit würde sie die „Classe Politique“ in arge Bedrängnis bringen. Denn so wissen wir ein für alle mal, was das Schweizer Volk über die EU denkt. Vorteil: Wir hätten einen grösseren Handlungsspielraum und könnten den anderen EU-Ländern klar vor Augen führen, dass unsere Basisdemokratie nicht auszuhebeln ist. Aber auch die SVP spielt leider ein doppelzüngiges Spiel. Würde das Schweizer Volk die EU ablehnen, hätte die Partei keine aussenpolitischen Themen mehr. Bezeichnend ist beispielsweise Peter Spuhler mit seinen Eisenbahnen. Er ist zwar gegen die EU, lässt aber seine Züge teilweise in Ungarn mit Billigarbeitern zusammenbauen und heuchelt uns vor, die bilateralen Verträge seien gefährdet, falls wir Rumänien und Bulgarien nicht mit aufs Boot holen. Wieso? Spuhler produziert sowieso bereits in Tschechien und Ungarn. Also in Ländern mit Dumpinglöhnen. Die SVP weiss auch, dass sie im Falle eines Referendums, unterlegen sein wird. Die Angst in der Bevölkerung vor einem kappen der „bilateralen Verträgen“ ist zu gross. Umgekehrt könnte die SVP die Angst mindern in dem sie selber plausible Rezepte verwirklicht und aufzeigt, warum wir keine Angst zu haben brauchen. Kann sie aber nicht. Sie will, wollen wir ehrlich sein, mit ihren Referenden nur weiter im Gespräch bleiben. Allerdings interessiert, wie die EU mit der Schweiz umgehen wird, wenn die Türkei, der ganze Balkan, usw. ein Thema sein wird. Denn auch dann müssten wir konsequenterweise diese Länder billigen – wenn nötig auch auf Druck der EU hin. Was passiert dann mit den „bilateralen Verträgen“? Deshalb braucht es die Initiative: „Stopp dem EU-Diktat“.
Andere Beiträge
Abstimmung Antifa Ausländerkriminalität Balkan Bern Blocher Blogwerk Bundesrat Deutschland EDA Einwanderung EU Euro Europa Experte Finanzplatz Grüne Internet Islam Italien IV Journalismus Justiz Kanton Kommunismus Korruption Kryptomarxismus Meinungsfreiheit Migranten Nationalrat Personenfreizügigkeit Rassismus Schengen SCHWEIZ Sozialhilfemissbrauch Sozibusiness SP Sport Statistik Steuern SVP USA Verwaltung Wahlen Welt
Frank A. Meyer faktischer Chef beim Ringier-Verlag Beat Jost ehemaliger SP-Grossrat im Wallis Clemens Suter – stellvertretender Chef-Redaktor im Oltener Stadtparlament für die SP Henry Habegger Redaktor. Er ist darauf spezialisiert, abgestürzte linke Politiker hochzujubeln. Jürg Lehmann - Politik-Chef und Schwager von Simonetta... [Mehr ...]
Raubüberfall auf Jugendlichen Basel. Am Donnerstag, 26.8.2010, nach 02:00 Uhr, waren ein Jugendlicher und sein etwas älterer Kollege auf dem Nachhauseweg und die beiden gingen zu Fuss durch den... [Mehr ...]
12:41 Freipass für Gewalt gegen Polizei„Solche Urteile sind ein Schlag ins Gesicht jedes Polizisten!”, sagt Heinz Buttauer, Präsident des Verbandes Schweizerischer Polizei-Beamter (VSPB). „Verbale Attacken und Übergriffe... [Mehr ...]
14:33 Korrekturen sind bitter nötigDie Kulturbereicherungen – ob Raubüberfälle, Einbrüche etc. nehmen an Intensität zu. Die verfehlte Politik bekommen immer mehr Menschen direkt zu spüren. Plötzlich ist nicht... [Mehr ...]
-- Die unteren Sieben --> 14:01 86-Jährige feige beraubt und verletzt13:48 Brutaler Rauberfall im Heidiland
12:23 Beraubt und niemand schaute hin
11:42 Migrantenkinder sind am verfressensten
09:36 Wird Stress auch bald SVP-Mitglied?
20:00 Winkelried is back
14:35 Alles lasse ich mir nicht bieten!
13:46 „Muss erst ein Polizist sterben?“
06:54 Folgen unfähiger Politik
12:49 Michael von der Heide – Rohrkrepierer
Zuhören statt berieseln lassen
Probieren Sie es aus: Suchen sie bewusst im Autoradio bewusst Diskussionen, statt sich von Musik berieseln zu lassen. Sie nutzen so Ihre Zeit effektiver. Auch Hörbücher sind eine gute Alternative. Andere BeiträgeKampfflugzeug-Beschaffung gefährdetArena mit SVPSportler in Bern niedergeschlagenWeichenstellung auf InflationMit Siebenmeilenstiefeln... [Mehr ...]
Die Dschihad Dekade kommt Wenn wir zurückblicken auf das vergangene Jahrzehnt in Amerika, fragt man sich, wie wir in ein post-amerikanisches Jahrzehnt eintreten konnten. Warum ist das alles so falsch gelaufen, so schnell … ….so schlimm? Das... [Mehr ...]
In einigen Ländern, auch in der Schweiz, gehört das Leugnen des Holocaust zum Rassismustatbestand. Die Juristen fragen sich, ob man überhaupt ausdücklich ein Verbot benötigte. Viele sind der Ansicht, dass die Antidiskriminierungsgesetze... [Mehr ...]
Man könnte sich kurz fragen, was passiert, wenn der Euro wirklich implodiert. Argentinien gibt uns die Antwort. Es zeigt uns aber auch, wie die Krise lösbar wäre. Doch davon will in Europa niemand wissen. Ähnlich wie die EU wurde die... [Mehr ...]
Unsere “Qualitätsjournalisten” der (linken) Presse ziehen zur Zeit Vergleiche mit dem Staatsbankrott Argentiniens. Tatsächlich wäre Griechenland in der gleichen Situation wie Argentinien damals, wenn es die EU nicht gäbe. Doch... [Mehr ...]
Es ist noch zu früh, den Teufel an die Wand zu malen, doch der Teufel ist bereits da. Er heisst Griechenland und ruft um Hilfe. Das Land kann an den Finanzmärkten kein Geld mehr aufnehmen und muss somit das “erpresste” Hilfspaket... [Mehr ...]
Herisau AR: Einbrecher am Werk In der Nacht auf Donnerstag, 2. September 2010 wurde in Herisau in eine Gewerbeliegenschaft eingebrochen. Der Schaden wird auf über 6'000 Franken geschätzt. Die bislang unbekannte Täterschaft verschaffte sich gewaltsam Zutritt ... [Link]
Zug: Geld gestohlen bzw. geraubt - Zeugenaufruf Einem Mann ist am Samstag in der Stadt Zug viel Geld "gestohlen" worden. (Obwohl das Bundesgericht in seiner laufenden Rechtsprechung bereits mehrfach festgestellt hat, daß es sich bei Gewalteinsatz gerade nicht mehr um Diebstahl ... [Link]
Würenlingen, Stein AG: Scheintaubstumme als Diebe - Vorsicht vor Trick- und Taschendieben! Schon wieder treiben skrupellose Trickdiebe ihr Unwesen: Ein angeblicher «Taubstummer» bettelte in Würenlingen um Geld und bestahl dabei einen Passanten. Mit einem Trick entwendete ein unbekannter Dieb in Stein einer Kundin ... [Link]
Zwingen, Muttenz BL, Basel: Einschleichdieb aus dem Elsaß nach längerer Flucht in Basel angehalten Gestern Donnerstag, 26. August 2010, um 16.35 Uhr, wurde ein Mann bei einem Einschleichdiebstahl am Hardweg in Zwingen BL durch die Hausbewohnerin überrascht. Er konnte nach einer längeren Flucht durch die Polizei in Basel angehalten ... [Link]





die SVP will später wieder an die Regierung, deshalb sucht sie einen Mittelweg (Halb-Wischiwaschi). Winkelrieds Überlegungen sind totalitär aber absolut richtig. Alles andere ist eine klammheimliche Beitritt-Vorbereitung.
Will echt nicht kleinlich sein, aber schreibt man “entlarfen” wirklich mit F? Dachte v.
In Kleinlichkeit Veritas
Ich schlage vor, die Anti-EU-Initiative nicht „Beitritt zur EU ,ja, oder ,nein,“ zu nennen. Sonst kreuzen noch viele aus Versehen “Ja” an.
Besser wäre ” Nein zum Weg in die Knechtschaft, nein zur EU”, also ein doppeltes Nein.